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Compliance-Management-Lehrgang


"Compliance-Management - Schriftlicher Management-Lehrgang in 10 Lektionen"
Von kapatialmarktrechtlicher Compliance über IT-Compliance bis zum Aufbau einer Compliance-Abteilung


(27.11.06) - Die Euroforum Deutschland veranstaltet vom 16.02.2007 bis zum 20.04.2007 eine Schulung zum Thema Compliance-Management. Der schriftliche Lehrgang umfasst zehn Lektionen.

Die Inhalte im Überblick
Lektion 1: Kapitalmarktrechtliche Compliance I
>> Kurze Entstehungsgeschichte: vom Sarbanes Oxley Act bis zum Transparenzrichtlinien-Umsetzungsgesetz
>> Internationale Bezüge und EU-Recht
>> Insiderrecht
>> Ad-hoc Publizität
>> Directors’ Dealings
>> Insiderverzeichnisse
>> Jährliches Dokument nach § 10 WpPG
>> Weitere Zulassungsfolgepflichten für börsennotierte Gesellschaften
Elisabeth Roegele, M.B.L.-HSG, Referatsleiterin Bereich Wertpapieraufsicht, Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, ab 01.12.2006 Chefsyndikus DekaBank, und
Dr. Mirko Sickinger, LL.M., Rechtsanwalt und Partner, Heuking, Kühn, Lüer, Wojtek

Lektion 2: Kapitalmarktrechtliche Compliance II
>> Marktmanipulation
>> Stimmrechtsmitteilungen
>> Fallbezogene kapitalmarktrechtliche Compliance
>> Public und private M&A-Transaktionen
>> Börsengänge und Kapitalmaßnahmen
>> Erwerb eigener Aktien
>> Hauptversammlung
Dr. Mirko Sickinger, LL.M., und
Dr. Thorsten Kuthe, Rechtsanwälte und Partner, Heuking, Kühn, Lüer, Wojtek

Lektion 3: Compliance aus Sicht des Abschlussprüfers
>> Einrichtung eines wirksamen Internen Kontrollsystems
>> Vermeidung von Unrichtigkeiten und Verstößen
>> Beurteilung der Fortführung der Unternehmenstätigkeit
>> Lagebericht und Risikoberichterstattung
>> Einrichtung eines Risikofrüherkennungssystems
>> Einhaltung des Deutschen Corporate Governance Kodexes
>> Verschärfte Anforderungen aufgrund des Sarbanes Oxley Act
Joerg Schoberth, Wirtschaftsprüfer, Steuerberater und Partner, RSM Hemmelrath GmbH

Lektion 4: Steuern und Compliance/Tax-Compliance
>> Steuerliche Rahmenbedingungen der Unternehmensleitung
>> Steuerstrafrecht/Steuerordnungswidrigkeitenrecht/Steuerhaftungsrecht im steuerlichen day to day-business
>> Interne Kontrollsysteme zur Steuerung von Tax-Complianceprozessen
>> Aufbau eines Compliance-Managementsystems zur Steuerplanung
>> Verrechnungspreisdokumentation als Aufgabe und Chance des Managements
>> Digitale steuerliche Außenprüfung
Dr. Ladislava Klein, Steuerberaterin und Partnerin, und
Uwe Demel, Steuerberater und Partner, KPMG Deutsche Treuhand-Gesellschaft AG

Lektion 5: IT-Compliance
>> Auswahl und Implementierung einer Compliance-Software
>> Grundsätze ordnungsmäßiger DV-gestützter Buchführungssysteme
>> Dokumentationspflichten in IT-Systemen nach HGB und GoBS
>> Compliance-konforme Speicherlösungen für Dokumente und Daten
>> Datenzugriff der Finanzbehörden bei der Betriebsprüfung: (GDPdU) Anforderungen an die Unternehmenssoftware
>> Sarbanes Oxley Act & Basel II: Internationale Dokumentationspflicht und Konsequenzen für deutsche Unternehmen
>> Haftung der Unternehmensführung bei Verstoß gegen IT-Compliance-Anforderungen
Klaus M. Brisch, LL.M., Rechtsanwalt und Partner, Rechtsanwälte Graf von Westphalen

