(03.05.07) – Wie bereits vermutet, wird der neue Siemens-Aufsichtsratsvorsitzende Gerhard Cromme drei seiner derzeit neun Aufsichtsratsmandate niederlegen. So wird Cromme seine Aufsichtsratsmandate bei der Deutschen Lufthansa, beim größten deutschen Energiekonzern E.ON und bei der französischen Bank BNP Paribas zum 1. Juli niederlegen. Dies habe Cromme dem Allianz-Aufsichtsrat mitgeteilt, berichtete der Allianz-Aufsichtsratsvorsitzende Henning Schulte-Noelle auf der Hauptversammlung des Versicherers am 2. Mai.
Cromme ist derzeit Aufsichtsratsvorsitzender der Siemens AG und des Stahlkonzerns ThyssenKrupp. Bis auf weiteres bleibt er weiter in den Aufsichtsräten von Allianz, Axel Springer sowie den französischen Unternehmen Saint Gobain und Suez.
Außerdem bekleidet Cromme den Vorsitz der Corporate-Governance-Kommission der Bundesregierung. Sie ist für die Erarbeitung von Richtlinien für transparente Unternehmensführung zuständig.
Weiterhin unklar ist, ob Cromme als Aufsichtsratschef der Siemens AG weiterhin Leiter des Siemens-Prüfungsausschusses bleiben kann. Sowohl die deutsche Corporate-Governance-Kommission als auch die US-Börsenaufsicht SEC empfehlen grundsätzlich eine Trennung beider Ämter. Wie das Handelsblatt aus Crommes Umfeld erfahren haben will, werde Siemens eine Stellungnahme der SEC einholen, um Cromme zumindest für eine Übergangszeit in einer Doppelfunktion als Aufsichtsratschef und Leiter des Prüfungsausschusses in den eigenen Reihen zu wissen.
Cromme hatte Heinrich von Pierer als Aufsichtsratschef abgelöst, nachdem dieser über die Siemens-Schmiergeldaffäre ins Straucheln geraten war.
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(Handelsblatt, ddp, Siemens: ra)
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Legt drei Aufsichtsratsmandate nieder: Gerhard Cromme nimmt Siemens-Job ernst, Bild: Siemens
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