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Das Wertesystem eines Unternehmens


Von der Regelkonformität zur Unternehmensethik: Werte schaffen Mehrwert
Das Wertesystem eines Unternehmens ist für die tägliche Unternehmenspraxis bedeutsam


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Birgit Depping, Michael Bünis

Eine Unternehmensethik, die anerkannten Werten und ethischen Prinzipien verpflichtet ist, kann erheblich zur Schaffung und Sicherung von wirtschaftlichen Werten beitragen. Es bedarf allerdings einer wirksamen Steuerung, um eine Unternehmensethik, die über eine bloße Compliance hinausgeht, hervorzubringen und aufrechtzuerhalten. In Organisationen, die die Bedeutung ethischer Prinzipien für eine erfolgreiche Unternehmensführung erkannt haben, kann die Interne Revision durch eine Prüfung ethikbezogener Programme oder von Einzelaspekten wie Managementvergütung oder Nachhaltigkeitsprogrammen wesentlich zum Erfolg des Unternehmens beitragen.

Ein Wert ist eine Orientierungsgröße menschlichen Denkens, Tuns und Lassens. Er ist ein Entscheidungskriterium für das menschliche Handeln, hat also Einfluss auf das Verhalten. Werte sind langfristig wirksam, schwer veränderbar und prägen unsere individuellen Ziele. Werte sind zum Beispiel Vorstellungen über Eigenschaften eines Einzelnen oder einer sozialen Gruppe. Sie müssen von der Unternehmensleitung vorgelebt werden. Je stärker Werte in einem Unternehmen gelebt werden, desto höher ist die Identifikation mit diesem Unternehmen.

Dieser Beitrag aus der Zeitschrift für Interne Revision (ZIR) (Ausgabe 4, 2018, Seite 190 bis 201) wurde von der Redaktion von Compliance-Magazin.de gekürzt.

In voller Länge können Sie ihn und weitere hier nicht veröffentliche Artikel im ZIR lesen.


Zeitschrift Interne Revision - Fachzeitschrift für Wissenschaft und Praxis

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Im Überblick

Zeitschrift Interne Revision (ZIR)

  • Optimierung der Supply Chain und die Risiken

    Vor dem Hintergrund der Optimierung der Supply Chain durch Digitalisierung, Kostensenkung und globale Logistik, starkem Nachfragewachstum in der petrochemischen Industrie und Konsolidierungen in Lieferantenmärkten kommt der Sicherstellung einer verlässlichen Versorgung mit Rohmaterialien ein steigender Stellenwert zu. Gleichzeitig sind in der Chemieindustrie komplexe Prozesse zur Freigabe von Alternativmaterialien und -lieferanten zu beachten. Angesichts möglicher Abhängigkeiten von einzelnen oder wenigen Lieferanten (Single Sourcing) wurde Internal Audit beauftragt, ein Programm zur Reduktion von Risiken in der Versorgungssicherheit zu überprüfen. Neben den formalen Kriterien, sind hierbei insbesondere auch das Management der Schnittstellen verschiedener beteiligter Unternehmensfunktionen entlang der Supply Chain, der effektive Beitrag der Maßnahmen zur Risikoreduktion und Aspekte der Informationssicherheit und Datenqualität zu betrachten.

  • Prüfansätze für Dokumentenmanagementsysteme

    Für Dokumentenmanagementsysteme (DMS) scheint auf den ersten Blick lediglich eine geringe Prüfnotwendigkeit zu bestehen, weil "nur" Papierdokumente in "bunte Bilder" umgewandelt und abgelegt werden. Tatsächlich sind mit der Einführung und dem Betrieb eines DMS vielfältige Chancen und Risiken verbunden. Dieser Artikel thematisiert die Funktionsweise eines DMS sowie mögliche Risiken einer Implementierung und gibt Anregungen für Prüffragen. Beim Aufbau eines Dokumentenmanagementsystems ist vom Unternehmen zu entscheiden, ob das Dokumentengut "früh" oder "spät" eingescannt und damit in Dateien umgewandelt werden soll.

  • Erzeugung von Revisionsergebnissen

    Ziel dieses Artikels ist, Einsatzmöglichkeiten von Methoden und Prinzipien aus Fachgebieten, die auf den ersten Blick erscheinen, in der praktischen Revisionsarbeit zu skizzieren. Ausgangspunkt ist die Erfahrung des Autors, dass in vielen Fachgebieten bereits etablierte Methoden zur Verfügung stehen, die als selbstverständlich für die Lösung von Aufgaben herangezogen werden. Eingebettet in die wesentlichen beruflichen Eckpunkte für die Arbeit einer Internen Revision (insbesondere das Mission Statement und die Aufgabendefinition einer Internen Revision) ergibt sich konkret, dass Sachverhalte und Szenarien, bei denen Ist-Zustände und Sollzustände erhoben und miteinander verglichen werden und Ursachen und Folgen von Abweichungen sowie Ansätze zur Erzielung erwünschter Zustände im Fokus stehen, Parallelen zur praktischen Revisionsarbeit aufweisen.

  • Vom Data Mining zum Process Mining

    Die Nutzung von innovativen Instrumenten und Methoden in der Internen Revision hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Durch die vermehrte Verfügbarkeit von Daten bieten sich zahlreiche IT-gestützte Ansätze, die die Revisionstätigkeit effizienter und effektiver gestalten können oder bei der Identifikation von Risiken helfen können. Vor diesem Hintergrund ist insbesondere die Nutzung von Process Mining in der Revision von großer Relevanz. Der Beitrag stellt die Grundlagen von Process Mining vor und verbindet das Konzept mit der Revision. In einem zweiten Teil werden die konkrete Einbindung in die Revisionsfunktionen diskutiert und mögliche Praxisbeispiele vorgestellt.

  • Finanzkontrolle in der Krise

    Finanzkontrolle und Interne Revision stehen in der Krise - wie beispielsweise der sogenannten Flüchtlingskrise - vor nicht alltäglichen Entscheidungen. Soll in außergewöhnlichen Zeiten begleitend geprüft werden? Oder sollen Prüfungen verschoben werden? Was macht Prüfung in der Krise eigentlich aus? Was sind die Erfolgsfaktoren für eine solche Prüfung? Der Hessische Rechnungshof hat seit der Gründung des Sondersenats Flüchtlingswesen im April 2016 zahlreiche Erfahrungen gesammelt. Diese wurden für die 13. DIIR-Tagung "Interne Revision in Öffentlichen Institutionen" im April 2019 erstmals systematisch aufgearbeitet. Der folgende Beitrag stellt die Ergebnisse vor und fasst sie in Leitsätzen zusammen, welche auch außerhalb des öffentlichen Bereichs von Relevanz sind, da auch Unternehmen Krisen unterworfen sein können.