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Vorregistrierung unter REACH

REACH-Compliance: Phase-in-Stoffe präzise erfassen und fristgemäß anmelden - Hersteller und Importeure erhalten standardisierte Vorgehensweise zur Voranmeldung ihrer Stoffe - Lösung arbeitet synchron zu "SAP REACH Compliance"
Um die Phase-in-Stoffe fristgemäß vorregistrieren zu können, müssen sich Unternehmen ein Bild darüber verschaffen, wo welche Mengen der betreffenden Stoffe anfallen

(19.09.07) - Am 1. Juni 2008 setzt die neue europäische Chemikaliengesetzgebung REACH einen ersten Meilenstein: Innerhalb von sechs Monaten müssen dann die in der EU ansässigen Hersteller und Importeure alle Phase-in-Stoffe vorregistrieren, um eine zeitliche Entlastung zu erhalten.

Damit die betroffenen Unternehmen rechtzeitig die komplexen Anforderungen erfüllen können, bietet TechniData ab sofort eine standardisierte Vorgehensweise zur Datenpflege und Prozessimplementierung für die Vorregistrierung unter REACH. Anhand dieser Vorgehensweise bestimmen Unternehmen, welche rechtlichen Einheiten im Unternehmen welche Stoffe vorregistrieren, wie sie die dazu erforderlichen Daten erfassen und in welcher Weise sie die Informationen der EU vorlegen.

TechniData synchronisiert alle Elemente der standardisierten Vorgehensweise mit der laufenden Entwicklung von "SAP REACH Compliance", der SAP-Anwendung für das REACH-bezogene Compliance-Management. Ihr besonderes Augenmerk legen TechniDatas Systemingenieure auf die identische Strukturierung des Stoffdatenmodells und der darin enthaltenen Stoffinformationen. "Auf diese Weise stellen wir gemeinsam mit unseren Partnern bei SAP sicher, dass der Vorregistrierungs- und der Registrierungsprozess dieselbe Sprache sprechen werden", unterstreicht Sven Rüd, Vice President bei TechniData.

Anforderungen und Mehrwert
Die Vorregistrierung ist dem Hauptanmeldeverfahren vorangeschaltet und betrifft die so genannten Phase-in-Stoffe, die bereits auf dem Markt sind. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um Altstoffe (EINECS-Liste) und um bereits in den letzten Jahren hergestellte, jedoch nicht vermarktete Stoffe. Zum 1. Dezember 2008 muss der Europäischen Chemikalienagentur in Helsinki ein Datensatz vorliegen, in dem ein von REACH betroffenes Unternehmen klar stellt, welche Phase-in-Stoffe wann zu registrieren sind.

Der anschließende Registrierungsprozess lässt sich zeitlich bis 2018 staffeln, je nach dem, welche Tonnage eines Stoffes jährlich importiert oder produziert wird und wie hoch die Gefährlichkeit des Stoffes ist. Zusätzlich zur zeitlichen Staffelung bringt die Vorregistrierung den Mehrwert, dass Hersteller und Importeure identischer Stoffe ab Januar 2009 in Stoffaustauschforen Informationen untereinander austauschen können. Auf diese Weise sollen sowohl die Registrierungskosten als auch die erforderlichen Tierversuche minimiert werden.

Standardisierte Vorgehensweise
Um die Phase-in-Stoffe fristgemäß vorregistrieren zu können, müssen sich die Unternehmen ein präzises Bild darüber verschaffen, wo im Unternehmen welche Mengen der betreffenden Stoffe anfallen. TechniDatas standardisierte Vorgehensweise zeigt auf, wie sich das dazu erforderliche Datenmodell aufbauen lässt. Unternehmensspezifisch spiegelt das Datenmodell wider, welche Stoffe in welchen Materialien beziehungsweise Erzeugnissen vorkommen. Zudem lässt sich ableiten, welche Import- und Produktionsprozesse welche Tonnagen hervorbringen.

Sämtliche Stoff-Prozess-Beziehungen bricht TechniDatas standardisierte Vorgehensweise auf die einzelnen rechtlichen Einheiten im Unternehmen herunter. Somit trägt TechniData der REACH-Vorgabe Rechnung, dass nicht ein Unternehmen als Ganzes, sondern jede seiner rechtlichen Einheiten der (Vor-) Registrierungspflicht unterliegt. Die Definition des Stoffdatenmodells folgt der Ausführungsbestimmung des RIP 3.10.

Sobald das Datenmodell und die Liste der Vorregistrierungskandidaten aufgebaut sind, haben SAP-Anwender die Möglichkeit, die gewünschten Stoffmengeninformationen automatisiert aus bestehenden Informationen zu ermitteln. Hierzu steht ihnen mit dem Substance Volume Tracking (SVT) eine Standardkomponente zur Verfügung, die ab dem Release SAP Environment, Health & Safety (SAP EH&S) 2.7b/4.6c ab Mai 2006 ausgeliefert wurde.

Im ersten Schritt ermittelt SVT die im SAP-System vorhandenen Materialbelege. Hierzu zählen insbesondere die Einkaufsbelege und Produktionsaufträge. Aus den darin ausgewiesenen Materialmengen leitetet SVT dann im zweiten Schritt die jeweils enthaltenen Stoffmengen ab. In dieser schnittstellenfreien Analyse von Material-Stoff-Beziehungen liegt ein Alleinstellungsmerkmal von SAP EH&S.

Sind die Stoffmengendaten ermittelt, so können die rechtlichen Einheiten ihre Vorregistrierungsdaten bei der europäischen Chemikalienagentur (ECHA) in Helsinki einreichen. Die elektronische Vorregistrierungsdatei wird sich automatisch aus den zuvor ermittelten Daten erzeugen lassen. Das erforderliche XML-Berichtsformat liefert TechniData aus, sobald die ECHA ihre Anforderungen an die Übergabe der Stoffinformationen veröffentlicht haben wird.
(TechniData: ra)

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