- Anzeige -

Sie sind hier: Home » Recht » EU & Europa

Was verlangt das GHS


"Global harmonisiertes System zur Einstufung und Kennzeichnung von Chemikalien" - GHS bis zum Jahr 2008 angewendet werden
Ziel: Gefahren für die menschliche Gesundheit und die Umwelt bei der Herstellung, beim Transport und bei der Verwendung von Chemikalien bzw. Gefahrstoffen minimieren


Text entnommen aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie:

(04.10.07) - Das GHS "Global harmonisierte System zur Einstufung und Kennzeichnung von Chemikalien" (Globally Harmonized System of Classification and Labelling of Chemicals) ist ein weltweit vereinheitlichtes System zur Einstufung und Kennzeichnung von Chemikalien sowie deren Sicherheitsdatenblätter.

Durch weltweit einheitliche Piktogramme (GHS-Gefährdungssymbol) und die einheitliche Einstufung sollen die Gefahren für die menschliche Gesundheit und die Umwelt bei der Herstellung, beim Transport und bei der Verwendung von Chemikalien bzw. Gefahrstoffen minimiert werden.

Bei den GHS-Gefährdungssymbolen werden teilweise die im Anhang 2 der Richtlinie 67/548/EWG verwendeten Gefahrensymbole genutzt. Leicht abgeändert wurde das Explosionssymbol. Neu hinzugekommen sind der Gaszylinder, das Ausrufezeichen und das Symbol für die Gesundheitsgefahr. Darüber hinaus heben sich die GHS-Symbole durch den rot umrandeten Diamanten (square on point) mit weißem Hintergrund von den quadratischen Symbolen mit orangenem Hintergrund ab.

Derzeit bestehende Systeme, z. B. das in Europa geltende Recht zur Einstufung und Kennzeichnung von Gefahrstoffen, sollen durch das GHS ersetzt werden. Da es sich hier um unterschiedliche Konzepte handelt, ist eine Einbindung in bestehende Systeme nicht möglich.

Entwicklung des GHS
Die UN-Konferenz für Umwelt und Entwicklung (UNCED) hat mit der 1992 verabschiedeten Agenda 21 den Anstoß für die Entwicklung des GHS gegeben. Im Kapitel 19 der Agenda 21 wird u. a. eine Harmonisierung der Einstufung und Kennzeichnung von Stoffen gefordert. Der auf der Nachfolgekonferenz Rio+10 in Johannesburg, Südafrika, im September 2002 verabschiedete Durchführungsplan fordert die Länder auf, das GHS bis zum Jahr 2008 anzuwenden. Im Dezember 2002 wurde das GHS von einer UN-Kommission inhaltlich verabschiedet.

Struktur des GHS
Während das auf Basis der Richtlinie 67/548/EWG aufgebaute System der Kennzeichnung von Gefahrstoffen sich auf Gefährdungsmerkmale und Gefahrenhinweise (R- und S-Sätze) stützt, sieht das GHS Gefahrenklassen (hazard classes) vor, die die Natur einer Gefahr beschreiben:

>> Physikalische Gefahr (z. B. Explosionsgefahr, Entzündungsgefahr)
>> Gesundheitsgefahr (z. B. Giftigkeit, Gefahr der Verätzung)
>> Umweltgefahr (z. B. Fischgiftigkeit)

Die Gefahrenklassen werden in Abhängigkeit vom Gefährdungspotential eines Stoffes in Gefahrenkategorien (hazard category) unterteilt. So werden beispielsweise entflammbare Flüssigkeiten in Abhängigkeit vom Flammpunkt in vier Gefahrenkategorien unterteilt. Je nach Gefahrenkategorie werden einem Stoff ein bestimmtes Gefahrensymbol (Piktogramm), ein Signalwort (entweder Gefahr (danger) oder Achtung (warning)) und ein Gefahrenhinweis (hazard statement) zugewiesen.
(Lesen Sie mehr auf: wikipedia.de, Stand:03.10.07)

Lesen Sie auch:
Vorsicht: REACH betrifft viele Industrien


Kostenloser Compliance-Newsletter
Ihr Compliance-Magazin.de-Newsletter hier >>>>>>


Meldungen: EU und Europa

  • Zugang zu elektronischen Beweismitteln

    Der Rat hat einen Beschluss angenommen, mit dem die Mitgliedstaaten ermächtigt werden, im Interesse der EU das Zweite Zusatzprotokoll zum Übereinkommen über Computerkriminalität (Budapester Konvention) zu unterzeichnen. Dieses Protokoll wird den grenzüberschreitenden Zugang zu elektronischen Beweismitteln wie in der Cloud befindlichen E?Mails oder Dokumenten für die Verwendung in Strafverfahren verbessern.

  • Gesetz über digitale Dienste

    Mit der vorläufigen, politischen Einigung zwischen dem Rat und dem Europäischen Parlament über das Gesetz über digitale Dienste wurde ein wichtiger Schritt getan. Was den Anspruch, die Art der regulierten Akteure und den innovativen Aspekt der damit verbundenen Aufsicht anbelangt, ist das Gesetz ein weltweites Novum im Bereich der Regulierung des digitalen Raums.

  • Verordnung über europäische grüne Anleihen

    Die EU unternimmt weitere Schritte zur Umsetzung ihrer Strategie für die Finanzierung nachhaltigen Wachstums und des Übergangs zu einer klimaneutralen, ressourceneffizienten Wirtschaft. Die Ständigen Vertreterinnen und Vertreter bei der EU haben den Standpunkt des Rates zu einem Vorschlag zur Schaffung europäischer grüner Anleihen gebilligt.

  • Verlustabsorption und Rekapitalisierung von Banken

    Um sicherzustellen, dass die Banken widerstandsfähig bleiben und künftigen Schocks standhalten können, haben der Vorsitz des Rates und das Europäische Parlament eine vorläufige Einigung über einen Verordnungsentwurf erzielt. Damit soll der aufsichtsrechtliche Regulierungsrahmen für in der Union tätige Kreditinstitute gestärkt werden. Im Rahmen des Vorschlags zum Beteiligungsketten-Ansatz werden gezielte Anpassungen eingeführt, die zur Verbesserung der Abwicklungsfähigkeit von Bankinstituten beitragen werden.

  • Nutzung von Mietfahrzeugen

    Das Europäische Parlament hat endgültig grünes Licht für die bereits mit den EU-Regierungen vereinbarte Aktualisierung der EU-Vorschriften gegeben, die eine verpflichtende Mindest-Marktöffnung für die Nutzung von Fahrzeugen im Güterkraftverkehr festlegen (Kleintransportern oder Lkw), die ohne Fahrer angemietet werden.

Wir verwenden Cookies um unsere Website zu optimieren und Ihnen das bestmögliche Online-Erlebnis zu bieten. Mit dem Klick auf "Alle akzeptieren" erklären Sie sich damit einverstanden. Erweiterte Einstellungen