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Compliance und ECM ergänzen sich gegenseitig


E-Mail-Archivierung: Ein ECM-System unterstützt Unternehmen bei der Einhaltung von Compliance-Vorschriften
Die Erfüllung von Compliance-Anforderungen ist als kontinuierlicher Prozess ständig neu zu organisieren und zu überwachen


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Von Sven Sauer, CIO von Optimal Systems

(27.08.09) - Die Komplexität der heutigen Compliance-Vorschriften macht es für Mitarbeiter fast unmöglich, selbst den Überblick darüber zu behalten, welche Nachrichten gespeichert werden müssen und welche nicht. Daher können Unternehmen heutzutage nicht mehr darauf verzichten, E-Mails automatisch zu sichern. Eine softwareseitige Unterstützung erleichtert nicht nur den Mitarbeitern die Arbeit, sondern gibt der Geschäftsführung Sicherheit, dass wichtige E-Mails auch wirklich aufbewahrt werden.

Die automatische E-Mail-Archivierung kann zum Beispiel ein Enterprise Content Management (ECM)-System übernehmen. ECM umfasst herkömmliche dokumentenorientierte Informationstechnologien wie Archivieren, Scannen, Workflow-, Dokumenten- und Knowledge Management. Dabei integriert es Host- und Client-Anwendungen sowie Internet- und Portal-Technologien. In Kombination mit definierten Arbeitsprozessen (Workflows) und durch die Einbindung in existierende Applikationen gehören ECM-Systeme auch zu den wichtigsten Bestandteilen einer Compliance-Lösung.

Workflows können Geschäftsrisiken reduzieren, da sie definierte Verfahren und Kenntnisnahme-Prozesse nutzen sowie die Vollständigkeit der Dokumentation kontrollieren. Sie lassen sich dabei flexibel anpassen, damit Unternehmen schnell auf neue Vorgaben oder veränderte Geschäftsabläufe reagieren können. Da die Erfüllung von Compliance-Anforderungen als kontinuierlicher Prozess ständig neu zu organisieren und zu überwachen ist, sollte auf die Anpassungsfähigkeit der Lösung geachtet werden.

Zu den Aufgaben eines ECM-Systems zählen, Daten und Dokumente aus verschiedenen Unternehmensbereichen wie Zulassung, Qualitätsmanagement oder Produktion zu verteilen, mehrstufig zu bearbeiten, revisionssicher zu archivieren und unternehmensweit berechtigten Mitarbeitern zur Verfügung zu stellen. Durch den Transfer von Dokumenten in ein integriertes Workflow-System lassen sich Geschäftsprozesse vollständig abbilden. Im Idealfall enthält das ECM-System auch Funktionen für das Versionsmanagement, die eine umfassende Nachverfolgung von Änderungen ermöglichen.

Transparente Geschäftsprozesse - Prozesse verschlanken
Durch verschärfte Regelungen und höheren Wettbewerbsdruck müssen Unternehmen ihre Prozesse zunehmend verschlanken und gleichzeitig für optimales Qualitätsmanagement sorgen. Auch bei diesem Ziel unterstützen ECM-Lösungen: So können die Archivierungs- und Dokumentenmanagement-Systeme Unternehmensinformationen intelligent verwalten und entsprechende Prozesse beschleunigen. Klar definierte, regelbasierte Archivierungsprozesse für E-Mails sind daher nicht nur aus Compliance-Gesichtspunkten ratsam, sondern unterstützen auch die Geschäftsprozesse.

Compliance stellt hohe Anforderungen an die Validierung der IT-Systeme und -Prozesse. So existieren bindende Regelungen für handels- und steuerrelevante Dokumente, die alle Unternehmen betreffen, sowie je nach Branche weitere gesetzliche Anforderungen, die nicht weniger streng sind. Um die verschiedenen Compliance-Vorgaben zu erfüllen, muss ein Unternehmen daher relevante Informationen schnell und sicher finden, verwalten und nachhaltig unveränderbar archivieren. Dies ist unabhängig von Zeit, Ort oder verwendetem Format zu gewährleisten. Genau dies ist auch ein Ziel von Enterprise Content Management.

Daher ergänzen sich Compliance und ECM gegenseitig: Ein ECM-System unterstützt Unternehmen bei der Einhaltung von Compliance-Vorschriften, gleichzeitig führt Compliance zur Optimierung der eingesetzten Prozesse. Dies führt zu größerer Transparenz und Sicherheit der Geschäftsvorgänge. Zusätzlich sind dadurch Informationen schneller verfügbar und werden revisionssicher sowie redundanzfrei archiviert.

Mit Hilfe einer ECM-Lösung können Unternehmen daher auch im Falle eines Falles eindeutig nachweisen, welche Information wann und von wem wie bearbeitet wurde. Denn es strukturiert die Bearbeitungsprozesse gemäß der gesetzlichen Vorgaben. (Optimal Systems: Comidd: ra)

Optimal Systems: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.

Comidd: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.

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Meldungen: Hintergrund

Compliance durch sicheren Umgang mit Log-Daten Zahlreiche Compliance-Vorschriften wie Health Insurance Portability and Accountability Act (HIPPA) oder Payment Card Industry Data Security Standard (PCI-DSS) fordern von Unternehmen die Sammlung und Speicherung ihrer Log-Daten. Doch den Betroffenen entstehen dadurch auch neue Möglichkeiten um beispielsweise Angriffe zu erkennen oder Fehlerursachen schneller zu finden.

