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Beratungsbedarf in Compliance-Fragen

Compliance-Fachtagung: Einhaltung von Richtlinien und so genannte Regelüberwachung
Podiumsdiskussion bringt die Experten mit Rechtsanwälten und Ombudsmännern an einen Tisch

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(12.11.08) - Hinter den Kulissen der Wirtschaft wird manchmal die Grenze des Legalen überschritten. Das kann teuer werden und Gerichtsverfahren nach sich ziehen. Deshalb sollte sich jedes Unternehmen genau über die geltenden Gesetze informieren. Die Einhaltung von Richtlinien und die so genannte Regelüberwachung werden mit dem englischen Begriff Compliance bezeichnet. Zu diesem aktuellen Thema veranstaltet die Universität Duisburg-Essen (UDE) gemeinsam mit dem "mercator business network - Dialog für Wissenschaft und Wirtschaft e.V." am 25. November ab 14 Uhr eine Fachtagung.

"Durch spektakuläre Vorfälle ist das Medieninteresse sehr hoch und die Gesetzesverstöße werden drastischer verfolgt - mit teilweise empfindlichen Konsequenzen für die Unternehmen", weiß Prof. Dr. Annette G. Köhler, Inhaberin des UDE-Lehrstuhls für Rechnungswesen, Wirtschaftsprüfung und Controlling und Vorstandsvorsitzende des mercator business network. Dieses Thema betreffe jede Firma: "Die Unternehmensverantwortlichen sind gut beraten, ihre Gesellschaft so zu organisieren, dass Gesetzesverstöße vermieden werden."

Wie vielschichtig dieser Schwerpunkt ist, zeigen die Vorträge hochkarätiger Referenten wie Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Marcus Lutter, Sprecher des Zentrums für Europäisches Wirtschaftsrecht, Universität Bonn, sowie Dr. Thomas Kremer, Chief Compliance-Officer der ThyssenKrupp AG. Von seinen Erfahrungen berichtet Hans Klaas, Compliance-Beauftragter der National-Bank AG. Welche Anforderungen an die Unternehmensführung gestellt werden, beschreibt Prof. Dr. Axel von Werder, Inhaber des Lehrstuhls Organisation und Unternehmensführung der technischen Universität Berlin und Leiter des "Berlin Center of Corporate Governance".

Eine anschließende Podiumsdiskussion bringt die Experten mit Rechtsanwälten und Ombudsmännern an einen Tisch. Die Veranstaltung richtet sich an börsennotierte Aktiengesellschaften und mittelständische Unternehmen gleichermaßen, da insbesondere letztere wachsenden Beratungsbedarf in Compliance-Fragen zeigen. Ferner ist das Thema für Wirtschaftsprüfer wichtig, denn die damit verbundenen Risiken spielen bei der Abschlussprüfung eine Rolle.

Das mercator business network ist ein gemeinnütziger Verein, der von Wissenschaft und Wirtschaft initiiert wurde und seit September 2007 besteht. Er setzt sich erfolgreich für den Wissens- und Erfahrungsaustausch zwischen Wissenschaft, universitärer Ausbildung und Praxis ein. Mitglieder sind größere und mittelständische Unternehmen sowie Wirtschaftsprüfer, Steuerberater, Rechtsanwälte und Studierende.

Die Tagung findet im Gerhard-Mercator-Haus auf dem Campus Duisburg, Lotharstraße 57, statt. Eine Anmeldung ist bis zum 14. November möglich. (Teilnahmegebühr für Nicht-Mitglieder: 240,- Euro, für Mitglieder des mercator business network: 120,- Euro). (Universität Duisburg-Essen: mercator: ra)


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