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Welt Online: Politik

Ernährungsbericht 2008: Die Deutschen essen zu viel, zu fett und zu süß

Reichlich Essen auf dem Tisch: Eigentlich eine gute Sache. Doch viele Deutsche essen einfach zu viel. Zwar nimmt auch der Verbrauch von gesunden Speisen zu. Doch der ständige Überfluss hat Folgen: Immer mehr Menschen sind zu dick ? unter den Männern über 35 ist es schon jeder zweite.

Auszeichnung: Peer Steinbrück zum Politiker des Jahres gewählt

Weil er sich für einen ausgeglichenen Bundeshaushalt einsetzt und trotz der Finanzkrise Ruhe bewahrt, hat eine Zeitschrift Bundesfinanzminister Peer Steinbrück zum "Politiker des Jahres" gewählt. Am Donnerstagabend erhält Steinbrück die Auszeichnung. Der Laudator erscheint auf den ersten Blick ungewöhnlich gewählt.

Indien: Zwischenfall auf dem Flughafen von Neu-Delhi

Angst vor neuem Terror: Indien hat eine Warnung vor weiteren Anschlägen herausgegeben. Am Flughafen Neu-Delhi kam es bereits zu einem Zwischenfall. Medien hatten zunächst von einer Schießerei berichtet, die Polizei sprach später von einer "Durchsuchung".

Finanzkrise: Der Bundesrat wird das Konjunkturpaket stoppen

Die vom Bundestag verabschiedeten Maßnahmen zur Ankurbelung der Konjunktur werden den Bundesrat nicht ohne weiteres passieren. Die Finanzminister der Länder haben sich darauf verständigt, dass sie nicht wie geplant den Großteil der Kosten übernehmen wollen. Das Milliarden-Paket ist ein Fall für den Vermittlungsausschuss.

EU-Kommission: Luxus-Kaffeemaschine stößt bei Beamten bitter auf

Kaffeemaschinen, die 5000 Euro kosten ? ein teurer Spaß für die EU-Kommission, die 20 davon gekauft hat. Nachdem ein seltsamer Geschmack aufgefallen war, wurden die Maschinen wegen zu hohem Nickelgehalt aus dem Verkehr gezogen. Das Mitleid für die Beamten hält sich bei vielen in Grenzen.

Studie: Ost- und Westdeutsche sind sich immer noch fremd

Fast 20 Jahre nach der Wiedervereinigung sind sich Ost- und Westdeutsche nur in einer Sache einig ? sie mögen sich nicht. Laut einer Studie wirft Dreiviertel der Bürger in den neuen Ländern der anderen Seite vor, dass man sich zu wenig um die Sorgen und Nöte der Ostdeutschen kümmere. Die Westdeutschen bleiben lieber unter sich.

Bücher: Migranten ? die neue Lese-Mittelschicht

Der Buchmarkt boomt, doch wer dahinter eine wachsende Lesefreude der Deutschen vermutet, täuscht sich. Die Anzahl der gelesenen Bücher ist in den vergangenen acht Jahren gesunken. Besonders bitter: Ein Viertel der Deutschen liest überhaupt keine Bücher. Doch es gibt auch einen Hoffnungsschimmer.

Umfragewerte: Hessen-SPD stürzt bei den Wählern dramatisch ab

Sechs Wochen vor der Landtagswahl in Hessen muss die SPD drastische Stimmverluste hinnehmen. Die Sozialdemokraten verlieren einer Umfrage zufolge im Vergleich zur letzten Landtagswahl über 13 Prozentpunkte. Auch SPD-Spitzenkandidat Schäfer-Gümbel schneidet gegenüber seinem Konkurrenten Koch schlecht ab.

Existenzminimum: Immer weniger Menschen können vom Lohn leben

Der Staat ist nicht nur für krisengeschüttelte Banken der letzte Anker: Immer mehr Bundesbürger brauchen staatliche Zuschüsse, um von ihrem Gehalt leben zu können. Bis zum Juli 2008 stieg die Zahl der Arbeitnehmer mit ergänzendem Arbeitslosengeld II auf 1,35 Millionen. Vor allem Minijobs nehmen zu.

