Siemens: Das große Jahrbuch zu Korruption, Compliance-Pannen, Schmiergeld, Schwarze Kassen, Steuerhinterziehung, BenQ-Pleite, AUB-Affäre
Nachschlagwerk zur Siemens-Schmiergeld-Affäre: Mehr als 150 frei zugängliche Artikel geben in chronologischer Folge einen Überblick über die größte Schmiergeld- und Korruptions-Affäre Deutschlands
Es begann am 15. November 2006: Die Staatsanwaltschaft München I Geschäfts- und Privaträume in München, Erlangen und Österreich. Unterlagen und elektronische Daten wurden in großem Umfang beschlagnahmt. Diese Maßnahmen stehen in Zusammenhang mit Ermittlungen gegen mehrere teils ehemalige, teils aktive Mitarbeiter von Siemens wegen des Verdachts der Untreue, Bestechung und Steuerhinterziehung.
Verfolgen Sie die große Siemens-Skandal-Historie auf Compliance-Magazin.de, die unauslöschlich mit der Ära des Vorstandsvorsitzenden und Aufsichtsratschef der Siemens AG, Heinrich von Pierer, verbunden ist.
Rund 150 frei zugängliche Artikel geben in chronologischer Folge einen Überblick über die größte Schmiergeld- und Korruptions-Affäre Deutschlands und bilden ein eindrucksvolles, permanent auf den neuesten Stand gebrachtes Nachschlagwerk zum Siemens-Schmiergeld-Skandal.
169. Siemens erhält einen "Bewährungshelfer"
Die Siemens AG hat heute bekannt gegeben, dass sie den ehemaligen deutschen Finanzminister, Dr. Theo Waigel, als "Compliance-Monitor" verpflichtet hat. Bis heute waren Compliance-Monitore stets US-Amerikaner, meist ehemalige Bundesanwälte oder frühere Bundesrichter.
168. Korrupte Siemens AG: 1,2 Milliarden Euro Strafe
"Heute schließen wir eines der unerfreulichsten Kapitel in der mehr als 160jährigen Geschichte der Siemens AG ab." Der Aufsichtsratsvorsitzende der Siemens AG, Dr. Gerhard Cromme, zeigte sich auf einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz sichtlich erleichtert darüber, dass das Verfahren gegen die Siemens AG wegen des Vorwurfs der Bestechung von Amtsträgern zeitgleich in München und Washington D.C. beendet wurde.
167. Nachlese: Urteile im Siemens-AUB-Skandal
Das Landgericht Nürnberg-Fürth hat die Urteile in der AUB-Affäre gesprochen. Das Gericht stellte fest, dass Siemens die Betriebsräteorganisation AUB verdeckt finanziert und damit gegen das Betriebsverfassungsgesetz verstoßen hat. Bestraft wurde deswegen aber nicht die Siemens AG, sondern ein Ex-Vorstand der Siemens AG, Johannes Feldmayer. Er erhielt eine zweijährige Freiheitsstrafe, die zur Bewährung ausgesetzt wurde. Außerdem muss Feldmayer 28.800 Euro Strafe und 200.000 Euro Bewährungsauflage zahlen.
166. 621 Mitarbeiter: Siemens investiert in Compliance
Fortschrittsbericht "Compliance und rechtstreitigkeiten": Staatsanwaltschaften und andere Ermittlungsbehörden ermitteln in verschiedenen Jurisdiktionen der Welt gegen die Siemens AG und ihre Tochtergesellschaften sowie gegen mehrere teils ehemalige, teils aktive Mitarbeiter, unter anderem wegen des Vorwurfs der Bestechung von Amtsträgern einschließlich Untreue, Korruption, Geldwäsche und Steuerhinterziehung.
165. Prozessbegin: Siemens-Skandal und AUB-Affäre
Der Prozessauftakt vor der 3. Strafkammer des Landgerichts Nürnberg-Fürth gegen Prof. Johannes Feldmayer, ehemaliger Siemens-Zentralvorstand, und Wilhelm Schelsky, Gründer der AUB (unabhängige Arbeitnehmervertretung), wegen Untreue und Steuerhinterziehung scheint seinen erwarteten Lauf zu nehmen.
164. Gutachten belastet Heinrich von Pierer
Die Siemens AG erhöht offenbar weiter den Druck auf ihren ehemaligen Vorstands- und Aufsichtsratsvorsitzenden Heinrich von Pierer und bereitet das Feld für entsprechende Schadensersatzforderungen vor. Eine Presseerklärung des Konzerns weist auf ein Gutachten hin, das dediziert mögliche Pflichtverletzungen des Aufsichtsrats (nicht des Vorstands) der Siemens AG unter die Lupe genommen hat.
163. BGH-Urteil zu Schwarzen Kassen bei Siemens
Im Rahmen einer Revisionsentscheidung zum Schmiergeldskandal bei Siemens gab der Bundesgerichtshof (BGH) eine wegweisende Bewertung Schwarzer Kassen ab. Danach ist schon allein die Verwaltung eines verdeckten Kontos als Untreue gegenüber dem Arbeitgeber zu bewerten. Es komme nicht darauf an, ob diese Schwarze Kasse später dem Unternehmen zum Vorteil gereiche.
162. Griechische OTE klagt gegen Siemens
Nach Berichten der Süddeutschen Zeitung (SZ) hat mit dem griechischen Telefonkonzern OTE erstmals ein internationaler Geschäftspartner eine Klage beim Münchner Landgericht gegen die Siemens AG eingereicht, um auf diesem Wege Schadenersatzforderungen geltend machen zu können. Auf entsprechende Pressenachfragen wollte sich der Siemens-Konzern mit dem Hinweis auf laufende interne Nachforschungen und Ermittlungen von Behörden nicht äußern.
161. Siemens-Rechtstreitigkeiten: Stand 3. Quartal 2008
Wie bereits früher schon auf Compliance-Magazin.de berichtet, ermitteln Staatsanwaltschaften und andere Ermittlungsbehörden in verschiedenen Jurisdiktionen der Welt gegen die Siemens AG und ihre Tochtergesellschaften sowie gegen mehrere teils ehemalige, teils aktive Mitarbeiter, unter anderem wegen des Vorwurfs der Bestechung von Amtsträgern einschließlich Untreue, Korruption, Geldwäsche und Steuerhinterziehung. Diese Ermittlungsverfahren haben Korruptionsvorwürfe gegen zahlreiche Siemens-Einheiten zum Gegenstand. Siemens hat jetzt einen weiteren Forschrittsbericht veröffentlicht, der den Stand bis zum 29. Juli 2008 berücksichtigt.
160. Brauchen wir ein Unternehmensstrafrecht: Nachbetrachtung zum Urteil gegen Reinhard S.
Gezeigt hat der jetzt abgeschlossene Siemens-Prozess, wie mühevoll es ist, Licht in den Siemens-Schmiergeldskandal zu bringen. Warum dies so ist, darüber lässt sich trefflich streiten. Fakt ist: Wir haben in Deutschland kein Unternehmensstrafrecht. Um überhaupt das Korruptionsvergehen im Fall Siemens ahnden zu können, muss man jedes einzelne Individuum, das irgendwie in den Korruptionsskandal eingebunden ist, identifizieren, seine Schuldfrage klären und schließlich anklagen. Das ist nicht nur ein sehr mühevoller Vorgang, er hat auch wenig mit Prozessökonomie, geschweige denn mit Prozessgerechtigkeit zu tun.
159. Siemens: Staatsanwaltschaft will nur Bewährung
Irgendwie musste sie sich selbst rechtfertigen, ob des geforderten moderaten Strafmaßes: Im Siemens-Schmiergeld-Skandal, bei dem am kommenden Montag das Urteil gefällt werden soll, plädierte Staatsanwältin Nora Kaiser vor der 5. Strafkammer des Landgerichts München I auf zwei Jahre Bewährungsstrafe und 180.000 Euro Geldstrafe für den angeklagten früheren Manager der Siemens-Festnetzsparte ICN, Reinhard S. Sein Vergehen: In 49 Fällen sei der Siemens-Manager schuldig wegen Untreue in Mittäterschaft.
158. Transparency hinterfragt Heinrich von Pierer
Schweres Geschütz fährt die internationale Antikorruptionsorganisation Transparency International Deutschland e.V. auf: Der Vernehmung des Zeugen Albrecht Schäfer - ehemaliger Siemens-Compliance-Chef – lasse letztendlich den Schluss zu, dass alle Mitglieder des Zentralvorstandes über die Korruptionspraxis im Unternehmen informiert gewesen seien. Dazu müsse man auch Heinrich von Pierer zählen. Dies wiederum würde bedeuten, dass sich auch die Staatsanwaltschaft wieder neu mit von Pierer befassen müsse.
157. Schäfer packt im Siemens-Korruptionsprozess aus
Im Schmiergeldprozess vor dem Landgericht München stellte der Ex-Korruptionsbekämpfer der Siemens AG, Dr. Albrecht Schäfer, als Zeuge im Schmiergeld-Prozess gegen Reinhard S. klar, dass er seine Pflichten zu keinem Zeitpunkt vernachlässigt habe. So erklärte der frühere Compliance-Beauftragte, er habe den Finanzvorstand Heinz-Joachim Neubürger und die Vorstände Thomas Ganswindt und Jürgen Radomski über die Korruptionsfälle im Siemens-Konzern ordnungsgemäß informiert.
156. Schmiergeldprozess: KPMG von Siemens getäuscht?
Im ersten Siemens-Schmiergeld-Prozess vor dem Münchner Landgericht gegen den ehemaligen Siemens-Direktor Reinhard S. wird weiter mit harten Bandagen gekämpft. In einer Zeugenaussage erklärte nun ein Bilanzprüfer der KPMG, man habe bereits 2003 den damaligen Finanzchef des Konzerns, Heinz-Joachim Neubürger, und den Vorsitzenden des Aufsichtsrats-Prüfausschusses, Karl-Hermann Baumann, auf verdächtige Barzahlungen aufmerksam gemacht.
155. Schmiergeldprozess: Joe Kaeser - Sepp oder Depp?
Noch einer, der nach Heinrich von Pierer nichts gewusst hat. Joe Kaeser, Finanzvorstand der Siemens AG, gab sich bei seiner Zeugenaussage vor dem Münchner Landgericht als der "heilige Saubermann" aus, wohl wissend, dass seine Aussagen unwiderlegbar sind. Im Gegensatz zu Heinrich von Pierer, der aus Selbstschutz die Aussage verweigert, ging Joe Kaeser vor Gericht recht forsch zu Werke.
154. Schmiergeld-Prozess: Von Pierer verweigert Aussage
Eigentlich war dieser Schritt erwartet worden: Nachdem die Münchner Staatsanwaltschaft gegen Heinrich von Pierer ein Ordnungswidrigkeitsverfahren wegen möglicher Verletzung seiner Kontrollpflichten als Siemens-Vorstandsvorsitzender und Aufsichtsratschef eingeleitet hat, will von Pierer im Münchner Siemens-Schmiergeld-Prozess seine ZeugenAussage verweigern.
153. Von Pierers "mea culpa" im Korruptions-Skandal
Zum ersten Mal hat der Ex-Aufsichtsratsvorsitzende und ehemalige Vorstandschef der Siemens AG, Heinrich von Pierer, seine Verantwortung für das Korruptionssystem, das in seiner Amtsära das Geschäftsgebaren des Münchner Konzerns kennzeichnete, übernommen.