Lektion 6: Compliance in der arbeitsrechtlichen Praxis
>> HR-Management und Compliance
>> Arbeitsrechtliche Grundlagen und vorbeugender Regelungsbedarf für Compliance
>> Arbeitgeberseitige Organisationspflichten zur Verhinderung von Diskriminierungen
>> Auswirkungen des Gleichbehandlungsgesetzes
>> Compliance- und Ethikregeln als Inhalt des Arbeitsverhältnisses
>> Mitbestimmungsrechtliche Durchsetzung von Compliance- und Ethikregeln
>> Verhalten bei Diskriminierungsklagen
Prof. Dr. Martin J. Reufels, Rechtsanwalt und Partner, Heuking, Kühn, Lüer, Wojtek, Professur für Internationales Wirtschaftsrecht, Europafachhochschule Fresenius

Lektion 7: Kartell- und Beihilferecht-Compliance
>> Risiken der Nichtbeachtung des Kartellrechts
>> Bedeutung für die Unternehmenskultur
>> Kontakte mit Wettbewerbern
>> Kontakte mit Kunden und Lieferanten
>> M&A-Situationen
>> Öffentliche Gelder
Martina Maier, Rechtsanwältin und Partnerin, Howrey LLP

Lektion 8: Corporate Compliance als zentrales Element wertorientierter Unternehmensorganisation
>> Corporate Compliance: Begriff und Funktion
>> Gesellschaftsrechtliche Legalitäts- und Organisationsverantwortung
>> Ausstrahlungswirkungen des Deutschen Corporate Governance Kodexes
>> Auswirkungen öffentlich-rechtlicher Anforderungen an die Unternehmensorganisation
>> Legalitäts- und Organisationsverantwortung im Konzern
>> Sanktionen bei Rechtsverstößen auf Geschäftsleitungs- und Unternehmensebene
>> Zusammenspiel von Corporate Compliance, Risikomanagement und Internem Kontrollsystem
Jürgen Bürkle, Rechtsanwalt und Hauptabteilungsleiter Recht, Stuttgarter Versicherungen

Lektion 9: Der Aufbau einer Compliance-Abteilung/Die Einsetzung eines Compliance Officers
>> Compliance-Organisation in Abhängigkeit von der Unternehmensorganisation
>> Einsetzung eines oder mehrerer Compliance Officer(s) und entsprechender Kontrollgremien/Compliance Committees
>> Anforderungen an die Funktion des Compliance Officers
>> Aufgabe und Verantwortung des Compliance Committees/Compliance Officers
>> Überwachung des Compliance Committees/Compliance Officers
Dr. Andreas Juhnke, Rechtsanwalt und Head of Law & Patents, Bayer Business Services GmbH

Lektion 10: Compliance zur Verhinderung von Wirtschaftsstraftaten
>> Einfluss von Compliance auf das Strafrecht
>> Compliance-Regeln als Beschreibung von Pflichtenstellungen: Problem der Selbstbindung
>> Strafbarkeit von Compliance Officern
>> Fehlen von Compliance-Regelungen als Organisationsdelikt
>> Strafrechtlich wirksame Umsetzung von Compliance-Regeln
>> Spezielle Felder: Korruption; Produkthaftung; Geldwäsche; Insider
>> Finanzielle Konsequenzen: Bußgelder, Einziehung und Verfall
Dr. Jürgen Wessing, Rechtsanwalt und Partner, Wessing Rechtsanwälte

Preis: Der Preis für den Lehrgang beträgt 1649,00 Euro zzgl. MwSt pro Person. (Euroforum: ra)


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Meldungen: Markt-Nachrichten

  • Tausende Briefkastengesellschaften vorgehalten

    Seit drei Jahren ermittelt das Bundeskriminalamt im Auftrag der Staatsanwaltschaft München I wegen des Verdachts der Geldwäsche gegen insgesamt drei Beschuldigte. Ab 18.02.2019 erfolgte die gleichzeitige Beschlagnahme von vier Immobilien in Schwalbach am Taunus, Nürnberg, Regensburg und Mühldorf am Inn im Gesamtwert von rund 40 Millionen Euro. Daneben wurde ein Konto bei einer Bank in Lettland mit einem erwarteten Guthaben in Höhe von ca. 1,2 Millionen Euro beschlagnahmt, welches aus der Veräußerung einer weiteren Immobilie in Chemnitz herrührt. Zusätzlich wurde die vorläufige Sicherung von Kontoguthaben bei diversen Banken in Deutschland auf der Grundlage von Vermögensarresten in Höhe von ca. 6,7 Millionen Euro bei zwei beteiligten Immobiliengesellschaften in Deutschland veranlasst.

