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ECM als Compliance-Instrument


Die IBM-ECM-Anwendertagung 2008 steht ganz unter dem Zeichen von Compliance – IBM stellt ihr neues "Compliance Warehouse" vor
Die Kontrolle zurückgewinnen: Governance-, Risikomanagement- und Compliance-Gesichtspunkte beachten


(04.07.08) - IBM lädt Kunden und Partner am 8. September 2008 zur ECM-Anwendertagung in das Hotel Pullmann nach Köln ein. Das Motto "Take back control - die Kontrolle über alle Unternehmensinhalte gewinnen" gilt nicht nur für die Anwendertagung, sondern auch für die darauf folgende Fachmesse DMS Expo (9. - 11.9., Messe Köln).

Um Kontrolle aus Governance-, Risikomanagement- und Compliance-Gesichtspunkten geht es auch in der Keynote des renommierten Branchenkenners Dr. Ulrich Kampffmeyer von Project Consult am 8.9. um 11.30 Uhr.

Dieses brandaktuelle Thema zieht sich als roter Faden durch die Veranstaltung. Ein Sprecher der Hansgrohe AG berichtet aus der Praxis über die nach Compliance-Richtlinien eingeführte ECM 8Enterprise Content Management)-Lösung. Außerdem stellt IBM ihr neues "Compliance Warehouse" und die neue Lösung für E-Mail-Archivierung und Intelligent Content Archiving vor. Ziel ist es, beim Einsatz innovativer Kollaborationslösungen Daten- und Informationssilos zu vermeiden. Ebenso werden Erweiterungen der BPM-Lösungen von IBM präsentiert, die Unternehmen in die Lage versetzen, Prozesse selbst zu modellieren und ablauffähig zu machen.

Der Keynote-Vortrag von Dr. Ulrich Kampffmeyer beschäftigt sich mit den aktuellen Themen Governance, Risikomanagement und Compliance (GRC). Beispiele aus aktuellen rechtlichen Entwicklungen wie der Novellierung des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG), der 8. EU-Direktive (Euro-SOX), der Dienstleistungsrichtlinie sowie branchenspezifischer Anforderungen im Bereich Pharma, Chemie und Industrie bilden Schwerpunkte der Präsentation.

Die gestiegene Bedeutung von Standards für die Einhaltung von Vorgaben wird an Beispielen wie MoReq2, dem neuen europäischen Standard für das Records Management, dargelegt.

"Der Einsatz von Enterprise Content Management ist nicht mehr eine Frage des "Ob" sondern nur noch des "Wie" und "Wann"", fasst Frank Theisen, Business Unit Executive, Information Management, IBM Software Group Deutschland, die Notwendigkeit zusammen, auf das Wachstum der Information zu reagieren. "Enterprise Content Management ist integraler Bestandteil eines strategischen Informationsmanagements und ist bei IBM ein Kern-Bereich der Information On Demand-Strategie.

Aus den USA wird James Reimer, Distinguished Engineer Enterprise Content Management der IBM anreisen, um über die IBM-ECM-Produktstrategie zu berichten. (IBM: ra)

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Meldungen: Markt-Nachrichten

  • Tausende Briefkastengesellschaften vorgehalten

    Seit drei Jahren ermittelt das Bundeskriminalamt im Auftrag der Staatsanwaltschaft München I wegen des Verdachts der Geldwäsche gegen insgesamt drei Beschuldigte. Ab 18.02.2019 erfolgte die gleichzeitige Beschlagnahme von vier Immobilien in Schwalbach am Taunus, Nürnberg, Regensburg und Mühldorf am Inn im Gesamtwert von rund 40 Millionen Euro. Daneben wurde ein Konto bei einer Bank in Lettland mit einem erwarteten Guthaben in Höhe von ca. 1,2 Millionen Euro beschlagnahmt, welches aus der Veräußerung einer weiteren Immobilie in Chemnitz herrührt. Zusätzlich wurde die vorläufige Sicherung von Kontoguthaben bei diversen Banken in Deutschland auf der Grundlage von Vermögensarresten in Höhe von ca. 6,7 Millionen Euro bei zwei beteiligten Immobiliengesellschaften in Deutschland veranlasst.

