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Welt Online: Wirtschaft

Existenzkrise: US-Autokonzerne benötigen bis zu 125 Milliarden

Hartes Ringen um das Rettungspaket für die US-Autobranche: Die angeschlagenen Konzerne wollen endlich in sparsame Modelle investieren, GM und Chrysler sind sogar bereit zu einer Fusion. Doch viele Politiker zeigen sich ablehnend. Denn ein Experte präsentierte ihnen erschreckende Zahlen.

Finanzkrise: Warum das Konjunkturprogramm kaum was bringt

Der Bundestag hat im Zuge der Finanzkrise ein Sammelsurium an Maßnahmen beschlossen. Mit vielen Milliarden Euro sollen Wachstum und Beschäftigung in Deutschland gesichert werden. Doch die Wirksamkeit ist hoch umstritten. WELT ONLINE hat das Aktionsbündel unter die Lupe genommen.

Verkehrsprojekte: Deutschlands Infrastruktur profitiert von der Krise

Verkehrsminister Tiefensee erhält für seinen Etat bis 2010 plötzlich zwei Milliarden Euro mehr als ursprünglich geplant. Davon sollen neue Straßen gebaut, Bahnhöfe und Häfen saniert sowie Schienen verlegt werden. Der SPD-Politiker spricht von einem "Arbeitsplatzprogramm Bauen und Verkehr".

Konsumentenstimmung: Woran deutsche Verbraucher am liebsten sparen

Jeder zweite Bürger beklagt das Absinken seines Lebensstandards, jeder fünfte sieht seinen Job bedroht. Die Deutschen ziehen Konsequenzen aus der Lage und schränken ihren Konsum ein. Eine Studie zeigt, worauf die Verbraucher verzichten wollen. Der Krise zum Trotz bleiben die Autoren der Studie optimistisch.

Autobauer: Opel will bei den Löhnen der Mitarbeiter sparen

Der Autokonzern Opel erwägt kürzere Arbeitszeiten für seine Mitarbeiter ? ohne Lohnausgleich. Die Produktion des Opel Astra im Werk Bochum soll 2009 mit geringeren Stückzahlen anlaufen. Der Betriebsrat kündigt Widerstand gegen den möglichen Ausfall der Nachtschicht an.

Strategie: Handelskonzern Arcandor wird nicht zerschlagen

Der neue Großaktionär Sal. Oppenheim will an der Struktur von Arcandor mit den Warenhäusern, Versandhandel und dem Reisegeschäft festhalten. Damit begrenzt Sal. Oppenheim den Spielraum für den neuen Vorstandschef Karl-Gerhard Eick ein, der im März kommenden Jahres antritt.

Stütze: Millionen US-Bürger beziehen Lebensmittelmarken

Die Amerikaner verarmen: Mehr als 30 Millionen US-Bürger bekommen mittlerweile staatliche Lebensmittelhilfe. Damit ist jeder zehnte Bürger auf Stütze angewiesen. So viele Bedürftige gab es noch nie seit Start des Ernährungsprogramms. Schuld ist die Finanzkrise. Experten rechnen damit, dass die Zahl weiter steigt.

Wohlstand: Wo in Deutschland die meisten Reichen wohnen

Arm und reich sind in Deutschland ungleich verteilt. Die Konsumforscher der GfK GeoMarketing haben untersucht, wie viel Geld die Haushalte jeden Monat zur Verfügung haben. WELT ONLINE stellt exklusiv die Ergebnisse für die Städte und Landkreise vor. Der Wohlstandsvergleich birgt einige Überraschungen.

Branchen: Chemie stellt sich auf härtere Zeiten ein

Erstmals seit sieben Jahren rechnet die Chemiebranche mit leichten Produktionsrückgängen. Die Unternehmen können schnell reagieren und die Produktion zurückfahren. Im Gegensatz zu anderen Branchen gibt es aber bislang weder Liquiditätsschwierigkeiten oder Entlassungsankündigungen.

US-Autobranche: GM-Chef bereut den Bau der großen Spritfresser

General-Motors-Chef Rick Wagoner übt sich in Demut: Vor dem US-Kongress hat er jetzt eingeräumt, den Trend zu spritsparenden Autos verschlafen zu haben. Nun soll die Regierung diesen Fehler glattbügeln: Bis Januar benötigt der Konzern vier Milliarden Dollar, sonst droht die Pleite.