152. Siemens-Schmiergeldprozess: Neubürger in der Enge
Der Ex-Bereichsvorstand Michael Kutschenreuter hat offensichtlich den früheren Finanzchef der Siemens AG, Heinz-Joachim Neubürger, schwer belastet. Staatsanwältin Hildegard Bäumler-Hösl berichtete am 2. Juni vor dem Landgericht München über die Vernehmung von Kutschenreuter.
151. Schmiergeldprozess: Keil von Jagemann packt aus
Vom Hüter der Compliance zum Gestalter der Compliance: Wenn es stimmt, was der ehemalige Siemens-Manager Heinz Keil von Jagemann vor dem Landgericht München ausgesagt hat, darf man der Compliance-Abteilung der Siemens AG bescheinigen, am Prozedere der Schmiergeld- und Korruptionsabwicklung einen maßgeblichen und durchaus kreativen Anteil gehabt zu haben.
150. Siemens-Schmiergeldprozess in München: Auftakt
Der Siemens-Schmiergeld-Prozess vor dem Landgericht München begann sowohl mit dem erwarteten Geständnis des Ex-Siemens-Managers der Kommunikationssparte Com, Reinhard S., als auch mit den ebenso erwarteten Anschuldigungen gegen Vorgesetze von S. Dabei wurde auch nicht der Siemens-Zentralvorstand mit seinem ehemaligen Chef Heinrich von Pierer ausgespart.
149. Von Pierer kriegt Druck von allen Seiten
Fast hatte er sie abgeschüttelt, nun ist sie wieder da: Die vermeintliche Siemens-Schmiergeldaffäre in Argentinien holt den einstigen Vorstandsvorsitzenden und Aufsichtsratsvorsitzenden der Siemens AG wieder ein. Offensichtlich nach Druck der Kleinaktionäre und anderer Opponenten hat Heinrich von Pierer der Deutschen Bank AG mitgeteilt, dass er nicht mehr für eine Wiederwahl in den auf der Hauptversammlung am 29. Mai 2008 zu wählenden Aufsichtsrat der Gesellschaft zur Verfügung steht.
148. Von Pierer soll finanziell geschröpft werden
Die Siemens-Affäre wird an Heinrich von Pierer nicht spurlos vorbeigehen. Die "Unbestechlichen" der Staatsanwaltschaft München I, Oberstaatsanwalt Anton E. Winkler und der Leitende Oberstaatsanwalt Christian Schmidt-Sommerfeld, handeln offensichtlich ganz pragmatisch nach dem Motto, "Besser den Spatz in der Hand als eine Taube auf dem Dach": Sie werden gegen Heinrich von Pierer (und gegen weitere ehemalige Mitglieder des Siemens-Vorstandes und -Aufsichtsrates - Namen wurden hier nicht genannt) ein Ordnungswidrigkeitsverfahren einleiten.
147. Korruption: Weltweit Ermittlungen gegen Siemens
Wie bereits im Compliance-Magazin.de berichtet, ermitteln Staatsanwaltschaften und andere Ermittlungsbehörden in verschiedenen Jurisdiktionen der Welt gegen die Siemens AG und ihre Tochtergesellschaften sowie gegen mehrere teils ehemalige, teils aktive Mitarbeiter, unter anderem wegen des Vorwurfs der Bestechung von Amtsträgern einschließlich Untreue, Korruption, Geldwäsche und Steuerhinterziehung. Diese Ermittlungsverfahren haben Korruptionsvorwürfe gegen zahlreiche Siemens-Geschäftsbereiche zum Gegenstand. Hier erfolgt ein Update zum Bericht "Siemens-Rechtsstreits im Geschäftsjahr 2007".
146. Bei Siemens wurde systematisch bestochen
In der Sitzung des Aufsichtsrats der Siemens AG am 29. April 2008 hat die internationale Anwaltskanzlei Debevoise & Plimpton LLP zum aktuellen Stand ihrer Untersuchung von Compliance-Verstößen im Unternehmen berichtet. Am Tag zuvor hatte sich der Compliance-Ausschuss des Aufsichtsrats ausführlich berichten lassen. Peter Y. Solmssen, Mitglied des Vorstands und Chefjustiziar der Siemens AG und Leitung Legal and Compliance (CL), äußerte sich vor Medienvertretern sehr distanziert auf Fragen zu Heinrich von Pierer.
145. Siemens will Ex-Vorstände haftbar machen
Die US-Kanzlei Debevoise & Plimpton hat bei der Siemens AG zahlreiche Compliance-Verstöße festgestellt. Dies teilte am 29.04. der Siemens-Konzern anlässlich der Aufsichtsratssitzung mit. Die internen Ermittler von Debevoise & Plimpton hatten dem Siemens-Aufsichtsrat einen Zwischenbericht zum Korruptionsaffäre zukommen lassen.
144. Der Siemens-Skandal: Wie alles begann
Seit mehr als 14 Monaten hat es keine offizielle Presseerklärung der Staatsanwaltschaft München I zum Thema Siemens AG gegeben. Vielleicht könnte es am nächsten Mittwoch-Abend wieder soweit sein. Derzeit wertet die Münchner Staatsanwaltschaft die Unterlagen aus, die Heinrich von Pierer über seinen Anwalt Sven Thomas den Münchner Ermittlungsbehörden zukommen ließ. Dies geschah als Reaktion auf schwere Vorwürfe gegen Heinrich von Pierer, die ihn direkt in Verbindung mit Schmiergeldanweisungen gebracht haben.
143. Siemens und ihre "Amigo-Wirtschaft"
Die bayerische Justizministerin Beate Merk (CSU) ging die Ministerbefragung im Bayerischen Landtag offensiv an. Die Vermutung, sie habe in der Siemens-Schmiergeldaffäre Einfluss auf die Ermittlungen der zuständigen Staatsanwaltschaft München genommen, um Heinrich von Pierer einen Gefallen zu tun, sei "schlichtweg unverschämt", sagte die Ministerin am letzten Donnerstag.
142. Siemens-Schmiergeldaffäre: Reinhardt geht von Bord
Der CEO des Siemens-Sektors Healthcare, Erich R. Reinhardt (61), tritt von seinem Amt zurück und legt zum 30. April 2008 sein Mandat als Mitglied des Vorstands der Siemens AG nieder. "Ich habe diese persönliche Entscheidung gestern getroffen, weil sie meinem Verständnis von Führungskultur und unternehmerischer Gesamtverantwortung entspricht."
141. Wofür benötigte Siemens den Berater Thomas Bach?
Nachdem das Hamburger Nachrichtenmagazin "Spiegel" den deutschen IOC-Vizepräsidenten, Dr. Thomas Bach, mit einer Randbemerkung in Verbindung mit der Siemens-Affäre gebracht hat, reagiert Bach ungewöhnlich heftig: Seine Tätigkeit sei ausschließlich gewesen, die Vermittlung von Aufträgen gehöre in keiner Form dazu.
140. Korruption bei Siemens: Von Pierer in der Klemme
Überraschende Wende im Siemens Schmiergeld- und Korruptionsskandal: Nach Informationen des "SPIEGEL" und anderer Medien soll ein ehemaliger Mitarbeiter der Siemens AG Heinrich von Pierer im Siemens-Korruptionsskandal schwer belastet haben. Das hat nun offensichtlich dazu geführt, dass von Pierer aus eigenem Antrieb die Münchner Staatsanwaltschaft aufgesucht hat, um offensichtlich verschiedenen Dinge klar zu stellen.
139. War Siemens Handlanger des BND?
Die Enthüllungen über den Korruptions-Konzern Siemens AG werden immer unappetitlicher. Laut Informationen des "Spiegel" soll die Siemens AG jahrzehntelang eng mit dem Bundesnachrichtendienst (BND) kooperiert haben.
138. Siemens-Ikone von Pierer wird erneut belastet
Nach Informationen des "Spiegel" soll von Pierer schon seit 2004 "von systematischer Korruption" im Unternehmen Kenntnis gehabt haben. Das Hamburger Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" verweist auf "bisher unbekannte Vermerke" von Albrecht Schäfer, seines Zeichens ehemaliger Compliance-Beauftragter der Siemens AG, die erst vor wenigen Tagen aufgetaucht sein sollen.
137. Siemens: Was wusste Heinrich von Pierer wirklich?
Die Münchner Staatsanwaltschaft hat ihn reingewaschen - doch kaum jemand glaubt, dass Heinrich von Pierer als Siemens-Vorstandschef wirklich nichts von den Korruptionsvorgängen gewusst haben will. Offensichtlich auch nicht die IG Metall Bayern.
136. Schweigegeldzahlungen bei Siemens enttarnt
Die "Süddeutsche Zeitung" (Autor: Klaus Ott, Artikel: "Geschlossene Lippen") berichtet von vier aktenkundigen Fällen, wonach Siemens-Mitarbeiter Schweigegeld gezahlt haben sollen, um Korruptionsvorfälle zu vertuschen. Dabei dreht es sich um Korruptionsdelikte innerhalb der Siemens-Sparte Com. Gegenüber der Staatsanwaltschaft hätten Mitarbeiter von Com diese Praxis in Verhören eingestanden.
135. Nachbetrachtung: Schwarze Kassen bei Siemens
Das Problem "schwarzer Kassen" ist seit den 80er Jahren im betrieblichen Rechnungswesen bekannt. Beliebt waren oder sind "Schwarzlohnkassen", "Sammelkassen für Betriebsfeiern", "Storno- oder Schrottkassen" und "Kassen zur besonderen Verwendung". In unterschiedlichem Ausmaß sind sie durch unversteuerte Einnahmen, durch vorgetäuschte Stornierungen von Einnahmen oder durch Einbuchung und Entnahme fingierter oder überhöhter Ausgaben entstanden.
134. Siemens stärkt Rechtsfunktion im Konzern
Siemens hat für ihre drei Sektoren, die Regionen des weltweiten Geschäfts sowie für die Zentrale die Leiter der Rechtsfunktion, die sogenannten General Counsels benannt. Als Teil des Managements werden sie künftig stärker bei operativen und strategischen Entscheidungen mitwirken und Verantwortung tragen.
133. Siemens-Kultur aus Korruption und Betrug
Die Siemens AG arbeitet weiter mit beeindruckendem Eifer daran, ihren Ruf zu ruinieren. Nach Außen hin gibt sich der Konzern unter seinem neuen Konzern-Vorstand Peter Löscher als transparentes Unternehmen, dem es daran gelegen ist, Compliance-Verstöße schonungslos aufzuklären.
132. Korruptionsskandal: Siemens fordert Schadenersatz
Die jetzige Aktion der Siemens AG hat stark den Charakter: "Die Kleinen hängt man". Siemens macht nämlich ihre Ankündigung wahr: Von Mitarbeiter, die im Korruptionsskandal verwickelt sind, fordert das Unternehmen nun Schadenersatz in Millionenhöhe.
131. Siemens verlängert Amnestie-Angebot
Siemens wird ihr Amnestie-Angebot bei Korruption im Öffentlichen Sektor, das regulär zum 31. Januar ausgelaufen ist, um einen Monat, bis Ende Februar einmalig verlängern. In den letzten Wochen gab es eine große Dynamik bei den Anfragen. Siemens will deshalb weiteren Mitarbeitern die Möglichkeit bieten, von der Amnestie Gebrauch zu machen und die Aufklärung weiter voranzutreiben.
130. Siemens: Aufsichtsratsmitglieder neu gewählt
Die ordentliche Hauptversammlung der Siemens AG hat am letzten Donnerstag zehn Mitglieder der Kapitalseite in den Aufsichtsrat (AR) gewählt. Sie folgte damit dem Vorschlag in der zuvor veröffentlichten Tagesordnung.
