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MoReq2 als neuer Standard in Europa


AIIM unterstützt und fördert Verbreitung des aktuellen MoReq2 Standards für Records Management
Internationaler ECM-Verband sieht MoReq2 als einen der wichtigsten Europäischen Standards der nächsten Jahre an


(19.05.08) - Der internationale Anwender-Fachverband AIIM Europe - the ECM Association - unterstützt MoReq2. Seit Februar 2008 gilt MoReq2 als neuer Standard in Europa und basiert auf der erstmals 2001 veröffentlichten MoReq-Richtlinie. Die von der Europäischen Kommission geförderte und vom DLM-Forum erstellte Richtlinie definiert nicht nur den Umfang von Records Management sondern auch die angrenzenden Themenbereiche. AIIM ist, durch seine Unterstützung des DLM-Forums, aktiv an der Erarbeitung des aktualisierten Standards MoReq2 beteiligt.

"Moreq2 ist die Gelegenheit, in Form eines Standards eine sonst ziemlich vielschichtige und uneinheitlich geregelte Materie sowohl für den Hersteller als auch vor allem für den Anwender durchsichtig und nachvollziehbar zu machen", erklärt Hanns Köhler-Krüner, Director Global Education Services EMEA der AIIM Europe und General Secretary des DLM Forums, die Vorteile des neuen Standards. "Für uns als Verband gehören Standards und die Entwicklung solcher mit zu den wichtigsten Aufgaben und Moreq2 mit zu den wichtigsten Europäischen Standards der nächsten Jahre."

Entsprechend engagiert sich AIIM an der Entwicklung von über zwanzig verschiedenen Standards. So ist AIIM International beispielsweise Träger des ISO Committee TC 171, in dem Standards wie PDF/A und andere entwickelt werden. Darüber hinaus hat die AIIM Europe das Sekretariat des DLM-Forums und der DLM Network EEIG inne, die die Träger des europäischen Standards MoReq bzw. MoReq2 sind.

Auch Atle Skjekkeland, Vice President, AIIM International und ehemaliger General Secretary des DLM Forums, betont: "Wir erwarten, dass MoReq2 einer der bedeutendsten Records-Management-Standards in Europa wird. Er vereinfacht es, IT-Lösungen zum Records-Management bereitzustellen und zu implementieren. Gleichzeitig werden durch die einheitlichen Regelanforderungen Risiken bei der Verwaltung der Records minimiert."

MoReq und MoReq2
MoReq ist die wichtigste Spezifikation für elektronisches Dokumenten- und Records-Management in Europa. Die Abkürzung MoReq steht für "Model Requirements for the Management of Electronic Records". Der europäische Standard spezifiziert die Anforderungen für Schriftgutverwaltung, Dokumenten- und Records-Management sowie die elektronische Archivierung. Er ist der Maßstab für alle Anwender, die elektronische und papiergebundene Informationen systematisch verwalten und langfristig aufbewahren müssen.

Angesichts der ständigen und rasanten Entwicklungen der Informationstechnologien und der zunehmenden Ausgefeiltheit elektronischer Archive wurde eine Überarbeitung von MoReq notwendig, um seinen Status als anerkanntes europäisches Referenzmodell zu wahren. So wurde 2005 von der Europäischen Kommission, auf Basis eines Anforderungsdokuments des DLM-Forums für Erweiterungen von MoReq, das MoReq2-Projekt ausgeschrieben.

Der seit Februar 2008 gültige MoReq2-Standard baut auf dem MoReq1 Standard auf und lehnt sich in Struktur und Format an diesen an. Dadurch wurde auch eine weitgehende Abwärtskompatibilität zur Ursprungsspezifikation erreicht. Bei der Erstellung von MoReq2 wurden Ergänzungen aus relevanten Quelldokumenten wie z.B. der ISO 15489, der ISO 23081 und der ISO 14721 sowie dem deutschen DOMEA-Standard und der UK TNA 2002-Spezifikation berücksichtigt, sowie aktuelle Trends im Umfeld von ECM, ILM, Archivierung und Dokumentenmanagement. MoReq2 beschäftigt sich nicht nur mit dem Kernbereich des Records Management sondern deckt auch den gesamten Entstehungs-, Nutzungs-, Archivierungs- und Aussonderungsbereich ab. (AIIM: ra)