Informationsaustausch in Steuersachen Im Fall des Ex-Vorstandes der Deutschen Post AG, Klaus Zumwinkel, stand bereits vor Beginn der Razzia und bei seiner Abfahrt in Polizeibegleitung das Kamerateam bereit. In der Folge hätte rechtlich geklärt werden können, ob man Steuersünder aufgrund "erst gestohlener und später gleichsam als Hehlerware weiterverkaufter Daten" überhaupt verurteilen darf. Ab dem 01.01.2010 hat sich diese Fragestellung endgültig erledigt, denn dann tritt ein Abkommen zwischen Deutschland und Liechtenstein in Kraft, welches nahezu jeden Informationsaustausch in Steuersachen sicherstellt.

E-Mail und die digitale Steuerprüfung Kaufmännische Briefe und Rechnungen werden seit über 500 Jahren auf dem Postweg verschickt. Anschließend wurden sie in Kellern oder Lagern aufbewahrt, damit sie für notwendige Zugriffe schnell verfügbar waren. Inzwischen läuft der Versand kaufmännischer Dokumente fast ausschließlich digital per E-Mail. Dies erfordert jedoch neue Strukturen für die Archivierung und Strukturierung der Daten sowie zum Nachweis, dass die Daten und Inhalte nicht verändert wurden. Denn das ist eine Grundvoraussetzung dafür, dass die Prüfbarkeit auch der digitalen Daten und Dokumente gegeben ist.

Erfassung interner und externer Mails Nach einem Urteil des Oberlandesgerichts Karlsruhe von 2005 erfüllt schon das Löschen und Ausfiltern von E-Mails den Tatbestand des Unterdrückens gemäß §206 StGB. Daher müssen Unternehmen zur Gewährleistung der Compliance sämtliche elektronischen Nachrichten im Originalformat archivieren, selbst Spam- und vireninfizierte E-Mails. Entsprechend bieten manche herkömmliche E-Mail-Archivierungssysteme nur eine unzureichende juristische Absicherung. Denn sie erfassen und speichern eingehende Mails erst, nachdem sie von Antiviren- oder Spam-Filtern aussortiert wurden. Zusätzlich können bei Systemabstürzen einzelne Mails verloren gehen, wenn sie nicht zuvor vom Archivsystem gesichert wurden.

Compliance und ECM ergänzen sich gegenseitig Die Komplexität der heutigen Compliance-Vorschriften macht es für Mitarbeiter fast unmöglich, selbst den Überblick darüber zu behalten, welche Nachrichten gespeichert werden müssen und welche nicht. Daher können Unternehmen heutzutage nicht mehr darauf verzichten, E-Mails automatisch zu sichern. Eine softwareseitige Unterstützung erleichtert nicht nur den Mitarbeitern die Arbeit, sondern gibt der Geschäftsführung Sicherheit, dass wichtige E-Mails auch wirklich aufbewahrt werden.

Private Nutzung dienstlicher E-Mail-Systeme Gestattet ein Unternehmen seinen Mitarbeitern grundsätzlich die private Nutzung der dienstlichen E-Mail-Systeme, dann wird es vor dem Gesetz zum Telekommunikationsanbieter. In diesem Fall kommen das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) sowie das Telekommunikationsgesetz (TKG) zum Tragen und das Unternehmen muss das Fernmeldegeheimnis wahren. Es darf daher nicht mehr alle E-Mails seiner Mitarbeiter aufbewahren, da die Erhebung von personenbezogenen Daten auf ein Minimum beschränkt werden muss.

Compliance und Wertschöpfung eines Unternehmens Werte bilden praktisch immer die Basis jeder Compliance-Maßnahme. Wertebasierte Unternehmensführung hat also nicht nur unmittelbare wirtschaftliche Vorteile, sondern schafft auch den ethisch-kulturellen Unterbau von Corporate Compliance.

Im Wust neuer Compliance-Anforderungen gefangen? Für Banken und Finanzunternehmen hat die Einhaltung von Compliance-Richtlinen Top-Priorität. In keiner anderen Branche werden so hohe Anforderungen gestellt. Zu den aktuellen Bestimmungen zählen beispielsweise die MiFID, die das Kreditwesengesetzes (KWG) verschärft, die Euro-SOX und Basel II. Die strikte Ausrichtung an Compliance-Bestimmungen und ein sauberes IT-Risiko-Management sind dabei keine IT-, sondern eine Chefsache. Denn verantwortlich für die Einhaltung ist das Management der Finanzunternehmen.

Compliance in der Medizin Der Begriff "Compliance" steht in der Wirtschaft heute als Hilfeversuch bei Korruption, Affären und Skandalen. Meist sind es große Firmen, die nach Medienträchtigen schlechten und rufschädigenden Schlagzeilen einen Stamm von internen und externen Beratern in der Compliance-Abteilung beschäftigen, um den guten Ruf wieder herzustellen und zu verhindern, dass derartige Vorkommnisse und Schlagzeilen wieder auftauchen.

Web. 2.0 und Corporate Compliance Auch Unternehmen können die Möglichkeiten des Web 2.0 für die Kommunikation und Zusammenarbeit in ihren virtuellen Communities nutzen. Vorhandene Lösungen entsprechen allerdings nicht professionellen Anforderungen. Web 2.0 für Unternehmen muss die Flexibilität des Web 2.0 mit der Sicherheit und Stabilität von Enterprise-Applikationen verbinden.

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Erfassung interner und externer Mails Private Nutzung dienstlicher E-Mail-Systeme