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Die Macht der persönlichen Markenbildung


Die Evolution der Job- und Mitarbeitersuche im digitalen Zeitalter - Welche Auswirkungen hat die Digitalisierung auf Bewerbungs- und Einstellungsprozesse?
Findige Personalchefs haben daher bereits erkannt, dass der Ausbau ihrer Arbeitgeber-Marke in der Online-Welt ein entscheidender Aspekt für einen äußerst effektiven Anwerbungsprozess ist

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Viel ist momentan zu lesen über die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Anforderungen an unseren Arbeitsalltag – aber auch bei der Mitarbeitersuche und beim Bewerbungsprozess bleibt die Zeit nicht stehen. Talent Management-Spezialist SumTotal hat fünf wichtige Aspekte zusammengefasst, bei denen deutlich wird, wie die digitale Evolution die moderne Arbeitswelt beeinflusst. Sowohl Unternehmen als auch Mitarbeiter beziehungsweise Bewerber sollten diese Gesichtspunkte beachten, um nicht den Anschluss zu verlieren.

Der Einfluss von Sozialen Netzwerken: Soziale Netzwerke haben die Art und Weise, wie Unternehmen Mitarbeiter anwerben und wie Menschen nach Jobs suchen, verändert. Soziale Netzwerke wie Facebook, Instagram und LinkedIn oder Xing bilden inzwischen wichtige Eckpfeiler bei der Job- und Mitarbeitersuche. Hinzu kommen weitere neue soziale Netzwerke wie Amino Apps, Raftr oder Hype, die jeweils Millionen von Nutzern haben und alternative Plattformen anbieten, auf denen Menschen alle möglichen Arten von Informationen teilen können. In der neuesten CareerBuilder-Umfrage unter Personalchefs und HR-Mitarbeitern gaben über 70 Prozent der Arbeitgeber an, dass sie inzwischen soziale Netzwerke nutzen, um Bewerber vor der Einstellung zu überprüfen.

Die Nachteile der Nutzung von sozialen Netzwerken im Einstellungsprozess sind offensichtlich und es gibt sogar rechtliche Risiken für Arbeitgeber, die sich die Online-Profile von potentiellen Bewerbern ansehen – Stichwort Screening. Ein Profilbild kann ethnische Zugehörigkeit, Geschlecht, Alter und andere Eigenschaften von Personen zeigen, die sich möglicherweise auf den Einstellungsprozess auswirken können. Damit könnten Bewerber möglichen Vorurteilen oder Präferenzen von Personalchefs ausgesetzt werden. Zugegeben, dasselbe geschieht auch beim persönlichen Vorstellungsgespräch, doch in diesem Szenario wurde der Bewerber zumindest eingeladen und kann mit positivem Auftreten ein besseres Bild von sich vermitteln. Wird er erst gar nicht eingeladen, entfällt diese Chance.

Die Macht der persönlichen Markenbildung: Die meisten modernen Arbeitnehmer sind in der digitalen Welt präsent. Sie hinterlassen dabei einen digitalen Fußabdruck, der zur Wahrnehmung von außen beiträgt. Normalerweise ist diese Online-Präsenz etwas Positives und kann zu einer Art persönlicher Markenbildung beitragen. Personalchefs belohnen Bewerber, die hierbei Kommunikationsfähigkeiten belegen, einen professionellen Eindruck erwecken, Kreativität zeigen und Hintergrundinformationen teilen, die ihre beruflichen Fähigkeiten untermauern. Einige Unternehmen überdenken bei der Beurteilung von Bewerbern zwar aufgrund der rechtlichen Aspekte das Einbeziehen von Informationen aus den sozialen Netzwerken. Auf der anderen Seite gibt es aber auch HR-Verantwortliche, die für bestimmte Positionen grundsätzlich Bewerber ablehnen die keine Online-Präsenz haben.

Entscheidend ist, welche Inhalte ein Arbeitssuchender für HR-Abteilungen einsehbar im Netz präsentiert – ob absichtlich oder unabsichtlich. Es ist heute unerlässlich, den eigenen digitalen Fußabdruck regelmäßig zu überprüfen, um sicherzustellen, dass das persönliche Profil den gewünschten Eindruck vermittelt. Die meisten online-Daten werden zudem in der Cloud erfasst, ausgelesen, gespeichert. Damit sind sie möglicherweise auch für Personen sichtbar, für die sie nicht gedacht waren oder sogar nachdem man davon ausgegangen ist, die Informationen gelöscht zu haben. Wer sicher gehen möchte, sollte sich an die alte Social Media Regel halten, nur solche Inhalte zu posten, bei denen es nicht stören würde, wenn sie morgen in der Zeitung zu lesen wären.

