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Praktische Hilfestellungen für die Compliance


Implementierung von "GRC Access Control" und einen Prüfleitfaden für SAP ERP 6.0
Handlungsempfehlung zur Einführung von SAP-GRC-Lösungen

(29.06.15) - Die Deutschsprachige SAP-Anwendergruppe e. V. (DSAG) hat zwei Handlungsempfehlungen mit Beispielszenarien und praktischen Tipps veröffentlicht: Zum einen wird erläutert, welche Risiken innerhalb von SAP ERP 6.0 lauern und wie die Wirksamkeit entsprechender Kontrollen am besten geprüft werden kann. Zum anderen beschreiben die Autoren, wie sich GRC Access Control sicher und wirksam einführen lässt. Dabei werden gesetzliche und fachliche Anforderungen im Rahmen eines optimalen Projektmanagements besonders hervorgehoben.

Unternehmen stehen in der Schusslinie: Von allen Seiten verlangen unterschiedliche Institutionen und Personen, dass die IT-Systeme revisionssicher betrieben werden. Überdies müssen Ordnungsmäßigkeit und Sicherheit des Zugriffs auf Programme und Daten gewährleistet sein. Vor dem Hintergrund, dass IT-Landschaften immer komplexer werden – auch durch mobile Endgeräte und Cloud Computing – sind Unternehmen mehr denn je gefordert, alle fachlichen, organisatorischen und gesetzlichen Ansprüche unter einen Hut zu bringen, Stichwort Compliance. Durch die aktuellen Sicherheitsdiskussionen kommt eine weitere und brisante Dimension hinzu.

Grund genug für den Arbeitskreis Revision und Risikomanagement, den Leitfaden SAP ERP 6.0 umfassend zu aktualisieren – und zwar mit dem Ziel, Best-Practice-Empfehlungen für die Prüfung von SAP-Anwendungen zu geben. Wichtige Ergänzungen finden Anwender speziell zu Prüfungshandlungen innerhalb der GRC-Suite und bei SAP HANA.

Einen Schritt weiter geht die Arbeitsgruppe GRC (Governance, Risk Management, Compliance) mit dem Leitfaden zu SAP GRC Access Control 10.0. und ihren Einzelkomponenten: Die Handlungsempfehlung kann als praxiserprobter Wegweiser dienen, um potenziellen Stolperfallen aus dem Weg zu gehen.

Dazu zählen rechtliche Anforderungen aus Wirtschaftsprüfung und Revision sowie fachliche und gesetzliche Anforderungen aus Corporate Governance, dem Bilanzrechtmodernisierungsgesetz (BilMoG) oder den Mindestanforderungen an das Risikomanagement von Finanzinstituten und Versicherungen (MaRisk). Denn hier gilt, dass nur auf Daten und Programme zugreifen kann, wer sie für seine Aufgabenerfüllung benötigt und zu deren Zugriff er berechtigt ist. Den Autoren lag für einen erweiterten Blick auf die gesamte Bandbreite heutiger Compliance-Anforderungen erstmals auch ein Praxisbericht aus einem DAX-Unternehmen vor. (DSAG: ra)

DSAG: Kontakt und Steckbrief

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Meldungen: Schriften

  • Berufstand der Internen Revision in Deutschland

    Das Deutsche Institut für Interne Revision (DIIR) hat ein Positionspapier zur erweiterten Rolle der Internen Revision im Rahmen des Finanzmarktintegritätsstärkungsgesetzes (FISG) veröffentlicht. Das FISG, das zum 1. Juli 2020 in Kraft getreten ist, wird in den Unternehmen viele Fragen aufwerfen, wie die Änderungen konkret im jeweiligen Umfeld umgesetzt werden sollen. Das DIIR-Positionspapier ist als Handreichung insbesondere für Aufsichts- sowie Verwaltungsräte, Vorstände und Leiter von Internen Revisionsbereichen gedacht, um eine erfolgreiche, revisionsbezogene Implementierung des FISG zu gewährleisten. Mit insgesamt 27 Artikeln wurden mit dem FISG weitreichende Änderungen in einer Vielzahl von für die deutsche Wirtschaft maßgeblichen Gesetzen vorgenommen, mit denen das Vertrauen in den deutschen Finanzmarkt dauerhaft gestärkt werden soll. Mehrere Änderungen betreffen die Aufsichts- und Kontrollstrukturen und haben dadurch direkten Einfluss auf die Interne Revision und ihre Rolle als etablierter Governance-Partner insbesondere auch des Aufsichtsrates. Die Position und die Bedeutung der Internen Revision werden mit dem FISG weiter gestärkt und gefestigt.

