Bedrohung für ungeschützte Finanz-Applikationen


Auch im Jahr 2015 gilt der Finanzsektor als Hauptangriffsfeld für Hacker und Cyberkriminelle
Banken, Zahlungsdienstleister und Kunden ihre Aktivitäten vermehrt über mobile Endgeräte abwickeln

Von Joachim Haas, Arxan Technologies

(19.02.15) - Bereits zum 9. Mal fand der Europäische Datenschutztag statt, dessen Aufgabe es ist, das Bewusstsein für das Thema Datenschutz bei Bürgern wie Unternehmen zu schärfen. Anlässlich dieses Ereignisses möchte ich insbesondere die steigenden Risiken mobiler Plattformen im Banking- und Bezahlsektor hervorheben. Auch im Jahr 2015 gilt der Finanzsektor als Hauptangriffsfeld für Hacker und Cyberkriminelle, da Banken, Zahlungsdienstleister und Kunden ihre Aktivitäten vermehrt über mobile Endgeräte abwickeln. Kein Wunder also, dass Sicherheitslösungen für mobile Applikationen immer mehr an Bedeutung gewinnen.

Welche Bedrohung ungeschützte Finanz-Applikationen für Kunden und Unternehmen darstellen, hat der "State of Mobile App Security" Report von Arxan jüngst gezeigt. Demnach wurden im vergangenen Jahr 95 Prozent der beliebtesten Android-Finanz-Apps sowie 70 Prozent der iOS-Apps gehackt.

Lesen Sie zum Thema "IT-Sicherheit" IT SecCity.de (www.itseccity.de)

Vor dem Hintergrund dieser erschreckenden Ergebnisse rate ich Kunden, die mobile Banking- und Payment-Apps nutzen, folgende Maßnahmen zu beachten, um ihre sensiblen Daten so gut es geht zu schützen:

Laden Sie Banking- und Bezahl-Apps ausschließlich von zertifizierten offiziellen App-Stores herunter
>> Stellen Sie sicher, dass die Einstellungen ihres Smartphones Downloads aus inoffiziellen Stores unterbinden.

Fragen Sie Ihre Bank oder Ihren Zahlungsdienstleister, ob deren Apps gegen Reverse Engineering (Nachbau) geschützt sind
>> Beim Reverse Engineering analysieren Hacker mit Hilfe bestimmter Tools die Applikation und lesen etwa sensible Schlüssel aus. Dies ist der erste Schritt, um die Funktion einer App zu manipulieren oder Malware einzuschleusen.

Wählen Sie sich niemals über ein öffentliches W-LAN in einen E-Mail- oder Bank-Account ein
>> Sollte dies einmal unvermeidbar sein – wenn Sie etwa in einem Hotel, Flughafen etc. sind – nutzen Sie ein Virtual Private Network.

Fragen Sie Ihre Bank oder Ihren Zahlungsdienstleister, ob die Apps mit einer Selbstschutz-Technologie ausgestattet sind! Verlassen Sie sich nicht nur auf mobile Anti-Virus- oder Anti-Spam-Programme oder unternehmensweite Sicherheitslösungen zum Schutz der Apps vor Hacking- oder Malware-Angriffen
>> Diese Lösungen bieten keinen ausreichenden Schutz vor den "neuen” gefährlichen Angriffen, wie es etwa WireLurker oder Masque Attack gewesen sind.
>> Führende App-Entwickler aus dem Banking- und Bezahl-Sektor statten ihre Applikationen bereits im Entwicklungsprozess mit einer Selbstschutz-Technologie aus, dank der Unternehmen und ihre Kunden von größtmöglicher Sicherheit vor Hackerangriffen und Datenklau profitieren.

Der Datenschutztag ist in diesem Jahr wichtiger denn je zuvor, denn die App-Industrie erlebt – insbesondere im Finanzsektor – eine rasante Entwicklung. Vom einfachen Bezahlen bis hin zum Aktienkauf, immer mehr Transaktionen laufen über mobile Plattformen. Die Sicherheit unserer mobilen Applikationen muss oberste Priorität haben, denn nur so kann der Datenschutz gewährleistet werden. (Arxan Technologies: ra)

Arxan Technologies: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.


Kostenloser Compliance-Newsletter
Ihr Compliance-Magazin.de-Newsletter hier >>>>>>


Meldungen: Kommentare und Meinungen

  • Finale Umsetzung von Basel III

    Der Rat der Europäischen Union hat sich auf seine Positionierung zum EU-Bankenpaket verständigt. Diese tiefgreifende Überarbeitung bankaufsichtlicher Anforderungen, in deren Zentrum die finale Umsetzung von Basel III steht, wird den europäischen Bankensektor deutlich belasten. Durch die neuen Regelungen werden die Kapitalanforderungen der Institute erheblich ansteigen; ihre Umsetzung ist darüber hinaus mit hohen administrativen Kosten verbunden.

  • Minijobs zementieren Armut

    Zum 1. Oktober steigt der gesetzliche Mindestlohn auf 12 Euro. Außerdem wird die Minijob-Grenze von 450 Euro auf 520 Euro angehoben. Die Erhöhung der Minijob-Grenze sieht der VdK kritisch und spricht sich stattdessen für eine Eindämmung der Minijobs aus.

  • Haftungsrisiko begrenzen

    Die EU-Kommission veröffentlichte einen Entwurf zur Haftungsrichtlinie zu Künstlicher Intelligenz (AI Liability Directive), die den Haftungsfall im Umgang mit Künstlicher Intelligenz regelt. Dazu erklärt Susanne Dehmel, Mitglied der Bitkom-Geschäftsleitung: "Wir begrüßen, dass mit dem Entwurf zur KI-Haftungsrichtlinie erste grundsätzliche Fragen zur Haftung im Schadensfall beim Einsatz von KI geregelt werden sollen. Künstliche Intelligenz ist für die deutsche Wirtschaft eine herausragend wichtige Zukunftstechnologie."

  • Grundrechtsproblematische Massenüberwachung

    Der europäische Gerichtshof hat am 20. September 2022 ein historisches Urteil verkündet: Die aktuell in Deutschland geltende Vorratsdatenspeicherung widerspricht den Grundrechten der EU und das entsprechende deutsche Gesetz ist damit null und nichtig.

  • Neues Nachweisgesetz

    Seit dem 1. August 2022 gilt in Deutschland das neue Nachweisgesetz. Darin ist unter anderem geregelt, dass Informationen über die wesentlichen Arbeitsbedingungen für Mitarbeiter in Papierform vorliegen müssen. Dabei geht es unter anderem um Höhe und Zusammensetzung des Arbeitsentgelts, die Dauer einer eventuellen Probezeit, vereinbarte Arbeitszeit sowie (bei Schichtarbeit) Informationen zum Schichtsystem und weitere Pflichtangaben.

Wir verwenden Cookies um unsere Website zu optimieren und Ihnen das bestmögliche Online-Erlebnis zu bieten. Mit dem Klick auf "Alle akzeptieren" erklären Sie sich damit einverstanden. Erweiterte Einstellungen