Studie zum Thema "Korruption in Indien"


Manager in Indien sagen, dass die größten Korruptionsrisiken dann entstehen, wenn sie mit der Regierung interagieren
Praxisorientiert gegen Korruption vorgehen

(03.02.15) - Die Allianz für Integrität (AfIn), initiiert vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) in Kooperation mit dem Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) und dem Deutschen Global Compact Netzwerk (DGCN), hat in der indischen Hauptstadt Neu-Delhi eine ausführliche Studie zum Thema "Korruption in Indien" vorgestellt. Die 75 befragten hochrangigen Manager von in Indien tätigen Unternehmen lieferten teils überraschende Antworten auf die Frage, wie in einer der wichtigsten Volkswirtschaften der Zukunft mit dem Thema Korruption umzugehen sei.

Zu den wichtigsten Ergebnissen der Studie gehört, dass die Managemenebene in Indien sehr deutlich sagt, dass Korruption den Unternehmen im Land schadet. Mehr als vier Fünftel der Befragten sind der Meinung, dass ihr Unternehmen ohne ein Programm zur Korruptionsprävention Geld verlieren würde. Ähnlich groß ist jedoch auch mit 69 Prozent der Anteil derer, die sagen, dass Unternehmen in Indien die Regularien zum Thema Korruption im Land nicht ausreichend kennen.

"Uns hat diese Zahl schon überrascht", sagt Noor Naqschbandi, Projektleiter AfIn bei der GIZ. "Die Studie zeigt, dass Chancen und Risiken oft nah beieinander liegen", so Naqschbandi. "Einerseits sagt das Management in Indien, dass die größten Korruptionsrisiken dann entstehen, wenn sie mit der Regierung interagieren. Auf der anderen Seite sagen sie aber auch, dass die Regierung ein wichtiger Partner beim Lösen dieser Probleme sein kann."

Darüber hinaus zeigt die Umfrage, deren Daten aus dem September und Oktober 2014 stammen, dass die Nachfrage nach Initiativen wie der AfIn groß ist. Mit 96 Prozent gaben fast alle Befragten Manager an, dass aktuell die richtige Zeit ist, um gemeinsam und praxisorientiert gegen Korruption vorzugehen. Naqschbandi kommentiert: "Die AfIn wird diese gute Ausgangslage nutzen und zusammen mit ihren Partnern daran arbeiten, die Lage nachhaltig weiter zu verbessern."

Über die Studie
Im September und Oktober hat die AfIn zusammen mit dem BDI und der indischen Industrievereinigung CII insgesamt 75 hochrangige Manager von in Indien tätigen Unternehmen zum Thema Korruption befragt und darüber hinaus Experten-Meetings in Mumbai und Delhi organisiert. Die Studie enthält die wichtigsten Erkenntnisse zu den aktuellen Chancen und Risiken bei der Korruptionsprävention in Indien.
(Allianz für Integrität: ra)


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