Etablierung eines internen Whistleblower-Systems


Whistleblowing: Reaktion und Umgang mit Whistleblowern ist verbesserungswürdig
Whistleblower haben mit strafrechtlichen Konsequenzen zu rechnen, weswegen der Schutz für Whistleblower zukünftig ausgebaut und gesetzlich geregelt werden sollte



Von Dr. Yvonne Conzelmann

Dieser Beitrag befasst sich mit der aktuellen Problematik des Whistleblowings. Der Fall Edward Snowden hat medienwirksam aufgezeigt, dass Staaten dringend ihren Informationsschutz verbessern müssen. Aber nicht nur Staaten, sondern vielmehr auch Unternehmen sehen sich in der jüngsten Vergangenheit mit dem Thema des Whistleblowings konfrontiert. In der Vergangenheit ist insbesondere der arbeits- und strafrechtliche Umgang mit Whistleblowern in den Fokus gerückt.

In diesem Artikel geht es darum, das Phänomen des Whistleblowings näher zu erläutern und darzulegen, warum es innerhalb von Unternehmen erforderlich ist, sich mit dieser Thematik auseinanderzusetzen. Durch die medienwirksamen Whistleblower-Fälle wurde die Gesellschaft sensibilisiert, einen Schutz für diese hinweisgebenden Personen zu schaffen. Häufig fällt es Arbeitnehmern schwer, konkrete Verstöße gegen Gesetze oder interne Richtlinien im Unternehmen anzusprechen, aus Sorge, berufliche, persönliche oder auch juristische Nachteile erleiden zu müssen.

Den Ursprung hat das Whistleblowing in den USA, wobei bis heute die USA in Sachen Whistleblowing eine Vorreiterrolle einnimmt. Whistleblowing heißt zu Deutsch wörtlich übersetzt so etwas wie "verpfeifen". In Deutschland hat sich der angloamerikanische Begriff, der aus dem Commen Law stammt, als spezieller Fachterminus eingebürgert, für den es kein deutsches Pendant gibt. Man versteht unter diesem Begriff, der seit der Snowden-Affäre zum Modebegriff geworden ist und in jedermanns Munde ist, dass Mitarbeiter illegale Praktiken innerhalb eines Betriebes oder einer Behörde von der sie Kenntnis erlangt haben, aufdecken und anzeigen.

Dieser Beitrag aus der Zeitschrift Risk, Fraud & Compliance (ZRFC) (Ausgabe 4, 2017, Seite 180 bis 184) wurde von der Redaktion von Compliance-Magazin.de gekürzt.

In voller Länge können Sie ihn und weitere hier nicht veröffentliche Artikel im ZRFC lesen.


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Im Überblick: ZRFC

Zeitschrift Risk, Fraud & Compliance (ZRFC)

  • Sanktionierung von Verstößen in der Schweiz

    Die Digitalisierung und die Industrie 4.0 bieten dem Innovationsstandort Liechtenstein aufgrund der Gesetzgebung, Nähe zur EU und dem verfügbaren Investitionskapital große Chancen. Insbesondere Sachdaten kommt dabei in Zukunft großer Wert zu, da diese vermehrt automatisiert generiert, gesammelt und ausgewertet werden können. Aufgrund des ökonomischen Wertes der Daten sollten diese in Unternehmen als Wettbewerbsvorteil erkannt und geschützt werden.

  • Differenzierte Governance-Eingriffe

    Beteiligungen sind nicht nur erwerbswirtschaftlichen Unter nehmen vorbehalten, sondern können auch bei gemeinnützigen Unternehmen einen wesentlichen Vermögensgegenstand darstellen. Für die Corporate Gover nance geht dieses einher mit der Anforderung angemessener Mindeststandards im Beteiligungsmanagement, welche teils juristisch, teils ökonomisch abzuleiten sind. Ansätze für die Entwicklung solcher Standards werden hier aufgezeigt. Denn Pf lichtverletzungen ziehen eine Haftung nach sich.