  • Unterrichtsmaterialien zum Thema Korruption

    Transparency Deutschland hat die vierte Ausgabe in der Unterrichtsreihe "Was ist Korruption?" vorgestellt. Auf der Grundlage des Unterrichtsmaterials können Lehrer mit ihren Schülern der Sekundarstufe 2 grundlegende Fragestellungen zu den Themen Korruption und Lobbyismus erarbeiten. Die vierte Ausgabe befasst sich mit der Frage "Arbeitsplatzsicherung durch korrupte Geschäfte?". Viele geschäftspolitische Entscheidungen und Verhaltensweisen von Unternehmen werden mit dem Verweis begründet, Arbeitsplätze schaffen oder erhalten zu wollen. Dieses Rechtfertigungsmuster findet sich auch bei der Auftragsbeschaffung durch unlautere Methoden, zum Beispiel durch Korruption im Auslandsgeschäft. Die vorliegende Unterrichtseinheit regt zu einer Auseinandersetzung mit den negativen Folgen einer korrupten Geschäftspolitik für das Unternehmen selbst, aber auch für den fairen wirtschaftlichen Wettbewerb und die Volkswirtschaft insgesamt an.

  • Technische Grundlagen für DeFi

    Per E-Mail kann man heute weltweit jeder Person eine Nachricht zukommen lassen - warum kann man nicht genauso einfach dieser Person Geld senden? Oder einen Kredit gewähren? Diese Frage steht im Mittelpunkt der Debatte um Decentralized Finance (DeFi). Dabei handelt es sich um die Idee eines dezentralen Finanzsystems, das auf der Blockchain-Technologie aufbaut und ohne Banken, Zahlungsdienstleister oder andere Intermediäre auskommt. "Decentralized Finance hat enormes disruptives Potenzial und wächst gerade rasant, steckt aber insgesamt noch in den Kinderschuhen - für eine Reihe von technischen, wirtschaftlichen und regulatorischen Fragen müssen noch passende Antworten gefunden werden", sagt Patrick Hansen, Bereichsleiter Blockchain beim Digitalverband Bitkom. "Decentralized Finance ist kein konkretes einzelnes Projekt, sondern der Oberbegriff für eine Vielzahl von Ideen und Projekten, die ein neues dezentrales, transparentes und dadurch vertrauenswürdiges Finanzsystem aufbauen wollen." Um eine breite und sachliche Debatte zu ermöglichen, hat Bitkom heute ein Infopapier "Decentralized Finance - A new Fintech Revolution?" veröffentlicht.

  • Blockchain-Technologie als Grundlage

    Der Digitalverband Bitkom warnt davor, dass Europa bei der Diskussion über digitale Währungen international abgehängt wird. Während weltweit Länder bereits mit digitalem Zentralbankgeld experimentieren, fehle in Deutschland und Europa oft noch das Grundverständnis. Aus diesem Grund hat Bitkom heute ein Infopapier "Digitaler Euro auf der Blockchain" veröffentlicht, um grundlegende Begriffe zu erläutern, Chancen und Risiken zu benennen und so die Grundlage für eine breite öffentliche Debatte zu schaffen. "Aktuell ist China in der Entwicklung einer digitalen Währung führend, daneben gibt es eine Reihe von privaten Initiativen, die bereits am digitalen Geld arbeiten. Auch mit Blick auf die Diskussion über digitale Souveränität muss es uns gelingen, dass Europa eine weltweite Führungsrolle übernimmt", sagt der Bitkom-Finanzexperte Julian Grigo. "Digitale Währungen können in einer digitalen und globalisierten Welt zu einem entscheidenden Wettbewerbsvorteil werden. Bei Blockchain-Anwendungen in der Finanzindustrie liegt ein Riesen-Potenzial für Europa - diese Chancen müssen wir nutzen."

  • Kryptoverwahrern auf die Finger geschaut

    Wer Kryptowährungen wie Bitcoin, Ripple, Litecoin oder IOTA für Kunden verwahrt, benötigt dafür seit 1. Januar eine Genehmigung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Darauf hat der Digitalverband Bitkom hingewiesen und zugleich ein Infopapier "Regulatorische Anforderungen an Kryptoverwahrer" veröffentlicht. "Bitkom begrüßt ausdrücklich, dass in Deutschland das Kryptoverwahrgeschäft nun eine erlaubnispflichtige Finanzdienstleistung ist. Dadurch werden künftig Kooperationen zwischen Kryptoverwahrern und etablierten Finanzdienstleistern wie Banken, Vermögensverwaltern oder Pensionskassen deutlich vereinfacht werden", sagt Patrick Hansen, Bereichsleiter Blockchain beim Bitkom. "Regulierung ist in diesem Fall ein Game-Changer, der digitalen Vermögenswerten zu einem Durchbruch verhelfen kann."

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