- Anzeigen -

Gemeinsame Nutzung von APIs


PSD2: Die neue Zahlungsdienstrichtlinie der EU ist in Kraft
Die neue Zahlungsdienstrichtlinie stellt Banken und Finanzinstitute also vor große Herausforderungen, denn sie sind für die Sicherheit und die Vertraulichkeit der Kontodaten ihrer Kunden verantwortlich

- Anzeigen -





Kommentar von Winston Bond, Technical Director EMEA beim Applikationssicherheits-Experten Arxan Technologies

Am 13. Januar war es endlich soweit: Die neue Zahlungsdienstrichtlinie der EU (kurz PSD2) trat offiziell in Kraft. Die neuen Richtlinien werden unser Bank- und Zahlungsverkehrswesen, wie wir es bisher kennen, grundlegend verändern und eine neue Ära des ‘offenen Bankwesens’ einleiten, welche Bankkunden eine neue beispiellose Freiheit beim Zugang zu Finanzdienstleistungen eröffnet. Für Banken bedeutet diese Öffnung, dass sie fortan verpflichtet sind, ihre Programmierschnittstellen (APIs) auch für Anwendungen von Drittanbietern freizugeben. Das Problem: Wie dies sicher gelingen kann, darüber sind sich viele Finanzdienstleister noch immer nicht im Klaren.

Die größte Schwachstelle bei der gemeinsamen Nutzung von APIs ist dabei die einfache Authentifizierung, die von den meisten API-Management-Lösungen eingesetzt wird, um die Echtheit der Client-App zu bestätigen und deren Zugriff auf die Serverressourcen freizugeben. Sind Cyberkriminelle nun in der Lage, die Sicherheitsbarrieren einer App zu durchbrechen und den Code zu dekompilieren, könnten sie möglicherweise die sensiblen Kodierungsschlüssel freilegen.

In einem weiteren Schritt könnten die Angreifer dann einen legitimen Client vortäuschen und sich auf diese Weise Zugriff auf grundsätzlich alle Systeme verschaffen, die zur API eine Verbindung herstellen dürfen. Um eine derartigen Missbrauch zu verhindern, müssen fortan also Banken sicherstellen, dass die kryptographischen Schlüssel, die sie zur Authentifizierung verwenden, vor Fremdzugriff geschützt sind, etwa durch spezielle Code-Verschleierungsmaßnahmen.

Die neue Zahlungsdienstrichtlinie stellt Banken und Finanzinstitute also vor große Herausforderungen, denn sie sind für die Sicherheit und die Vertraulichkeit der Kontodaten ihrer Kunden verantwortlich. Folglich müssen Banken alles in ihrer Macht stehende tun, um ihren wohlbegründeten Ruf als sicherheitsbewusste Unternehmen weiterhin aufrechtzuerhalten. Dazu zählt auch die Entwicklung eines einheitlichen Ansatzes für das Gelingen eines sicheren Open Bankings.
(Arxan Technologies: ra)

eingetragen: 15.01.18
Home & Newsletterlauf: 13.02.18

Arxan Technologies: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.

- Anzeigen -




Kostenloser Compliance-Newsletter
Ihr Compliance-Magazin.de-Newsletter hier >>>>>>


Meldungen: Kommentare und Meinungen

  • "Klagen der Netzbetreiber nicht nachvollziehbar"

    Strom- und Gasnetzbetreiber wehren sich gegen die von der Bundesnetzagentur im Jahr 2016 festgelegte Höhe der Zinssätze, mit denen die Unternehmen ihr eingesetztes Kapital verzinsen dürfen. Aus Sicht des Bundesverbands Neue Energiewirtschaft (bne) und des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) ist das von der Bundesnetzagentur festgelegte Zinsniveau aber mehr als ausreichend, um die Modernisierung der Energienetze sicherzustellen. Die Rechnung für die hohen Renditen zahlten die Verbraucherinnen und Verbraucher. Der Großteil der Strom- und Gasnetzbetreiber hat gegen die von der Bundesnetzagentur beschlossenen Zinssätze geklagt.

  • Gemeinsame Nutzung von APIs

    Am 13. Januar war es endlich soweit: Die neue Zahlungsdienstrichtlinie der EU (kurz PSD2) trat offiziell in Kraft. Die neuen Richtlinien werden unser Bank- und Zahlungsverkehrswesen, wie wir es bisher kennen, grundlegend verändern und eine neue Ära des 'offenen Bankwesens' einleiten, welche Bankkunden eine neue beispiellose Freiheit beim Zugang zu Finanzdienstleistungen eröffnet. Für Banken bedeutet diese Öffnung, dass sie fortan verpflichtet sind, ihre Programmierschnittstellen (APIs) auch für Anwendungen von Drittanbietern freizugeben. Das Problem: Wie dies sicher gelingen kann, darüber sind sich viele Finanzdienstleister noch immer nicht im Klaren.

  • Kompetenzen auf zu viele Zivilgerichte verteilt

    "Wir begrüßen, dass die Bayerische Justiz die behördliche Aufsicht über Inkassounternehmen ab dem kommenden Jahr auf nur noch zwei Behörden konzentriert. Darüber hat uns in dieser Woche das Bayerische Staatsministerium der Justiz informiert. Kurz vor Weihnachten ist das eine mehr als erfreuliche Nachricht und ein wichtiger Schritt für mehr Rechtssicherheit, von dem sowohl Inkassounternehmen und ihre Auftraggeber als auch Verbraucher erheblich profitieren werden. Der Freistaat setzt damit Maßstäbe bei der Inkasso-Aufsicht, an der sich andere Bundesländer orientieren sollten", erklärt BDIU-Hauptgeschäftsführer Kay Uwe Berg.

  • Ausgleich für gedrosselte Akkus in iPhones

    In den USA bietet das Unternehmen Apple im Streit um eine gedrosselte Leistungsfähigkeit von iPhones nach einem Softwareupdate einen kostengünstigen Austausch älterer Handy-Akkus an. In Europa - und damit auch in Deutschland - warten die iPhone-Kunden bislang vergeblich auf entsprechende Angebote des Herstellers, um ihre Mobiltelefone wieder auf volle Leistung bringen zu können. Das sei nicht nur ärgerlich, sondern widerspreche auch dem Nachhaltigkeitsprinzip, so Klaus Müller, Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv).

  • Historische Entscheidung der USA

    Während Europa seine strikte Haltung zur Netzneutralität beibehält, hat die US-amerikanische Federal Communications Commission (FCC) am 14. Dezember neue Regeln verabschiedet, die es Internetanbietern erlauben, ihre Dienste je nach Anwendung oder Website zu diversifizieren. Das bedeutet, dass Anbieter von Inhalten wie YouTube oder Facebook beschließen können, Provider zu bezahlen, um eine höhere Geschwindigkeit als andere Websites zu erreichen. Die Entscheidung der FCC hebt die bisherigen US-Regeln zur Netzneutralität auf, wonach alle Websites und Anwendungen von Internetanbietern gleich behandelt wurden.