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    Das Bundeskriminalamt (BKA) hat 2017 einen Rückgang der Korruptionsstraftaten registriert. Wie aus dem veröffentlichten Bundeslagebild Korruption hervorgeht, nahm die Zahl dieser Straftaten im Vergleich zum Vorjahr um 25 Prozent auf 4.894 ab. Damit wurde 2017 die niedrigste Anzahl von Korruptionsstraftaten seit fünf Jahren gemeldet. Das BKA führt diese Entwicklung unter anderem auf etablierte Compliance-Strukturen in Unternehmen und Behörden sowie auf die damit verbundene Sensibilisierung der Mitarbeiter zurück. Einen Grund zur Entwarnung liefern die Zahlen indes nicht: Nur ein Teil aller begangenen Korruptionsstraftaten wird polizeilich bekannt. Das Dunkelfeld wird weiterhin als sehr groß eingeschätzt.

  • Organisierte Kriminalität ist transnational

    "Die Organisierte Kriminalität hat viele Gesichter und Betätigungsfelder. Damit ist und bleibt das Bedrohungs- und Schadenspotential, das von Organisierter Kriminalität ausgeht, unverändert hoch", so BKA-Präsident Holger Münch bei der heutigen Pressekonferenz im BKA-Wiesbaden zur Vorstellung des Lagebildes Organisierte Kriminalität 2017. Die Gesamtzahl der Ermittlungsverfahren gegen Gruppierungen der Organisierten Kriminalität liegt auf unverändert hohem Niveau: 2017 wurden 572 OK-Verfahren registriert (2016: 563). Rund 1/3 der OK-Gruppierungen ist im Bereich der Rauschgiftkriminalität (36,2 Prozent) aktiv. Damit ist und bleibt Drogenhandel das Hauptbetätigungsfeld von OK-Gruppierungen, gefolgt von Eigentumskriminalität (16,4 Prozent). An dritter Stelle findet sich Wirtschaftskriminalität (11,0 Prozent). Der polizeilich erfasste Schaden lag 2017 bei rund 210 Millionen Euro (2016: rund 1 Mrd. Euro).

  • Finanzermittlungen der Ermittlungsbehörden

    Der FIU-Jahresbericht für das Jahr 2016 verzeichnet mit rund 40 Prozent die höchste Steigerungsrate an Geldwäscheverdachtsmeldungen innerhalb der letzten 15 Jahre. Insgesamt 40.690 (2015: 29.108) Verdachtsmeldungen nach dem Geldwäschegesetz wurden an die FIU übermittelt, der Großteil davon von den Kreditinstituten. Mit 38 Prozent (2015: 32 Prozent) sind die meisten Bezüge zum Deliktsbereich Betrug festgestellt worden. Darunter fallen zum Beispiel auch der Warenbetrug über das Internet und der CEO-Fraud. Durch die Erkenntnisse, die direkt aus den Verdachtsmeldungen gewonnen werden konnten und den anschließenden verfahrensunabhängigen Finanzermittlungen stellten die Ermittlungsbehörden insgesamt Vermögenswerte von rund 69, 8 Millionen Euro sicher. Das sind 10 Prozent mehr als im Vorjahr.

  • Bezahlen im Online Handel

    Die Wettbewerbszentrale hat in 10 Fällen bei großen Onlinehändlern Verstöße gegen die SEPA-Verordnung beanstandet. Die betreffenden Anbieter hatten Verbrauchern u. a. eine Bezahlung per Lastschrift angeboten, allerdings gleichzeitig den Lastschrifteinzug von Konten im EU-Ausland ausgeschlossen oder eingeschränkt. Erste Beschwerden bereits Ende 2016: Bereits im Dezember 2016 hatte die Wettbewerbszentrale Beschwerden darüber erhalten, dass eine private Krankenversicherung und ein Telekommunikationsunternehmen es gegenüber Kunden ablehnten, fällige Zahlungen im Wege der Lastschrift von einem Konto im europäischen Ausland einzuziehen. Im Fall der Krankenversicherung lag der Wettbewerbszentrale ein konkretes Schreiben vor, wonach es die Versicherung ablehnte, die Versicherungsbeiträge des Versicherungsnehmers von seinem Konto in Österreich abzubuchen (vgl. News vom 22.12.2016). Im Fall des Telekommunikationsanbieters verlangte dieser in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen für die Durchführung des Lastschriftverfahrens die Angabe einer "gültigen deutschen Bankverbindung".