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Sicherheit für Smart Data-Anwendungen


Experten erarbeiten Konzepte für rechtskonformen und sicheren Umgang mit Smart Data in der Wirtschaft
Rechtliche Fragestellungen spielen beim Technologieprogramm Smart Data eine zentrale Rolle

(08.09.15) - Experten aus den Projekten des Technologieprogramms "Smart Data – Innovationen aus Daten" haben auf ihren ersten Fachgruppentreffen zu den Themen Recht und Sicherheit erste Ansätze für eine adäquate Nutzung von Smart Data-Technologien in der Wirtschaft diskutiert. Die Fachgruppe Sicherheit unterstützt Unternehmen bei der Gewährleistung der Sicherheit bei datengetriebenen Diensten. Die Fachgruppe Rechtsrahmen sprach sich für eine zukunftsfähige Weiterentwicklung des bestehenden Rechtsrahmens bezogen auf die aktuellen Herausforderungen im Bereich Datenschutz aus.

Smart Data – die intelligente Nutzung großer Datenmengen – besitzt ein erhebliches wirtschaftliches Potenzial in Deutschland, insbesondere weil kleine und mittlere Unternehmen (KMU) heute einen viel besseren Zugang zu entsprechenden Technologien haben, als dies noch vor ein paar Jahren der Fall war. Mit der verstärkten Einbindung von Smart Data-Technologien in die Wertschöpfungsketten der Unternehmen müssen aber Sicherheitsstandards sowohl auf Anbieter- als auch auf Anwenderseite weiterentwickelt und an die neuen Bedingungen angepasst werden. Das Technologieprogramm Smart Data trägt diesen Herausforderungen in den Fachgruppen Rechnung.

Prof. Jörn Müller-Quade, Direktor am FZI Forschungszentrum Informatik und Leiter der Fachgruppe Sicherheit, sagte: "Wir stellen uns die Frage, welches Maß an Sicherheit und Datenschutz bei der Verwendung von Smart Data-Technologien benötigt wird und wie dieses garantiert werden kann. Wir arbeiten an mehrstufigen Sicherheitslösungen, die entsprechend dem jeweiligen Grad an Sicherheitsanforderungen Angebote liefern. So können wir sogar allen Beteiligten gerecht werden, selbst wenn diese unterschiedliche Ansprüche und Anforderungen haben."

Dafür sind insbesondere einheitliche Regeln und Leitlinien für den Umgang mit personenbezogenen Daten nötig, die nun von der Fachgruppe entwickelt werden. Diese betreffen im Einzelnen den technischen Datenschutz und die Unterstützung bei der Implementierung von Datenschutzregeln in der eigenen Organisation.

Datenschutz für die Zugangsgesellschaft
Rechtliche Fragestellungen spielen beim Technologieprogramm Smart Data eine zentrale Rolle. Durch eine frühzeitige Einbeziehung aktueller rechtswissenschaftlicher Forschungsergebnisse wird eine möglichst reibungslose spätere Überführbarkeit der entwickelten Smart Data-Innovationen in die Praxis gewährleistet. In der Fachgruppe Rechtsrahmen werden dabei bestehende rechtliche Regelungen hinterfragt sowie Konzepte für die Fortentwicklung des Rechtsrahmens neu entwickelt.

Dr. Oliver Raabe, Direktor am FZI Forschungszentrum Informatik und Leiter der Fachgruppe Rechtsrahmen, sagte: "Wir müssen von der aktuell vorherrschenden Diskussion des Dateneigentums aus rechtlicher Sicht dazu übergehen, dass wir vielmehr über rechtliche Konzepte zu dem aus Daten stammenden veredelten Wissen nachdenken. Wir entwickeln daher Ansätze, um das Rechtsprinzip ‚Privacy by Design‘ weiterzuentwickeln in Richtung ‚Datenschutz für die Zugangsgesellschaft‘: Statt bei der Technologieentwicklung die Frage zu stellen, ob Daten erhoben werden oder nicht, brauchen wir eine allgemeingültige Rechtsgrundlage, die den Schutz der Privatsphäre des Einzelnen gewährleistet, die Nutzung der Potenziale von Smart Data aber nicht grundsätzlich ausschließt."