Der Peer-to-Peer Effekt: Jeden Monat nutzen hunderte Millionen Menschen Instagram, LinkedIn, Twitter und andere Netzwerke oder Plattformen. Laut Facebook nutzen jeden Tag 1,37 Milliarden Menschen das soziale Netzwerk. Findige Personalchefs haben daher bereits erkannt, dass der Ausbau ihrer Arbeitgeber-Marke in der Online-Welt ein entscheidender Aspekt für einen äußerst effektiven Anwerbungsprozess ist. Besonders wenn aktuelle Mitarbeiter ihre positiven Erfahrungen in den sozialen Netzwerken teilen, ist dies für mögliche Bewerber ein überzeugendes Argument. Die meisten Menschen vertrauen ihren Freunden und Bekannten oder Kollegen in ähnlichen beruflichen Positionen weit mehr, als der Webseite eines Unternehmens. Laut einer aktuellen Bewerber-Studie zweifeln sogar fast zwei Drittel der Kandidaten an Aussagen potenzieller Arbeitgeber in Stellenanzeigen.

Die persönliche Rezension eines Mitarbeiters, ob positiv oder negativ, die von einem Mitarbeiter geteilt wird, kann in Sekundenschnelle Tausende potenzielle Kandidaten erreichen. Eine solche Bewertung kann damit entscheidende Auswirkungen auf den Talentpool und die Anwerbungsbemühungen eines Unternehmens haben. Wer Mitarbeiter dazu ermutigt weiterzugeben, dass es offene Stellen im Unternehmen gibt, oder Prämien für Empfehlungen vergibt, der kann zu einer positiven Unternehmenskultur beitragen, die Talente anzieht.

Mobiler Zugriff auf Stellenausschreibungen: Die Strategieberatungsfirma Kelton hat ermittelt, dass 86 Prozent aller aktiven Jobsuchenden zunächst über mobile Endgeräte, vor allem Smartphones, auf Stellensuche gehen. Was hat das für Konsequenzen für die Gestaltung von Stellenangeboten?

Ein führendes globales Gastgewerbeunternehmen hat vor Kurzem eine Überprüfung seines mobilen Anwerbungsprogramms durchgeführt und dabei eine direkte Verbindung zwischen der Menge der Informationen, die von den Bewerbern abgefragt werden, und der Absprungrate im Bewerbungsprozess gefunden. Vor allen zu lange Beschreibungen und viele Seitenwechsel bei zu langen Ladezeiten können zu einem Abspringen der Interessenten führen. Die Optimierung für den mobilen Zugriff sollte bei der Gestaltung der Stellenanzeige unbedingt bedacht werden. Aber nicht nur aus diesem Grund ist die richtige Balance zwischen ausreichend verfügbaren Informationen zu Stelle sowie Unternehmen und Überforderung der Kandidaten wichtig. Online-Bewerbungsformulare, bei denen nur zwei bis drei Klicks vonnöten sind und das Unternehmen sowie die offene Stelle in 300 bis 1500 Wörtern beschrieben werden, geben hier einen guten Richtwert vor. Idealerweise führen Links den detailinteressierten Bewerber zu weiteren Informationen.

Analyseoptionen intelligent nutzen: Analysefunktionen werden heute bereits eingesetzt, um festzustellen, welche Inhalte von Websites besonders beliebt sind, oder wo Besucher abspringen. Solche Daten können auch HR-Teams sinnvoll nutzen. Zu erfahren, wie Arbeitssuchende die Webseite des Unternehmens finden und an welchem Punkt des Online-Bewerbungsprozesses sie abspringen, bietet wertvolle Einsichten in die Nutzererfahrung. Auf diese Weise können Unternehmen beispielsweise bessere Strategien entwickeln, um potentielle zukünftige Mitarbeiter anzuwerben und zu halten. Zu viele Unternehmen nutzen nach wie vor Bewerbungsprozesse, die sich rund um herkömmliche Bewerbungsverfahren (wie die Messung der Zeit bis zur Besetzung der Stelle) entwickelt haben oder sie werden durch überholte HR-Systeme eingeschränkt.