129. Compliance: Sauberes Geschäft immer und überall
Für das laufende Geschäftsjahr setzte sich Siemens das Ziel, beim Umsatz doppelt so stark zu wachsen wie die Weltwirtschaft und im Ergebnis eine doppelt so hohe Zunahme wie beim Umsatz zu erreichen. Dieses Ziel hat das Unternehmen im ersten Quartal erfüllt.
128. Siemens vor Vergleich mit SEC und DoJ
"Compliance ist ein Thema, das uns im letzten Jahr sehr beschäftigt hat." Es war das operativ erfolgreichste Jahr in der Siemens-Geschichte und wird dennoch in der Öffentlichkeit wahrgenommen als einziges großes Desaster. In seiner 40minütigen Eröffnungsrede legte Siemens-Aufsichtsratschef Dr. Gerhard Cromme auf der Hauptversammlung der Siemens AG dar, welche Anstrengungen das Unternehmen unternommen hat, um die Affären um Korruption, Schmiergeld und schwarze Kassen aufzuklären.
127. Siemens-Hauptversammlung live im Internet
Von "Fit4More" zu "Fit42010": Die Siemens AG hat weitreichende Programme entwickelt, mit denen eine nachhaltige Unternehmensentwicklung und Wertsteigerung erreicht werden soll. Allerdings werden diese Themen auf der heutigen Hauptversammlung in München wahrscheinlich kaum als zukunftsweisend aufgenommen werden.
126. Nebeneinkünfte: Otto Schily unter Druck
Ex-Innenminister und Siemens-Berater Otto Schily (SPD), auch bekannt als der "Eiserne Otto", gerät wegen seinen geheim gehaltenen Nebentätigkeiten und -Einkünften immer mehr unter Druck. Der Präsident des Deutschen Bundestages, Norbert Lammert (CDU), hat am 16. Januar dem Präsidium das Ergebnis der Überprüfung möglicher Verstöße von Abgeordneten gegen die Verhaltensregeln vorgelegt.
125. Siemens-Korruption: Neue Erkenntnisse
Die Entlastung der Vorstandsmitglieder der Siemens AG im Geschäftsjahr 2007 sowie derjenigen Aufsichtsratsmitglieder, die zuvor im Zeitraum seit 1999 Vorstandsmitglieder waren, soll entsprechend einer gemeinsamen Empfehlung von Aufsichtsratspräsidium und Vorstand vertagt werden.
124. Siemens: Unruhe vor der Hauptversammlung
Die noch nicht abgeschlossene Untersuchung der Siemens-Korruptionsaffäre durch die Anwaltskanzlei Debevoise & Plimpton sorgt bei der Siemens AG für Trubel im Vorfeld der Hauptversammlung am 24. Januar 2008.
123. SdK: Siemens-Aufsichtsrat hat versagt
Die Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK) wird auf der bevorstehenden Hauptversammlung der Siemens AG am 24.01.2008 dem Vorstand die Entlastung verweigern und einen entsprechenden Gegenantrag stellen. Lediglich bei Peter Löscher, Joe Kaeser und Dr. Heinrich Hiesinger sieht die SdK keine Verantwortung für die Korruptionsfälle in der Vergangenheit und gewährt ihnen daher die Entlastung.
122. Kein Freibrief für Siemens-Vorstände
In einen offenen Brief vom 8. Januar 2008 an die Siemens Aktiengesellschaft, Corporate Finance, Investor Relations (CF IR) veröffentlicht die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz e. V. (DSW) ihre Gegenanträge zur ordentlichen Hauptversammlung der Siemens AG am 24. Januar 2008 in München.
121. Siemens will Ex-Mitarbeiter verklagen
Mit einer spektakulären Klage-Aktion will sich die Siemens AG offenbar vom Verdacht der Kungelei mit Ex-Mitarbeitern, die im Schmiergeld- und Korruptionsskandal verwickelt sind, befreien. In einem von einer Rechtsanwaltskanzlei aufgesetzten Schreiben verlangt Siemens von einem großen Teil der rund 40 Beschuldigten, gegen etwaige Schadenersatzforderungen des Konzerns keine Verjährung geltend zu machen.
120. Siemens-Chef in Griechenland wird entlassen
Siemens will aufräumen mit dem Mythos, dass innerhalb von Siemens Bestechung zum Wohle des Unternehmens betrieben worden sei. Der im Oktober in den Siemens-Vorstand als oberster Korruptionsbekämpfer berufene Deutschamerikaner Peter Y. Solmssen will Ausreden bei Bestechungsfällen nicht mehr gelten lassen.
119. Hat Siemens Schmiergeld-Aufklärung blockiert?
Siemens-Schmiergeldskandal und kein Ende: Wie die Süddeutsche Zeitung jetzt berichtete, ist offenbar die Siemens AG massiv gegen eine mögliche Aufdeckung von Schmiergeld- und Korruptionsvergehen vorgegangen.
118. Compliance-Überprüfung von Hannes Apitzsch
Siemens hat letzte Woche Einsicht in Ermittlungsakten der Staatsanwaltschaft Nürnberg im Fall AUB erhalten. Dies erforderte eine Neubewertung der Compliance-Überprüfung von Hannes Apitzsch durch Debevoise & Plimpton sowie die Anwälte des Unternehmens.
117. Siemens verkleinert Vorstand
Der Vorstand der Siemens AG wird an die neue Struktur des Unternehmens angepasst und zugleich von elf auf acht Mitglieder verkleinert. Künftig werden dem Vorstand neben dem Vorsitzenden Peter Löscher die drei operativ verantwortlichen CEOs der Sektoren Industry, Energy und Healthcare angehören.
116. Siemens: Rechtsstreits im Geschäftsjahr 2007
"Staatsanwaltschaften und andere Ermittlungsbehörden in verschiedenen Jurisdiktionen der Welt ermitteln gegen die Siemens AG und ihre Tochtergesellschaften" - für die Siemens AG nun der Anlass, in aller Offenheit alle Rechtsstreitigkeiten des Konzern zu bilanzieren: Es geht um den Vorwurfs der Bestechung von Amtsträgern einschließlich Untreue, Korruption, Geldwäsche und Steuerhinterziehung und Kartellvergehen in unterschiedlichsten Dimensionen.
115. Neue Dimension im Siemens-Schmiergeldskandal
Alle haben es erwartet - nun ist es offiziell: Der Korruptions- und Schmiergeld-Skandal der Siemens AG hat locker die Milliardenschwelle übersprungen. Anlässlich der Vorlage der Jahresbilanz in München gab Siemens bekannt, dass rund 1,3 Milliarden Euro an fragewürdigen Zahlungen identifiziert worden sind, angelaufen in den Jahren 2000 bis 2006.
114. Starkes 4. Quartal 2007 für Siemens
Das Ergebnis der Bereiche der Siemens AG (Operatives Geschäft) im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2007 betrug 1,990 Mrd. Euro und profitierte stark von gestiegenen Ergebnissen und Ergebnismargen bei allen Bereichen. Das Ergebnis der fortgeführten Aktivitäten legte ebenfalls deutlich zu, auf 1,394 Mrd. Euro. Der Gewinn je Aktie belief sich auf fortgeführter Basis auf 1,45 (i. V. 0,10) Euro. Der Gewinn nach Steuern betrug minus 74 Mio. Euro und resultierte aus nicht operativen Einflüssen innerhalb der nicht fortgeführten Aktivitäten, einschließlich eines Steueraufwands von rund 1 Mrd. Euro im Zusammenhang mit der Ausgliederung von Siemens VDO Automotive. Der Gewinn je Aktie lag bei minus 0,17 (i. V. plus 0,10) Euro.
113. Nachruf auf das Siemens-Firmenjubiläum
Hurra, hurra - die Verleger jubeln: Endlich kommt sie, die lang erwartete internationale Krisen-PR-Kampagne, mit der die Siemens AG ihr miserables Image aufhübschen muss. Der internationale Werbefeldzug, der im November anlaufen wird, wurde zusammen mit der Agentur Ogilvy entwickelt und soll Teil eines umfassenden Kommunikationsprogramms von Siemens sein.
112. Siemens: Korruption seit Herbst 2003 bekannt
Es gibt Sachen, die darf man nur nachts zeigen, weil sie vielleicht für Jugendliche unter 16 Jahren nicht geeignet sind. Das "Erste" nimmt morgen Nacht (17. Oktober 2007, 23.30 bis 0.15 Uhr) die SWR-Dokumentation "Siemens im Schmiergeldsumpf - Das Geschäft der Korruptionsermittler" ins Programm und verspricht Neues zum Thema Siemens und Korruption.
111. Geldbuße für Siemens ist "lächerlich" gering
Das Landgericht München I hat für die Gesetzesverstöße bei Siemens Com eine Geldbuße in Höhe von einer Million Euro verhängt. "Dies ist der höchstmögliche Betrag", erläutert Uwe Dolata, Korruptionsexperte im Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK). Der Würzburger Wirtschaftskriminalist ist Autor des Buches "Korruption im Wirtschaftssystem Deutschland". Er spricht über "anfüttern und abkassieren" und erläutert seit Jahren nicht nur in Fernseh-Politmagazinen, warum Deutschland im Sumpf der Skandale versinkt.
110. Kritik an der geringen Geldbuße für Siemens
Die Staatsanwaltschaft München hat ihre Ermittlungen gegen Siemens wegen Korruptionsverdacht im Unternehmensbereich Communications (Com) gegen Zahlung von 201 Mio. Euro eingestellt. Transparency bedauert die geringe Strafe.
109. Siemens: Landgericht München beendet Verfahren
Überraschend milde ging das Landgericht München mit der Siemens AG um: Im Straf- und Steuerverfahren gegen den Siemens-Bereich Com verhängte das Landgericht eine bescheidene Geldbuße von 201 Mio. Euro gegen die Siemens AG.
108. Siemens-Korruption: Was wusste von Pierer?
Die Süddeutsche Zeitung (SZ) bohrt weiter im Siemens-Korruptionsskandal. In ihrer gestrigen Online-Ausgabe verweist sie auf Dokumente, die den Schluss nahelegen, dass einzelne Vorstände des Siemens-Konzerns bereits im Dezember 2004 über die Schmiergeldaffäre Bescheid gewusst haben müssen. Dazu könnte Heinrich von Pierer gehört haben, der im Dezember 2004 noch den Vorstandsvorsitz der Siemens AG bekleidet hat.
107. Siemens: Neuer Verdacht gegen Neubürger
Die AUB-Affäre zieht weitere Kreise: Mit einer Durchsuchung der Privaträume von Ex-Siemens-Finanzchef Heinz-Joachim Neubürger erreichte der Skandal einen neuen Höhepunkt. Nach Berichten von Süddeutsche Zeitung und Handelsblatt soll die Nürnberger Staatsanwaltschaft Neubürger verdächtigen, an der AUB-Affäre beteiligt gewesen zu sein.
106. Löscher holt Vertrauten für Compliance
Die Siemens AG wird zum 1. Oktober 2007 ein neues Vorstandsressort für Recht und Compliance einrichten. Diesen Beschluss fasste der Siemens-Aufsichtsrat in seiner Sitzung vom 19. September 2007 auf Vorschlag des Vorstands. Peter Y. Solmssen (52) soll als Vorstandsmitglied von Siemens und Chefjustiziar mit Wirkung zum 1. Oktober 2007 die Leitung des Ressorts übernehmen. Weiterhin hat der Vorstand Andreas Pohlmann (49) ab sofort zum neuen Chief Compliance Officer berufen. Sämtliche Revisionsfunktionen im Konzern werden ab 1. Oktober 2007 unter Leitung von Hans Winters (38) als Chief Audit Officer in der Hauptabteilung Corporate Finance Audit im Ressort des Siemens-Finanzvorstands Joe Kaeser zusammengelegt.
