- Anzeigen -

Personalausfall im Pandemiefall


Risikostudie: Mitarbeiterausfall größte Gefahr für Unternehmen
Grundsätzlich hat sich die Präventionsarbeit auf betrieblicher Ebene für den Pandemiefall in Deutschland deutlich verbessert


(08.12.11) - 62 Prozent der Risikoverantwortlichen in deutschen Unternehmen haltenden krankheitsbedingten Ausfall weiter Teile der Belegschaft für die größte Bedrohung im Hinblick auf den wirtschaftlichen Fortbestand ihrer Betriebe. Gleichzeitig attestieren ebenso viele Experten der hauseigenen Krisenplanung deutlichen Verbesserungsbedarf. Wenn es darum geht, einen kritischen Personalausfall beispielsweise im Pandemiefall zu kompensieren, geben allerdings mehr als 60 Prozent der Verantwortlichen dem eigenen Unternehmen für die getroffene Planung nur die Schulnote "befriedigend" oder schlechter. Das ist das Ergebnis der Studie "Krisensituationen in Unternehmen 2011" die vom IMWF Institut für Management- und Wirtschaftsforschung erstellt wurde.

Der Ausbruch der Ehec-Epidemie (E.coli Typ O104:H4) im Mai dieses Jahres sowie die Schweinegrippe vor zwei Jahren stellte die getroffenen Präventionsmaßnahmen auf die Probe und führte bei einem Großteil der befragten Unternehmen zu Anpassungen der Krisenplanung. 71 Prozent der befragten Fach- und Führungskräfte gaben an, den eigenen Pandemieplan um neue Maßnahmen ergänzt zu haben. Als wichtigste Baustelle wurden dabei die individuellen Schutz- und Hygienemaßnahmen für die Belegschaft nachgebessert. 63 Prozent der Pandemieverantwortlichen nahmen die Erfahrungen zum Anlass, im eigenen Betrieb Hygienestandards einzuführen, die beispielsweise vom Robert Koch Institut empfohlen werden.

Darüber hinaus wurde der Komplex "Kommunikation" von gut jedem zweiten Unternehmen ergänzt und der Plan für einen fortlaufenden Informationsaustausch mit regionalen Gesundheitsämtern, Kommunen und anderen offiziellen Stellen überarbeitet. Rund 40 Prozent entschieden sich zudem für eine Bevorratung mit antiviralen Medikamenten. Als wichtigstes Motiv für den Medikamentenschutz nennen 88 Prozent der Befragten die Überlegung, wenigstens die Schlüsselpositionen im Betrieb aufrechterhalten zu müssen.

Trotz einiger offener Punkte: Grundsätzlich hat sich die Präventionsarbeit auf betrieblicher Ebene für den Pandemiefall in Deutschland deutlich verbessert. So geben mittlerweile 72 Prozent der Fach- und Führungskräfte an, dass im Unternehmen ein fertiger Pandemieplan existiert. Zum Vergleich: Laut einer im Dezember 2006 durchgeführten Befragung verfügte nicht einmal jedes dritte Unternehmen aus der Dienstleistungsbranche oder dem produzierenden Gewerbe über einen Pandemieplan. (IMWF: ra)

IMWF: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.

- Anzeigen -




Kostenloser Compliance-Newsletter
Ihr Compliance-Magazin.de-Newsletter hier >>>>>>


Meldungen: Studien

  • Ordnungsgemäße Rechnungsverarbeitung

    77 Prozent der deutschen Unternehmen glauben, Rechnungen ordnungsgemäß verarbeiten zu können. Doch bei rechtlichen und formalen Vorgaben offenbaren sie gefährliches Halbwissen. Zudem weiß die Mehrheit nicht, was E-Invoicing überhaupt ist. Das ergab eine aktuelle Umfrage des E-Invoicing-Anbieters crossinx unter 150 Finanzentscheidern in deutschen Unternehmen ab 50 Mitarbeitern. Diese Ergebnisse beweisen nicht nur, dass mittelständische und große Unternehmen massiven Nachholbedarf in Sachen Digitalisierung haben. Unternehmen bewegen sich zudem rechtlich auf dünnem Eis: Sie kommen Compliance-Richtlinien wie etwa der gesetzlichen Aufbewahrungspflicht von Rechnungsdaten oder Datenschutzvorgaben nicht nach.

