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Cyber-Kriminalität: Achtung Manipulation


Cyberkriminelle nutzen Eigenschaften wie Neugier, Vertrauen, Angst oder Hilfsbereitschaft aus
Der Täter versucht mit seinem Opfer in eine Beziehung zu treten und so an sensible Daten zu gelangen

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Vorsicht Falle! Die Masche ist relativ neu und sehr ausgeklügelt. Der Name: Social Engineering. Auf Deutsch: Sie werden manipuliert, damit Sie sich "freiwillig" Schadsoftware auf PC, Tablet oder Smartphone laden oder Passwörter preisgeben. Beispiele: Sie mögen Katzen! Eine vermeintliche Freundin schickt Ihnen per E-Mail Fotos von Katzenbabys – nur einen Klick entfernt. Oder: Per SMS werden Sie eingeladen, an einem Gewinnspiel teilzunehmen. Hierfür müssten Sie nur die Anschrift in ein Internet-Formular eintragen ("Bitte auf den Link klicken").

Lesen Sie zum Thema "Cyberkriminalität" auch: UT SecCity.de (www.itseccity.de)

Das Perfide: Diese Angriffsform konzentriert sich zunächst nicht auf die Technik, sondern nimmt das menschliche Verhalten ins Visier. Angegriffen wird über jede Form der Kommunikation – z.B. über Links in E-Mails oder SMS oder über das Telefon. Der Täter versucht mit seinem Opfer in eine Beziehung zu treten und so an sensible Daten zu gelangen. Der spätere Online-Angriff wird erst möglich gemacht, wenn es ihm gelingt, Sie dazu zu bringen, Passwörter oder Adressdaten preiszugeben, Sicherheitsfunktionen am Computer auszuschalten oder Schadsoftware zu installieren. Dabei nutzen die Cyberkriminellen Eigenschaften wie Neugier, Vertrauen, Angst oder Hilfsbereitschaft aus.

Die Tricks zu erkennen ist nicht einfach, aber das Wissen um diese Angriffsarten kann das Risiko eines erfolgreichen Angriffs verringern. Die wichtigsten Tipps:

Mit gesundem Menschenverstand agieren
Ein gesundes Misstrauen kann gegenüber Beeinflussung helfen. Wenn Sie z.B. aufgefordert werden, eine bestimmte Aktion durchzuführen, hinterfragen Sie den Sachverhalt. Hinterfragen Sie die Identität der Person, die Sie kontaktiert.

Sensible Daten schützen
Gehen Sie verantwortungsbewusst mit Ihren persönlichen Daten um. Dazu gehören neben Passwörtern, Kartendaten, Geheimzahlen (PINs) und TANs auch Ihre Adresse, Ihre Telefonnummern oder Ihr Geburtsdatum. Ihre Bank wird Sie zudem nie zu einer Bestätigung Ihrer sensiblen Daten per E-Mail auffordern. Klicken Sie auch keine Links an, die Sie weiterleiten sollen, um solche Daten einzugeben.

Inhalt von E-Mails prüfen
Bevor Sie Anhänge öffnen oder auf Links in einer E-Mail klicken, überprüfen Sie den Inhalt und Absender der Nachricht. Kennen Sie den Absender und ist der Inhalt der E-Mail glaubwürdig bzw. plausibel? Im Zweifel löschen, ohne auf den Link zu klicken.

Auf sicheres Einloggen achten
Bei Phishing-Angriffen versuchen Betrüger, Sie auf kopierte Websites zu locken, um Ihre Daten abzufangen. Folgen Sie keinen Links, sondern geben Sie die Webadresse Ihrer Bank immer selbst in die Browserzeile ein. Bevor Sie sich beim Online-Banking einloggen, überprüfen Sie, ob es sich wirklich um die verschlüsselte Seite Ihrer Bank handelt ("https…") und im Browser ein Schloss-Symbol erscheint.

Aufmerksam in Sozialen Netzwerken
Akzeptieren Sie nicht leichtfertig Kontaktanfragen von Unbekannten. Prüfen Sie jede von Ihnen veröffentlichte Information darauf, ob diese gegen Sie oder Andere verwendet werden kann. Je mehr Sie von sich preisgeben, desto leichter fällt Kriminellen das Ausspähen.

Soft- und Hardware immer auf neuestem Stand halten
Ihre Sicherheitssoftware für PC, Smartphone und Tablet sollte immer auf dem neuesten Stand sein. Sie brauchen für alle Geräte einen aktuellen Virenscanner, eine Firewall. Halten Sie auch die Software immer aktuell, indem Sie Updates umgehend installieren.
(Bundesverband deutscher Banken: ra)

eingetragen: 21.07.17
Home & Newsletterlauf: 25.08.17

Bankenverband: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.

