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Die E-Rechnung in Wirtschaft und Verwaltung


E-Rechnung statt Papierberge: Was Unternehmen jetzt wissen müssen
Ein Drittel aller Unternehmen in Deutschland erstellen Rechnungen noch überwiegend oder ausschließlich in Papierform -Lieferanten des Bundes müssen Rechnungen bald elektronisch übermitteln - Bitkom veröffentlicht Faktenpapier "10 Merksätze für elektronische Rechnungen"

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Die öffentliche Verwaltung treibt den Abschied vom Papier voran: Ab dem 27. November 2020 wird die elektronische Rechnungsstellung und -übermittlung für alle Unternehmer, die im Auftrag des Bundes tätig werden, Pflicht. Länder und Kommunen müssen bereits seit April elektronische Rechnungen annehmen. Für viele Unternehmen ist diese Umstellung eine Herausforderung, immerhin erstellt derzeit noch ein Drittel Rechnungen überwiegend oder sogar ausschließlich in Papierform (33 Prozent). Der Digitalverband Bitkom hat jetzt eine neue Version des Faktenpapiers "10 Merksätze für elektronische Rechnungen" veröffentlicht, das kleinen, mittleren und großen Betrieben bei der Umstellung auf die E-Rechnung hilft. Denn diese muss in einem bestimmten strukturierten Format erstellt werden und eine automatische Verarbeitung ermöglichen – es handelt sich also nicht um eine elektronisch versendete Rechnung, die etwa als PDF an eine Mail angehängt wird.

"Die E-Rechnung hilft, Papierberge in deutschen Unternehmen und in der Verwaltung abzubauen. Und sie macht die Unternehmen wettbewerbsfähig und zukunftsfest. Eine Rechnung auf Papier oder als PDF ist nicht mehr zeitgemäß", sagt Nils Britze, Bereichsleiter Digitale Geschäftsprozesse beim Bitkom. "Die Vorteile der E-Rechnung liegen auf der Hand: Die Rechnungsstellung und -verarbeitung werden einfacher und schneller, die Unternehmen sparen Portokosten und Personalressourcen und schonen vor allem die Umwelt, weil weniger Papier verbraucht wird und Transportwege wegfallen.

" Die Einführung der E-Rechnung geht auf eine EU-Richtlinie zurück, die den grenzüberschreitenden Handel des europäischen Binnenmarktes stärken soll. Es ist zu erwarten, dass von der Regelung eine erhebliche Impulswirkung für die gesamte Wirtschaft ausgeht und künftig auch Unternehmen untereinander verstärkt auf die elektronische Rechnung setzen. Britze: "In Deutschland hat sich in den vergangenen zwei Jahren schon viel getan: Nutzten 2018 noch 19 Prozent der Unternehmen die E-Rechnung, sind es in diesem Jahr bereits 30 Prozent. Es ist wichtig, dass sich jetzt auch alle anderen Unternehmen mit diesem Thema auseinandersetzen."

Mit dem Webevent "Chancen ergreifen: Die E-Rechnung in Wirtschaft und Verwaltung" schafft Bitkom eine Plattform, um das Thema mit Expertinnen und Experten des Bundesinnenministeriums, des Forums elektronische Rechnung Deutschland (FeRD), des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH) und von Bitkom-Mitgliedern zu diskutiereren.

Darüber hinaus finden über die Bitkom Akademie regelmäßig Webinare zur E-Rechnung statt, in denen Interessierte Tipps und Tricks erfahren.

Das Faktenpapier "Die 10 Merksätze zu elektronischen Rechnungen" gibt einen schnellen Einblick in die Thematik und steht hier zum kostenlosen Download bereit.

Hinweis zur Methodik: Grundlage der Angaben ist eine Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt hat. Dabei wurden 1.104 Führungspersonen und Verantwortliche für das Thema Digitalisierung in Unternehmen ab 20 Mitarbeitern in Deutschland telefonisch befragt. Die Umfrage ist repräsentativ.
(Bitkom: ra)

eingetragen: 16.07.20
Newsletterlauf: 05.10.20

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Meldungen: Markt / Hinweise & Tipps

  • Einführung der E-Rechnung

    Die Frist läuft: Ab dem 27. November 2020 müssen Unternehmen in Deutschland Rechnungen an Bundesbehörden als sogenannte E-Rechnung einreichen. Wie eine repräsentative Befragung unter 1.104 Unternehmen aller Branchen ab 20 Mitarbeitern in Deutschland ergeben hat, hat ein Großteil der Wirtschaft die Bedeutung der E-Rechnung bereits erkannt: So messen ihr 81 Prozent der Unternehmen eine große oder sehr große Relevanz bei. "Es stimmt optimistisch, dass sich die Unternehmen mit dem Thema E-Rechnung auseinandersetzen. Gleichwohl beobachten wir, dass längst noch nicht alle Rechnungen nach dem vorgegebenen strukturierten Format stellen oder empfangen", sagt Nils Britze, Bereichsleiter Digitale Geschäftsprozesse beim Bitkom. So übermitteln aktuell 30 Prozent der Unternehmen E-Rechnungen. "Automatisierte Rechnungsprozesse vermeiden Fehler und sorgen für mehr Wirtschaftlichkeit", betont Britze. "Alle Unternehmen sollten sich jetzt mit dem Thema E-Rechnung befassen."