US-Bericht: Anschlag mit Bio- oder Atomwaffen droht bis 2013

Die westlichen Länder sind nicht hinreichend vor Atom- und Bio-Waffen geschützt. Das geht aus einem Bericht hervor, der im US-Kongress vorgestellt wurde. Schon innerhalb der nächsten fünf Jahre könnten Terroristen Massenvernichtungswaffen einsetzen, heißt es darin.

Bundestagsbeschluss: 50-Milliarden-Paket soll die Konjunktur ankurbeln

Der Bundestag hat ein Gesetz zur Umsetzung des Konjunkturpakets der Bundesregierung beschlossen. Union und SPD stimmten für das Maßnahmenbündel, die Opposition geschlossen dagegen. Das insgesamt 50 Milliarden teure Paket wurde als halbherzig und unzureichend kritisiert.

Kommunisten: Was Sahra Wagenknecht für unanständig hält

Sie ist das linke Aushängeschild der Linken, als Wortführerin der Kommunistischen Plattform: Sahra Wagenknecht. In einem neuen Buch über die Finanzkrise rechnet die Kommunistin mit dem Kapitalismus ab. Auf WELT ONLINE spricht Wagenknecht über unanständigen Reichtum, Josef Ackermann und Luxus.

Nach den Protesten: Thailands König sagt seine Rede ans Volk ab

Zum ersten Mal hat der thailändische König Bhumibol auf seine traditionelle Rede am Vortag seines Geburtstags verzichtet. Sein Vater sei "etwas krank", begründete Kronprinz die Absage in letzter Minute. Viele Thailänder hatten angesichts der Regierungskrise mit Spannung auf die Rede gewartet und Weg weisende Worte erhofft.

Urteil: Wer für al-Qaida wirbt, muss ins Gefängnis

Das bundesweit erste Urteil wegen Verbreitung von Gewaltaufrufen des Terrornetzwerks al-Qaida ist rechtskräftig. Der Bundesgerichtshof (BGH) wies in einem Beschluss die Revision eines 38-jährigen Terrorhelfers gegen seine dreijährige Haftstrafe zurück.

Leitkultur-Debatte: Lammert betrachtet Deutsch als kulturelle Identität

Führende Vertreter der CDU halten trotz Kritik an dem Parteitagsbeschluss zur deutschen Sprache als Bestand des Grundgesetzes fest. Die Opposition erhebt massive Vorwürfe gegen die Vision einer deutschen Leitkultur und bezeichnet sie als ausländerfeindlich. Die SPD spricht von einem "deutschtümelnden Irrlauf."

Angst vor Ausbreitung: Cholera-Epidemie ? Simbabwe ruft Notstand aus

550 Tote und 12.000 Infizierte: Das ist momentan der Stand der Cholera-Epidemie in Simbabwe. Die Regierung hat jetzt den nationalen Notstand ausgerufen. Hilfsorganisationen warnen, die Zahl der Infizierten könne auf 60.000 steigen. Die Krankheit greift bereits auf Nachbarländer über.

Technikgeschichte: Als die DDR für kurze Zeit Weltniveau hatte

Wenn es darum ging, der Bundesrepublik die Show zu stehlen, war SED-Chef Walter Ulbricht sofort zur Stelle. Deshalb machte er die Pläne von versierten Flugzeugingenieuren zur Chefsache: Vor 50 Jahren startete in der DDR der erste deutsche Passagierjet. Er durfte nie in Serie gehen.

Indien: Bombay-Attentäter wurde Geld versprochen

Der einzige überlebende Attentäter von Bombay ist angeblich mit dem Versprechen finanzieller Unterstützung für seine Familie angeworben worden. Der 21-Jährige arbeitete als Tagelöhner, bevor er sich einer Terrorgruppe anschloss. Die wählte ihn mit neun weiteren Attentätern für die Angriffe aus.

Kommentar: Obama braucht keine Ja-Sager in seinem Kabinett

Professionell und pragmatisch ? so wirkt die geplante Regierungsmannschaft des designierten US-Präsidenten Obama. Kritiker stören sich an dem Einfluss der Clintons im Kabinett des Demokraten. Eines macht das Schattenkabinett von Obama deutlich: Der designierte Präsident schätzt Widerspruch.

