Eine Referenz für die Compliance-Organisation


Referenzmodell zur IT-gestützten Realisierung von Compliance in der Finanzindustrie
Artikel stellt einen Ansatz vor, der sich zum Ziel setzt ein ganzheitliches Referenzmodell zur IT-gestützten Realisierung einer Compliance-Organisation in Finanzinstituten zu entwickeln



Von Prof. Dr. Kurt Sandkuhl, Prof. Dr. Henning Herzog, Felix Timm, Gregor Stephan, Alina Debski

Eine hohe Dynamik in der Gesetzgebung, kurze Fristen und ansteigende organisatorische Auswirkungen machen die Umsetzung eines ganzheitlich integrierten Governance-, Risk- und Compliance-Ansatzes immer anspruchsvoller für Kreditinstitute. Bislang existieren weder ein adäquater Industriestandard noch nutzbare Referenzmodelle, die Compliance-Beauftragte bei der regulativen Compliance unterstützen. Dieser Artikel stellt ein Referenzmodell vor, welches sich die Realisierung einer ganzheitlichen Compliance zum Ziel setzt. Die Autoren präsentieren die Referenz-Compliance-Organisation, welche im Rahmen eines Bitkom-Forschungsprojektes die Realisierung einer integrierten und IT-gestützten Compliance ermöglichen soll.

Im Zuge der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrisen, der weiterhin auffallend zahlreichen Compliance-Verfehlungen beziehungsweise der Aktivitäten zur Bekämpfung der Geldwäsche oder der Kriminalität und des Terrorismus, treibt der Gesetzgeber die Regulierung der Banken-, Finanzdienstleistungs- und Versicherungsbranche sowie verwandter Branchen weiterhin zügig voran. Die Compliance-Organisation eines Finanzinstituts ist folgenden Charakteristiken der Regulatorik ausgesetzt: Der regulatorische Rahmen, in dem Banken und andere Finanzunternehmen agieren, ist zunehmend komplex, zeichnet sich durch eine ansteigende Dynamik aus und weitet sich auf immer mehr Unternehmensklassen aus. Zudem verhindert das vorherrschende Malus-System der Regulierungsbehörden eine effektive Umsetzung der gesetzlichen Herausforderungen seitens der Institute.

Dieser Beitrag aus der Zeitschrift Risk, Fraud & Compliance (ZRFC) (Ausgabe 1, 2018, Seite 16 bis 22) wurde von der Redaktion von Compliance-Magazin.de gekürzt.

In voller Länge können Sie ihn und weitere hier nicht veröffentliche Artikel im ZRFC lesen.


Zeitschrift Risk, Fraud & Compliance (ZRFC) - Prävention und Aufdeckung in der Compliance-Organisation

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Im Überblick: ZRFC

Zeitschrift Risk, Fraud & Compliance (ZRFC)

  • Stellhebel zur Erhöhung des Compliance-Erfolgs

    Das Institut für Finanzdienstleistungen Zug IFZ der Hochschule Luzern (HSLU) und das Schweizerische Institut für Entrepreneurship der Fachhochschule Graubünden (FHGR) haben gemeinsam eine Umfrage zum Thema Compliance in der Schweiz durchgeführt.

  • Einordnung von Greenwashing-Risiken

    Anknüpfend an zwei Beiträge zur aktuellen Entwicklung der Compliance-Anforderungen im Nachhaltigkeitsbereich beschäftigt sich dieser Beitrag mit dem Phänomen des Greenwashings. Dabei soll ein Blick auf die Definition, die häufigsten Erscheinungsformen und die möglichen Sanktionsrisiken bei Verstößen geworfen werden.

  • Wesentliche Neuerungen im Rahmen der CSRD

    Nachhaltigkeit ist aktuell eines der zentralen Themen in der Unternehmenspraxis. Dies bezieht sich auf strategische Aspekte und auch Compliance-Themenbereiche. Neben dem Thema Lieferkette ist insbesondere die Nachhaltigkeitsberichterstattung Objekt zahlreicher Diskussionen.

  • Controlling und Compliance

    Compliance muss wirtschaftlich handeln, risikoorientiert Vorgehen. Während statische, externe Größen (wie der Korruptionsindex einzelner Länder) bereits Berücksichtigung finden, werden dynamische, unternehmensinterne Größen bisher kaum berücksichtigt. Der weitere Text gibt Anregungen, dies zu ändern.

  • Interpretation des LkSG

    Anfang des Jahres trat für größere Unternehmen mit 3.000 oder mehr Mitarbeitern das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) in Kraft. Ab Jahresbeginn 2024 wird sich der Kreis der unmittelbar verpflichteten Unternehmen dann um diejenigen erweitern, deren Belegschaft 1.000 Personen oder mehr umfasst.

  • Sorgfaltspflichten mit Menschenrechtsbezug

    Im ersten Teil dieses Beitrags wurde bereits herausgearbeitet, dass die mit der aktuellen Entwicklung im Bereich der ESG-Regulatorik verbundenen wesentlichen Neuerungen für das unternehmerische Compliance-Management in der Identifizierung und Adressierung von Risiken bestehen, die außerhalb der eigenen gesellschaftsrechtlichen Sphäre liegen.

  • Ausführung von Gehaltsanpassungen

    Viele Arbeitgeber fragen sich, ob es rechtlich ein gangbarer Weg ist, finanzielle Anreize für ihre Mitarbeiter dergestalt zu schaffen, indem entweder Lohnkürzungen als Sanktion oder Lohnerhöhungen als Belohnung vorgenommen werden, wenn gewisse Bedingungen erfüllt werden, wie beispielsweise die Arbeitsleistungserbringung im Büro anstelle im Homeoffice oder die Unterschreitung einer gewissen Anzahl an Krankenfehltagen.

  • Anforderungen an Geldwäschebekämpfung

    Der technologisch gestützte Perpetual Know-Your-Customer-Prozess (P-KYC) schafft Entlastung für Verpflichtete nach dem Geldwäschegesetz, die steigenden Anforderungen und strengeren Kontrollen ausgesetzt sind. Mehr Automatisierung und der Einsatz moderner Technologien versetzt Compliance-Verantwortliche in die Lage, Risiken proaktiv und kontinuierlich zu managen.

  • Offenlegung von Nachhaltigkeitskennzahlen

    Deutschland hat eine Staatsquote von annähernd 50 Prozent. Bei Debatten um die Offenlegung von Nachhaltigkeitskennzahlen geht es aber meist nur um die Privatwirtschaft. Warum messbare ESG-Ziele für die öffentliche Hand und ihre Unternehmen unausweichlich sind, welche Standards aus der Unternehmensberichterstattung sinnvoll sein könnten und welche Chancen damit verbunden sind, erörtert dieser Beitrag.

  • CRA: Herzstück eines CMS

    Compliance-Risikoanalyse (CRA) und Three-Lines-Modell (TLM) sind der Unternehmenspraxis geläufige Begriffe. Sie zählen zum Standardrepertoire guter Corporate Governance.

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