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Siemens: EU droht mit Kartellstrafe

Und Siemens steckt mal wieder mitten drin - Wettbewerbswidriges Elektrizitätskartell aufdeckt
Europäische Kommission will heute angeblich gegen Siemens eine Kartellstrafe in Höhe von 400 Millionen Euro verhängen

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(24.01.07) - Das nächste Debakel steht dem Siemens-Konzern ins Haus: Die Nachrichtenagentur Reuters verweist auf Ermittlungen der EU-Kommission, die ein wettbewerbswidriges Elektrizitätskartell aufdeckt haben soll. Nach den Ermittlungen der Kommission sollen Siemens und andere große Konzerne wie die französische Alstom, die Schweizer ABB, die japanische Mitsubishi sowie Toshiba und Hitachi illegal Preise für so genannte gasisolierte Schaltanlagen abgesprochen haben.

Die Europäische Kommission will am heutigen Mittwoch angeblich gegen Siemens eine Kartellstrafe in Höhe von 400 Millionen Euro verhängen. Dies berichten übereinstimmend verschiedene Agenturen. Insgesamt will die EU Kommission gegen europäische Elektrokonzerne eine Kartellstrafe in Höhe von 750 Millionen Euro verhängen.

Für Siemens kommt diese Nachricht aus Brüssel zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt. Fast stereotyp musste ein Siemens-Sprecher wieder mal erklären, dass der Siemens-Konzern auch in diesem Fall bei den Untersuchungen voll kooperiert habe.

Zwar laufe das Verfahren nach Aussage des Sprechers bereits seit 2004, auch eine interne Untersuchung, deren Ergebnisse Brüssel 2005 zur Verfügung gestellt worden seien, habe stattgefunden. Der Zeitpunkt der Strafverhängung, einen Tag vor der Siemens-Hauptversammlung, kommt aber denkbar ungelegen.

Erneut gerät der Vorstand und Aufsichtsrat des Siemens-Konzerns in Erklärungsnot. Auch die Compliance-Abteilung von Siemens dürfte wieder einmal Rechtfertigungsprobleme bekommen, denn offenbar sind schon wieder im Siemens-Konzern grundlegende Regeln von Compliance und Governance verletzt worden.

Die japanischen Konzerne Mitsubishi, Toshiba und Hitachi sollen mit jeweils bis zu 100 Millionen Dollar deutlich geringere Strafen als Siemens erhalten. Der Schweizer Elektrotechnikkonzern ABB braucht angeblich nicht mit einer Strafe zu rechnen. Das Unternehmen hatte die EU Kommmission auf die Spur des Kartells gebracht.

Hier lesen Sie alles zum Siemens-Skandal
(Siemens: ra)


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