105. Siemens: Kritik an Compliance-Regelungen
Siemens hat ein neues Vorstandsressort für Compliance und Recht eingerichtet und mit der Berufung von Peter Y. Solmssen (ab 1. Oktober 2007 Vorstandsmitglied von Siemens und Chefjustiziar, Leiter des Ressorts) und Andreas Pohlmann (Chief Compliance Officer) erste Schritte zu einer zukünftigen Compliance-Fähigkeit eingeleitet. Siemens will den Kampf gegen die Korruption vor allem mit internen Sanktionen führen, berichtet der "Siemens Dialog".
104. Siemens: Schäfer klagt gegen Kündigung
Der frühere Korruptionsbeauftragte der Siemens AG, Albrecht Schäfer, wird sich nicht mit seiner Kündigung abfinden. Siemens bestätigte gegenüber der dpa, dass Schäfer gegen seine Kündigung Klage eingereicht habe. Medienberichten zufolge wird Schäfer vor Gericht detailliert über seine Arbeit berichten.
103. Kommt das bundesweite Korruptionsregister?
In einer Kleinen Anfrage hatte die Linksfraktion herausfinden wollen, ob es Unregelmäßigkeiten bei Erteilung von Hermesbürgschaften im Zusammenhang mit den Firmen Siemens, Lahmeyer und DaimlerChrysler gegeben hat. Die Deutsche Bundesregierung brüskierte nun die Linksfraktion mit einer seitenlangen Nicht-Antwort.
102. Bundesregierung muss sich mit Siemens beschäftigen
Es ist selten zu früh und nie zu spät: Wie Korruption bei Hermes-Bürgschaften verhindert und bekämpft werden kann, interessiert die Linksfraktion in einer Kleinen Anfrage (16/6259). Hermes-Bürgschaften dienen der staatlichen Absicherung von Exporten der deutschen Wirtschaft ins Ausland gegen politische Risiken. Einige Fragen beziehen sich konkret auf die Unternehmen Siemens und DaimlerChrysler.
101. Siemens China opponiert nicht gegen die Mutter
Compliance-Magazin.de berichtete am 21.08.07 über Korruption im China-Geschäftsbereich der Siemens AG. Unsere Darstellung bezog sich auf eine Meldung der "Wirtschaftswoche", die die Hälfte des gesamten Siemens-China-Geschäftes als korruptionsrelevant eingestuft hatte. Darüber hinaus enthielt unser Bericht Hinweise darauf, dass die chinesische Landesgesellschaft die Anti-Korruptionsbemühungen der Siemens-Muttergesellschaft untergrabe. Hierzu erreichte uns eine Stellungnahme von Stefan Schmidt aus der Presseabteilung der Siemens AG. Schmidt verwies auf eine Meldung von Reuters, wonach der China Chef des Siemens-Konzerns, Richard Hausmann, zwar zugegeben habe, dass eine interne Untersuchung "unangemessene Geschäftspraktiken" in seiner Landesgeschäftsstelle offenbart hätte. Die Annahme, das China-Geschäft von Siemens werde generell durch Korruption realisiert, sei aber falsch.
100. Siemens: Laufen China-Geschäfte wie geschmiert?
Kaum eine Woche vergeht, ohne dass nicht ein neuer Korruptionsverdacht bei Siemens offenkundig wird: Wie die "Wirtschaftswoche" und andere Medien am Wochenende berichteten, steht nun auch das China-Business der Siemens AG unter Schmiergeldverdacht. Angeblich soll rund die Hälfte des Geschäftes durch Korruption und Bestechung zustande gekommen sein. Das hätten interne Ermittlungen durch die von Siemens beauftragte US-Anwaltskanzlei Debevoise & Plimpton ergeben.
99. Korruption: Siemens schweigt zum SZ-Bericht
Der neue offizielle Technologie-Partner des FC Bayern München sorgt weiterhin für Negativ-Schlagzeilen. Wie die für gewöhnlich sehr gut unterrichtete Süddeutsche Zeitung (SZ) in ihrer Montagsausgabe berichtete, hat Siemens eine massive Ausweitung der Korruptions- und Schmiergeldaffäre zu beklagen. So sollen die Ermittler der von Siemens beauftragte US-Kanzlei Debevoise & Plimpton auf nicht nachvollziehbare Zahlungen von mehr als eine Milliarde Euro gestoßen sein.
98. Siemens: Schäfer weg und neue Durchsuchungen
Dem langjährigen Siemens-Korruptionsermittler Albrecht Schäfer ist in der letzten Woche die Kündigung ausgesprochen worden. Dies berichtete jetzt die Süddeutsche Zeitung (SZ) und stützte sich dabei auf einen Bericht der Deutschen Presse-Agentur (dpa).
97. Siemens gegen Süddeutsche Zeitung
Die Süddeutsche Zeitung (SZ) piesackt mal wieder ihr Lieblingsopfer: In ihrer Online-Ausgabe vom 2. August 2007 stellt die SZ fest, die Konzernspitze der Siemens AG, einschließlich des heutigen Aufsichtsratschefs Gerhard Cromme, hätten frühzeitige Hinweise auf Schwarzgeldkonten nicht ernst genug genommen.
96. Compliance: Siemens kooperiert mit Betriebsrat
Wie das IG Metall-Magazin "Siemens Dialog" berichtet, hat der Konzernbetriebsrat der Siemens AG mit der der Unternehmensspitze eine Allianz in Sachen Compliance geschlossen. Konkret geht es um eine Vereinbarung zur Einhaltung von Gesetzen und Richtlinien.
95. Siemens-Skandal: Schäfer wird gekündigt
Wie der "Spiegel" erfahren haben will, steht Dr. Albrecht Schäfer, ehemaliger Chef der für Compliance zuständigen Antikorruptionsabteilung der Siemens AG, kurz vor seiner Entlassung. Bereits seit längerem hätten US-Anwälte im Zusammenhang mit dem Siemens-Korruptionsverfahren das Ausscheiden von Schäfer gefordert, berichtet das Nachrichtenmagazin. Da dieser aber nicht zu einer gütlichen Trennung im gegenseitigen Einvernehmen bereit gewesen sei, würde Siemens ihm nun die Kündigung aussprechen.
94. Siemens: Wieder Schmiergeldkassen entdeckt
Peter Löscher, seit 1. Juli 2007 neuer Siemens-Chef, hat den Blick nach vorn gerichtet. "Im vierten Quartal werde ich mich auf fünf Themen konzentrieren: Compliance, Führungskultur und Organisationsstruktur, Geschäftsportfolio, starke Wachstumsmärkte sowie Innovationen", sagte der Vorstandsvorsitzende und betonte, "alles in allem muss Siemens schneller, stärker fokussiert und weniger komplex werden." Wie komplex der Konzern intern immer noch gestrickt ist, musste Siemens am selben Tag noch zugeben: Erneut entdeckte der Konzern bei seinen internen Korruptionsermittlungen schwarze Kassen.
93. Siemens-Korruption: Anklage noch 2007
In einem Vorabbericht des am Donnerstag erschienenen "Tagesspiegel" hatte der leitende Oberstaatsanwalt der Staatsanwaltschaft München, Christian Schmidt-Sommerfeld, angekündigt, noch in diesem Jahr die erste Anlage gegen einen (ehemaligen) Siemens-Mitarbeiter im Zusammenhang mit dem Schmiergeldskandal zu erheben.
92. OECD-Konvention über Auslandskorruption
Die internationale Antikorruptionsorganisation Transparency International hat ihren jährlichen Fortschrittsbericht veröffentlicht, in dem der aktuelle Stand der Umsetzung und Anwendung der OECD-Konvention über die Bestechung ausländischer Amtsträger bewertet wird. Der Bericht umfasst in diesem Jahr die Analyse von 34 der 37 Länder, welche die OECD-Konvention ratifiziert haben.
91. Beugt Cromme den Governance Kodex?
Es ist die altbekannte Kritik an der Deutschland AG und wieder einmal trifft sie den Aufsichtsrats-Chef der Siemens AG, Gerhard Cromme, einen Vertreter der viel gescholtenen Deutschland AG. Die Nachrichtenagentur Reuters veröffentlichte eine harsche Kritik des britischen Hermes-Fonds, die Gerhard Cromme gilt, der sich selbst gerne als oberster Corporate Governance-Wächter sieht.
90. Peter Löscher offiziell eingeführt
Bei seinem ersten offiziellen Auftritt nutzte Löscher die Gelegenheit, wichtige Aspekte seines Arbeitsprogramms für die ersten 100 Tage vorzustellen. Der Schwerpunkt liegt auf den fünf Themen Führungskultur und Organisationsstruktur, Wachstumsmärkte, Innovationskraft, Geschäftsportfolio sowie Compliance.
89. Siemens: Hohe Erwartungen an Peter Löscher
Noch nicht ganz da - und doch schon lange da: Peter Löscher, der als neuer Vorstandsvorsitzender der Siemens AG zum 1. Juli 2007 sein Amt antritt, hat bereits einige Wochen harte Arbeit hinter sich, in denen er sich mit den größten Problemen der Siemens AG befassen durfte. Compliance-Magazin.de hatte seine Leser in einer Online-Umfrage gefragt, welche Zukunftschancen sie Peter Löscher einräumen. Rund 1600 Abstimmungsteilnehmer verzeichnete die Umfrage.
88. Welche Aufgaben hat Peter Löscher zu lösen?
Keine Frage, Siemens ist ein Unternehmen in dem es an allen Ecken und Enden brennt. Der gute Aktienkurs mag darüber hinwegtäuschen, dass das Unternehmen nach wie vor der Lösung der größten Aufgaben seiner Geschichte steht.
87. Siemens: Wachwechsel an der Isar
Peter Löscher (49) wird ab dem 01. Juli 2007 den Vorstandsvorsitz von Siemens übernehmen. Er ist Nachfolger von Klaus Kleinfeld (49). Unter seiner Führung wurde im April 2005 das unternehmensweite Programm "Fit4More" gestartet.
86. Daniel Noa nicht länger Chief Compliance Officer
Bravo Siemens! Das Unternehmen weiß wirklich, wie man mit Menschen umgehen muss: Nach Heinrich von Pierer und Klaus Kleinfeld muss nun auch der Chief Compliance Officer, Daniel Noa (55) seinen Hut nehmen. Daniel Noa war genau ein halbes Jahr im Amt. Die reichlich karge, offizielle Presseerklärung weist Daniel Noa den aktiven Part an der Trennung zu.
85. Was hat Wilhelm Schelksy zu verbergen?
Wilhelm Schelsky bleibt vorerst weiter in Haft. Das Landgericht Nürnberg-Fürth hat mit Beschluss vom 18. Juni 2007 die Beschwerde des früheren Bundesvorsitzenden der AUB Wilhelm Schelsky gegen den gegen ihn seit dem 14. Februar 2007 vollzogenen Haftbefehl verworfen.
84. Chronik: Siemens, AUB und Wilhelm Schelsky
Steuerprüfern war in den Büchern von Schelsky-Firmen aufgefallen, dass dort viele große, glatte Beträge - zwischen 450 000 und 800 000 Euro - als Einnahmen verbucht waren. Auf den zugehörigen Rechnungen an Siemens war zumeist wenig konkret "Dienstleistungen" oder "Beratungsleistungen" vermerkt. Das führte zu Untersuchungen, ob Wilhelm Schelsky einen Großteil dieser hohen Summen ohne adäquate Gegenleistungen eingenommen hatte.