  • Kommunikation in sozialen Netzwerken

    Die Nachricht kam vor Stunden an, der Empfänger war sogar online und hat sie gelesen, aber nicht darauf reagiert: Jeden zweiten Social-Media- und Messenger-Nutzer (56 Prozent) ärgert es, wenn andere nicht auf gelesene Nachrichten antworten. Bei den 14- bis 29-Jährigen geben sogar zwei von drei (67 Prozent) an, ein solches Verhalten würde sie ärgern. Umgekehrt sagen aber auch sechs von zehn Nutzern (62 Prozent), dass es sie stresst, wenn andere eine schnelle Reaktion auf ihre Nachrichten erwarten. Unter den Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter von 14 bis 29 Jahren sind es bereits 68 Prozent.

  • Tipps für Anleger in Zeiten der Kurseinbrüche

    Nichts für Anleger mit schwachen Nerven: Der US-Leitindex Dow Jones verlor kürzlich an einem einzigen Tag 1.600 Punkte - so viel wie noch nie zuvor. Die Folge: Kurseinbrüche an den Börsen weltweit, auch in Frankfurt. Mittlerweile hat sich die Wall Street wieder gefangen, und auch der DAX erholt sich von den Turbulenzen. Was bleibt, ist bei vielen Anlegern Unsicherheit - und so mancher Börsen-Neuling fragt sich vielleicht, ob ein Investment in Aktien das Richtige ist. Wir geben fünf Tipps für jeden Anleger.

  • Jeder Vierte fürchtet Kamera-Spione

    Versteckte Beobachter in den eigenen vier Wänden zu haben - eine Horrorvorstellung für die meisten Menschen. Für Cyberkriminelle bieten Kameras in Computern und Handy genau das: ein mögliches Einfallstor, um Personen auszuspionieren. Viele Menschen wollen sich gezielt dagegen schützen. So deckt jeder vierte Nutzer (27 Prozent) von Laptops, Tablet-Computern und Smartphones die Kamera seines Geräts bewusst ab. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. "Wenn Hightech-Geräte mit Schadprogrammen infiziert sind, können Cyberkriminelle die integrierten Kameras zur ungewollten Überwachung einsetzen", sagt Dr. Nabil Alsabah, Referent für IT-Sicherheit beim Bitkom. "Wer ganz sicher gehen will und die Gerätekamera kaum nutzt, kann die Linse der Kamera auch abkleben." Der Komfort bei der Gerätenutzung werde dadurch aber eingeschränkt.

  • Compliance-Anforderungen in Europa moderat

    Workforce-Monitoring-Programme werden kontrovers diskutiert. Deutschland reiht sich mit strikten gesetzlichen Rechtsvorgaben im internationalen Vergleich auf Rang 3 ein. Nur Finnland und Italien haben höhere Compliance-Anforderungen an die Implementierung von Monitoring-Tools. Das zeigt eine globale Studie von Forcepoint, Anbieter von Lösungen für Content- und IT-Sicherheit, und der internationalen Anwalts- und Wirtschaftskanzlei Hogan Lovells. Sie untersucht die rechtlichen Anforderungen an die Implementierung von Monitoring-Tools für die IT-Sicherheit in 15 Industrienationen. Eine Möglichkeit, Daten zu schützen und zu managen sowie sich gegen interne und externe Bedrohungen zu schützen, ist, zu analysieren, wie Informationsressourcen im Unternehmen genutzt werden.