- Anzeigen -
Besuchen Sie auch unser Zeitschriftenportfolio im Bereich Governance, Risk, Compliance & Interne Revision

Sie sind hier: Home » Markt » Hinweise & Tipps

Vertriebserfolg durch IDD und VersVermV


Wie Versicherungen die Gesetzesänderungen nutzen können
Im Gegensatz zur VersVermV wies das IDD-Umsetzungsgesetz der Bundesregierung zunächst keine genauen Details für die Vermittlertätigkeit auf

- Anzeigen -





Veränderungen, etwa durch angepasste Verordnungen oder Grundsätze, bedeuten oftmals für Unternehmen, sich entsprechend darauf einzustellen. Es kommen beispielsweise Vorschriften hinzu, auf die in der Vergangenheit nicht geachtet werden musste – und die eine andere Dynamik herbeiführen. So nahmen die Insurance Distribution Directive (IDD) und im vergangenen Jahr die Versicherungsvermittlungsverordnung (VersVermV), die noch offene Punkte der IDD-Umsetzung in Deutschland weiter ausgestaltet, Einfluss auf den Vertrieb. Das Ziel lautete, mehr Transparenz zu gewährleisten und den Verbraucherschutz zu stärken. "Für Unternehmen darf dies aber nicht heißen, sich einzuschränken. Auch unter den neuen Bedingungen muss der Vertrieb weiter gepusht werden", erklärt Matthias Stauch, Vorstand der Intervista AG und Digitalisierungsspezialist. "Durch den Einsatz passender Software stellen Versicherungen ihre Compliance sicher und können flexibel auf individuelle Kundenwünsche eingehen."

Sales weiter ankurbeln
Im Gegensatz zur VersVermV wies das IDD-Umsetzungsgesetz der Bundesregierung zunächst keine genauen Details für die Vermittlertätigkeit auf. Beispielsweise verpflichtet die Verordnung die Unternehmen dazu, den Kunden über Art und Herkunft der Provision in Kenntnis zu setzen – etwa ob diese direkt zu zahlen oder in der Versicherungsprämie enthalten ist. "Trotz diverser neuer Punkte, die die VersVermV beinhaltet, ergeben sich Chancen für den Vertrieb. Innovative Lösungen tragen dazu bei, sich im Rahmen der Verordnungen zu bewegen und dem Kunden gleichzeitig mehr zu bieten", erläutert Stauch. Denn ungeachtet vielfältiger Möglichkeiten, Versicherungen auch online abzuschließen, freut sich knapp jeder zweite Bundesbürger weiterhin über einen vorhergehenden persönlichen Kontakt. Hinzu kommt, dass in Deutschland noch immer etwa drei Viertel aller Neuabschlüsse über klassische Vermittler stattfinden. [1] "Zunehmende technische Unterstützung für die Vertriebler, von der Anbahnung des Kundenkontakts bis hin zum Abschluss, verbessert die Sales-Bereiche der Unternehmen. Diese müssen mit der Zeit gehen, um im Wettbewerb zu bestehen", so der Intervista-Vorstand.

Ziele als Chance
Mit dem Inkrafttreten der VersVermV, die höhere Transparenz im Versicherungsvertrieb schaffen und zum Verbraucherschutz beitragen soll, gehen für Unternehmen neue Potenziale einher. Durch den Einsatz von Tools zur Einhaltung der Richtlinien ergeben sich Möglichkeiten, genauer auf Kundenwünsche einzugehen. Diese lassen sich dadurch individuell berücksichtigen und flexibel umsetzen. "Qualitätssicherung und Rechtssicherheit stehen dann im Mittelpunkt, auch Standardpakete können auf die Bedürfnisse zugeschnitten werden", sagt Stauch. "Intelligente Verträge mit einer vielschichtigen Produkt-DNA setzen entsprechende Inhalte automatisiert um. Daraus resultiert eine einfache und komfortable Abwicklung für den Kunden mithilfe effizienter sowie kostengünstiger Mittel. Großer Vorteil: Die komplette Protokollierung des gesamten Beratungsprozesses läuft dabei in digitaler Form ab." Ein weiterer Nebeneffekt: Die menschliche Schnittstelle zur Kontrolle und zur Bestätigung einzuhaltender Bedingungen entfällt. So vereinfachen sich Abläufe und das Fehlerpotenzial reduziert sich. Einem Sales-Boost steht dann – trotz beziehungsweise gerade wegen IDD und VersVermV – nichts im Wege.

[1] Assekuranz 4.0 – Versicherungen im digitalen Dreieck, Adcubum / Versicherungsforen Leipzig, 2018.
(Intervista: ra)

eingetragen: 09.03.19
Newsletterlauf: 09.04.19

Intervista: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.

- Anzeigen -




Kostenloser Compliance-Newsletter
Ihr Compliance-Magazin.de-Newsletter hier >>>>>>


Meldungen: Markt / Hinweise & Tipps

  • Vier Fragen zum Thema Auftragsverarbeitung

    Jeder, der sich in den vergangenen Monaten mit der Datenschutz-Grundverordnung, kurz DSGVO, beschäftigt hat, stieß dabei unwiderruflich auf den Begriff Auftragsverarbeitung. Die Regeln zur Auftragsverarbeitung finden sich in den Artikeln 28 und 29 der DSGVO. Doch nur die wenigsten wissen auch, was sich wirklich dahinter verbirgt. Haye Hösel, Geschäftsführer und Gründer der Hubit Datenschutz GmbH & Co. KG., beantwortet die vier wichtigsten Fragen zum Thema Auftragsverarbeitung und erklärt, warum diese für fast alle Unternehmen ein "Muss" darstellt.