83. Siemens-AUB-Affäre: Wo sind die Millionen?
Nach einem Bericht der WirtschaftsWoche (WiWo) soll der Gründer und frühere Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Unabhängiger Betriebsangehöriger (AUB), Wilhelm Schelsky, sehr großzügig mit dem ihm von Siemens anvertrauten Millionen umgegangen sein.
82. AUB - Gewerkschaft von Siemens' Gnaden
Dass der langjährige AUB-Vorsitzende Wilhelm Schelsky seines Siemens-Millionen fürs Nichtstun erhalten hat, hat kaum jemand geglaubt. Zwischen 2001 und 2006 soll der AUB-Chef rund 35 Millionen Euro von Siemens erhalten haben, ohne eine "nennenswerte Gegenleistung" erbracht zu habe. Schelsky hat nun sein Schweigen gebrochen.
81. Siemens: Enttarner werden angefeindet
Nichts Gutes wird die nähere Zukunft für Siemens bringen. Gerhard Cromme, Aufsichtsratsvorsitzender der Siemens AG, äußerte gegenüber der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" seine Befürchtung, dass es in der Korruptionsaffäre noch weitere Enthüllungen geben könnte. "Ich kann nicht ausschließen, dass wir in den nächsten Monaten noch einige böse Überraschungen erleben werden", sagte Cromme.
80. Interview mit Uwe Dolata, Wirtschaftskriminalist
Wenn der neue Siemens-Chef Peter Löscher am 1. Juli 2007 seinen Dienst antritt, wird er sich sicherlich schon darüber Gedanken gemacht haben, welche Rückstellungen er bei Siemens vornehmen lassen muss, um die aus den Korruptionsskandalen drohenden, horrenden Strafzahlungen abdecken zu können. Compliance-Magazin.de sprach mit Uwe Dolata, Wirtschaftskriminalist und Lehrbeauftragter für Anti-Korruptions-Strategien, University of Applied Sciences, Würzburg, über den "Korruptionsfall Siemens", über die Möglichkeiten, auch im Bereich der Wirtschaftskriminalität wegen organisierte Kriminalität ermitteln zu können und das Problem, dass die deutsche Politik mit der Aufdeckung von Korruption immer schon ihr Problem gehabt hat.
79. Warum Peter Löscher? - Darum Peter Löscher!
Zweifellos ist dem Siemens-Aufsichtsratschef Gerhard Cromme ein Überraschungscoup gelungen: Mit dem am letzten Sonntag präsentierten Peter Löscher (49) steht der Siemens AG ab Juli 2007 eine völlig unbekannte Größe als neuer Vorstandsvorsitzender vor. Gezielte Indiskretionen aus dem Umfeld des Siemens-Aufsichtsrates haben ihn letztlich zu dieser Wahl getrieben. Es blieb die Notlösung und offensichtlich zweite Wahl: Peter Löscher.
78. Die fünf Aufgaben des Peter Löscher
Dem neuen Vorstandschef der Siemens AG steht ein hartes erstes Jahr bevor: Der Siemens-Korruptionsskandal kann durch den Einstieg der US-Börsenaufsicht SEC weiterhin an ungewollter Dynamik gewinnen, das Problem Siemens VDO muss endlich vom Tisch, auf die sowohl auf dem Parkett als auch in den Medien zirkulierenden Siemens Holding-Phantasien muss reagiert werden, die Compliance muss bei Siemens wieder mit Leben gefüllt werden und nicht zuletzt muss auch noch der Umsatz (und der Ertrag) stimmen.
77. Siemens: Peter Löscher ersetzt Klaus Kleinfeld
Vielleicht wird der Name das Programm: Der kaum bekannte Vorstand des US-Pharma-Konzerns Merck, Peter Löscher, soll als neuer Vorstandsvorsitzender der Siemens AG den Elektro-Riesen aus der Krise führen. Brandherde hat er genug zu löschen: Korruptionsdesaster, Kartellskandale, Reorganisation des Unternehmens, Trennung von VDO, Vertrauensbildung bei der IG Metall: Der 49-Jährige löst am 1. Juli auf Klaus Kleinfeld ab, der sein Amt als Vorsitzender des Vorstands zum 30. Juni 2007 niederlegen wird. Peter Löscher, ist derzeit President Global Human Health, Merck&Co. Inc., Whitehouse Station, N.J., USA.
76. Wer ist Peter Löscher?
Der Lebenslauf von Peter Löscher ist vor allem durch Merkmale charakterisiert: Durch ausgedehnte Auslandsaufenthalte und durch eine intensive Healthcare Branchen-Nähe. Mit dem Vorstandsvorsitz der Siemens AG wechselt Peter Löscher zum ersten Mal in rund 20 Jahren komplett die Branche.
75. IG Metall-Erklärung zu Peter Löscher
Die IG Metall-Arbeitnehmervertreter im Siemens-Aufsichtsrat äußern sich in einer Presseerklärung zur Wahl von Peter Löscher, der als neuer Vorstandsvorsitzenden der Siemens AG Klaus Kleinfeld bereits zum 1. Juli 2007 ablösen wird.
74. Hat Siemens mit Löscher eine Zukunft?
Das Compliance-Magazin.de will von seinen Leser wissen: Wird Peter Löscher bei Siemens eine lange Zukunft haben? Peter Löscher ist der 11. Geschäftsführer bzw. Vorstand in der mehr als 150jährigen Siemens-Historie. Zugleich erlebt die Siemens AG mit Peter Löscher ihren zweiten Tabu-Bruch: Nachdem mit Gerd Tacke im Jahre 1968 zum ersten Mal in der Siemens-Geschichte ein Nicht-Siemens-Familienmitglied das Unternehmen leitete, erhält die Siemens AG nun mit Peter Löscher zum ersten Mal einen Chef, der nicht aus den eigenen Reihen stammt.
73. Siemens steht erneut vor Kartellstrafe
Wie jetzt bekannt wurden, hat die neuseeländische Kartellbehörde gegen die Siemens AG und zwei weitere Unternehmen Klage wegen illegaler Preisabsprachen erhoben. Die Kartellkommission wirft Siemens und den französischen Firmen Alstom und Schneider Electric vor, zwischen 1988 und 2004 die Preise bei Schaltanlagen für Stromnetze abgesprochen zu haben.
72. Siemens: Zuerst Cromme, dann Reitzle
Sieht so der große Deal aus? Wie die Wirtschaftswoche (WiWo) aus Aufsichtsratskreisen erfahren haben will, wird der Siemens-Aufsichtsratschef, Gerhard Cromme, schon in Kürze den Vorstandsvorsitz des Konzerns übernehmen.
71. Siemens-Endstation Cromme?
Seit Wochen galt der Linde-Chef Wolfgang Reitzle als aussichtsreichster Kandidat für den Vorstandsvorsitz der Siemens AG. Nun platzte die Bombe: "Ich stehe nicht für eine Position außerhalb der Linde AG zur Verfügung", hatte das "Handelsblatt" am Montag in ihrer Online-Ausgabe aus einem internen Schreiben des Firmenchefs zitiert.
70. Milde Urteile im Siemens-Korruptions-Prozess
Überraschend milde fielen im ersten deutschen Prozess zu den Korruptionsaffären bei der Siemens AG die Urteile des Landgerichts Darmstadt aus: Zwei frühere Siemens-Manager wurden zu Bewährungsstrafen verurteilt. Gegen Siemens selbst wurde eine Strafzahlung in der Höhe von 38 Millionen Euro angeordnet, die allerdings gegenüber den mittlerweile vermuteten 1 Milliarde Euro Korruptionsvolumen schon fast wie ein mathematischer Rundungsfehler erscheinen.
69. Siemens-Korruptionsskandal ein Fass ohne Boden
Dem Siemens-Aufsichtsrat Gerhard Cromme stehen ein paar harte Tage bevor. Wenn er in dieser Woche nach London fährt, um zusammen mit seinem Finanzvorstand Joe Kaeser bei den Investoren zwei Tage lang um Vertrauen in die Siemens AG zu werben, wird er viel zu erklären haben. Vielleicht auch, warum er den Noch-Vorstandschef Klaus Kleinfeld nicht mitgenommen hat.
68. Tollhaus Siemens: Wird Cromme König?
Der Siemens-Aufsichtsratsvorsitzende Gerhard Cromme sucht in großer Hektik nach einem Nachfolger für den scheidenden Siemens-Vorstandsvorsitzenden Klaus Kleinfeld. Wird Cromme nun aus eigener Hilflosigkeit heraus selbst den Siemens-Vorstandsvorsitz übernehmen?
67. Wird Siemens-Chefsessel intern besetzt?
Wenn es nach dem Willen der Leser von Compliance-Magazin.de (CM) geht, wird (oder besser gesagt) soll die Siemens AG bei der Besetzung des Stuhls des Siemens-Vorstandsvorsitzenden auf eine interne Lösung zurückgreifen. An der von der CM-Redaktion am Montag (07.05.07) gestarteten Umfrage: Wer wird Klaus Kleinfeld als Siemens-Vorstandsvorsitzenden ablösen, haben bis zum Mittwoch-Nachmittag 1.210 CM-Leser ihre Stimme abgegeben.
66. Crommes Dementis wenig überzeugend
Die letzten Tage haben deutlich gezeigt, was Gerhard Cromme noch in den nächsten Wochen bevorsteht, sollte er nicht in der Lage sein, schnell einen Nachfolger für den geschassten Klaus Kleinfeld zu finden. Der Aufsichtsratsvorsitzende der Siemens AG trat am Montag Spekulationen entgegen, wonach er beabsichtige, den Vorstand komplett umzubauen. Nichts von dem sei wahr, ebenso wenig alle Spekulationen, die sich derzeit um eine Nachfolge des Noch-Vorstandsvorsitzenden Klaus Kleinfeld drehen.
65. Korruption bei Siemens gängige Praxis?
Im Korruptionsprozess um Schmiergeldzahlungen bei Kraftwerksgeschäften in Italien hat die Staatsanwaltschaft Darmstadt gegen die verantwortlichen Manager (den frühere Bereichsvorstand Andreas K. und den Manager Horst V.) zum Teil lange Haftstrafen beantragt. Außerdem forderte die Staatsanwaltschaft, dass Siemens den aus dem Geschäft resultierenden Gewinn an die Staatskasse abführt. Das Urteil soll am Montag, 14.05.07, verkündet werden.
64. Umfrage: Wer beerbt Klaus Kleinfeld?
Siemens-Aufsichtsratschef Gerhard Cromme will rasch einen Nachfolger für den scheidenden Siemens-Vorstandsvorsitzenden Klaus Kleinfeld präsentieren. Immer wieder tauchen neue Namen auf. Compliance-Magazin.de möchte von seinen Lesern wissen: Wer beerbt Klaus Kleinfeld?
63. Siemens-Chefsessel: Neue Namen
Wie schon mehrfach auf Compliance-Magazin.de berichtet, will Siemens-Aufsichtsratschef Gerhard Cromme möglichst rasch einen Nachfolger für den scheidenden Siemens-Vorstandsvorsitzenden Klaus Kleinfeld präsentieren. Allgemein darf davon ausgegangen werden, dass Klaus Kleinfeld vorzeitig noch vor Ablauf seiner Amtszeit abgelöst werden soll. Dabei gilt der Linde-Chef Wolfgang Reitzle weiterhin als erste Wahl.
62. Siemens kommentiert Directors' Dealings
Die Siemens-Vorstände Johannes Feldmayer, Rudi Lamprecht und Erich Reinhard veräußerten Aktien im Wert von mehr als sieben Millionen Euro. Die Verkäufe folgen der Rücktrittsankündigung von Vorstandschef Klaus Kleinfeld im Abstand von nur wenigen Tagen und der Spekulation, dass der Aufsichtsrat der Siemens AG unter der Führung von Gerhard Cromme beabsichtigt, die Zahl der Zentralvorstände von zehn auf drei zu reduzieren. In den Medien wurde diese Meldung oft dargestellt unter dem Tenor "Vorstände machen Kasse". Siemens sah sich jetzt genötigt, den Sachverhalt klarzustellen.