Über Smart Data – Innovationen aus Daten
Mit dem Technologieprogramm "Smart Data – Innovationen aus Daten" fördert das BMWi von 2014 bis 2018 insgesamt 13 Leuchtturmprojekte, die den zukünftigen Markt von Big-Data-Technologien für die deutsche Wirtschaft erschließen sollen, mit rund 30 Millionen Euro. Die beteiligten Unternehmen und Organisationen bringen weitere 25 Millionen Euro auf, so dass das Programm über ein Gesamtvolumen von etwa 55 Millionen Euro verfügt. Smart Data ist Teil der neuen Hightech-Strategie und der Digitalen Agenda der Bundesregierung.
(Smart Data Begleitforschung: ra)

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Meldungen: Markt / Unternehmen

  • Mahn- und Inkassoverfahren fair und transparent

    Zum 1. Oktober trat der Code of Conduct für faires und verbraucherfreundliches Inkasso in Kraft. Auf diesen Verhaltenskodex haben sich die Inkassounternehmen des Branchenverbands BDIU einstimmig verständigt. Wer fällige Rechnungen trotz erhaltener Mahnungen nicht bezahlt, muss damit rechnen, Post von einem Inkassodienstleister zu erhalten. "Viele Verbraucherinnen und Verbraucher haben vor dieser Situation Respekt", sagt Brigitte Zypries, Ombudsfrau der Inkassowirtschaft, "mitunter auch, weil es ihnen zum ersten Mal passiert, dass sie das Mahnschreiben eines Inkassounternehmens erhalten und sich unsicher sind, wie sie damit umgehen sollten." Für alle Verbraucherinnen und Verbraucher sei es wichtig zu wissen, dass Mahn- und Inkassoverfahren fair und transparent durchgeführt werden und dass die Rechtsdienstleister die Rechte der säumigen Zahler achten. Das gewährleistet der Code of Conduct, den die Mitgliedsunternehmen des BDIU ab dem 1. Oktober 2021 nachprüfbar einhalten müssen. Die Selbstverpflichtung zu einem fairen und verantwortungsvollen Inkasso ist von allen Menschen, die Kontakt mit einem BDIU-Inkassounternehmen haben, in der Praxis einforderbar.

  • Nach jahrelangen Rechtsstreitigkeiten

    Die Antikorruptionsorganisation Transparency Deutschland hat das Bundesverkehrsministerium (BMVI) im Jahr 2018 aufgefordert, gemäß Informationsfreiheitsgesetz (IFG) und Umweltinformationsgesetz (UIG) Auskünfte zur Aufklärung des Dieselskandals zu erhalten. Statt, wie gesetzlich vorgesehen, innerhalb von einem Monat Auskunft zu erteilen, beauftragte Bundesminister Andreas Scheuer (CSU) die bekannt teure Anwalts- und Beratungsfirma KPMG damit, die berechtigten Auskunftsansprüche zu torpedieren. Nach jahrelangen Rechtsstreitigkeiten erhielt Transparency Deutschland im Februar 2021 4.228 größtenteils geschwärzte Seiten. Obwohl ein weiteres gerichtliches Vorgehen mit Blick auf die Schwärzungen inhaltlich angebracht erschiene, bricht Transparency Deutschland das Verfahren an dieser Stelle ab. Denn in absehbarer Zeit ist kein brauchbares Ergebnis zu erwarten und der dauernde Aufwand durch die von Transparency beauftragte Anwaltskanzlei Partsch und Partner kann nicht länger mit einer "pro bono"-Gebühr erledigt werden. Mit der Klagerücknahme kommt die Organisation außerdem ihrer Verantwortung für das Gemeinwohl nach, da sich die Kosten für die Steuerzahlenden durch die Mandatsübertragung auf KPMG bereits auf mindestens 300.000 Euro summieren.

