Sie sind hier: Home » Markt » Hinweise & Tipps

Sechs Regeln für die sichere Authentifizierung


Wer die Online-Schwelle übertritt, braucht Authentifizierungsmechanismen, die eine zweifelsfreie Überprüfung der Identifikation zulassen
Eine einzige Authentifizierungsform passt selten für die unterschiedlichen Anwendungsfälle, die in einem Unternehmen auftreten können


(17.10.11) - In Deutschland prangen viele tausend Passwörter auf gelben Klebezetteln an den Monitoren. Manche werden auch mit wasserfesten Stiften auf die Tastatur des Laptops geschrieben. Ein Alptraum für alle Chief Security Officers und Sicherheitsbeauftragte, die wertvolle Daten schützen müssen.

Netzwerkzugänge müssen vor dem Hintergrund wachsender Gefahren durch mehrschichtige Sicherheitsmaßnahmen geschützt werden. Die Experten von ActivIdentity haben sechs Gebote für einen sicheren Zugang zu Unternehmensnetzen zusammengestellt.

1. Keiner kommt rein, ohne sich zu erkennen zu geben
Für Unternehmen aller Größen gilt: Der Gegenüber muss identifiziert werden. Das ist für einen Zulieferer in der Flugzeugindustrie mit 50 Mitarbeitern genauso überlebenswichtig wie für einen Großkonzern. Die Identifizierung bildet den ersten Schritt der Sicherheitskette. Die Kommunikationspartner müssen sich kennen, unabhängig davon, ob Mitarbeiter auf Unternehmensdaten zugreifen, Kunden über das Internet das Web-Angebot des Unternehmens aufrufen oder Online-Banking-Dienste genutzt werden. Alle nachgelagerten Sicherheitsmaßnahmen können nur sinnvoll greifen, wenn die Kommunikationspartner bekannt sind.

2. Keine Identifizierung ohne Authentifizierung
Wer eine Grenze überschreitet, braucht einen Reisepass. Ist derjenige, der auf ein Netzwerk, einen Dienst oder spezifische Daten zugreift, tatsächlich der, für den er sich ausgibt? Wer die Online-Schwelle übertritt, braucht Authentifizierungsmechanismen, die eine zweifelsfreie Überprüfung der Identifikation zulassen.

3. Beuge den leisen Verbrechen vor
Die meisten Bedrohungen, gegen die sich Unternehmen heute absichern, sind unangenehm, teilweise auch gefährlich. Sie haben aber, egal ob Virus, Trojaner, DoS oder andere, eine Gemeinsamkeit: Man "spürt" den Angriff, da z.B. Daten zerstört oder Zugriffe auf Dienste verhindert werden. Gelingt einem Angreifer der Diebstahl einer Identität, agiert dieser im Namen einer autorisierten Person. Dienste können missbräuchlich genutzt werden, Daten ausgelesen oder verändert werden, ohne dass vorhandene Sicherungsmaßnahmen dies erkennen oder verhindern können. Dies verhindert die starke Authentifizierung. Identitäten müssen so gestaltet werden, dass der Diebstahl auffällt oder nicht begangen werden kann.

4. Unterstütze den Anwender so gut es geht
Alle Sicherungsmaßnahmen müssen den Zugang für den Anwender einfacher machen als vorher, sie dürfen ihn nicht behindern. Der Anwender und seine Bedürfnisse stehen im Mittelpunkt, denn schließlich geschieht die Authentifizierung bei ihm. Identifizierungs- und Authentifizierungsmethoden sollten daher so ausgewählt werden, dass sie die Nutzer in ihren Anwendungen unterstützen und der Anmeldevorgang vereinfacht wird.

5. Wähle eine Lösung, die automatisiert Regeln durchsetzt
Die wenigsten Anwender haben ein Bewusstsein für IT-Sicherheitsproblematiken. Daher sollten Authentifizierungsregeln, sei es für die Nutzung bestimmter Authentifizierungsgeräte oder für die Verwendung von Passwörtern, mit technischen Mitteln durchgesetzt werden. Auf diese Weise kann man die Auswahl der Zugangsmethoden oder das Merken der Passwörter auslagern an ein technisches Hilfsmittel. Hier hilft Single-Sign-on, mit dem Anwender nach einer einmaligen Authentifizierung an einem Arbeitsplatz auf alle Dienste, für die sie lokal berechtigt sind, am selben Arbeitsplatz zugreifen können, ohne sich jedes Mal neu anmelden zu müssen.