61. Siemens-Vorstände trennen sich von Aktien
Wie Siemens laut einer Meldung von Reuters mitgeteilt hat, haben sich drei Siemens-Vorstände von Aktienpaketen im Wert von mehr als sieben Millionen Euro getrennt. Der Verkauf erfolgte damit nur wenige Tage nach der Rücktrittsankündigung des Siemens-Vorstandsvorsitzenden Klaus Kleinfeld und der Spekulation, dass der Aufsichtsrat der Siemens AG unter der Führung von Gerhard Cromme beabsichtigt, die Zahl der Zentralvorstände von zehn auf drei zu reduzieren.
60. Siemens "Compliance Spaß Force"
Wenn es stimmt, was das Magazin "Stern" in seiner heutigen Ausgabe berichtet, dann zeigt sich, dass die Siemens AG beim Thema Compliance phasenweise den Überblick verloren hatte. So soll eine Woche nach den ersten Hausdurchsuchungen im November vergangenen Jahres die Siemens AG den Leiter ihrer Anti-Korruptionsabteilung, Dr. Albrecht Schäfer, zum Chef einer "Compliance Task Force" gemacht machen, obwohl dieser zu jenem Zeitpunkt von der Staatsanwaltschaft als Beschuldigter geführt wurde.
59. Cromme nimmt die Governance ernst
Wie bereits vermutet, wird der neue Siemens-Aufsichtsratsvorsitzende Gerhard Cromme drei seiner derzeit neun Aufsichtsratsmandate niederlegen. So wird Cromme seine Aufsichtsratsmandate bei der Deutschen Lufthansa, beim größten deutschen Energiekonzern E.ON und bei der französischen Bank BNP Paribas zum 1. Juli niederlegen. Dies habe Cromme dem Allianz-Aufsichtsrat mitgeteilt, berichtete der Allianz-Aufsichtsratsvorsitzende Henning Schulte-Noelle auf der Hauptversammlung des Versicherers am 2. Mai.
58. Siemens-Zentralvorstand: Aus zehn mach drei
Das bevorstehende Ausscheiden der beiden Siemens-Vorstandsmitglieder Johannes Feldmayer und Jürgen Radomski sowie des Siemens Vorstandsvorsitzenden Klaus Kleinfeld ist wohl erst der Auftakt zu einer groß angelegten Säuberungswelle im Münchener Konzern gewesen. Der Aufsichtsrat des Siemens-Konzerns will die Korruptionsvorwürfe offensichtlich zum Anlass nehmen, um die althergebrachten Führungsstrukturen bei Siemens zu kappen.
57. Wusste Kleinfeld doch von Korruptionszahlungen?
Steckt vielleicht doch mehr hinter Kleinfelds Ankündigung, Siemens Ende September verlassen zu wollen? Was hat Gerhard Cromme eigentlich wirklich gemeint, als er im Zusammenhang mit der Trennung von Kleinfeld von einem "hohen Risiko" für Siemens sprach? Ein "Spiegel"-Bericht schürt die Zweifel an der Unschuld des Noch-Siemens-Vorstandsvorsitzenden Klaus Kleinfeld.
56. Erklärung: Darum musste Kleinfeld gehen
Letztendlich war es wohl die Untersuchung der von der Siemens AG selbst bestellten Kanzlei Debevoise & Plimpton verbunden mit der Druck der US-Börsenaufsicht SEC und US-Justizministerium der Dr. Klaus Kleinfeld, Vorstandsvorsitzender der Siemens AG, das Genick gebrochen hat. Die Kanzlei hat offensichtlich nach internen Untersuchungen in der Weiterbeschäftigung von Klaus Kleinfeld ein theoretisches Risiko für den Siemens-Konzern gesehen und dieses Risiko als schwerwiegend eingestuft.
55. Siemens beseitigt belastete Vorstände
Die Vorgänge bei der Siemens AG erinnern an das Sozialverhalten der Murmeltiere vor dem angehenden Winterschlaf. Sichtbar kranke und alte Tiere werden als Gefahr für die Artgenossen gesehen, und ihnen wird der Zugang zum Bau verwehrt. Nach einem Bericht der in der Regel sehr gut informierten Süddeutschen Zeitung (SZ) müssen nun nach dem Aufsichtsratsvorsitzenden Heinrich von Pierer und dem Vorstandsvorsitzenden Klaus Kleinfeld zwei weitere Zentralvorstände ihren Hut nehmen: Angeblich werden die Verträge mit Johannes Feldmayer und Jürgen Radomski nicht mehr verlängert, berichtete die SZ in ihrer Samstagsausgabe.
54. Klaus Kleinfeld: Eine kritische Würdigung
Die Frage ist: Was bleibt? Was fiele einem ein zu Dr. Klaus Kleinfeld, Noch-Vorstandsvorsitzender der Siemens AG, und seiner Karriere, wenn man in fünf Jahren danach gefragt würde? Dass er im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2007 bei der Siemens AG einen Gewinn nach Steuern von 1,259 Milliarden Euro erwirtschaftet hatte, was einen Anstieg um 36 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert bedeutete? - Wohl kaum!
53. SEC ermittelt formell gegen Siemens
Die SEC hat ihre bislang informelle Untersuchung der mutmaßlichen Korruptionszahlungen von Siemens-Mitarbeitern in eine formelle Untersuchung abgeändert. Das teilte Siemens am Donnerstag in München mit.
52. Personalfragen gehören in den Aufsichtsrat
Offenbar ist die Beseitigung des Vorstandsvorsitzenden der Siemens AG, Dr. Klaus Kleinfeld, nicht auf die ungeteilte Zustimmung der IG Metall-Arbeitnehmervertreter gestoßen. In einer öffentlichen Erklärung, die die IG Metall noch am Abend des 25. April abgab, zeigte sich die Gewerkschaft enttäuscht darüber, dass die Personalie Kleinfeld nicht innerhalb des Aufsichtsrats, sondern bewusst an die Öffentlichkeit getragen worden ist.
51. Schluss mit lustig: Kleinfeld verlässt Siemens
Die letzten Worte Klaus Kleinfelds sollten Souveränität signalisieren: "In diesen Zeiten braucht das Unternehmen Klarheit über seine Führung." Der Vorstandvorsitzende der Siemens AG wollte um eine Verlängerung seines im September auslaufenden Vertrages nicht betteln und hatte am späten Nachmittag des 25. April mit dem erklärten Rücktritt zum letzten Mal eine Rampenlicht-Entscheidung treffen können. In der Version der Siemens-Presseabteilung heißt dies: "Kleinfeld steht für Vertragsverlängerung nicht zur Verfügung".
50. Kleinfeld verlängert Vertrag nicht
Unter der Überschrift "Kleinfeld steht für Vertragsverlängerung nicht zur Verfügung" veröffentlichte die Presseabteilung der Siemens AG eine Meldung, die viele am Tag zuvor nicht in dieser Form erwartet hätten.
49. Cromme neuer Siemens-Aufsichtsratschef
Der Aufsichtsrat der Siemens AG hat in seiner Sitzung am 25. April einstimmig und mit sofortiger Wirkung Dr. Gerhard Cromme zum neuen Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt. Cromme löst damit Prof. Dr. Heinrich v. Pierer ab, der sein Amt mit Beginn der heutigen Sitzung des Aufsichtsrats zur Verfügung gestellt hat. Cromme ist für den Rest der laufenden Amtsperiode bis zur Hauptversammlung der Siemens AG am 24. Januar 2008 Vorsitzender des Gremiums.
48. Siemens-Aufsichtsrat beschädigt Kleinfeld
Nach dem Rücktritt von Aufsichtsratschef Prof. Heinrich von Pierer werden bei Siemens jetzt offensichtlich die Messer gewetzt: Ganz unerwartet ist einen Tag vor der Aufsichtsratssitzung am heutigen Mittwoch nun der Siemens-Vorstandsvorsitzende Dr. Klaus Kleinfeld in den Strudel einer Diskussion geraten, die ihn bei Siemens durch den Ausguss ziehen könnte. Die Nachrichtenagentur Reuters zitiert einen aufsichtsratsnahen Informanten, der gesagt haben soll: "Einige Mitglieder des Aufsichtsrates halten derzeit in der Frage der Vertragsverlängerung Kleinfelds inne."
47. Wall Street Journal schießt gegen Kleinfeld
Als Ende letzten Jahres der Korruptionsskandal bei Siemens ausbrach, habe Siemens-Vorstandschef Klaus Kleinfeld die Gelegenheit beim Schopf gegriffen und sich als "jugendlicher Reformer" platziert, wild entschlossen, Europas größten Technik-Konzern von Grund auf zu reinigen. Doch seine Vergangenheit in vielen Siemens-Chefposten, seine US-Vergangenheit inklusive, könnte exakt diese Bemühungen "verkomplizieren". Das meint das "The Wall Street Journal" (WSJ) in einem durch Dow Jones Anfang der Woche verbreiteten Artikel.
46. Cromme plant bei Siemens langfristig bis 2013
Wer ist eigentlich Gerhard Cromme? Gäbe es für jeden Aufsichtsratssitz und Ehrenposten einen kleinen Sticker mit niedlichem Fähnchen, den man sich ans Revers heften könnte, Gerhard Cromme sähe sicherlich aus wie Leonid Breschnew in der Endphase. Cromme ist das, was man einen begehrten Berufs-Aufsichtsrat nennt und Kritiker ein Mitglied der "Deutschland AG" schimpfen: Der 64-Jähre sitzt nicht nur als Vorsitzender der Regierungskommission Corporate Governance vor. Cromme besitzt Aufsichtsratsmandate in den Kontrollgremien von Lufthansa, Eon, Suez, BNP Paribas, Allianz, Springer und Saint-Gobain; darüber hinaus ist er Aufsichtsratsvorsitzender von ThyssenKrupp, und zusätzlich lässt er ab Mittwoch seinen Aufsichtsratsposten bei der Siemens AG upgraden zum Aufsichtsratsvorsitzenden.
45. Von Pierer ging erst nach großem Druck
Heinrich von Pierer (66) zeigt sich als schlechter Verlierer. Die Fernsehbilder sollten Souveränität und Überlegenheit signalisieren: Doch offensichtlich war alles ganz anders. Siemens-Aufsichtsratschef von Pierer ging unter starkem Druck und hat seinen Posten alles andere als freiwillig geräumt.
44. Siemens-Skandal erreicht die Telekom
Der für Geschäftskunden und Produktion seit Oktober 2006 verantwortliche Telekom-Vorstand Lothar Pauly hat seit Samstag mehr als großen Ärger. So berichtete "Der Spiegel" vorab, das E-Mails aus dem Jahr 2000 darauf hindeuten könnten, dass der Ex-Bereichsvorstand der Siemens-Kommunikationssparte (Com) über mutmaßliche Schmiergelder in Millionenhöhe informiert gewesen ist.
43. Von Pierer weg - Die Börse jubelt
Spiegel Online titelte respektlos: "Börse feiert Pierer-Rücktrittsparty". Der Rücktritt von Heinrich von Pierer als Aufsichtsratsvorsitzender ist von der ganz offensichtlich Börse begrüßt worden: Am Freitag-Vormittag kletterte der Kurs der Siemens-Aktie um 3,8 Prozent auf 90,05 Euro.
