IdM mit Higgins und DIX

Statement of the Month: Identitätsmanagement wird auch für Privatanwender populär
Unternehmen werden Higgins wie Web Services einsetzen und in ihre Anwendungen, Webseiten und Dienste integrieren

(20.11.07) - Heutzutage ist es nicht mehr ehernes Gesetz, dass neue Technologien zunächst von Unternehmen adaptiert werden und anschließend ihren Weg in den Massenmarkt finden. VoIP zum Beispiel wurde mit der Verfügbarkeit von DSL im Massenmarkt populär, Unternehmen ziehen hier erst langsam nach, obwohl die notwendigen Technologien für den Unternehmenseinsatz schon lange vorhanden sind. Umgekehrt ist derzeit beim Thema Identitätsmanagement zu beobachten, dass hier eine Technologie, die bei Unternehmen bereits vielfältig genutzt wird, nun auch langsam anfängt in den Massenmarkt vorzudringen. Marina Walser, Director Identity & Security Management bei Novell Central Europe, untersucht, warum Identitätsmanagement (IdM) nun auch für Privatanwender populär wird.

Ursächlich dafür sind die zunehmenden Sicherheitsgefahren bei der Nutzung des Internet und damit einhergehend der Zwang zur eindeutigen Authentifizierung des Anwenders, vor allem bei kommerziellen Transaktionen im Internet. Waren Unternehmen bisher immer schon gezwungen, dafür zu sorgen, dass nur autorisierte Mitarbeiter Zugriff auf Unternehmensdaten erhalten, sehen sich zunehmend auch Privatleute damit konfrontiert, vertrauliche Daten zu schützen und nur gesichert über das Web weiterzugeben.

So haben in den vergangenen Wochen gleich mehrere Initiativen auf sich aufmerksam gemacht, die dem Anwender die Kontrolle über seine privaten Daten "zurück"-geben wollen. "Zurückgeben" deshalb, weil alle Initiativen, die von unabhängigen Gremien ins Leben gerufen worden sind, zum Ziel haben, den Identitätsnachweis ohne Einbeziehung Dritter zu erbringen. Das heißt der Nutzer allein entscheidet, wer, wann, zu welchem Zweck alle oder einen notwendigen Teil seiner privaten Daten erhält – die Passwortsammlung in einer Tabellendatei oder auf Post-it soll damit endlich Vergangenheit werden.

Vorreiter sind auch für den privaten Gebrauch Anbieter, die schon jahrelang Erfahrung mit dem Identitätsmanagement für Unternehmen haben und bewiesen haben, dass sie sensibel mit vertraulichen Daten umgehen. So haben sich zum Beispiel IBM und Novell zusammengefunden, um unter dem Dach der Eclipse Open Source Foundation ein Konzept für eine plattformübergreifende Software zu entwickeln, mit der private Anwender ihre Identität (oder Identitäten) verwalten können. Das sogenannte Projekt "Higgins" soll nicht vorhandene Systeme ersetzen, sondern vielmehr nutzen – das heißt, sich in bestehende Anwendungen, Webseiten und Dienste integrieren.

Higgins wird es beispielsweise einfach machen, mit einem Mausklick die eigene Adresse bei allen Online-Konten gleichzeitig zu aktualisieren, Berechtigungen für den Einblick in die persönliche Patientenakte zu erteilen oder neue Passwörter für das Online Banking zu festzulegen. Unternehmen werden Higgins wie Web Services einsetzen und in ihre Anwendungen, Webseiten und Dienste integrieren.

Eine weitere Initiative im Rahmen der Internet Engineering Task Force (IETF) will ebenfalls den Benutzer wieder ins Zentrum seines Identitätsmanagements stellen. Mit dem Digital Identity Exchange Protocol (DIX) soll die Identifizierung auf Browser-gestützte Anwendungen, wie sie etwa heute schon für Web-Mail-Zugriff im Einsatz ist, auch für andere Internet-Anwendungen nutzbar gemacht werden. Der IETF-Vorschlag steckt noch in den Kinderschuhen, fand jedoch so viel Beachtung, dass er weiterverfolgt wird.

