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Neuerungen aus dem Bereich Steuern und Recht


VOI-Forum informiert zur DMS Expo 2008: Es geht um EuroSOX, internationale elektronische Rechnungsbearbeitung und Verfahrensdokumentation
Vermeidung von Finanzskandalen: Die 8. EU-Richtlinie soll für mehr Transparenz hinsichtlich wichtiger Unternehmensinformationen sorgen


(31.07.08) - Zur DMS 2008 hat der VOI - Verband Organisations- und Informationssysteme e.V. ein Forum mit thematisch sortierten Beiträgen namhafter Experten aufgestellt. Am Mittwoch, dem 10. September, können sich Forumsbesucher dabei über aktuelle Neuerungen aus dem Bereich Steuern und Recht informieren. Hierzu liefern die Vorträge einen kompakten Überblick zu EuroSOX, elektronischen Rechnungen, Verfahrensdokumentationen sowie zum gesetzeskonformen Umgang mit E-Mails (E-Mail-Compliance).

Das VOI-Forum findet an allen drei Veranstaltungstagen der DMS Expo, Europas führender Messe für digitales Informations- und Dokumentenmanagement, statt und ist direkt in die Messehalle 7 der Koelnmesse integriert. Die Teilnahme ist für DMS-Besucher kostenlos. Die DMS Expo findet in diesem Jahr vom 9. bis 11. September in Köln statt.

Von höchster Aktualität ist derzeit das Thema EuroSOX. Die 8. EU-Richtlinie soll für mehr Transparenz hinsichtlich wichtiger Unternehmensinformationen sorgen und so zur Vermeidung von Finanzskandalen beitragen. Ende Juni sind die EuroSOX-Richtlinien nationales Gesetz geworden, trotzdem herrscht bei einem Großteil der Unternehmen in Deutschland Unsicherheit darüber, ob sie davon betroffen sind oder nicht. Eine Umfrage der in Kerpen ansässigen Unternehmensberatung Exagon unter den IT-Managern von 174 Unternehmen mit mehr als 200 Mio. Euro Umsatz hat ergeben, dass viele ihre Fähigkeit, den rechtlichen Anforderungen zu genügen, als unzureichend beurteilen. Eigene Revisionssysteme und interne Kontrollsystem scheinen in vielen Fällen nicht den EuroSOX-Vorgaben zu entsprechen.

Besucher des Slots Steuern & Recht innerhalb des VOI-Forums werden gleich im ersten Vortrag zu diesem hochaktuellen Thema informiert und zu den wichtigsten Aspekten auf den neuesten Stand gebracht. Im Anschluss stehen zwei Vorträge zur elektronischen Rechnung – in der Praxis und im internationalen Einsatz – auf der Agenda: ein Thema, das für viele Unternehmen ein großes Nutzenpotenzial birgt. Trotzdem führen die Unsicherheiten bezüglich des gesetzeskonformen Umgangs mit den elektronischen Rechnungen immer noch zu Skepsis. Während beispielsweise in der Automobilindustrie bereits über 80 Prozent der Rechnungen elektronisch vorliegen, sind andere Branchen noch sehr zurückhaltend. Schließlich gilt es zahlreiche gesetzliche Bestimmungen zu beachten, um insbesondere den Vorsteuerabzug zu sichern und Haftungsrisiken zu minimieren.

Mit Anspruch und Wirklichkeit bei der Verfahrensdokumentation setzt sich ein weiterer Beitrag auseinander. Nicht alle ECM-Anwender beachten, dass eine ordnungsgemäße ECM-Lösung neben dem Produkt auch transparente Verfahren erfordert, welche auch dokumentiert werden müssen. Hintergründe und Inhalte für eine korrekte ECM-Verfahrensdokumentation sind seit 1995 in den GoBS geregelt. Forumsbesucher erhalten hier nützliche und praktische Informationen, die sie als "Denkanstoß" mit zurück nehmen können.

Zum Abschluss des Themenblocks Steuern und Recht geht es um die gesetzeskonforme und effiziente Bewältigung der E-Mail-Flut. Schwerpunktmäßig wird dargelegt, wie sich kaufmännisch und steuerlich relevante Informationen in E-Mails korrekt vorhalten und archivieren lassen.

Als ideeller Träger der DMS Expo kommuniziert der VOI mit seinem Forum wichtige Themen, die bei Unternehmen und Organisationen aktuell im Fokus liegen. Nach der Eröffnung mit dem Themenblock Outsourcing geht es in den folgenden Vortragsreihen um Grundlagen des Informationsmanagements, um E-Mail-Management und die digitale Postbearbeitung. Weitere Slots behandeln die zukunfts- und revisionssichere Gestaltung von DMS/ECM-Lösungen sowie elektronische Signaturen. (VOI: ra)


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Meldungen: Markt-Nachrichten

  • Tausende Briefkastengesellschaften vorgehalten

    Seit drei Jahren ermittelt das Bundeskriminalamt im Auftrag der Staatsanwaltschaft München I wegen des Verdachts der Geldwäsche gegen insgesamt drei Beschuldigte. Ab 18.02.2019 erfolgte die gleichzeitige Beschlagnahme von vier Immobilien in Schwalbach am Taunus, Nürnberg, Regensburg und Mühldorf am Inn im Gesamtwert von rund 40 Millionen Euro. Daneben wurde ein Konto bei einer Bank in Lettland mit einem erwarteten Guthaben in Höhe von ca. 1,2 Millionen Euro beschlagnahmt, welches aus der Veräußerung einer weiteren Immobilie in Chemnitz herrührt. Zusätzlich wurde die vorläufige Sicherung von Kontoguthaben bei diversen Banken in Deutschland auf der Grundlage von Vermögensarresten in Höhe von ca. 6,7 Millionen Euro bei zwei beteiligten Immobiliengesellschaften in Deutschland veranlasst.

