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Offshoring fordert Betriebsräte in der IT-Branche


Offshoring, Führungskräftemangel und demographischem Wandel: Die IT-Branche steht vor harten Zeiten und deren Betriebsräte vor neuen Herausforderungen
IT-Betriebsräte berichten auf der 3. IIR Fachtagung "Der Betriebsrat in der IT-Branche" über aktuelle Probleme in ihrer Arbeitspraxis


(22.07.08) – Der Strukturwandel in der IT-Industrie stellt deren Mitarbeiter hart auf die Probe. Betriebsräte von IT-Unternehmen stehen trotz zuletzt guter Wachstumsraten in ihrer Branche vor einigen Herausforderungen: "Zahlreiche IT-Firmen planen Stellenabbau durch Offshoring", sagte Dr. Christof Balkenhol gegenüber dem Veranstalter IIR Deutschland. Ein der zentralen Fragen lautet: "Welche Einspruchs- und Korrekturmöglichkeiten hat der Betriebsrat bei Leistungsbeurteilungen?"

Der Experte Balkenhol, der seit über 14 Jahren Betriebsräte und Gewerkschaften berät, berichtet zudem von einem andauernden Fachkräftemangel: "Rund 43 000 Stellen können in der IT-Branche nicht besetzt werden, weshalb Unternehmensleitung und Betriebsrat immer öfter über Themen wie Qualifizierung und Personalentwicklung diskutieren."

Unter seinem Vorsitz tauschen sich auf der IIR-Konferenz "Der Betriebsrat in der IT-Branche" am 24. und 25. September 2008 in Oberursel bei Frankfurt Betriebsräte aus der IT-Branche über aktuelle Probleme in ihrer Arbeitspraxis aus.

Das Durchschnittalter der Mitarbeiter im IT-Sektor liegt derzeit bei 35 Jahren. Im Jahr 2015 wird der Anteil der über 50-Jährigen an der Belegschaft in der IT-Branche von derzeit sechs auf 40 Prozent gestiegen sein. Bislang reagierten die meisten IT-Firmen jedoch nur schleppend auf diese Prognose, kritisiert die Gewerkschaft IG Metall.

Laut dem Rhein-Ruhr-Institut für Sozialforschung und Politikberatung treffe der demografische Wandel gerade in der IT-Landschaft auf eine Unternehmenskultur, die auf Jugendlichkeit ausgerichtet sei.

Ältere zählten hier oft als Low Performers oder als Auslaufmodelle. Auf der IIR-Tagung spricht Doris Schweikl, Vorsitzende des Gesamtbetriebsrates von Microsoft Deutschland, über die Auswirkungen des demographischen Wandels auf die IT-Branche und die Bedeutung einer ausgewogenen Beschäftigungsstruktur.

Mit dem Ziel, die aktuellen Herausforderungen zu erörtern, treffen in einer Podiumdiskussion Betriebsräte von T-Systems Enterprise, CSC Deutschland Solutions und des IZB Informatik-Zentrums auf Vertreter von Ver.di-innotec und IG Metall.

Welche Einspruchs- und Korrekturmöglichkeiten der Betriebsrat bei Leistungsbeurteilungen hat, erörtert Michael Euler, Konzernbetriebsratsvorsitzender von IBM Deutschland. Arbeitszeitregelungen und Datenschutzkonzepte sind weitere Themen der Tagung. (IIR Deutschland: ra)


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Meldungen: Markt-Nachrichten

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    Seit drei Jahren ermittelt das Bundeskriminalamt im Auftrag der Staatsanwaltschaft München I wegen des Verdachts der Geldwäsche gegen insgesamt drei Beschuldigte. Ab 18.02.2019 erfolgte die gleichzeitige Beschlagnahme von vier Immobilien in Schwalbach am Taunus, Nürnberg, Regensburg und Mühldorf am Inn im Gesamtwert von rund 40 Millionen Euro. Daneben wurde ein Konto bei einer Bank in Lettland mit einem erwarteten Guthaben in Höhe von ca. 1,2 Millionen Euro beschlagnahmt, welches aus der Veräußerung einer weiteren Immobilie in Chemnitz herrührt. Zusätzlich wurde die vorläufige Sicherung von Kontoguthaben bei diversen Banken in Deutschland auf der Grundlage von Vermögensarresten in Höhe von ca. 6,7 Millionen Euro bei zwei beteiligten Immobiliengesellschaften in Deutschland veranlasst.

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    Das Bundeskriminalamt (BKA) hat 2017 einen Rückgang der Korruptionsstraftaten registriert. Wie aus dem veröffentlichten Bundeslagebild Korruption hervorgeht, nahm die Zahl dieser Straftaten im Vergleich zum Vorjahr um 25 Prozent auf 4.894 ab. Damit wurde 2017 die niedrigste Anzahl von Korruptionsstraftaten seit fünf Jahren gemeldet. Das BKA führt diese Entwicklung unter anderem auf etablierte Compliance-Strukturen in Unternehmen und Behörden sowie auf die damit verbundene Sensibilisierung der Mitarbeiter zurück. Einen Grund zur Entwarnung liefern die Zahlen indes nicht: Nur ein Teil aller begangenen Korruptionsstraftaten wird polizeilich bekannt. Das Dunkelfeld wird weiterhin als sehr groß eingeschätzt.

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    Der FIU-Jahresbericht für das Jahr 2016 verzeichnet mit rund 40 Prozent die höchste Steigerungsrate an Geldwäscheverdachtsmeldungen innerhalb der letzten 15 Jahre. Insgesamt 40.690 (2015: 29.108) Verdachtsmeldungen nach dem Geldwäschegesetz wurden an die FIU übermittelt, der Großteil davon von den Kreditinstituten. Mit 38 Prozent (2015: 32 Prozent) sind die meisten Bezüge zum Deliktsbereich Betrug festgestellt worden. Darunter fallen zum Beispiel auch der Warenbetrug über das Internet und der CEO-Fraud. Durch die Erkenntnisse, die direkt aus den Verdachtsmeldungen gewonnen werden konnten und den anschließenden verfahrensunabhängigen Finanzermittlungen stellten die Ermittlungsbehörden insgesamt Vermögenswerte von rund 69, 8 Millionen Euro sicher. Das sind 10 Prozent mehr als im Vorjahr.

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    Die Wettbewerbszentrale hat in 10 Fällen bei großen Onlinehändlern Verstöße gegen die SEPA-Verordnung beanstandet. Die betreffenden Anbieter hatten Verbrauchern u. a. eine Bezahlung per Lastschrift angeboten, allerdings gleichzeitig den Lastschrifteinzug von Konten im EU-Ausland ausgeschlossen oder eingeschränkt. Erste Beschwerden bereits Ende 2016: Bereits im Dezember 2016 hatte die Wettbewerbszentrale Beschwerden darüber erhalten, dass eine private Krankenversicherung und ein Telekommunikationsunternehmen es gegenüber Kunden ablehnten, fällige Zahlungen im Wege der Lastschrift von einem Konto im europäischen Ausland einzuziehen. Im Fall der Krankenversicherung lag der Wettbewerbszentrale ein konkretes Schreiben vor, wonach es die Versicherung ablehnte, die Versicherungsbeiträge des Versicherungsnehmers von seinem Konto in Österreich abzubuchen (vgl. News vom 22.12.2016). Im Fall des Telekommunikationsanbieters verlangte dieser in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen für die Durchführung des Lastschriftverfahrens die Angabe einer "gültigen deutschen Bankverbindung".

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