  • Überprüfung der eigenen Datenverarbeitung

    Als die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) im Jahr 2018 eingeführt wurde, reagierten viele Unternehmer mit Angst und Panik vor Datenschutz-Bußgeldern und Abmahnwellen. Dieses Schreckensszenario ist nicht eingetreten: Bußgelder für Datenschutzverstöße werden in Deutschland und in Europa mit Augenmaß verhängt, die prophezeite Abmahnwelle ist bisher ausgeblieben. Dennoch: Vorsorge ist besser als Nachsorge. Wer sich gut in Sachen Datenschutz aufstellt, hat nichts zu befürchten. Marit Hansen, die Landesbeauftragte für Datenschutz Schleswig-Holstein, zieht ein Resümee des letzten Jahres: "Datenschutz ist in den Unternehmen angekommen. Kundinnen und Kunden sind sensibilisiert und wollen sichergehen, dass ihre personenbezogenen Daten fair verarbeitet werden. Auch haben viele Unternehmer gemerkt, wie wichtig es ist, die eigene Datenverarbeitung gegen die Angriffe wie Hacking oder Erpressungstrojaner abzusichern."

  • Datenschutzfalle Bewerbermanagement

    Unternehmen erhalten ständig Bewerbungen - sei es auf ausgeschriebene Stellen oder initiativ. Doch seit dem Inkrafttreten der Datenschutz-Grundverordnung, kurz DSGVO, gelten im Umgang mit Lebensläufen, Anschreiben und Zeugnissen neue Regeln. Um einen datenschutzkonformen Umgang mit diesen Informationen sicherzustellen, empfiehlt es sich, das Bewerberdatenmanagement detailliert zu überprüfen und die Mitarbeiter in den Personalabteilungen regelmäßig zu schulen. "Der ordnungsgemäße Umgang mit Bewerberdaten kann eine Herausforderung darstellen, wenn Mitarbeiter nicht wissen, wo Fallstricke lauern. Doch nach Implementierung entsprechender Prozesse ist das Datenmanagement in der Regel kaum mit Mehraufwand verbunden. Außerdem wünscht sich jeder im Falle einer Bewerbung auch einen angemessenen Umgang mit den eigenen Unterlagen", so Haye Hösel, Geschäftsführer und Gründer der Hubit Datenschutz GmbH & Co. KG.

  • SD-WAN als Schlüssel zur PCI-DSS-Compliance

    Stationäre Händler und Betreiber von Online-Shops, die ihren Kunden die Zahlung per Kreditkarte anbieten möchten, müssen sich mit den oft aufwendigen Regularien der PCI DSS auseinandersetzen. Auch Tankstellenbetreiber, die in der Regel eine sehr hohe Quote an Kartenzahlungen verzeichnen, stehen vor dieser Herausforderung. Bei den "Payment Card Industry Data Security Standards" handelt es sich um ein sehr umfassendes Regelwerk mit vielen Hürden und potenziellen Fallstricken, dessen korrekte Umsetzung in vielen Fällen mit hohen Kosten verbunden ist. Der SD-WAN- und Internetspezialist becom Systemhaus GmbH & CO. KG rät Händlern, Shop- und Tankstellenbetreibern dazu, im Zuge von Maßnahmen zur PCI-DSS-Compliance auch die eigene Netzwerk-Infrastruktur im Blick zu behalten und gegebenenfalls zu überarbeiten. Denn die Auswahl der passenden und vor allem entsprechend zertifizierten Technologien kann die Einhaltung der hohen Sicherheitsanforderungen deutlich erleichtern. Dabei rückt in der Zielgruppe derzeit vor allem die Einführung von softwarebasiertem Networking bzw. SD-WAN in den Fokus.

  • 23 Millionen Bürger machen Steuererklärung im Netz

    Tippen und Klicken statt Lochen und Heften: Immer mehr Bundesbürger schwören dem Papierkrieg ab und reichen ihre Steuerklärung einfach online beim Finanzamt ein. 23,1 Millionen Steuerzahler erklärten ihre Einkommenssteuer für das Steuerjahr 2017 elektronisch über den Online-Dienst ELSTER. Das ist ein Anstieg um 5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr mit 22 Millionen Online-Steuererklärungen. Das berichtet der Digitalverband Bitkom auf Basis von Daten der Finanzverwaltung. "Die Online-Steuererklärung macht weniger Aufwand, spart Zeit und schont die Nerven. Das scheint immer mehr Steuerzahler zu überzeugen", sagt Bitkom-Steuerexperte Thomas Kriesel. "Das ELSTER-Projekt zeigt, wie Verwaltungsdienstleistungen erfolgreich digitalisiert werden können. Allerdings wird das komplexe deutsche Steuerrecht dadurch auch nicht einfacher."