42. Von Pierer weg - Siemens frei - Kleinfeld stark
Man wird es heute erfahren - und wenn es stimmt, waren die flotten Jungs der "Bild"-Zeitung tatsächlich mal wieder die ersten Journalisten, die davon Wind bekommen haben: Unter der Schlagzeile: "Siemens-Affäre: Aufsichtsratschef von Pierer geht" berichtet die "Bild", dass von Pierer am heutigen Freitag seinen Rücktritt als Siemens-Aufsichtsratsvorsitzender bekannt geben wird.
41. BDK: Gegen Siemens auf Bundesebene ermitteln
Uwe Dolata, Pressesprecher beim Bund deutscher Kriminalbeamter (BDK), spricht offen das aus, was Ermittlungsbeamte hinter vorgehaltener Hand schon lange sagen. Die Korruption- und Schmiergeldaffären der Siemens AG besitzen alle klassischen Merkmale, die den Verdacht der organisierten Kriminalität rechtfertigen. Der BDK vertritt rund 13.000 Kriminalbeamte in Deutschland.
40. Siemens: Radomski soll von Pierer ersetzen
Was der CSU ihr Stoiber, könnte der Siemens ihr von Pierer sein. Immer mehr wird Siemens-Aufsichtsratschef Heinrich von Pierer als die zentrale Figur im Siemens-Korruptionsskandal gesehen, ohne deren Rücktritt ein Neuanfang bei Siemens kaum vorstellbar ist.
39. Siemens: Kampf gegen schwarze Kassen
Für Siemens-Finanzvorstand Joe Kaeser stand schon im Januar dieses Jahres fest, dass eine der wesentlichen Ursachen für den Korruptionsskandal der unübersichtliche Verhau an Konten und die von ihrer Menge her nicht mehr nachvollziehbare Zahl an finanziellen Transaktionen ist: So wickelt Siemens nach eigenen Angaben teilweise rund 50 Millionen Transaktionen über ihre mehr als 5000 Konten ab.
38. Darmstädter Siemens-Schmiergeld-Prozess
Bei Siemens läuft und lief alles wie geschmiert: Nicht nur die pekuniären Zuwendungen an Mitarbeiter des italienischen Energiekonzerns Enel, sondern auch der "Heldentod" eines entsprechenden Verantwortungsträgers gestaltete sich als gut geölter Abgang aus dem Konzern. Vor dem Darmstädter Landgericht, bei dem es in einem Prozess um Schmiergeldzahlungen in der Siemens-Kraftwerksparte geht, sagte gestern Vorstand Uriel Sharef als Zeuge aus, er habe 1,8 Millionen Euro Abfindungssummer an den ehemaligen Bereichsvorstand Klaus A. (Name von der Redaktion geändert) gezahlt.
37. Investoren gegen von Pierer
Die Investoren schießen sich auf Heinrich von Pierer ein. Der Verbleib von Heinrich von Pierer an der Spitze des Siemens-Aufsichtsrats enge ihrer Ansicht nach den Handlungsspielraum des Vorstandsvorsitzenden Dr. Klaus Kleinfeld ein. "Man müsste einen Schlussstrich unter die Vergangenheit ziehen und einen ganz neuen Schritt in die Zukunft machen", sagte Christoph Niesel, Fondsmanager bei Union Investment, der Zeitung "Tagesspiegel am Sonntag".
36. Siemens überwacht SOX-Compliance
Die Software "Approva BizRights" der Approva Corporation, einem Anbieter von Software zur Überwachung und Prüfung von Finanzkontrollen, wurde von Siemens als eine von insgesamt zwei Standardlösungen für die IT-Benutzer- und Berechtigungsverwaltung ausgewählt. Im Rahmen eines weltweiten Vertrages zwischen Approva und Siemens können künftig alle Siemens-Geschäftsbereiche weltweit die Approva-Software einsetzen.
35. Siemens-Bilanz bestätigt
Das Landgericht München I verhandelte am 12.04.2007 über die bilanziellen Auswirkungen der in jüngster Zeit bei der Siemens AG aufgedeckten mutmaßlichen Schmiergeldzahlungen. Ein Aktionär hatte Klage auf Feststellung der Nichtigkeit der letzten drei Jahresabschlüsse erhoben.
34. Interview mit Werner Neugebauer, IG Metall Bayern
Wie steht es mit der Moral in deutschen Unternehmen - speziell bei der Siemens AG? Das Compliance-Magazin.de sprach mit Werner Neugebauer, Bezirksleiter der IG Metall Bezirk Bayern. Zur Sprache kamen Korruption, Kartellvergehen, AUB-Affäre und BenQ-Pleite. Werner Neugebauer prangert die Politik der Siemens AG an, die sich schon seit den 70ger Jahren durch einen steten Konfrontationskurs zur IG Metall "auszeichnete". Mit dem Sponsoring der AUB sei bewusst eine Gegenorganisation zu IG Metall aufgebaut worden, und im Fall BenQ seien sogar eindeutig fixierte Vereinbarungen durch Siemens gebrochen worden.
33. Von Pierer klebt am Siemens-Chefsessel
Der frühere Thyssen-Krupp-Chef Gerhard Cromme weiß anscheinend genau, was er nicht will: Das 64-jährige Aufsichtsratsmitglied, das laut eines Berichts der Süddeutschen Zeitung (SZ) als Wunschkandidat für die Nachfolge des jetzigen Siemens-Aufsichtsratsvorsitzenden Heinrich von Pierer gilt, hat nach SZ-Erkenntnissen kategorisch abgelehnt, von Pierer zu beerben.
32. Siemens-Chef erhält Vertrag bis 2012
Siemens regelt im April offensichtlich ihre Top-Personalia. Nach einem Bericht der Süddeutschen Zeitung (SZ) wird der Vertrag mit dem Vorstandsvorsitzenden Dr. Klaus Kleinfeld noch in diesem Monat nun doch bis 2012 verlängert. Bereits Anfang März hat die SZ gemutmaßt, dass es zu einer vorzeitigen Vertragsverlängerung kommen würde.
31. Heinrich von Pierer: Demontage hat begonnen
"Spiegel Online" wartete am letzten Donnerstag mit einer Meldung auf, die die Siemens AG bisher nicht kommentieren will: Danach haben mehrere Vertreter im Aufsichtsrat der Siemens AG die Absicht, Heinrich von Pierer nach dessen Osterurlaub in persönlichen Gesprächen davon zu überzeugen, seinen Posten als Aufsichtsratschef niederzulegen.
30. Siemens-Vorstand Feldmayer aus U-Haft entlassen
Der Siemens-Zentralvorstand Prof. Johannes Feldmayer hat ein erstes Etappenziel erreicht: Das Oberlandesgericht Nürnberg verkürzte ihm die Leidenszeit der vorösterlichen Karwoche und setzte ihn am gestrigen Mittwoch gegen Zahlung einer Kaution vorerst auf freien Fuß. Offensichtlich besteht nun keine Fluchtgefahr mehr.
29. Strafanzeige gegen Siemens ungerechtfertigt
Siemens-Vorstandschef Klaus Kleinfeld sieht der Strafanzeige, die die IG Metall gegen sein Unternehmen wegen mutmaßlicher Begünstigung der Arbeitnehmerorganisation Unabhängiger Betriebsangehöriger (AUB) gestellt hat, gelassen entgegen. Derweil hat die in der Siemens-Affäre unter den Verdacht der Bestechlichkeit geratene AUB hat eine Wirtschaftsprüfung damit beauftragt, dubiosen Zahlungen nachzugehen. Das bestätigte die 1. Stellvertretende AUB-Bundesvorsitzende und Justiziarin, Ingrid Brand-Hückstädt, gegenüber dem Hamburger Magazin stern.
28. IG-Metall gegen Siemens-AUB
Die IG Metall fährt ihre Geschütze auf: Siemens: Wegen möglicher Begünstigung der Arbeitsgemeinschaft Unabhängiger Betriebsangehöriger (AUB) stellt die Gewerkschaft Strafantrag nach §119 Betriebsverfassungsgesetz (BetrVG). Nach Ansicht der IG Metall ist es zudem zur Beeinflussung von Betriebsratswahlen bei Siemens gekommen. Das teilte die Gewerkschaft gestern in Frankfurt mit.
27.Wann legt von Pierer seine Beratertätigkeit nieder
Der Druck auf den Siemens-Aufsichtsratschef Heinrich von Pierer wächst: Obwohl die aktuellen Kartell- und Korruptionsvergehen in seine Amtszeit als Siemens-Chef fallen, hält von Pierer standhaft an seiner Linie fest, er habe von allem nichts gewusst. Dies gelte auch für die Millionenzahlungen an den Gründer der Arbeitsgemeinschaft unabhängiger Betriebsangehöriger (AUB), Wilhelm Schelsky, so eine von Pierer-Aussage gegenüber "Focus Money".
26. Korruption: Die Siemens-AUB-Affäre
Mit der Verhaftung von dies Siemens-Vorstandes Prof. Johannes Feldmayer am 27. März 2007 erreicht die Siemens-Korruptionsaffäre eine neue Qualität. Siemens steht nun auch im Verdacht, die Gewerkschaft AUB (Arbeitsgemeinschaft Unabhängiger Betriebsangehöriger) bestochen zu haben, um sich deren Wohlverhalten zu erkaufen. Diverse Fernsehsender und Radiostationen berichteten über den Vorfall.
25. Siemens-Skandal weitet sich aus
Die Staatsanwaltschaften in Nürnberg und München spielen derzeit offensichtlich "Ping-Pong": Nachdem sich die Nürnberger Staatsanwaltschaft am Dienstag den Siemens-Vorstand Prof. Johannes Feldmayer gegriffen hatte, wurde jetzt bekannt, dass die Münchner Staatsanwaltschaft zwei neue Haftbefehle gegen zwei weitere Siemens-Mitarbeiter erlassen hat. Beide wurden allerdings gegen Auflagen zunächst wieder auf freien Fuß gesetzt. Bei den Siemens-Mitarbeitern handelte es sich um eine Person, die das Unternehmen im September vergangenen Jahres verlassen hat, und eine weitere Person, die laut Siemens bereits vom Dienst suspendiert worden ist.
24. Feldmayer nimmt Sonderurlaub
Im Zusammenhang mit dem laufenden Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Nürnberg gegen Mitarbeiter der Siemens AG und gegen seine eigene Person hat Siemens-Vorstand Prof. Johannes Feldmayer den Vorsitzenden des Aufsichtsrats der Siemens AG gebeten, ihn aufgrund der aktuellen persönlichen Umstände vorübergehend von seinen Obliegenheiten und Dienstpflichten freizustellen. Diesem Wunsch ist von Siemens entsprochen worden.
23. Korruption bei Siemens: Zentralvorstand verhaftet
Die Einschläge kommen näher: Nachdem Siemens-Chef Dr. Klaus Kleinfeld noch am Montag-Vormittag auf der Internationalen Kartellkonferenz des Bundeskartellamts in München seinen Sermon zum Thema "Null Toleranz" und "Siemens, das Compliance-Vorbild" zum Besten geben durfte, zeigte die Nürnberger Staatsanwaltschaft einen Tag später auf, wie der Lieblingsbegriff des Siemens-Vorstandsvorsitzenden praxisnah umgesetzt wird. Nach einem Bericht des "Handelsblatt", der im Kern von einem Siemenssprecher bestätigt wurde, verhaftete die Justiz mit dem 50jährigen Johannes Feldmayer nun zum ersten Mal einen amtierenden Manager des Zentralvorstandes in der Siemens-Schmiergeld-Affäre.