6. Jeder Authentifizierungstopf braucht seinen Deckel
Eine einzige Authentifizierungsform passt selten für die unterschiedlichen Anwendungsfälle, die in einem Unternehmen auftreten können. Abhängig vom Sicherheitsbedarf, dem Angriffsrisiko, dem Verbindungstyp und anderen Parametern sollte eine angemessene Authentifizierungsmethode gewählt werden. Dabei sollten Unternehmen den Zugriff durch einen zentralen Authentifizierungsdienst steuern. Wer für unterschiedliche Authentifizierungsmethoden unterschiedliche Lösungen wählt, lädt der IT-Abteilung einen erheblichen Administrationsaufwand auf, der leicht vermeidbar ist.
(Active Identity: ra)

ActiveIdentity: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.


Kostenloser Compliance-Newsletter
Ihr Compliance-Magazin.de-Newsletter hier >>>>>>


Meldungen: Markt / Hinweise & Tipps

  • DSGVO und andere Datenschutzvorgaben

    DSGVO hat das Bewusstsein für Datenschutz in Bevölkerung und in Wirtschaft deutlich zugenommen. Selbst die großen Internet-Konzerne aus den USA können das Thema nicht mehr ignorieren - dafür sorgen schon die empfindlichen Geldbußen, die die Datenschutzbehörden in den EU-Staaten inzwischen verhängen.

  • Menschen im Job mit Sexismus konfrontiert

    Nach #MeToo war plötzlich alles anders. In ungezählten Berichten und Debatten meldeten sich Frauen zu Wort und gaben an, dass auch sie im Job diskriminiert, diffamiert und sexuell belästigt werden. Entsprechend groß war 2017 der #Aufschrei nach gesamtgesellschaftlicher Reform, nach Parität - insbesondere am Arbeitsplatz.

  • Verkehrssicherungspflicht bei Badegewässern

    Die Badesaison stellt kommunale Verantwortungsträger vor schwierige Fragen: Wann und wo sind Warn- und Hinweisschilder an öffentlichen Badestellen aufzustellen? Ist daneben eine Aufsicht erforderlich? In den vergangenen Jahren waren viele Kommunen verunsichert, ob kostenfreie, aber beispielsweise mit Stegen, Badeinseln oder Wasserrutschen versehene Badegelegenheiten an kommunalen Gewässern weiterbetrieben werden können.

  • Compliance-Prozesse vorantreiben

    Die Menge der gesammelten Daten im modernen Business-Alltag steigt kontinuierlich an und Analysten prognostizieren bis zum Jahr 2025 eine Datenmenge von 181 Zettabyte. Diese Flut an Informationen hat auch deutliche Schattenseiten, denn die gespeicherten Informationen binden wertvolle Speicherressourcen und Energie. Die Folge: erhöhter CO2-Ausstoß.

  • Umfassender Social-Media-Leitfaden

    Ob LinkedIn, Facebook, Instagram oder TikTok: Unternehmen in Deutschland agieren bei der Nutzung sozialer Medien noch häufig zurückhaltend. Für lediglich 36 Prozent gehört Social Media zum geschäftlichen Alltag dazu - die anderen nutzen diese Kanäle zur Kommunikation höchstens gelegentlich (16 Prozent) selten (20 Prozent) oder gar nicht (26 Prozent), wie eine aktuelle repräsentative Befragung des Digitalverbands Bitkom unter mehr als 1.100 Unternehmen ab 20 Beschäftigten in Deutschland ergeben hat. Dabei sind soziale Medien ein wichtiger Kanal um potenzielle Kundinnen und Kunden, aber auch Geschäftspartner zu erreichen - im B2C und im B2B-Bereich.

Wir verwenden Cookies um unsere Website zu optimieren und Ihnen das bestmögliche Online-Erlebnis zu bieten. Mit dem Klick auf "Alle akzeptieren" erklären Sie sich damit einverstanden. Erweiterte Einstellungen