Siemens-Chef erhält Vertrag bis 2012

Der Vertrag mit dem Siemens-Vorstandsvorsitzenden Dr. Klaus Kleinfeld wird noch im April bis 2012 verlängert
Wermutstropfen für Kleinfeld: Die Befürworter einer so genannten Abfindungsklausel haben sich bei den Vertragsgesprächen durchgesetzt


11.04.07) – Siemens regelt im April offensichtlich ihre Top-Personalia. Nach einem Bericht der Süddeutschen Zeitung (SZ) wird der Vertrag mit dem Vorstandsvorsitzenden Dr. Klaus Kleinfeld noch in diesem Monat nun doch bis 2012 verlängert. Bereits Anfang März hat die SZ gemutmaßt, dass es zu einer vorzeitigen Vertragsverlängerung kommen würde.
Aufgrund des Korruptionsskandals und der Kartellvergehen stand dieser Vertrag allerdings doch auf der Kippe. Wie die Süddeutsche Zeitung weiter berichtet, sei die Vertragsverlängerung das Ergebnis von Gesprächen entscheidender Mitglieder des Kontrollgremiums mit Aufsichtsratschef Heinrich von Pierer.

Laut SZ wurde in den Vertrag eine modifizierte Abfindungsregelung aufgenommen, die im Fall eines vorzeitigen Ausscheidens von Kleinfeld dessen Abfindung begrenzt. Die Auszahlung des neuen Vertrages solle dann gestoppt werden. Damit haben sich, so die SZ, die Befürworter einer so genannten Abfindungsklausel bei den Vertragsgesprächen durchgesetzt. Dem Aufsichtsrat erschien eine solche Vorsichtsmaßnahme sinnvoll, da offenkundig davon ausgegangen wird, dass in der derzeitigen Krise, in der sich Siemens befindet, wohl alles möglich sein kann: Eben auch ein vorzeitiges Ausscheiden von Kleinfeld – aus welchen Gründen auch immer.

Bereits auf seiner nächsten Sitzung am 25. April will der Aufsichtsrat den Angaben zufolge das Thema Kleinfeld-Vertrag abschließen. Die vorzeitige Verlängerung des noch bis September laufenden Kontrakts sei nach Angaben aus Konzernkreisen ursprünglich schon für Ende 2006 vorgesehen gewesen, wegen des Korruptionsskandals jedoch verschoben worden.

Ob sich die Personalie von Pierer ebenfalls noch im April wird regeln lassen, muss abgewartet werden. Offenkundig geht es auch hier in eine entscheidende Phase:
Siehe: Muss Heinrich von Pierer seinen Posten als Aufsichtsratschef niederlegen?

Hier lesen Sie alles zum Siemens-Skandal
(Siemens: SZ: ddp: ra)






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