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Daniel Noa nun CCO bei Siemens


Von Staatsanwalt an Staatsanwalt: Mit Daniel Noa erhalten die Münchner Strafverfolgungsbehörden einen ebenbürtigen Gesprächspartner
Seit dem 1. Januar ist Daniel Noa ganz offiziell der neue Chief Compliance Officer bei Siemens

(05.01.07) - Siemens teilte mit, dass Daniel Noa (54) zum 01. Januar 2007 das Amt des Chief Compliance Officers bei Siemens übernommen hat. Verbunden damit wurde das Compliance Office organisatorisch unmittelbar in die Rechtsabteilung eingebettet und somit auch näher an die Abteilung Bilanzrevision gerückt. Dies ermöglicht einen direkteren Zugriff auf alle Ressourcen, die für die Aufklärung relevanter Sachverhalte notwendig sind.

Siemens hatte Mitte Dezember bekannt gegeben, mit dem erfahrenen Strafermittler Noa die Compliance-Abteilung des Unternehmens zu verstärken. Daniel Noa, zuletzt Oberstaatsanwalt in Stuttgart, hat sich unter anderem große Verdienste beim Aufbau der Compliance-Abteilung der Treuhandanstalt Berlin erworben. Bei der Schwerpunktstaatsanwaltschaft Wirtschaftskriminalität in Stuttgart hat er mit Unterbrechungen mehr als 20 Jahre umfangreiche Wirtschaftsstrafverfahren bearbeitet.

Klaus Kleinfeld, Vorsitzender des Vorstandes der Siemens AG, hat zudem eine härtere interne Gangart angekündigt: "Wir dulden kein gesetz- und regelwidriges Verhalten und stärken unsere Compliance-Abteilung weiter. Überdies bauen wir unsere internen Kontrollmechanismen aus." Die Entscheidung für diese neue Struktur steht auch im Einklang mit ersten Empfehlungen der unabhängigen externen Berater.

Die Compliance-Abteilung ist in den laufenden Ermittlungen zentraler Ansprechpartner auf Seiten des Unternehmens für die Münchner Staatsanwaltschaft. Auf die Kooperationsbereitschaft von Siemens hatte die Staatsanwaltschaft in ihrer jüngsten Pressemitteilung hingewiesen. Neben der Ernennung Noas hatte Siemens bereits im November einen externen Ombudsmann eingerichtet, an den sich Mitarbeiter sowie Externe in Verdachtsfällen anonym wenden können.

Ferner hat der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrates der Siemens AG eine unabhängige externe Untersuchung durch die renommierte Anwaltskanzlei Debevoise & Plimpton LLP beauftragt. Hierbei sollen konkrete Verstöße festgestellt sowie mögliche Mängel im Siemens-Regelwerk, den Strukturen oder Prozessen aufgespürt und mit aller Konsequenz beseitigt werden. Zugleich wurde der US-amerikanische Anti-Korruptionsspezialist Michael Hershman als Berater des Prüfungsausschusses und des Vorstandes der Siemens AG berufen.
(Siemens: ra)


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