Wirtschaftsförderung: Sarkozy gibt 26 Milliarden für Konjunktur aus

Frankreichs Regierung plant ein milliardenschweres Hilfspaket zur Ankurbelung der Wirtschaft. Das meiste Geld wird für Infrastruktur ausgegeben. Aber mit dabei sind auch eine Verschrottungsprämie für Altfahrzeuge und die in Deutschland heftig umstrittenen Konsumgutscheine.

Unterhaltungselektronik: Philips warnt vor Gewinneinbruch

In Erwartung zunehmender Belastungen hat der Elektronikkonzern Philips eine Gewinnwarnung für das vierte Quartal herausgegeben. Auf den Märkten für Unterhaltungselektronik und Automobilzubehör geht es dramatisch bergab. Konzernchef Kleisterlee hält den Abschwung für historisch beispiellos.

Obamas Plan: US-Rettungspaket soll Hausbesitzern helfen

700 Milliarden US-Dollar ? mit dem Geld will der künftige US-Präsident Barack Obama nicht allein Banken vor der Pleite bewahren. US-Bürger, die ihre Kreditraten für das eigene Haus nicht mehr bezahlen können, sollen ebenfalls Hilfe aus der Staatskasse bekommen. Großbritanniens Premier Gordon Brown hat Ähnliches vor.

Arcandor: Middelhoff ? der Strahlemann ist gescheitert

Thomas Middelhoff wollte das Unmögliche erreichen und den kriselnden Handelsriesen Arcandor retten. Bis zuletzt gab er sich optimistisch, jetzt wird er abgelöst. Großaktionärin Schickedanz hat das Vertrauen in ihren einstigen Schützling verloren. Er geht als Buhmann ? und trägt das Stigma des Schaumschlägers.

Banken: Credit Suisse entlässt 5300 Mitarbeiter

Die Schweizer Großbank Credit Suisse hat weitere Milliarden-Verluste zugegeben. Das Unternehmen reagiert mit einem drastischen Abbau von Arbeitsplätzen. Jeder zehnte Mitarbeiter, darunter zahlreiche Investmentbanker, muss gehen. Auch die Bank-Chefs üben sich nun in Verzicht.

Versicherer: Talanx macht Milliardenverlust bei Aktien

Der Gewinn des drittgrößten deutschen Versicherungskonzerns Talanx bricht um 93 Prozent ein. Aktiengeschäfte belasten das Unternehmen aus Hannover. Hauptproblem: Die Hannover Rück, an der Talanx beteiligt ist, investierte Kapital in Wertpapiere ? ohne sich gegen Verluste abzusichern.

Wirtschaftskrise: Software-Hersteller Adobe streicht 600 Jobs

Der US-Konzern Adobe (Acrobat Reader, Photoshop) rechnet wegen der schwachen Wirtschaft im Jahr 2009 mit geringeren Umsätzen. Adobe reagiert mit drastischen Einschnitten: Etwa acht Prozent der Arbeitsplätze sollen wegfallen. Die Aktie des Software-Herstellers gibt angesichts der Aussichten nach.

Studie: Schlechtes Urteil für deutsche Restaurantketten

Schlechtes Essen, inkompetentes Personal: Um die Qualität in deutschen Restaurantketten steht es nicht besonders gut, wie Tester im Rahmen einer Studie herausgefunden haben. Zum Beispiel die Speisen: Manche Mahle waren kaum genießbar. Und die Tester fanden darin Dinge, die nicht ins Essen gehören.

Übernahme: Lufthansa will Austrian Airlines ganz kaufen

Die Übernahme der Austrian Airlines (AUA) durch die Lufthansa rückt näher. Gelingt der Deal, entstünde gemessen an der Zahl der Passagiere die größte europäische Airline. Der Aufsichtsrat der Lufthansa stimmt dem Plan zu, die österreichische Fluggesellschaft komplett zu übernehmen.

