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Hacker haben Zugang zu FTP-Zugangsdaten


Finjan findet mehr als 8.700 Zugangsdaten zu FTP-Servern in den Händen von Hackern – Domains internationaler Topfirmen ebenfalls auf der Liste
Im neuesten "Malicious Page of the Month"-Report hat Finjan die Vermarktung gestohlener Zugangsdaten zu FTP Servern seriöser Firmen durch Hacker aufgedeckt


(17.03.08) - Finjan hat bekannt gegeben, dass sie eine Datenbank mit mehr als 8.700 gestohlenen FTP-Server-Zugangsdaten entdeckt hat – einschließlich der Nutzernamen, Passwörter und der Server-Adresse – die sich in den Händen von Hackern befindet. Diese gestohlenen Zugangsdaten ermöglichen es Kriminellen, in Server einzudringen und automatisch Crimeware einzufügen, die Nutzer bei einem Besuch infiziert. Die Datenbank enthält auch Konten von weltweit tätigen, im Magazin Fortune aufgelisteten Unternehmen aus vielen Industriezweigen, so zum Beispiel aus Verarbeitung, Telekommunikation, Medien, Onlineverkauf oder IT so wie staatliche Einrichtungen. Unter den gestohlenen FTP-Konten befinden sich einige der bei Alexa.com als Top 100 aufgelisteten Domains.

Finjans Malicious Code Research Center (MCRC) hat die Funktionsweise einer heimtückischen neuen Anwendung analysiert, die speziell für den Missbrauch und Handel mit gestohlenen FTP-Zugangsdaten seriöser globaler Unternehmen entwickelt wurde. Es nutzt ein Trading Interface zur Einteilung der kompromittierten FTP-Server nach Herkunftsland und dem Google Page Ranking. Diese Informationen ermöglichen es dem Cyberkriminellen, den Preis für den Weiterverkauf der FTP-Zugangsdaten an andere Kriminelle festzulegen oder den Angriff auf bedeutendere Seiten zu lenken. Die Handelsanwendung ermöglicht es dem Cyberkriminellen auch, FTP-Zugangsdaten so zu manipulieren, dass auf Webseiten des infizierten Servers automatisch IFRAME-Tags eingebracht werden.

"Software als Dienstleistung hat sich schon seit langem etabliert, bis jetzt ist es aber nur für legale Zwecke genutzt worden. Mit dieser neuen Handelsanwendung bekommen Cyber-Kriminelle eine "Lösung" für ihr "Problem" auf dem goldenen Tablett serviert, sich Zugang zu FTP-Zugangsdaten zu verschaffen und so sowohl die legalen Webseiten als auch deren arglose Besucher zu infizieren. All das können sie durch einen simplen Knopfdruck erreichen" sagt Yuval Ben-Itzhak, CTO von Finjan.

Finjan bietet den IT-Security-Verantwortlichen seriöser Organisationen an nachzuforschen, ob sich die Zugangsdaten für ihre FTP-Server unter den als gestohlen identifizierten befinden. Sie können Finjan kontaktieren unter: http://www.finjan.com/contactFTP

Laut Finjan stellt das "NeoSploit 2 toolkit" eine ernstzunehmende Eskalation des Crimeware-Potentials dar, da es das "Software als Dienstleistung"-Geschäftsmodell nutzt. Sowohl das "NeoSploit Version 2 toolkit" als auch die Handelsanwendung wurden mit Hilfe von FinjansTechnologie für Web Code Analyse aufgespürt. Der Angriff wird in Finjans neuestem "Malicious Page of the Month" Report" detailliert beschrieben.

Über Finjans MCRC
Das Malicious Code Research Center (MCRC) widmet sich der Erforschung und Aufdeckung von Sicherheitslücken im Internet, in E-Mail-Applikationen und anderen beliebten Anwendungen. Das Ziel des MCRCs ist es, den Hackern, die versuchen, öffentlich zugängliche Plattformen und Technologien für die Entwicklung von Malware wie beispielsweise Spyware, Trojaner, Phishing-Angriffe, Würmern und Viren zu missbrauchen, immer einen Schritt voraus zu sein. Die Forscher vom MCRC arbeiten mit den weltweit führenden Software-Anbietern zusammen. Weitere Informationen finden Sie auf der MCRC subsite
(Finjan: ra)


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Meldungen: Markt-Nachrichten