Deutsch ins Grundgesetz: CDU-Kreisverband sorgt für neue Leitkultur-Debatte

Der Antrag, Deutsch als Sprache im Grundgesetz festschreiben zu lassen, wurde in einem Städtchen an der Saar formuliert. Dem örtlichen CDU-Kreisverband geht es dabei offiziell um Integration. Die Resonanz auf den Antrag ist enorm. Während sich Kanzlerin und Vertreter der Opposition ärgern, gibt es in der CSU positive Reaktionen.

DDR-Vergangenheit: Keine höhere Rente für Ex-Stasi-Mitarbeiter

Das Berliner Sozialgericht hat es abgelehnt, die Rentenzahlungen für frühere Mitarbeiter der DDR-Staatssicherheit zu erhöhen. Geklagt hatte die Witwe eines früheren Stasi-Offiziers. Sie wollte als Grundlage der Rentenzahlung das relativ hohe Gehalt ihres Mannes angerechnet bekommen. Das Gericht sah dafür aber keinerlei Grund.

Hebron: Siedler randalieren im Palästinenser-Viertel

In der geteilten Stadt Hebron im Westjordanland liefern sich jüdische Siedler mit der Polizei hartnäckige Auseinandersetzungen. Randalierer tobten im Palästinenser-Viertel, das zur militärischen Sperrzone erklärt wurde. Der eigentliche Konflikt dreht sich um ein Haus, auf das sowohl Palästinenser als auch Juden Besitzansprüche erheben.

Medienkritik: Andrea Ypsilanti fühlt sich ungerecht behandelt

Die hessische SPD-Vorsitzende Andrea Ypsilanti hat den Umgang von Medien mit Politikern kritisiert. Es sei häufig verletzend, wie Medien in die Persönlichkeitsrechte von Politikern eingriffen, sagte Ypsilanti zur Eröffnung des Mainzer Mediendisputs. Frauen würden schnell als "machtgeil" abgestempelt.

Umfrage: Nur jeder dritte weiß, wann der Mauerfall war

Eine Umfrage offenbart große Lücken der Deutschen im Geschichtswissen: An das Datum des Mauerfalls kann sich nur jeder Dritte erinnern. Ebenso wenig bekannt ist das Gründungsjahr der Bundesrepublik. Dafür wissen die meisten, welcher Minister bei seiner Vereidigung Turnschuhe trug.

Kriegswaffen: 100 Staaten ächten die umstrittenen Streubomben

Streubomben gefährden in vielen Ländern das Leben von Millionen Menschen. Sie verteilen große Mengen kleiner Sprengkörper, sogenannte Bomblets, über große Flächen. Die jetzt von mehr als 100 Staaten in Oslo unterzeichnete Konvention soll die heimtückischen Waffen verbieten. Die großen Produzenten bleiben fern.

Zeitgeschichte: Neues Material zeigt Richard Nixons dunkle Seite

In den USA sind fast 200 Stunden an bisher unbekannten Tonbandaufnahmen von Ex-Präsident Richard Nixon veröffentlicht worden. Jetzt kann man sich anhören, wie Nixon Bombardierungen während des Vietnamkriegs plant, seinen Vizepräsidenten beschimpft und überall im Land Feinde wittert.

Union und SPD einig: Das BKA-Gesetz ist entschärft, aber nicht harmlos

Mit dem neuen BKA-Gesetz wird dem Bundeskriminalamt erstmals die Aufgabe der Terrorprävention zugewiesen. So sollen bundesweite Rasterfahndungen, heimliche Online-Durchsuchungen privater Computer, die Überwachung der Telekommunikation und die Ortung von Mobilfunkgeräten ermöglicht werden.

Anschläge von Bombay: Pakistan will keine Terrorverdächtigen ausliefern

Wegen der Terrorwelle von Bombay gibt es weiter Spannungen zwischen Indien und Pakistan. Der pakistanische Präsident erklärte, man werde keine Verdächtigen nach Indien ausliefern. Zudem zweifelte er Indiens Angaben über den einzig festgenommenen Terroristen an. US-Außenministerin Rice versucht vor Ort zu vermitteln.

Kommentar: Die Hisbollah sollte schleunigst verboten werden

Sie gilt als extremistisch und betreibt "anschlagsfähige Netzwerke": die radikalislamische Gruppierung Hisbollah. Mit Geldern aus dem Iran schürt sie eine Hasspropaganda und finanziert Anschläge gegen Israel. Jetzt wurde ihr TV-Sender Al-Manar in Deutschland verboten. Die Hisbollah jedoch nicht.

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