  • Der erste Schritt ist immer die Echtheitsprüfung

    Über solche Post freut sich niemand: Falsche Inkasso-Schreiben, auf denen Geld für Dinge verlangt wird, die man nie bestellt hat. Was tun, wenn so etwas im Briefkasten landet? Wie unterscheidet man eine Fälschung von einem echten Mahnschreiben, auf das man unbedingt reagieren muss? Und was dürfen echte Inkassodienstleister eigentlich? Um Ratsuchenden zu helfen, hat der Bundesverband Deutscher Inkasso-Unternehmen e.V. (BDIU) jetzt seine Website erweitert. Ein neues Verbraucherportal auf inkasso.de hilft, erhaltene Inkasso-Schreiben qualifiziert zu beurteilen."Der erste Schritt ist immer die Echtheitsprüfung", erläutert BDIU-Sprecher Marco Weber. "Immer wieder versenden Kriminelle fingierte Schreiben." Unter "Mahnung checken" zeigt der Inkassoverband, wie echte Inkassoschreiben zu erkennen und Fälschungen zu entlarven sind. Ein tagesaktueller Störungsmelder warnt vor bekannten Betrugsmaschen. Wer trotz der Tipps Zweifel hat, kann sich an das Team der BDIU-Beschwerdestelle um Ombudsfrau Brigitte Zypries wenden. Deren Arbeit wird durch die ehemalige Bundeswirtschafts- und Justizministerin beaufsichtigt. Bei komplexen Beschwerden und Sachverhalten vermittelt die Ombudsfrau selbst.

  • Einhaltung gesetzlicher Transparenzvorschriften

    Die Wettbewerbszentrale hat Beschwerden zur Werbung mehrerer Unternehmen - darunter auch namhafte Markenhersteller - mit der Aussage "klimaneutral" erhalten. In den Werbemaßnahmen wurde das Attribut "klimaneutral" entweder auf das eigene Unternehmen, auf eigene Produkte oder gar auf einen einzelnen Aspekt (z.B. "100 % klimaneutrale Produktion") bezogen. In bislang zwölf Fällen hat die Wettbewerbszentrale die Werbeaussagen als irreführend abgemahnt und die Einhaltung gesetzlicher Transparenzvorschriften verlangt. Sechs Unternehmen haben sich verpflichtet, die monierten Werbeaussagen nicht zu wiederholen. In vier Fällen hat die Wettbewerbszentrale Unterlassungsklage eingereicht: zu den Aussagen "Erster klimaneutraler Lebensmitteleinzelhändler" und "wir handeln klimaneutral", zu Plastik-Müllbeuteln, die selbst als "klimaneutral" beworben werden, zu "klimaneutralem Premium-Heizöl" und zu der Aussage "klimaneutrales Produkt". Andere Verfahren laufen noch.

  • Compliance- und Whistleblowing-Systeme

    Business Keeper, Unternehmen für Compliance-Software und elektronische Whistleblowing-Systeme, verbucht sowohl im Geschäftsjahr 2020 als auch im ersten Quartal dieses Jahres Rekordumsätze. Trotz des vorerst gescheiterten Gesetzentwurfs zum Whistleblower-Schutz in Deutschland antizipiert das Unternehmen auch für die kommenden Monate steigenden Kundenzuwachs und schafft neue Arbeitsplätze an den Standorten in Berlin, Paris und Madrid. Anlässlich der EU-Whistleblowing-Richtlinie, die bis Ende 2021 in nationales Recht überführt werden muss, und pünktlich zum 20. Firmenjubiläum schreibt Business Keeper Unternehmens-Rekorde. Sowohl im zurückliegenden Jahr 2020 als auch Q1 2021 verbuchte Business Keeper die jeweils höchsten Umsätze mit Neukunden der Firmengeschichte - dies ist ein Indikator für die zunehmende Sensibilisierung deutscher und internationaler Firmen für die Relevanz ethischer Unternehmensführung.