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Was ist dran an der Online-Durchsuchung?

Telepolis-Buch über das heimliche Ausspähen von Computern: "Die Online-Durchsuchung - Rechtliche Grundlagen, Technik, Medienecho
Über die Methode der Online-Durchsuchung, bei der vergleichbare Informationen wie bei einer offenen Durchsuchung oder einer Beschlagnahmung des Rechners gewonnen werden können, weiß niemand Genaueres

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Online-Durchsuchung -

nicht nur ein politischer sondern auch ein Medienskandal? Bild: dpunkt.Verlag / Heise

(14.10.08) - Ein Buch das die technische Machbarkeit der Online-Durchsuchung in Zweifel zieht: "Man kann angesichts der technischen Voraussetzungen kaum glauben, dass jemand ernsthaft über das Vorhaben einer 'Online-Durchsuchung' als Ermittlungsmaßnahme diskutieren möchte", schreiben die Autoren Burkhard Schröder und Claudia Schröder in dem neuen Telepolis-Buch "Die Online-Durchsuchung". Sie kritisieren den Hype, den das Thema in den Medien verursacht hat und sehen in der Online-Durchsuchung vor allem "eine politische Absichtserklärung und Drohgebärde". Insofern soll das Buch vielleicht auch unbewusst dem Leser die Angst vor der Allmacht des Staates nehmen.

Die "Online-Durchsuchung" ist im dpunkt.verlag, Heidelberg, erschienen (190 Seiten - 16 Euro) und diskutiert Fragen wie: Dürfen sich Polizei und Geheimdienste heimlich in private Rechner hacken? Legitimiert die Terrorismusbekämpfung des Staates einen Eingriff in die Privatsphäre? Steht uns ein großer Online-Lauschangriff bevor?

Die verdeckte Durchsuchung privater Rechner durch die Polizei oder Geheimdienste, die sogenannte Online-Durchsuchung, ist nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom Februar 2007 nur unter sehr engen Voraussetzungen erlaubt. Trotz dieses Beschlusses tauchen in den Medien die unterschiedlichsten Behauptungen auf: Während einige sie als "Ente" bezeichnen, behaupten andere, Online-Durchsuchungen hätten längst stattgefunden.

Über die Methode der Online-Durchsuchung, bei der vergleichbare Informationen wie bei einer offenen Durchsuchung oder einer Beschlagnahmung des Rechners gewonnen werden können, weiß niemand Genaueres. Die technischen Einzelheiten sind nicht näher bekannt. Fachleute sprechen daher meist von einer "Online-Überwachung", die das unbemerkte Ausspähen und das Kopieren von Daten eines IT-Systems über das Internet vereint.

Der aktuelle Telepolis-Band ist das erste Sachbuch, das sich dem umstrittenen Thema widmet. Leicht verständlich geschrieben, richtet es sich nicht nur an Juristen, IT-Fachleute und Journalisten, sondern bietet eine interessante Lektüre für ein breites Publikum. Die Autoren fassen in dem Buch die vorhandene Fachliteratur zusammen und beachten dabei die aktuelle Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes. Weiterhin stellen sie kritisch die widersprüchliche Berichterstattung der Medien dar, beschreiben die Möglichkeiten der Technik und beantworten die Frage nach dem Schutz vor einer Online-Durchsuchung.

Die Autoren
Burkhard Schröder arbeitet als Schriftsteller und freier Journalist für zahlreiche Zeitungen und Zeitschriften. Er ist ständiger Mitarbeiter bei Telepolis. Seine bevorzugten Themenschwerpunkte sind Rassismus und Antisemitismus, Internet und Netzkultur. Claudia Schröder studiert Jura an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt/Oder mit dem Schwerpunkt Medienrecht. Seit ihrem Wiedereinstieg ins Jurastudium hat sie sich ausführlich mit den verfassungsrechtlichen Fragen im Spannungsfeld politischer Sicherheitsbestrebungen und neuer Medien befasst.

Bibliografische Angaben:
Burkhard Schröder, Claudia Schröder
Die Online-Durchsuchung
Rechtliche Grundlagen, Technik, Medienecho (Telepolis)
Heise, September 2008, 190 Seiten, Broschur, ISBN 978-3-936931-53-2
16,00 Euro (D) / 16,50 Euro (A) / 28,00 sFr
Erhältlich bei uns im Compliance-Shop

(Heise, dpunkt.Verlag: ra)

Lesen Sie auch:
Online-Durchsuchung - Das Urteil im Wortlaut: siehe http://www.bundesverfassungsgericht.de/entscheidungen/rs20080227_1bvr037007.html

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