Siemens: Es konnten zwischen 200 und 300 Leitzordner laufende Geschäftsunterlagen, ca. 36.000 Ordner Archivunterlagen sowie umfangreiche Daten gesichert bzw. beschlagnahmt werden
Nach den bisher vorliegenden Erkenntnissen geht die Staatsanwaltschaft davon aus, dass sich die in Untersuchungshaft genommenen Beschuldigten zu einer Bande zusammengeschlossen haben
(22.11.06) - Presseerklärung der Staatsanwaltschaft München: "In dem bereits bekannt gegebenen Ermittlungsverfahren betreffend verantwortliche Mitarbeiter der Firma Siemens wurden die am 15. 11. begonnenen Durchsuchungen von Geschäftsräumen der Firma Siemens zwischenzeitlich beendet. Es konnten zwischen 200 und 300 Leitzordner laufende Geschäftsunterlagen, ca. 36.000 Ordner Archivunterlagen sowie umfangreiche Daten gesichert bzw. beschlagnahmt werden, die nunmehr durch das Bayerische Landeskriminalamt ausgewertet werden müssen.
Zwei weitere Mitarbeiter der Firma Siemens aus den Abteilungen Interne Revision und Rechnungswesen für den Bereich COM konnten zwischenzeitlich festgenommen werden und wurden heute morgen dem Haftrichter zur Eröffnung der gegen sie erwirkten Haftbefehle vorgeführt. Sie befinden sich in Untersuchungshaft. Ein Haftbefehl, der in der letzten Woche vollzogen werden konnte, wurde zwischenzeitlich gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt. Ein in Österreich bereits letzte Woche festgenommener Beschuldigter hatte sich mit der vereinfachten Auslieferung einverstanden erklärt und wurde heute den deutschen Behörden überstellt. Insgesamt befinden sich damit derzeit 6 Beschuldigte in Untersuchungshaft, deren Vernehmungen andauern.
Nach den bisher vorliegenden Erkenntnissen geht die Staatsanwaltschaft davon aus, dass sich die in Untersuchungshaft genommenen Beschuldigten zu einer Bande zusammengeschlossen haben, um fortgesetzt Untreuehandlungen zum Nachteil der Firma Siemens durch die Bildung schwarzer Kassen im Ausland zu begehen. Der derzeit ermittelte Schaden beläuft sich auf ca. 200 Mio €. Konkrete Erkenntnisse über den Verbleib dieser Gelder liegen nach wie vor nicht vor.
Sobald von Seiten der Staatsanwaltschaft weitere Informationen bekannt gegeben werden können, wird dies in Form einer weiteren Pressemitteilung frühestens in der 49. Kalenderwoche erfolgen." (Siemens: ra)
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