  • Geschäftskontinuität durch Nachfolgeplanung

    Ob IT-Spezialist, Partner Manager, Digital Marketing Profi oder VP Sales - kein Mitarbeiter wird für immer in einer Rolle bleiben. Selbst wenn Mitarbeiter im Rahmen einer mehrmonatigen Kündigungsfrist gehen, ist es für die HR-Teams oder Personalverantwortlichen oftmals eine Herausforderung ihre Rolle neu zu besetzen und die hinterlassene Lücke zu füllen. Rekrutierungs- und Ausbildungskosten können sich schnell auf sechs bis neun Monatsgehälter belaufen. Zudem bleiben Positionen oft monatelang unbesetzt. Human Capital Management Spezialist SumTotal erläutert welche Vorteile eine gut strukturierte Nachfolgestrategie hat und welche Punkte Unternehmen dabei beachten sollten. Laut Bitkom war die Zahl der unbesetzten IT-Jobs mit 124.000 Stellen Ende 2019 so hoch wie noch nie. Innerhalb von zwei Jahren hat sich die Zahl der fehlenden IT-Fachkräfte mehr als verdoppelt. In jedem sechsten Unternehmen bleiben IT-Arbeitsplätze länger als ein halbes Jahr lang unbesetzt. Aber auch in anderen Unternehmensbereichen ist die Stellenbesetzung problematisch. Laut der Studie "Fachkräftemangel 2019" mit 44.000 Unternehmen aus 43 Ländern lagen nach handwerklichen Berufen und IT-Jobs Fachkräfte der Bereiche Vertrieb und Marketing auf Rang drei der am schwierigsten zu besetzenden Stellen 2019 in EMEA.

  • Erfordernis einer digitalen Due Diligence

    Fusionen und Übernahmen (Mergers & Acquisitions, M&As) bieten Unternehmen bedeutende Möglichkeiten, ein schnelles Wachstum zu erzielen oder Wettbewerbsvorteile zu erlangen. Diese reichen von der Bündelung von Ressourcen über die Diversifizierung des Produkt- und Dienstleistungsportfolios, die Erschließung neuer Märkte bis hin zum Erwerb neuer Technologien oder Fachkenntnisse. Mit dem Verlauf der Pandemiekrise wird voraussichtlich in Branchen weltweit Bewegung durch Fusionen und Übernahmen kommen. Dabei kommt dem Digitalisierungsgrad von Unternehmen eine immer höhere Bedeutung zu. Welche Rolle dabei die Datensicherheit spielt und wie sich diese im Vorfeld prüfen lässt, wird im nachfolgenden Artikel erläutert.

  • Einsatz von KI-Anwendungen

    NTT identifiziert die vier wichtigsten Herausforderungen bei Konzeption und Einsatz von KI-Anwendungen im Unternehmen. Der Siegeszug Künstlicher Intelligenz spielt beim jüngst ausgelösten Digitialisierungsschub eine herausragende Rolle, schließlich erobert KI ständig neue Anwendungsfelder und findet sich so immer häufiger im praktischen Einsatz. Die Security-Verantwortlichen in Unternehmen stellt diese Entwicklung jedoch vor komplexe, neue Herausforderungen, denn sie müssen sicherstellen, dass KI-Lösungen jederzeit sowohl die Konformität zu Compliance-, als auch Datenschutzvorgaben erfüllen. NTT Ltd. hat die wichtigsten Aktionsfelder dafür identifiziert.

  • Für welche Unternehmen gilt die XRechnungspflicht?

    Zulieferer öffentlicher Behörden auf Bundesebene sowie in Bremen müssen ihre Rechnungen ab 27. November 2020 elektronisch ausstellen: PDF-Dokumente ohne strukturierte Zusatzinformationen gelten dann nicht mehr als elektronische Rechnung. Unternehmen, welche diese Verpflichtung unmittelbar betrifft, haben bereits vorgesorgt oder rüsten jetzt ihr Unternehmen rechtssicher - mit der XRechnung. Um die Kriterien zu erfüllen müssen E-Rechnungen zwingend als strukturierter Datensatz ausgetauscht und ausgelesen werden können. Dazu wird hierzulande das Format XRechnung als Standard etabliert - die XRechnung ist ein XML-basiertes semantisches Datenmodell, mit dem Deutschland die Vorgaben des Europäischen Komitees für Normung (CEN) für die in einer elektronischen Rechnung enthaltenen Daten realisiert. Von Seiten des Bundes wurden bereits mit Stichtag 18. April die Weichen für die Umstellung auf die digitale Rechnung gestellt.