Durchführung von EU-Systemprüfungen


Abgrenzung des Prüfungsgegenstandes bei EU-Systemprüfungen
Organisatorische versus inhaltliche Abgrenzung

Von Marcel Bode

(18.03.14) - Im Rahmen des Mehr-Ebenen-Governance-Systems der EU-Strukturfondsförderungen stellen die nationalen Prüfbehörden einen integralen Kontrollbaustein dar. Die Aufgaben der Prüfbehörden können – neben Organisationseinheiten auf Ministerialebene und Einheiten innerhalb Interner Revisionen von bundes-/landeseigenen Gesellschaften resp. Körperschaften – auch von privaten Unternehmen wie etwa Wirtschaftsprüfungsgesellschaften wahrgenommen werden.

Die im Aufgabenbereich der Prüfbehörden liegenden Systemprüfungen nach Art. 62 Abs. 1 lit. a VO (EG) Nr. 1083/2006 bilden eine wesentliche Grundlage zur Beurteilung der Recht- und Ordnungsmäßigkeit des zur Umsetzung der Kohäsionspolitik auf nationaler Ebene implementierten Verwaltungs- und Kontrollsystems.

Während Prüfungsumfang und Bewertungssystematik im Wesentlichen durch EU-Verordnungen und begleitende (COCOF-)Leitfäden umrissen werden, ist die konkrete Abgrenzung des Prüfungsgegenstandes und damit des eigentlichen Untersuchungsobjektes nicht eindeutig bestimmt. Es obliegt den nationalen Prüfbehörden, den für die installierten Verwaltungs- und Kontrollsysteme geeigneten Prüfungsansatz zu finden. Hierbei stehen sich mit der organisatorischen Abgrenzung einerseits und der inhaltlichen Abgrenzung andererseits zwei unterschiedliche strategische Ansätze gegenüber. Im vorliegenden Beitrag sollen diese Ansätze beschrieben und – auf Basis der Vor- und Nachteile der jeweiligen Ansätze – Abgrenzungsempfehlungen aufgezeigt werden.

Dieser Beitrag aus der Zeitschrift für Interne Revision (ZIR) (Ausgabe 1, 2014, Seite 13 bis 22) wurde von der Redaktion von Compliance-Magazin.de gekürzt.

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Im Überblick

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  • Nachhaltigkeitsberichterstattung

    Begriffe wie nichtfinanzielle Berichterstattung, Sustainability, Taxonomie und grüne Investments sind derzeit in aller Munde. Sowohl rechtliche Vorgaben als auch Erwartungen der Stakeholder an das Management in diesem unter dem Überbegriff ESG (Environmental, Social, Governance oder Umwelt, Soziales und Unternehmensführung) zu subsumierendem Thema steigen kontinuierlich.

  • Digitalisierung im Non-Profit-Bereich

    Das folgende Interview führte der Leiter des DIIR-Arbeitskreises "Interne Revision in Non-Profit-Organisationen", Herr Lutz Ansorge, mit dem kaufmännischen Leiter der GWW - Gemeinnützige Werkstätten und Wohnstätten GmbH Sindelfingen, Herrn Steffen Sandrock, im Rahmen eines Mandantenaustauschs.

  • Die neue Revision spricht IT

    Aktuell gibt es wohl kaum einen Prozess in Unternehmen, der nicht durch IT unterstützt, ermöglicht oder abgebildet wird. Wir reden nicht mehr nur über digitale Transformation und Digitalisierung - sie sind längst da! Sie erfassen und verändern in unterschiedlicher Geschwindigkeit stetig alle Bereiche von Wirtschaft, Staat und Gesellschaft. Dennoch wird in vielen Unternehmen immer noch gedanklich stark zwischen Business als Wertschöpfungsdisziplin und IT als Unterstützungsdisziplin getrennt.

  • Orientierungshilfen für die Interne Revision

    Die Interne Revision gilt nicht nur in der Praxis als wichtiger Baustein einer funktionierenden Corporate Governance, sondern findet auch in der Forschung immer mehr Beachtung. In diesem Beitrag liefern wir einen Überblick über eine kürzlich veröffentlichte Studie von Calvin (2021) zu den Grundprinzipien für die berufliche Praxis der Internen Revision. Der Autor kann darin zeigen, dass die Erfüllung der Grundprinzipien die Wirksamkeit der Internen Revision signifikant verbessert.

  • Geschäftsführer: Organ der GmbH

    Die Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) ist nach dem Einzelunternehmen die verbreitetste und erfolgreichste Unternehmensrechtsform in Deutschland. Am 1. Januar 2018 existierten in Deutschland 1.145.476 GmbHs. Diese Rechtsform ist auch in anderen Ländern weit verbreitet, wie zum Beispiel die S. A. R. L. in Frankreich, B. V. in den Niederlanden oder Ltd. in Großbritannien. Abgesehen von einigen Feinheiten und jeweiligen länderspezifischen Besonderheiten werden diese Gesellschaften im Regelfall durch den oder die Geschäftsführer nach außen vertreten.

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