Sie sind hier: Home » Markt » Hintergrund

SEPA-Compliance im europäischen Zahlungsverkehr


Es lohnt sich deshalb, die SEPA-Umstellung frühzeitig, systematisch und stufenweise zu planen
SEPA kann bereits erste Konsequenzen für die betriebliche Praxis haben, etwa in Sachen Stammdatenpflege vor allem für die neuen EU-Länder


(15.07.08) - Schon heute können Unternehmen SEPA-Überweisungen in Länder der europäischen Union, einschließlich Schweiz, Norwegen Island und Liechtenstein abwickeln. Dadurch lassen sich Zahlungen zu Inlandskonditionen innerhalb von maximal drei Werktagen zustellen - auch über den bisherigen Höchstbetrag von 50.000 Euro hinweg. Mit der SEPA-Lastschrift wird es zukünftig möglich sein, Geldforderungen in ganz Europa einzuziehen. Hier besteht allerdings in den beteiligten Ländern noch Regelungsbedarf, so dass sie frühestens Ende 2009 europaweit zur Verfügung stehen wird.

SEPA kann bereits erste Konsequenzen für die betriebliche Praxis haben, etwa in Sachen Stammdatenpflege vor allem für die neuen EU-Länder. "Es lohnt sich deshalb, die SEPA-Umstellung frühzeitig, systematisch und stufenweise zu planen", empfiehlt BVBC-Experte Uwe Jüttner.

Eine besondere Rolle fällt hierbei Fachkräften des Finanz- und Rechnungswesens zu. Sie sollten sich frühzeitig mit den SEPA-Anforderungen vertraut machen, um die Umstellung maßgeblich zu koordinieren und ihr Wissen dann an Kollegen weitergeben zu können.

Schon jetzt die richtigen Schritte einleiten
Der Startschuss für einen einheitlichen europäischen Zahlungsverkehr ist erfolgt. Firmen sollten systematisch ihre internen Voraussetzungen für SEPA prüfen, um Vorteile gezielt zu nutzen. Der BVBC nennt wichtige Punkte, die schon heute relevant sind.

1. Zahlungsströme analysieren: Die Disposition grenzüberschreitender Zahlungen über Auslandskonten ist sehr zeit- und kostenintensiv. Je mehr Geschäftskontakte ins europäische Ausland bestehen, desto früher rechnet sich eine Umstellung auf SEPA.

2. Umstellung synchronisieren: Ein europäischer Inlandszahlungsverkehr erfordert einheitliche Formate, Formulare und Vordrucke bei Absender und Empfänger. Eine SEPA-Umstellung sollte frühzeitig mit wichtigen Lieferanten und Kunden abgestimmt werden.

3. Software prüfen: Nicht alle mit dem Finanz- und Rechnungswesen in Verbindung stehende Programme sind für SEPA geeignet. Bei Neuanschaffungen und Erweiterungen im IT-Bereich sollte bereits die Eignung für SEPA berücksichtigt werden.
(BVBC: ra)

Lesen Sie auch:
SEPA und Gläubiger-Identifikationsnummer
SEPA - Europaweit einheitlich bezahlen
Wenig SEPA-Kenntnisse in Unternehmen
Was bedeutet SEPA für Unternehmen?
SEPA-Gesetzesinitiative im Januar 2008
Was will SEPA?
MiFID II-Repetitorium: Fit für MiFID und SEPA

Weitere Informationen:
Was ist SEPA


Kostenloser Compliance-Newsletter
Ihr Compliance-Magazin.de-Newsletter hier >>>>>>


Meldungen: Markt / Hintergrund

  • Vier Fragen rund um ESG

    Deutschland - so will es die Bundesregierung - soll ein führender Sustainable-Finance-Standort werden. Eine Schlüsselrolle bei der Transformation zur nachhaltigen Wirtschaft nimmt dabei der Mittelstand ein. Denn längst haben sich die ESG-Kriterien von der reinen Anlagestrategie der Kapitalmarkt-Elite zum entscheidenden Faktor für Geschäftsentscheidungen und die Unternehmensausrichtung entwickelt.

  • Konjunkturelle Entwicklung im Zeichen des Krieges

    Der russische Angriffskrieg in der Ukraine führt nicht nur zu unvorstellbarem Leid aufseiten der ukrainischen Zivilbevölkerung, er hat auch massive Auswirkungen auf die europäische und deutsche Wirtschaft. Zu Recht hat Bundeskanzler Olaf Scholz bereits wenige Tage nach Kriegsausbruch das Wort Zeitenwende benutzt, um die mit dem Krieg in Europa einhergehenden Konsequenzen zu umschreiben. Stand heute ist weder ein Ende des Krieges absehbar noch erkennbar, welche Szenarien oder Eskalationen noch eintreten können. Diese Unsicherheit belastet die Wirtschaft zusehends.

  • Meldung rechtswidriger Inhalte

    Morddrohungen, Beleidigungen, Volksverhetzung: Hass und Hetze haben im Netz ein erschreckendes Ausmaß angenommen. Sie vergiften das gesellschaftliche Klima, unterdrücken die Meinungsfreiheit und gefährden die Demokratie. Deutschland hat mit dem im Oktober 2017 in Kraft getretenen Netzwerkdurchsetzungsgesetz (NetzDG) reagiert. Hiernach müssen soziale Netzwerke rechtswidrige Inhalte zeitnah löschen (§ 3 NetzDG) und seit 1. Februar 2022 beim Bundeskriminalamt (BKA) melden (§ 3a NetzDG).

  • Wie IT-Forensik die Demokratie schützt

    Eine Demokratie bietet den Menschen, die in ihr leben, viele Rechte und Freiheiten. Diese zu garantieren und zu schützen, ist Aufgabe des Staates. Exterro erläutert, wie digitalforensische Untersuchungen von Datenträgern, IT-Systemen und Kommunikationsverbindungen dabei helfen.

  • Hinter den Kulissen: Was Ransomware kostet

    Die Sicherheitsforscher von Check Point Research (CPR geben neue Einblicke in die Ransomware-Ökonomie, nachdem die Leaks der Conti-Gruppe und verschiedene Datensätze von Ransomware-Opfern weiter analysiert wurden. Das gezahlte Lösegeld ist nur ein kleiner Teil der tatsächlichen Kosten eines Ransomware-Angriffs für das Opfer, denn CPR schätzt die Gesamtkosten auf das Siebenfache. Die Cyberkriminellen verlangen eine Summe, die sich am Jahresumsatz des Opfers orientiert und zwischen 0,7 und fünf Prozent liegt.

Wir verwenden Cookies um unsere Website zu optimieren und Ihnen das bestmögliche Online-Erlebnis zu bieten. Mit dem Klick auf "Alle akzeptieren" erklären Sie sich damit einverstanden. Erweiterte Einstellungen