  • Tausende Briefkastengesellschaften vorgehalten

    Seit drei Jahren ermittelt das Bundeskriminalamt im Auftrag der Staatsanwaltschaft München I wegen des Verdachts der Geldwäsche gegen insgesamt drei Beschuldigte. Ab 18.02.2019 erfolgte die gleichzeitige Beschlagnahme von vier Immobilien in Schwalbach am Taunus, Nürnberg, Regensburg und Mühldorf am Inn im Gesamtwert von rund 40 Millionen Euro. Daneben wurde ein Konto bei einer Bank in Lettland mit einem erwarteten Guthaben in Höhe von ca. 1,2 Millionen Euro beschlagnahmt, welches aus der Veräußerung einer weiteren Immobilie in Chemnitz herrührt. Zusätzlich wurde die vorläufige Sicherung von Kontoguthaben bei diversen Banken in Deutschland auf der Grundlage von Vermögensarresten in Höhe von ca. 6,7 Millionen Euro bei zwei beteiligten Immobiliengesellschaften in Deutschland veranlasst.

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    "Die Organisierte Kriminalität hat viele Gesichter und Betätigungsfelder. Damit ist und bleibt das Bedrohungs- und Schadenspotential, das von Organisierter Kriminalität ausgeht, unverändert hoch", so BKA-Präsident Holger Münch bei der heutigen Pressekonferenz im BKA-Wiesbaden zur Vorstellung des Lagebildes Organisierte Kriminalität 2017. Die Gesamtzahl der Ermittlungsverfahren gegen Gruppierungen der Organisierten Kriminalität liegt auf unverändert hohem Niveau: 2017 wurden 572 OK-Verfahren registriert (2016: 563). Rund 1/3 der OK-Gruppierungen ist im Bereich der Rauschgiftkriminalität (36,2 Prozent) aktiv. Damit ist und bleibt Drogenhandel das Hauptbetätigungsfeld von OK-Gruppierungen, gefolgt von Eigentumskriminalität (16,4 Prozent). An dritter Stelle findet sich Wirtschaftskriminalität (11,0 Prozent). Der polizeilich erfasste Schaden lag 2017 bei rund 210 Millionen Euro (2016: rund 1 Mrd. Euro).

  • Finanzermittlungen der Ermittlungsbehörden

    Der FIU-Jahresbericht für das Jahr 2016 verzeichnet mit rund 40 Prozent die höchste Steigerungsrate an Geldwäscheverdachtsmeldungen innerhalb der letzten 15 Jahre. Insgesamt 40.690 (2015: 29.108) Verdachtsmeldungen nach dem Geldwäschegesetz wurden an die FIU übermittelt, der Großteil davon von den Kreditinstituten. Mit 38 Prozent (2015: 32 Prozent) sind die meisten Bezüge zum Deliktsbereich Betrug festgestellt worden. Darunter fallen zum Beispiel auch der Warenbetrug über das Internet und der CEO-Fraud. Durch die Erkenntnisse, die direkt aus den Verdachtsmeldungen gewonnen werden konnten und den anschließenden verfahrensunabhängigen Finanzermittlungen stellten die Ermittlungsbehörden insgesamt Vermögenswerte von rund 69, 8 Millionen Euro sicher. Das sind 10 Prozent mehr als im Vorjahr.

  • Bezahlen im Online Handel

    Die Wettbewerbszentrale hat in 10 Fällen bei großen Onlinehändlern Verstöße gegen die SEPA-Verordnung beanstandet. Die betreffenden Anbieter hatten Verbrauchern u. a. eine Bezahlung per Lastschrift angeboten, allerdings gleichzeitig den Lastschrifteinzug von Konten im EU-Ausland ausgeschlossen oder eingeschränkt. Erste Beschwerden bereits Ende 2016: Bereits im Dezember 2016 hatte die Wettbewerbszentrale Beschwerden darüber erhalten, dass eine private Krankenversicherung und ein Telekommunikationsunternehmen es gegenüber Kunden ablehnten, fällige Zahlungen im Wege der Lastschrift von einem Konto im europäischen Ausland einzuziehen. Im Fall der Krankenversicherung lag der Wettbewerbszentrale ein konkretes Schreiben vor, wonach es die Versicherung ablehnte, die Versicherungsbeiträge des Versicherungsnehmers von seinem Konto in Österreich abzubuchen (vgl. News vom 22.12.2016). Im Fall des Telekommunikationsanbieters verlangte dieser in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen für die Durchführung des Lastschriftverfahrens die Angabe einer "gültigen deutschen Bankverbindung".

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