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Sportwetten & Spielmanipulation


Transparency Deutschland stellt Empfehlungen zur Prävention von Spielmanipulation vor
Die Manipulation von Sportwettbewerben, um über Sportwetten Einnahmen zu erzielen oder Geld zu waschen, ist in den vergangenen Jahren zu einem weltweit verbreiteten Phänomen der organisierten Kriminalität geworden

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Transparency Deutschland hat bei der Sitzung der "Nationalen Plattform zur Bekämpfung der Manipulation von Sportwettbewerben" Empfehlungen zur Prävention von Spielmanipulation vorgestellt. Sportwettbetrug wurde im Jahr 2017 als Straftatbestand eingeführt, nun muss ein Schwerpunkt auf Prävention bei allen Sportarten gelegt werden. "Umfassende Information zu den Risiken von Sportwetten für die Integrität des Sports ist ebenso wichtig wie Strafgesetze, wenn Manipulation auf breiter Basis verhindert werden soll", so Sylvia Schenk, Leiterin der Arbeitsgruppe Sport von Transparency Deutschland.

Insbesondere bei der Führungsebene im Sport mangelt es vielfach noch am Verständnis für die eigene Verantwortung. Es reicht nicht, die Athletinnen und Athleten im Hinblick auf das Regelwerk zu schulen: Aggressive Werbung von Sportwettanbietern, insbesondere die Zielgruppe der jungen Männer, muss unterbunden und Manipulation aus sportlichen Gründen offensiv als Einfallstor für Fehlverhalten thematisiert werden.

Dazu Nicolas Klein, Mitglied der Arbeitsgruppe Sport von Transparency Deutschland, sagte: "Sportorganisationen brauchen eine widerspruchsfreie, glaubwürdige Position zu Sportwetten und Spielmanipulation. Solange Sportwettanbieter vorbehaltlos als Sponsoren oder Werbepartner akzeptiert werden, werden alle Anstrengungen der Nationalen Plattform zur Bekämpfung der Manipulation von Sportwettbewerben unterlaufen."

Transparency Deutschland warnt vor den Auswirkungen einer "Zockermentalität" in Teilen des Sports und einer Verharmlosung der Problematik. Ein breites Schulungsangebot und die Aufklärung über Gefahren des Glückspiels sind notwendig, um diese "Zockermentalität" zu verhindern.

Die Manipulation von Sportwettbewerben, um über Sportwetten Einnahmen zu erzielen oder Geld zu waschen, ist in den vergangenen Jahren zu einem weltweit verbreiteten Phänomen der organisierten Kriminalität geworden. Die eigene Beteiligung an Sportwetten von Sportlern, Schiedsrichtern und Funktionären führt zu Abhängigkeiten bis hin zur Spielsucht. Damit kann sich die Bereitschaft, sich bestechen zu lassen und Wettkämpfe zu manipulieren, erhöhen – der Kampf gegen Wettbetrug ist somit gleichzeitig ein Kampf gegen Korruption. (Transparency: ra)

eingetragen: 20.02.20
Newsletterlauf: 23.04.20

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