  • Korruption: Dunkelfeld weiterhin sehr groß

    Das Bundeskriminalamt (BKA) hat 2017 einen Rückgang der Korruptionsstraftaten registriert. Wie aus dem veröffentlichten Bundeslagebild Korruption hervorgeht, nahm die Zahl dieser Straftaten im Vergleich zum Vorjahr um 25 Prozent auf 4.894 ab. Damit wurde 2017 die niedrigste Anzahl von Korruptionsstraftaten seit fünf Jahren gemeldet. Das BKA führt diese Entwicklung unter anderem auf etablierte Compliance-Strukturen in Unternehmen und Behörden sowie auf die damit verbundene Sensibilisierung der Mitarbeiter zurück. Einen Grund zur Entwarnung liefern die Zahlen indes nicht: Nur ein Teil aller begangenen Korruptionsstraftaten wird polizeilich bekannt. Das Dunkelfeld wird weiterhin als sehr groß eingeschätzt.

  • Organisierte Kriminalität ist transnational

    "Die Organisierte Kriminalität hat viele Gesichter und Betätigungsfelder. Damit ist und bleibt das Bedrohungs- und Schadenspotential, das von Organisierter Kriminalität ausgeht, unverändert hoch", so BKA-Präsident Holger Münch bei der heutigen Pressekonferenz im BKA-Wiesbaden zur Vorstellung des Lagebildes Organisierte Kriminalität 2017. Die Gesamtzahl der Ermittlungsverfahren gegen Gruppierungen der Organisierten Kriminalität liegt auf unverändert hohem Niveau: 2017 wurden 572 OK-Verfahren registriert (2016: 563). Rund 1/3 der OK-Gruppierungen ist im Bereich der Rauschgiftkriminalität (36,2 Prozent) aktiv. Damit ist und bleibt Drogenhandel das Hauptbetätigungsfeld von OK-Gruppierungen, gefolgt von Eigentumskriminalität (16,4 Prozent). An dritter Stelle findet sich Wirtschaftskriminalität (11,0 Prozent). Der polizeilich erfasste Schaden lag 2017 bei rund 210 Millionen Euro (2016: rund 1 Mrd. Euro).

  • Finanzermittlungen der Ermittlungsbehörden

    Der FIU-Jahresbericht für das Jahr 2016 verzeichnet mit rund 40 Prozent die höchste Steigerungsrate an Geldwäscheverdachtsmeldungen innerhalb der letzten 15 Jahre. Insgesamt 40.690 (2015: 29.108) Verdachtsmeldungen nach dem Geldwäschegesetz wurden an die FIU übermittelt, der Großteil davon von den Kreditinstituten. Mit 38 Prozent (2015: 32 Prozent) sind die meisten Bezüge zum Deliktsbereich Betrug festgestellt worden. Darunter fallen zum Beispiel auch der Warenbetrug über das Internet und der CEO-Fraud. Durch die Erkenntnisse, die direkt aus den Verdachtsmeldungen gewonnen werden konnten und den anschließenden verfahrensunabhängigen Finanzermittlungen stellten die Ermittlungsbehörden insgesamt Vermögenswerte von rund 69, 8 Millionen Euro sicher. Das sind 10 Prozent mehr als im Vorjahr.

  • Bezahlen im Online Handel

    Die Wettbewerbszentrale hat in 10 Fällen bei großen Onlinehändlern Verstöße gegen die SEPA-Verordnung beanstandet. Die betreffenden Anbieter hatten Verbrauchern u. a. eine Bezahlung per Lastschrift angeboten, allerdings gleichzeitig den Lastschrifteinzug von Konten im EU-Ausland ausgeschlossen oder eingeschränkt. Erste Beschwerden bereits Ende 2016: Bereits im Dezember 2016 hatte die Wettbewerbszentrale Beschwerden darüber erhalten, dass eine private Krankenversicherung und ein Telekommunikationsunternehmen es gegenüber Kunden ablehnten, fällige Zahlungen im Wege der Lastschrift von einem Konto im europäischen Ausland einzuziehen. Im Fall der Krankenversicherung lag der Wettbewerbszentrale ein konkretes Schreiben vor, wonach es die Versicherung ablehnte, die Versicherungsbeiträge des Versicherungsnehmers von seinem Konto in Österreich abzubuchen (vgl. News vom 22.12.2016). Im Fall des Telekommunikationsanbieters verlangte dieser in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen für die Durchführung des Lastschriftverfahrens die Angabe einer "gültigen deutschen Bankverbindung".

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