  • Disziplinarmaßnahmen & repressiver Compliance

    Unter Compliance wird die Gesamtheit organisatorischer Maßnahmen verstanden, die auf ein Handeln in Übereinstimmung mit dem geltenden Recht hinwirken. Compliance ist mit anderen Worten nicht der Zielzustand kompromissloser Rechtstreue, sondern die vernünftigerweise anzulegenden Anstrengungen eines Unternehmens, sich diesem Zustand gewissenhaft anzunähern. Mit der Legalitätskontrollpflicht - als Ausfluss der organschaftlichen Sorgfaltspflicht - erstreckt sich der Pflichtenkreis des Leitungsorgans zur Einhaltung des einschlägigen Rechts auf sämtliche Unternehmensangehörige.

  • Interferenzstatistik

    Im Informationszeitalter nimmt die Bedeutung, aus Daten geschäftsrelevante Informationen und Erkenntnisse zu generieren, weiterhin stark zu. Das Risiko, sich als Unternehmen diesem Weg zu verweigern, ist enorm. Notwendiges Wissen über die eigene Wertschöpfungskette jenseits seit scheinbar Jahren geltenden Zusammenhängen wird verpasst.

  • Perspektive der Compliance-Verantwortlichen

    Die Compliance wird sich einem Trend nicht verschließen, der als Megatrend das gesamte Wirtschaftsfeld prägt: die weitere, zunehmende Digitalisierung. IT-Lösungen für die Compliance werden immer umfangreicher und besser, haben die Stufe der ausschließlichen Dokumentation längst verlassen .

  • Ausweispraxis nicht finanzieller Werte

    Digitalisierung und KI (Künstliche Intelligenz) treiben Innovationen stark voran. Sie sind die Schlüsselfaktoren für eine gelingende digitale Transformation und die Erfüllung der Nachhaltigkeitsziele. Dabei geht es nicht nur um die rechtliche Haftbarmachung oder den unternehmerischen Ruf, sondern vielmehr über rein finanzielle Aspekte hinaus.

  • Anforderungen an Compliance-Experten

    Im Rahmen dieses Forschungsprojekts wurde der Frage nachgegangen, welche beruflichen Anforderungen an Compliance-Experten aktuell und zukünftig gestellt werden. Auf Basis eines Mixed-Methods-Forschungsdesigns wurden sowohl qualitative Interviews als auch Stellenanzeigen quantitativ ausgewertet.

  • IDW PS 980 behält flexiblen Prüfungsansatz

    Das Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e. V. (Institut der Wirtschaftsprüfer - IDW) hat vor zehn Jahren bahnbrechende Arbeit geleistet: In einer vielbeachteten internationalen Vergleichsarbeit wurden die damals wesentlichen Standards zum Aufbau von Compliance-Programmen (der Begriff eines Compliance-Management-Systems bildete sich damals erst heraus) in der Welt verglichen.

  • Soft Skills eines Compliance-Officer

    Eine werteorientierte Compliance-Kultur im Unternehmen zu leben, ist ein wesentlicher Ausgangspunkt für die erfolgreiche Umsetzung eines Compliance-Management-Systems. Dafür sollte eine gegenseitige Vertrauenskultur gewährleistet werden. Dies wird insbesondere durch die Werte und das vorbildliche Verhalten des Compliance-Officer bestimmt. Seine Umgangsformen und einzelnen Verhaltensweisen spielen eine wichtige Rolle. Wie ein Compliance-Officer diese durch Coaching-Fähigkeiten erweitern kann, wird im Folgenden erläutert.

  • Effektive Geschäftspartner-Compliance

    Hohe Margen von - beziehungsweise Preisnachlässe an - Vertriebshändler(n) können Ausdruck des Risikos aktiver Korruption sein und damit die vorgelagerten Organisationen trotz bester Absichten in die Bredouille bringen. Aufsichts- und Strafverfolgungsbehörden erwarten ein aktives Monitoring der Preisgestaltung aus Compliance-Gründen. Der vorliegende Beitrag erläutert die Hintergründe hierfür und skizziert Lösungsansätze sowie Herausforderungen für ein entsprechendes Kontrollsystem.

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