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Was ist Whistleblowing? Was ist ein Whistleblower?


Was ist Whistleblowing? - Was ist ein Whistleblower
Whistleblowing / Whistlewblower: Allgemeine Begriffserklärung

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Aus dem Lexikon von Compliance-Magazin.de: "Whistleblowing" ("ein Pfeifsignal geben") ist ein Begriff, der ursprünglich aus den USA stammt und positiven Charakter hat (im Deutschen negativ: "verpfeifen"). Whistleblowing gilt als Teil der Unternehmenspolitik bzw. Unternehmensführung.

Beim "Whistleblowing" geht es um das Anzeigen von ungesetzlichen (kriminellen), unmoralischen oder unlauteren Praktiken innerhalb eines Unternehmens. Die "Whistleblower" sind in der Regel "Insider", die einen Missstand anzeigen bzw. "Alarm schlagen".

Whistleblowing-Systeme sind Hinweisgebersysteme, mit denen ein Whistleblower seine Anzeige an die richtige Stelle leiten kann.

Heute ist Whistleblowing oftmals Bestandteil eines Compliance-Systems im Unternehmen. Oftmals nennen sich solche Hinweisgebersysteme auch Compliance- oder Anti-Korruptions-Hotline. Manchmal wird ein externer Ombutsmann oder eine Ombutsorganisation als "Hinweisgebersystem" eingesetzt.

Über Whistleblowing erreichen die Geschäftsleitung Informationen zu Verstößen wie
>> Diebstahl, Bestechungen und geldwerte Zuwendungen
>> Betrug
>> Interessenkonflikte
>> Insiderhandel
>> Geldwäsche
>> Manipulation im Rahmen der Rechnungslegung
>> Umweltschutz
>> Gesundheit, Arbeitssicherheit und Betriebssicherheit.

Wichtig ist, dass Whistleblowing zu keiner Zeit zu einer Benachteiligung im Unternehmen führen darf. Es muss eine im gesetzlich zulässigen Rahmen vertrauliche Bearbeitung zugesagt werden.

Whistleblowing wird oft im Zusammenhang mit Datenschutz diskutiert: Die USA kennt das anonyme Whistleblowing (gesetzlich geregelt auf Basis des Sarbanes-Oxley Act - SOX). Dementsprechend geschützt sind Whistleblower in den USA (aber auch in England).

Am 3. Juni 2008 war der Whistleblower-Schutz Gegenstand einer Anhörung im Deutschen Bundestag.

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