  • Korruption: Dunkelfeld weiterhin sehr groß

    Das Bundeskriminalamt (BKA) hat 2017 einen Rückgang der Korruptionsstraftaten registriert. Wie aus dem veröffentlichten Bundeslagebild Korruption hervorgeht, nahm die Zahl dieser Straftaten im Vergleich zum Vorjahr um 25 Prozent auf 4.894 ab. Damit wurde 2017 die niedrigste Anzahl von Korruptionsstraftaten seit fünf Jahren gemeldet. Das BKA führt diese Entwicklung unter anderem auf etablierte Compliance-Strukturen in Unternehmen und Behörden sowie auf die damit verbundene Sensibilisierung der Mitarbeiter zurück. Einen Grund zur Entwarnung liefern die Zahlen indes nicht: Nur ein Teil aller begangenen Korruptionsstraftaten wird polizeilich bekannt. Das Dunkelfeld wird weiterhin als sehr groß eingeschätzt.

  • Organisierte Kriminalität ist transnational

    "Die Organisierte Kriminalität hat viele Gesichter und Betätigungsfelder. Damit ist und bleibt das Bedrohungs- und Schadenspotential, das von Organisierter Kriminalität ausgeht, unverändert hoch", so BKA-Präsident Holger Münch bei der heutigen Pressekonferenz im BKA-Wiesbaden zur Vorstellung des Lagebildes Organisierte Kriminalität 2017. Die Gesamtzahl der Ermittlungsverfahren gegen Gruppierungen der Organisierten Kriminalität liegt auf unverändert hohem Niveau: 2017 wurden 572 OK-Verfahren registriert (2016: 563). Rund 1/3 der OK-Gruppierungen ist im Bereich der Rauschgiftkriminalität (36,2 Prozent) aktiv. Damit ist und bleibt Drogenhandel das Hauptbetätigungsfeld von OK-Gruppierungen, gefolgt von Eigentumskriminalität (16,4 Prozent). An dritter Stelle findet sich Wirtschaftskriminalität (11,0 Prozent). Der polizeilich erfasste Schaden lag 2017 bei rund 210 Millionen Euro (2016: rund 1 Mrd. Euro).

  • Finanzermittlungen der Ermittlungsbehörden

    Der FIU-Jahresbericht für das Jahr 2016 verzeichnet mit rund 40 Prozent die höchste Steigerungsrate an Geldwäscheverdachtsmeldungen innerhalb der letzten 15 Jahre. Insgesamt 40.690 (2015: 29.108) Verdachtsmeldungen nach dem Geldwäschegesetz wurden an die FIU übermittelt, der Großteil davon von den Kreditinstituten. Mit 38 Prozent (2015: 32 Prozent) sind die meisten Bezüge zum Deliktsbereich Betrug festgestellt worden. Darunter fallen zum Beispiel auch der Warenbetrug über das Internet und der CEO-Fraud. Durch die Erkenntnisse, die direkt aus den Verdachtsmeldungen gewonnen werden konnten und den anschließenden verfahrensunabhängigen Finanzermittlungen stellten die Ermittlungsbehörden insgesamt Vermögenswerte von rund 69, 8 Millionen Euro sicher. Das sind 10 Prozent mehr als im Vorjahr.

  • Bezahlen im Online Handel

    Die Wettbewerbszentrale hat in 10 Fällen bei großen Onlinehändlern Verstöße gegen die SEPA-Verordnung beanstandet. Die betreffenden Anbieter hatten Verbrauchern u. a. eine Bezahlung per Lastschrift angeboten, allerdings gleichzeitig den Lastschrifteinzug von Konten im EU-Ausland ausgeschlossen oder eingeschränkt. Erste Beschwerden bereits Ende 2016: Bereits im Dezember 2016 hatte die Wettbewerbszentrale Beschwerden darüber erhalten, dass eine private Krankenversicherung und ein Telekommunikationsunternehmen es gegenüber Kunden ablehnten, fällige Zahlungen im Wege der Lastschrift von einem Konto im europäischen Ausland einzuziehen. Im Fall der Krankenversicherung lag der Wettbewerbszentrale ein konkretes Schreiben vor, wonach es die Versicherung ablehnte, die Versicherungsbeiträge des Versicherungsnehmers von seinem Konto in Österreich abzubuchen (vgl. News vom 22.12.2016). Im Fall des Telekommunikationsanbieters verlangte dieser in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen für die Durchführung des Lastschriftverfahrens die Angabe einer "gültigen deutschen Bankverbindung".

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