Abschließend lässt sich feststellen: Die digitale Evolution verändert nicht nur grundlegend die Art und Weise, wie Arbeitnehmer nach Jobs suchen, sondern auch, wie Unternehmen offene Stellen besetzen. Daher sollte sich jedes Unternehmen die Frage stellen: Was tun wir, um sicherzustellen mit dieser Entwicklung Schritt zu halten und unseren Einstellungsprozess weiterzuentwickeln?
(SumTotal: ra)

eingetragen: 23.09.18
Newsletterlauf: 12.11.18

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  • Anstieg des CEO-Frauds

    KnowBe4 beobachtet eine ernst zu nehmende Zunahme des CEO-Frauds (auch bekannt als Business E-Mail Compromise / E-Mail Account Compromise). Das Volumen im vergangenen Monat hat sich nahezu verdreifacht. Diese Eskalation wird durch Phishing-Versuche erkannt, die weltweit über den Phish Alert Button (PAB) von KnowBe4 gemeldet werden. Mit dem PAB können Benutzer verdächtige Phishing-E-Mails mit einem einfachen Klick identifizieren und an die IT-Abteilung oder ihr Incident Response-Team melden, damit diese die Nachrichten näher untersuchen können. Immer mehr Spear-Phishing-E-Mails, die scheinbar vom CEO an einen Mitarbeiter in Unternehmen gerichtet sind, werden erkannt und KnowBe4 hat erst im vergangenen Monat einen deutlichen Anstieg festgestellt. Kriminelle erstellen E-Mails, in denen sie nach mehr persönlichen Informationen fragen, einschließlich Straßenadressen und persönlichen Telefonnummern von Mitarbeitern.

  • Zuverlässige Organisation von Gefahrguttransporten

    Tagtäglich befördern zahlreiche Fahrzeuge unterschiedliche Waren von A nach B - darunter auch sogenanntes Gefahrgut. "Als gefährliche Stoffe gelten Güter, die sowohl das Leben als auch die Gesundheit von Menschen und Tieren als auch die öffentliche Sicherheit und Ordnung gefährden können", erklärt Alexander Heine, Geschäftsführer der CM Logistik Gruppe. "Deren Transport erfordert einen reibungslosen Ablauf der gesamten Kette sowie das exakte Ineinandergreifen der Prozesse unter Beachtung entsprechender Vorschriften, um den entstandenen Mehraufwand logistisch zu handhaben."

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    Im Wege des Fernabsatzes zustande gekommene Altverträge können auch heute noch wirksam widerrufen werden, falls vorvertragliche Informationen nicht ordnungsgemäß erteilt worden sind. Denn die Erlöschensvorschrift des Art. 229 § 38 Abs. 3 EGBGB greift hier nicht. Der BGH hat mit seiner Entscheidung vom 27.02.2018, XI ZR 160/17, klargestellt, dass in zahlreichen Fällen ein solches Fernabsatzgeschäft vorliegt und damit den Weg für einen neuen "Fernabsatz-Widerrufsjoker" geebnet. "Eine sorgfältige Prüfung der Vertragsunterlagen lohnt sich daher weiterhin", empfehlen Dr. Marcus Hoffmann und Mirko Göpfert, Partner der im Bank- und Kapitalanlagerecht tätigen Kanzlei Dr. Hoffmann & Partner Rechtsanwälte aus Nürnberg.

  • Steuerfindung für Fortgeschrittene

    Der Schritt ins Ausland führt nicht nur kulturell auf unbekanntes Terrain. Unternehmen sehen sich im Finanzwesen einem wahren Dschungel aus Gesetzen und Vorschriften gegenüber. proAlpha hat nachfolgend einige Beispiele zusammengetragen und erklärt, wie sich Mittelständler im Dickicht der Vorschriften leichter zurechtfinden. Zölle sind aktuell ein heißes Thema. Die Entscheidung des US-Motorradbauers Harley-Davidson, einen Teil seiner US-Produktion ins Ausland zu verlagern, sorgte weltweit für Schlagzeilen. Als Folge des Handelsstreits zwischen den USA und Europa spielen die Handy-Hersteller Samsung und LG wiederum mit dem Gedanken, Produktionsstätten in die USA zu verlagern. Und auch an den asiatischen Produktionsstandorten, insbesondere in China, ist derzeit einiges in Bewegung. Die aktuelle Diskussion zeigt sehr deutlich, wie schnell die Änderung von nur einer Vorschrift strategische Entscheidungen auf den Kopf stellen kann. Sie verdeutlicht aber auch, wie wichtig es ist, das Rechnungswesen in den Prozess der Internationalisierung einzubinden.