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Siemens: Entlastung verweigern

Der Druck auf Siemens wächst: Pierer habe in der Korruptionsaffäre "nicht zeitnah gehandelt"
Verein der "Siemens-Belegschaftsaktionäre" will dem Siemens-Vorstand und -Aufsichtsrat die Entlastung verweigern

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(23.01.07) - Der "Tagesspiegel" berichtet, dass der Verein der "Siemens-Belegschaftsaktionäre" bei der Siemens-Hauptversammlung am 25.01.07 fünf Vorstände abstrafen will. Dem "Tagesspiegel" erklärte der Vorsitzende des Vereins, Manfred Meiler, der insgesamt rund 5000 Mitglieder vertritt: "Nur wer einen guten Job macht, soll auch entlastet werden." Verantworlich für die derzeitige Misere bei Siemens macht der Verein Konzernchef Klaus Kleinfeld, Aufsichtsratschef Heinrich von Pierer, Finanzchef Joe Kaeser, Vorstandsmitglied Rudi Lamprecht sowie den Siemens-Aufsichtsrat und Deutsche Bank-Chef Josef Ackermann.

Kleinfeld sei verantwortlich für die Schmiergeld-Affäre und die Pleite der ehemaligen Siemens-Handysparte. Auch Kaeser und Lamprecht hätten in ihrer Verantwortung für die Handysparte versagt. Von Pierer und Ackermann werfen die Belegschaftsaktionäre vor, die 30-prozentige Gehaltserhöhung des Siemens-Vorstands zur Unzeit durchgedrückt zu haben. Pierer habe außerdem in der Korruptionsaffäre "nicht zeitnah gehandelt."

Auch Aktionärsschützer wollen Vorstands- und Aufsichtsratmitgliedern die Entlastung verweigern. Die Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK) kündigte an, sie werden dem gesamten Vorstand und Aufsichtsrat die Entlastung versagen. "Es wird sehr viel Gegenwind geben", sagte Willi Bender von der SdK dem Tagesspiegel. Die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) will trotz der Möglichkeit der Einzelabstimmung kein einziges Vorstandsmitglied entlasten. "Der gesamte Vorstand hat das Problem viel zu spät aufgegriffen und nicht entschieden genug gehandelt", sagte DSW-Vertreterin Daniela Bergdolt dem Tagesspiegel.

Hier lesen Sie alles zum Siemens-Skandal
(Siemens: ra)


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