22. Internationale Kartellkonferenz in München
Der Präsident des Bundeskartellamts, Dr. Ulf Böge, eröffnete gestern die seit 25 Jahren im zweijährigen Rhythmus stattfindende Internationale Kartellkonferenz sowie den Europäischen Wettbewerbstag, der seit dem Jahr 2000 einmal halbjährlich durchgeführt wird und unter der Schirmherrschaft der jeweiligen EU-Ratspräsidentschaft steht. Das Bundeskartellamt veranstaltet diese von rund 380 Teilnehmern und über 70 Nationen besuchte Tagung erstmals nicht am Sitz des Amtes, sondern in München, um auch ausländischen Gästen gegenüber die förderale Struktur Deutschlands vor Augen zu führen.
21. Themenspektrum: Korruption
Mit "Streaming Media" bietet Compliance-Magazin.de einen neuen Online-Service, der die textbasierte Information des Online-Magazins ergänzen soll. In der Rubrik Streaming Media finden Sie Audio-Tracks und Video-Files, Podcasts und Webinars als zusätzliches Mediaangebot des Verlages. Beleuchtet werden Compliance-Sachthemen.
20. Siemens-Korruption vor Gericht
Zwei leitende Ex-Manager der Siemens-Kraftwerksparte, die heute 73 bzw. 63 Jahre alt sind, haben im Prozess vor dem Darmstädter Landgericht ein Geständnis abgelegt. Ihnen wird Korruption von Amtsträgern sowie Untreue in besonders schweren Fällen vorgeworfen. Im Prozess bestätigten beide die Zahlung von über sechs Millionen Euro Schmiergeld an zwei Manager des italienischen Energiekonzerns Enel und gestanden, an der Zahlung beteiligt gewesen zu sein.
19. Siemens stärkt Kontrollwesen
Dem Siemens-Konzern mangelt es an wirklicher, interner Kontrolle, die ihren Namen auch verdient, das war eigentlich schon zu Beginn der Korruptionsaffäre klar. Deutlich wird dieses Manko nun Woche für Woche: Im wieder neue Unregelmäßigkeiten bei so genannten Beraterverträgen werden entdeckt (Verträge ohne Gegenleistung), und auch die EU-Fahnder scheinen mittlerweile bei Siemens schon einen Haustürschlüssel zu besitzen.
18. Siemens: Kartell und Schmiergeld
Erneut ist bei Siemens der Verdacht eines Schmiergeldskandals aufgekommen. Das Unternehmen bestätigte, dass Siemens-Standorte in München, Erlangen und Nürnberg durchsucht worden seien. Zudem ermittelt die EU-Kommission wegen des Verdachts illegaler Preisabsprachen bei Leistungstransformatoren.
17. Compliance bei Siemens
Die Affäre um schwarze Kassen bei Siemens führt nun auch zu Reaktionen im Aufsichtsrat. Laut einem Zeitungsbericht hat Heinrich von Pierer angekündigt, die Maßnahmen gegen Korruption im Konzern zu überprüfen. Dies berichtet die der "Siemens Dialog", eine Online-Publikation der IG Metall Bezirksleitung Bayern.
16. Korruptionsaffäre: Wurde Siemens erpresst?
Der Korruptionsskandal bei Siemens nähert sich gefährlich der Führungsetage: So berichtet das Wall Street Journal (WSJ) nach einem Bericht von dpa und Dow Jones, dass die gesamte Siemens-Spitze schon vor Jahren über geflossene Bestechungsgelder informiert gewesen sein soll. Konkret habe es einen Bestechungsfall in Saudi-Arabien gegeben.
15. Lief Siemens-Mobilfunksparte wie geschmiert?
Nach Informationen des Hamburger Nachrichtenmagazins "SPIEGEL" soll es auch bei der Siemens-Mobilfunksparte einen Schmiergeldverdacht geben.
14. Siemens-HV: Bei Entlastung abgestraft
Nach einer zwölfstündigen Marathon-Hauptversammlung ist am Abend des 25.01. der Aufsichtsrat und Vorstand der Siemens AG entlastet worden.
13. Harte Kritik auf Siemens-Hauptversammlung
Das hätte auf der Hauptversammlung vor 12.000 Aktionären in der Münchner Olympiahalle der große Tag für die Siemens AG werden können, wenn da nicht der Korruptionsskandal, die EU-Kartellstrafe, BenQ und der Ärger um die Vorstandgehälter gewesen wären.
12. Siemens will gegen EU-Strafe klagen
Der Schlag fiel noch ein bisschen heftiger aus erwartet: Die EU-Kommission verhängte gegen den Siemens-Konzern wegen Preisabsprachen im Energieanlagenbau eine Kartellstrafe in Höhe von insgesamt 419 Millionen Euro. Das ist die zweithöchste Strafe, die in der EU jemals verhängt worden ist. Von den 419 Millionen Euro entfallen 22 Millionen Euro auf die 2005 von Siemens übernommene österreichischen VA Tech.
11. Siemens: EU droht mit Kartellstrafe
Das nächste Debakel steht dem Siemens-Konzern ins Haus: Die Nachrichtenagentur Reuters verweist auf Ermittlungen der EU-Kommission, die ein wettbewerbswidriges Elektrizitätskartell aufdeckt haben soll.
10. Siemens-Korruption: Neue Anschuldigungen
In seiner Ausgabe vom 23.01.2007 fährt das Wall Street Journal (WSJ) harte Geschütze gegen die Siemens-Vorstände Joe Kaeser und Rudi Lamprecht auf.
9. IG Metall schont Siemens
Eine Front hat Siemens zumindest "stillgelegt": Wenn es auf der Siemens-Haupt-Versammlung, die am Donnerstag, den 25.01.07 stattfindet, hart hergeht, wird die IG Metall Zurückhaltung üben.
8. Siemens: Entlastung verweigern
Der "Tagesspiegel" berichtet, dass der Verein der "Siemens-Belegschaftsaktionäre" bei der Siemens-Hauptversammlung am 25.01.07 fünf Vorstände abstrafen will. Dem "Tagesspiegel" erklärte der Vorsitzende des Vereins, Manfred Meiler, der insgesamt rund 5000 Mitglieder vertritt: "Nur wer einen guten Job macht, soll auch entlastet werden."
7. Siemens will Compliance stärken
Der der Prüfungsausschuss des Siemens-Aufsichtsrats hat in seiner Sitzung am 11. Dezember die internationale Anwaltskanzlei Debevoise & Plimpton LLP beauftragt, die Compliance- und Kontrollsysteme bei Siemens zu überprüfen. "Siemens duldet absolut kein ungesetzliches oder regelwidriges Verhalten von Mitarbeitern. Hier gibt es keinerlei Toleranz", betonte Dr. Klaus Kleinfeld, Vorsitzender des Vorstands der Siemens AG. "Wir setzen auch das Wissen und die Erfahrung externer, unabhängiger Experten ein, um konkrete Verstöße festzustellen sowie mögliche Mängel im Siemens-Regelwerk, den Strukturen oder Prozessen aufzuspüren und mit aller Konsequenz zu beseitigen."
6. Siemens-Skandal: Der Ablauf
Es begann am 15. November 2006: Die Staatsanwaltschaft München I Geschäfts- und Privaträume in München, Erlangen und Österreich. Unterlagen und elektronische Daten wurden in großem Umfang beschlagnahmt. Diese Maßnahmen stehen in Zusammenhang mit Ermittlungen gegen mehrere teils ehemalige, teils aktive Mitarbeiter von Siemens wegen des Verdachts der Untreue, Bestechung und Steuerhinterziehung.
5. Neu bei Siemens: Der Ombudsmann
Zusätzlich zu den bestehenden internen Berichts- und Beschwerdewegen hat Siemens einen neuen Kommunikationsweg über einen externen Ombudsmann eingerichtet. An diese neutrale Stelle können sich Mitarbeiter und Dritte vertrauensvoll und anonym wenden, wenn sie unkorrekte Geschäftspraktiken im Unternehmen beobachtet haben.
4. Daniel Noa nun CCO bei Siemens
Siemens teilte mit, dass Daniel Noa (54) zum 01. Januar 2007 das Amt des Chief Compliance Officers bei Siemens übernommen hat. Verbunden damit wurde das Compliance Office organisatorisch unmittelbar in die Rechtsabteilung eingebettet und somit auch näher an die Abteilung Bilanzrevision gerückt. Dies ermöglicht einen direkteren Zugriff auf alle Ressourcen, die für die Aufklärung relevanter Sachverhalte notwendig sind.
3. Siemens: Exfinanzvorstand im Visier
Wie bereits "Spiegel Online" und "Süddeutsche Zeitung" in ihrer Freitagsausgabe übereinstimmend berichteten, soll die Staatsanwaltschaft nun auch gegen den Ex-Finanzvorstand der Siemens AG, Heinz-Joachim Neubürger, ermitteln. Darauf wie die Nachrichtenagentur ddp hin. Heinz-Joachim Neubürger, der das Unternehmen im April 2006 verlassen hatte, ist nach Thomas Ganswindt der zweite frühere Zentralvorstand, gegen den im Zusammenhang mit der Affäre ermittelt wird.
2. Siemens schützt Wilfried Walisch
Nach Angaben der Siemens AG hat das Unternehmen gegen Rechtsanwalt Wolfgang Kreuzer, der einen Beschuldigten des Schmiergeld-Skandals vertritt, Strafanzeige wegen Verleumdung erhoben. Die Siemens Compliance-Abteilung habe sich korrekt verhalten.
1. Siemens erhält neuen CCO auf Zeit
Wie die Online-Redaktion der Tageszeitung "Welt" am 12. Dezember berichtete, soll ein Oberstaatsanwalt aus Stuttgart neuer Chief Compliance Officer bei Siemens werden. Daniel Noa (54) will als Chef der internen Anti-Korruptions-Abteilung die bisherigen Verhältnisse umkrempeln.
22.11.2006: Durchsuchungen bei Siemens II
Presseerklärung der Staatswaltschaft München I.: "In dem bereits bekannt gegebenen Ermittlungsverfahren betreffend verantwortliche Mitarbeiter der Firma Siemens wurden die am 15. 11. begonnenen Durchsuchungen von Geschäftsräumen der Firma Siemens zwischenzeitlich beendet. Es konnten zwischen 200 und 300 Leitzordner laufende Geschäftsunterlagen, ca. 36.000 Ordner Archivunterlagen sowie umfangreiche Daten gesichert bzw. beschlagnahmt werden, die nunmehr durch das Bayerische Landeskriminalamt ausgewertet werden müssen."
15.11.2006: Durchsuchungen bei Siemens I
Der Tag, an dem Siemens ihre Ehre verlor. Presseerklärung der Staatswaltschaft München I.: "Auf Grund einer anonymen Anzeige sowie von Rechtshilfeersuchen aus der Schweiz und Italien hat die Staatsanwaltschaft München I Ermittlungen gegen insgesamt 10 teils aktive, teils ehemalige Mitarbeiter der Firma Siemens sowie 2 weitere Beteiligte aus deren persönlichem Umfeld wegen des Verdachts der Untreue zum Nachteil der Firma Siemens AG eingeleitet. Nach den bisherigen Erkenntnissen besteht der Verdacht, dass durch diese überwiegend im Bereich der Firmensparte Communications (COM) tätigen Personen seit dem Jahre 2002 bis heute Gelder in Höhe von rund 20 Mio. Euro aus dem Geschäftsbereich der Siemens AG über Tarnfirmen und Off-Shore Gesellschaften und deren Schweizer und liechtensteinischen Konten ausgeschleust wurden. Ob und in welchem Umfang diese Gelder zu Schmiergeldzahlungen verwendet wurden, wird noch zu prüfen sein."
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