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Siemens-Vorstände trennen sich von Aktien

Siemens-Vorstände Johannes Feldmayer, Rudi Lamprecht und Erich Reinhard veräußern Aktien im Wert von mehr als sieben Millionen Euro
Verkäufe folgen der Rücktrittsankündigung von Vorstandschef Klaus Kleinfeld im Abstand von nur wenigen Tagen

(04.05.07) – Wie Siemens laut einer Meldung von Reuters mitgeteilt hat, haben sich drei Siemens-Vorstände von Aktienpaketen im Wert von mehr als sieben Millionen Euro getrennt. Der Verkauf erfolgte damit nur wenige Tage nach der Rücktrittsankündigung des Siemens-Vorstandsvorsitzenden Klaus Kleinfeld und der Spekulation, dass der Aufsichtsrat der Siemens AG unter der Führung von Gerhard Cromme beabsichtigt, die Zahl der Zentralvorstände von zehn auf drei zu reduzieren.

So hätten sich Johannes Feldmayer, Rudi Lamprecht und Medizintechnik-Chef Erich Reinhardt am 30.04.07 von Anteilen getrennt, die aus einem Optionsprogramm aus dem Jahr 2001 stammten.

Johannes Feldmayer, der wegen Korruptionsverdachts vor Ostern in Untersuchungshaft genommen wurde, befindet sich derzeit gegen eine Kaution von 4,5 bis 5 Millionen Euro auf freiem Fuß. der von Siemens wegen der Korruptionsaffäre suspendiert wurde und für den Siemens angeblich in Höhe von 4,5 bis 5 Millionen Euro auf freiem Fuß. Nach Angaben der SZ hat der Siemens-Konzern die Kautionszahlung übernommen. Feldmayer ist derzeit ist derzeit wegen der Korruptionsaffäre suspendiert. Für sein Aktienpaket erhielt er rund 2,2 Millionen Euro.

Rudi Lamprecht wird in der Korruptionsaffäre angeblich von Aussagen zweier ehemalige Siemens-Manager belastet, die im Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft München behauptet haben sollen, Joe Kaeser und er seien in die fraglichen Vorgänge bei Siemens Com involviert gewesen. Für sein Aktienpaket erhielt Lamprecht rund 3,1 Millionen Euro.

Der Chef der Medizintechnik-Sparte, Erich R. Reinhard (60), wurde nach der Rücktrittserklärung von Klaus Kleinfeld für kurze Zeit als interne Lösung für eine Neubesetzung des Vorstandsvorsitzes gehandelt. Unter Reinhard wurde die angeschlagene Medizinsparte in den letzten Jahren zu Profitbringer im Siemens-Konzern. Für sein Aktienpaket erhielt Reinhard knapp 1,8 Millionen Euro.

Die Frage nach der Kleinfeld-Nachfolge sorgt weiterhin für eine gewisse Labilität für die Siemens-Aktie. Einige Analysten sind der Meinung, dass die Aktie aufgrund einer vorübergehenden Verunsicherung (Korruption, Kartell, Vorstand, etc.) Preisabschläge hinnehmen müsse und die Kursdynamik nach oben zunächst gebremst sei. Dies würde wiederum die Chance für so genannte Discount-Investments bieten.

Hier geht es zur Umfrage: Wer beerbt Klaus Kleinfeld?

Hier lesen Sie alles zum Siemens-Skandal
(Reuters, Siemens: ra)


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Siemens-Chefsessel: Neue Namen Cromme nimmt die Governance ernst