Eine Technologie, die Unternehmen heute schon ein deutliches Plus an Sicherheit und zusätzliche Effizienzgewinne bei der Verwaltung der Nutzer bringt, wird nun also unter Mitwirkung erfahrener Player massentauglich gemacht. Es wird vermutlich nicht mehr lange dauern, bis Identitätsmanagement so populär ist, wie heute per VoIP zu Hause zu telefonieren oder Daten drahtlos vom Wohnzimmer ins Schlafzimmer zu schicken.

Lesen Sie auch:
Alle Beiträge zum "Statement of the Month" in der Übersicht

Novell-Produkt-Berichte:
Provisioning-Modul für Identity Management

Die Studie "Vorteile und Herausforderungen IT-gestützter Compliance-Erfüllung" der Friedrich-Alexander- Universität Erlangen-Nürnberg, Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik III in Zusammenarbeit mit Novell ist hier erhältlich.

Statement of the Month


Lesen Sie auch:
Identitätsmanagement und Ereignis-Überwachung
Moderne IT-Lösungen für Endpoint Security
Mit Sicherkeit (k)ein gutes Gefühl
Sicherheit als Teamaufgabe
GRC: Von der Pflicht zur Kür
Dirigent fürs Rechenzentrum gesucht
Herausforderung digitaler Identitäten
Security Information and Event Management
Freiheit für den Wissensarbeiter
IdM mit Higgins und DIX
Mensch als Unsicherheitsfaktor Nummer 1
IT-Sicherheit und Compliance
Federation ist Vertrauenssache
Identity Management-Einführung
Provisioning und Identitätsmanagement
Compliance: Pflicht oder Kür für den IT-Leiter?
Compliance ist konsequent machbar
Veränderte Vorzeichen: Identität als Service
Access Management und Informationssicherheit
Identitätsmanagement und IT-Sicherheit
Managementsystem für Informationssicherheit
Informationssicherheit und Compliance
SOA-Governance und Identitätsmanagement
Identity Management für Web 2.0
PCI-Sicherheitsstandard erhöht Kaufspaß

Über Novell

Novell, Inc. (Nasdaq: NOVL) bietet Infrastruktur-Software für das Open Enterprise an. Novell ist eines der führenden Unternehmen bei unternehmensweiten Betriebssystemen für Unternehmen auf Basis von Linux und Open Source sowie bei Sicherheits- und System Management Services, die benötigt werden, um heterogene IT-Umgebungen zu betreiben. Novell unterstützt seine Kunden dabei, Kosten, Komplexität und Risiken zu reduzieren, damit sie sich auf Innovation und Wachstum konzentrieren können.

Das Unternehmen mit Hauptsitz in Waltham, Massachussets (USA), beschäftigt weltweit rund 4.700 Mitarbeiter. Seit 1986 ist Novell durch die Novell GmbH in Düsseldorf auch auf dem deutschen Markt vertreten. Von diesem Standort aus werden Vertrieb und Marketing für Deutschland, Österreich und die Schweiz koordiniert.
Niederlassungen befinden sich in Berlin, Frankfurt, München, Nürnberg, Wien, Zürich und Genf.
(Marina Walser: ra)

Novell GmbH
Nördlicher Zubringer 9-11
40470 Düsseldorf
Tel: +49 (0)211 - 56 31 - 0
E-Mail: marketing-services@novell.com

Lesen Sie mehr:
Identitäts-, Sicherheits- und Systemmanagement
Novell Management Services

Weitere ausführliche Informationen über Novell-Lösungen, -Produkte und -Services stehen im Internet zur Verfügung unter
www.novell.com oder www.novell.de

[Abbildung] [Abbildung]


[Dieser Inhalt steht auf mobilen Endgeräten nicht zur Verfügung.]

Skandal: Britische Steuerbehörde verliert Daten | Federation ist Vertrauenssache

Schwerpunkt: Ethik und Compliance im Unternehmen | Events / Veranstaltungen | Stellenanzeigen - Jobsuche | Compliance-Shop | Statement of the Month: Identity Management | Shopping-Portal & Shopping Mall | Newsletter | Impressum | Kontakt | Links | RSS: Compliance-Magazin.de-News Feed abonnieren | RSS: IT SecCity®.de-News Feed abonnieren | Datenschutzerklärung | Geschäftsbedingungen | Wichtiger Hinweis zu Rechtsthemen | Compliance-Magazin für Mobile Devices | Sitemap | Suche