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Der langjährige Korruptionsermittler der Siemens AG, Albrecht Schäfer, muss das Unternehmen verlassen
Siemens-Korruptionsskandal: Büros in Erlangen, Offenbach und Karlsruhe durchsucht worden
(13.08.07) – Dem langjährigen Siemens-Korruptionsermittler Albrecht Schäfer ist in der letzten Woche die Kündigung ausgesprochen worden. Dies berichtete jetzt die Süddeutsche Zeitung (SZ) und stützte sich dabei auf einen Bericht der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Bereits seit zwei Wochen kursierten in den Medien dementsprechende Gerüchte. Schäfer wurde sofort von allen Aufgaben freigestellt.
Bis Ende des letzten Jahres war Schäfer als oberster Korruptionsermittler bei Siemens für die Rechtskonformität seines Unternehmens zuständig. Es verantwortete die Compliance-Abteilung und war zudem für das weltweite Personalwesen des Konzerns verantwortlich. Schäfer war berichtspflichtig an Siemens-Vorstand Jürgen Radomski. Siemens-intern wird Albrecht Schäfer vorgeworfen, den Siemens-Aufsichtsrat nicht rechtzeitig über die Korruptions- und Schmiergeld-Affären informiert zu haben. Besonders Siemens-Aufsichtsratschef Gerhard Cromme sei darüber erbost gewesen.
Die Süddeutsche Zeitung berichtet außerdem von erneuten Durchsuchungen in Zusammenhang mit der Siemens-Schmiergeldaffäre. Die Wuppertaler Staatsanwaltschaft habe mitgeteilt, am Mittwoch und am Donnerstag letzter Woche seien Büros unter anderem in Erlangen, Offenbach und Karlsruhe durchsucht worden. Es gehe dabei um den Verdacht, dass Mitarbeiter von Siemens und Lurgi Lentjes einen Projektmanager der Europäischen Agentur für den Wiederaufbau in Belgrad bestochen haben sollen, um sich einen Auftrag in Höhe 50 Millionen Euro zur Generalüberholung eines Kraftwerks in Belgrad zu sichern.
Der Manager der EU-Agentur habe für seine Gefälligkeit "eine erhebliche Geldsumme und eine Limousine der Oberklasse" erhalten, berichtet die SZ. (Siemens: ra)
Der Siemens-Skandal im Überblick
Cover-Interview: Siemens und die organisierte Kriminalität
Hier lesen Sie alles zum Siemens-Skandal
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