Zuschuss für Käufer: Opel-Chef setzt auf Schrottprämie für alte Autos

Der Chef des kriselnden Autobauers Opel, Hans Demant, schlägt eine Verschrottungsprämie vor. Wer einen Neuwagen kauft, soll Geld für sein altes Auto bekommen ? wenn es älter als zehn Jahre ist. Die Gespräche mit Opel über Staatshilfe sind auf ?gutem Weg", wie Hessens Ministerpräsident Koch sagt.

ProSiebenSat1: Gericht bestätigt Übernahmeverbot für Springer

Die Übernahme der Sendergruppe ProSiebenSat.1 durch den Medienkonzern Axel Springer ist laut einem Gerichtsurteil zurecht gestoppt worden. Fast drei Jahre nach Verbot der Übernahme schloss sich das Oberlandesgericht Düsseldorf der Ansicht des Kartellamts an.

Karstadt-Konzern: Telekom-Manager löst Middelhoff bei Arcandor ab

Telekom-Finanzvorstand Karl-Gerhard Eick wechselt den Job ? er fängt beim Handelskonzern Arcandor an. Eick wird zum 1. März bei der Telekom ausscheiden. Der Finanzfachmann löst Thomas Middelhoff ab, der offenbar das Vertrauen der Arcandor-Großaktionäre verspielt hat.

Automobilbau: General Motors will weitere 31.500 Stellen streichen

Die Lage der US-Autohersteller ist noch schlimmer als bislang bekannt. Die Verkäufe der drei großen US-Autobauer gehen dramatisch zurück. Gewerkschafter fürchten das Aus für GM noch vor Weihnachten. Die Firmenchefs bitten die Politik um 34 Milliarden Dollar ? bislang waren maximal 25 Milliarden im Gespräch.

Firmenimperium: Milliardär Merckle macht Banken Zugeständnisse

Die Gespräche zwischen den Banken und dem Unternehmer und Milliardär Adolf Merckle um eine finanzielle Lösung für sein Firmenimperium ziehen sich in die Länge. Merckle hat den Finanzinstituten offenbar aber Zugeständnisse gemacht. Er will sein Lebenswerk in letzter Minute retten.

Drastischer Kursverfall: Infineon ? der erste Pennystock im Dax

Trotz gestiegener Umsätze häuft der Chiphersteller Infineon immer neue Verluste an. Jetzt hat das Unternehmen auch noch traurige Börsengeschichte geschrieben. Der Kurs fiel zeitweise unter die Marke von einem Euro. Infineon ist damit der erste Pennystock im renommierten deutschen Börsensegment.

Finanzkrise: Deutschland streitet mit EU um Commerzbank-Hilfe

Um die Milliardenhilfe für die Commerzbank entbrennt ein Streit zwischen Bundesregierung und EU. Für Bundeswirtschaftsminister Glos und Bundesfinanzminister Steinbrück arbeitet die EU-Kommission zu langsam. Von Behinderung ist die Rede. Die Brüsseler Behörde keilt jetzt zurück.

Absatzkrise: Deutsche Autobranche auf ungebremster Talfahrt

Schlechte Nachrichten für die deutsche Autoindustrie: Die Autobauer rechnen für das kommende Jahr mit den schwächsten Verkaufszahlen seit der Wiedervereinigung. Auch im laufenden Geschäftsjahr sieht es nicht rosig aus. Aber in der Absatzkrise gibt es auch Gewinner.

Kampf gegen Rezession: Union und SPD streiten um erneute Konjunkturhilfe

Kaum ist das erste Konjunkturpaket auf dem Weg, fürchten Politiker schon, es könne nicht reichen. Die Wirtschaftsexperten Lauterbach und Bofinger schlagen zur weiteren Ankurbelung der Konjunktur die Ausgabe von Konsumschecks an die Bevölkerung vor. Das sorgt für viel Unruhe in der Koalition.

Landesbanken: BayernLB erhöht Verlust auf 1,67 Milliarden Euro

Die schwer angeschlagene BayernLB ist im dritten Quartal 2008 tief in die roten Zahlen gerutscht. Allein im abgelaufenen Quartal sind eine weitere Milliarde Verluste aufgelaufen. Erst vor wenigen Tagen hat der Freistaat Bayern beschlossen, die Bank mit zehn Milliarden Euro Steuergeldern zu stützen.

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