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Meldungen: Markt / Hinweise & Tipps

  • Kreditnehmer: Verträge sorgfältig prüfen lassen

    Die weit überwiegende Anzahl der Widerrufsbelehrungen in Altverträgen, die zwischen dem 01.09.2002 und dem 10.06.2010 abgeschlossen worden sind, ist bekanntermaßen fehlerhaft. Auch neuere Verträge mit sogenannten Widerrufsinformationen erfüllen oftmals nicht die gesetzlichen Voraussetzungen und können daher auch heute noch wirksam widerrufen werden. "Eine sorgfältige Prüfung der Vertragsunterlagen lohnt sich daher weiterhin", empfehlen Dr. Marcus Hoffmann und Mirko Göpfert, Partner der im Bank- und Kapitalanlagerecht tätigen Kanzlei Dr. Hoffmann & Partner Rechtsanwälte aus Nürnberg. Bei älteren Verträgen kann das Widerrufsrecht bereits erloschen sein, wobei Art. 229 § 38 Abs. 3 EGBGB nicht etwa pauschal für sämtliche Immobilienkredite, sondern nur unter bestimmten und im jeweiligen Einzelfall zu prüfenden Voraussetzungen gilt. Bei Neuverträgen seit dem 11.06.2010 greift die Erlöschensvorschrift jedenfalls unzweifelhaft nicht. "Jeder Verbraucher kann seinen Vertrag daher auch heute noch wirksam widerrufen, falls die Bank die gesetzlichen Vorgaben nicht eingehalten hat", stellt Rechtsanwalt Dr. Hoffmann klar.

  • EU-Roaming nur auf Abruf

    Mit dem Wegfall der Roaming-Gebühren seit dem 15. Juni 2017 dürfen keine zusätzlichen Entgelte mehr für Gespräche aus dem EU-Ausland nach Deutschland erhoben werden. Telefonieren, SMS schreiben und surfen kostet im EU-Ausland nun so viel wie zu Hause. Die O2-Kunden des Telekommunikationsunternehmens Telefonica sollen von dem Wegfall aber erst dann profitieren dürfen, wenn sie zuvor eine SMS an ihren Anbieter schicken. Diese Vorgehensweise will der vzbv nun gerichtlich untersagen lassen. "EU-Roaming gilt aus Sicht des vzbv automatisch und nicht erst, wenn Verbraucher ihren Telefonanbieter darum bitten. Wir sehen uns darin durch öffentliche Erklärungen der Europäischen Kommission bestätigt", sagt Heiko Dünkel, Rechtsreferent beim vzbv. "Nach einer erfolglosen Abmahnung wird der vzbv deshalb nun gerichtliche Schritte gegen O2 einleiten."

  • Rechtssichere IT-Security-Lösungen

    Am 27. Juli 2017 entschied das Bundesarbeitsgericht, dass ein zu weitreichendes Keylogging einen zu starken Eingriff in die Persönlichkeitsrechte des Arbeitnehmers darstellt. Nach § 32 Abs. 1 des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG) ist dies unzulässig, "wenn kein auf den Arbeitnehmer bezogener, durch konkrete Tatsachen begründeter Verdacht einer Straftat oder einer anderen schwerwiegenden Pflichtverletzung besteht." Gewonnene Erkenntnisse aus dem zugrunde liegenden Fall, bei dem der Angestellte zwar über eine Überwachung informiert war, letztendlich jedoch jeder seiner Tastenschläge aufgezeichnet wurde und zudem eine Spähsoftware den Bildschirm überwachte, waren somit nicht rechtstauglich verwertbar. Dies hätte sich anders dargestellt, wären nur tatsächliche kritische Tätigkeiten an Unternehmensdaten aufgezeichnet worden.

  • Autokauf und Finanzierung

    Bei Baufinanzierungen ist mittlerweile bekannt, dass der Widerruf zu erheblichen wirtschaftlichen Vorteilen führt. Bei sonstigen Verbraucherdarlehen führt der so genannte "Widerrufsjoker" in der öffentlichen Diskussion eher ein Schattendasein. Zu Unrecht. "Denn insbesondere beim finanzierten Autokauf kann der Widerruf des Darlehens für den Verbraucher wirtschaftlich äußerst interessant sein", erklären Dr. Marcus Hoffmann und Mirko Göpfert, Partner der im Verbraucherschutzrecht tätigen Kanzlei Dr. Hoffmann & Partner Rechtsanwälte aus Nürnberg. Viele Besitzer von Dieselautos sind aufgrund des Abgasskandals verunsichert. Wer sein Auto loswerden will, kann den Hersteller oder den Händler in Anspruch nehmen. Auch wenn die Gerichte in letzter Zeit zunehmend zugunsten betroffener Käufer urteilen, sind Rücktritts- und Schadensersatzprozesse aufwendig und dementsprechend oftmals langwierig. Eine abschließende Klärung der inmitten stehenden Rechtsfragen durch den Bundesgerichtshof steht noch aus.

  • Kein Verzicht auf Verschlüsselung

    Daten sind längst zum Unternehmenswert geworden: Wer sie speichert und richtig verarbeitet, kann mit ihrer Hilfe werben und seine Gewinne steigern. Diese Relevanzsteigerung hat aber eine Konsequenz zur Folge: Wer Daten will, muss sie auch schützen. Selbst wer keinen Online-Shop, sondern lediglich eine Info-Site mit Kontaktformular unterhält, ist in der Pflicht, dem Datenschutz einen hohen Stellenwert einzuräumen. Die Ergebnisse einer Searchmetrics-Analyse, weltweit führender Anbieter einer Search- und Content-Performance-Plattform, lässt da bei IT-Sicherheitsexperte Christian Heutger die Alarmglocken schrillen: Nur 12 Prozent der E-Commerce- und Publisher-Seiten in Googles Suchergebnissen kommunizieren per HTTPS mit dem Browser. Nur etwas besser sieht es bei den Finanz- und Reise-Websites aus: Hier setzen immerhin 29 und 23 Prozent auf eine HTTPS-Verbindung.