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Meldungen: EU und Europa

  • Abfederung der Auswirkungen des COVID-19-Ausbruchs

    Der Europäische Rechnungshof hat alle erforderlichen Schritte eingeleitet, um der Union während der COVID-19-Pandemie auch weiterhin eine wirksame öffentliche Finanzkontrolle bieten und aktuelle Prüfungsberichte, Stellungnahmen und Analysen bereitstellen zu können, soweit dies in diesen schwierigen Zeiten möglich ist. Gleichzeitig spricht er all jenen, die sich in Luxemburg, in der EU und überall in der Welt dafür einsetzen, Menschenleben zu retten und die Pandemie zu bewältigen, seinen Dank aus. Er unterstützt zudem entschlossen die Politik der luxemburgischen Regierung zum Schutz der öffentlichen Gesundheit. Im Bemühen um Abmilderung der Folgen der derzeitigen Gesundheitskrise für sein Personal hat er vorbeugende Maßnahmen ergriffen, um das Risiko für seine Mitarbeiter und ihre Familien so gering wie möglich zu halten. Bei der Abfederung der Auswirkungen des COVID-19-Ausbruchs mithilfe der EU-Strukturfonds müssen sich größere Flexibilität und Rechenschaftspflicht die Waage halten, so die EU-Prüfer. Die Europäische Kommission schlägt vor, die Vorschriften für Ausgaben zulasten der Europäischen Struktur- und Investitionsfonds (ESI Fonds) vorübergehend zu lockern, um den Mitgliedstaaten zu helfen, die Auswirkungen des COVID-19-Ausbruchs abzufedern.

  • Kraftfahrer im grenzüberschreitenden Verkehr

    Der Rat hat das sogenannte Mobilitätspaket, eine umfassende Reform des Straßenverkehrssektors der EU, angenommen. Mit den neuen Vorschriften werden die Arbeitsbedingungen der Kraftfahrer verbessert, besondere Regeln für die Entsendung von Kraftfahrern im grenzüberschreitenden Verkehr eingeführt und die Bestimmungen über den Marktzugang im Güterkraftverkehr aktualisiert. Sie werden auch zu einer effizienteren Durchsetzung führen. Der Vorsitz des Rates und das Europäische Parlament hatten diesbezüglich am 11. Dezember 2019 eine vorläufige Einigung erzielt. Der vereinbarte Text wurde am 20. Dezember 2019 vom Ausschuss der Ständigen Vertreter des Rates gebilligt, und der Rat hat die politische Einigung am 20. Februar 2020 bestätigt.

  • Durchsetzung internationaler Handelsregeln

    Die EU verbessert den Schutz ihrer Handelsinteressen und ihrer Rechte in der aktuellen Situation, in der die Welthandelsorganisation (WTO) nicht in der Lage ist, verbindliche Streitbeilegungsbeschlüsse zu fassen, wenn ein WTO-Mitglied gegen einen Panelbericht Rechtsmittel einlegt. Die europäischen Botschafter haben heute auf der Tagung des Ausschusses der Ständigen Vertreter (AStV) den Standpunkt des Rates zur Änderung einer Verordnung über die Anwendung und Durchsetzung internationaler Handelsregeln durch die EU gebilligt. Der Standpunkt des Rates zur sogenannten EU-Durchsetzungsverordnung wird die Grundlage für die Verhandlungen des Vorsitzes mit dem Europäischen Parlament bilden. "Unsere erste Wahl ist und bleibt der Multilateralismus. Wir müssen jedoch sicherstellen, dass wir unsere Handelsinteressen schützen und unsere Rechte durchsetzen können, auch durch Sanktionen, wenn andere die Lösung eines Handelskonflikts blockieren", sagte Gordan Grli? Radman, kroatischer Minister für auswärtige und europäische Angelegenheiten und Präsident des Rates.

  • Mehrwertsteuerbefreiung für Kleinunternehmen

    Der Rat hat vereinfachte Mehrwertsteuervorschriften für Kleinunternehmen beschlossen. Die neuen Maßnahmen sollen dazu beitragen, den Verwaltungsaufwand und die Befolgungskosten für Kleinunternehmen zu verringern, und für steuerliche Rahmenbedingungen sorgen, die Kleinunternehmen helfen, zu expandieren und effizienter grenzüberschreitend Handel zu treiben.

  • Speicherung von Zahlungsinformationen

    Der Rat hat ein Bündel von Vorschriften verabschiedet, die dafür sorgen sollen, dass Steuerbetrug bei grenzüberschreitenden elektronischen Geschäften leichter aufgedeckt werden kann. Die neuen Maßnahmen ermöglichen den Mitgliedstaaten, die von den Zahlungsdienstleistern (z. B. Banken) elektronisch bereitgestellten Aufzeichnungen auf einheitliche Weise zu erfassen. Außerdem wird ein neues zentrales elektronisches System für die Speicherung von Zahlungsinformationen und die weitere Verarbeitung dieser Informationen durch nationale Betrugsbekämpfungsstellen geschaffen.