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Sicherheitslücken ein großes Risiko


Umfrage M&A-Transaktionen: Datenschutz in Europa meist nur mangelhaft
Datenschutzbestimmungen werden bei 55 Prozent der durchgeführten M&A-Transaktionen nur bedingt, bei weiteren fünf Prozent gar nicht eingehalten

(07.11.14) - Alarmierende Zahlen für die europäische Mergers & Acquisitions-Branche: Bei 55 Prozent der in Europa durchgeführten M&A-Transaktionen werden die Datenschutzbestimmungen nur bedingt, bei weiteren fünf Prozent gar nicht eingehalten. Dies geht aus einer aktuellen Umfrage hervor, die der Secure Cloud-Anbieterin Drooms unter europäischen Branchenkennern durchgeführt hat. Dieses Ergebnis zeigt laut Jan Hoffmeister, seines Zeichens M&A-Experte und Drooms-Geschäftsführer, "wie groß die Sicherheitslücke in der M&A-Branche tatsächlich ist". Und dies, obwohl der Datenschutz bei 88 Prozent der befragten Unternehmen als sehr wichtig angesehen wird.

Die wichtigste Maßnahme für Datenschutz bei M&A-Transaktionen ist gemäß Drooms-Umfrage die Definition von Verantwortlichkeiten und Zugriffsrechten (77 Prozent). Dies umfasst sowohl interne als auch externe Beteiligte. Auf Platz zwei und drei folgen mit 65 Prozent Regeln für die Datenkontrolle sowie die Strukturierung und Klassifizierung von Dokumenten nach ihrer Schutzbedürftigkeit (58 Prozent). Weitere bedeutende Maßnahmen sind die Einhaltung nationaler Datenschutzbestimmungen (54 Prozent), die Anonymisierung von Daten (49 Prozent) und die Pflicht zur Vernichtung beziehungsweise zur Rückgabe von Informationen für den Fall, dass ein Unternehmenskauf nicht zustande kommt (52 Prozent).

Laut Hoffmeister zeigt die Umfrage, dass bei M&A-Transaktionen in puncto Datenschutz europaweit ein großer Nachholbedarf besteht. "Gerade in einer Branche mit immens hohen Geldbeträgen, sensiblen Geschäftsdaten und einer teilweise unüberschaubaren Anzahl von Akteuren sind diese Sicherheitslücken ein großes Risiko", betont der M&A-Experte. "Zur Problemlösung sollte der Einsatz effizienter, IT-gestützter Datenschutzmaßnahmen, wie virtuelle Datenräume, oberste Priorität haben." Doch Hoffmeister blickt positiv in die nahe Zukunft: Über 40 Prozent der befragten Akteure in der europäischen M&A-Branche gehen von steigenden Investitionen hinsichtlich Datenschutz und Sicherheit in den nächsten zwölf Monaten aus.

Die wichtigsten Maßnahmen für den Datenschutz bei M&A-Transaktionen (in Prozent)
1. Definition von Verantwortlichkeiten und Zugriffsrechten (77)
2. Regeln für die Datenkontrolle (65)
3. Einteilung von Dokumenten nach ihrer Schutzbedürftigkeit (58)
4. Einhaltung nationaler Datenschutzbestimmungen (54)
5. Pflicht zur Vernichtung beziehungsweise zur Rückgabe von Informationen für den Fall, dass ein Unternehmenskauf nicht zustande kommt (52)
6. Anonymisierung von Daten (49)
7. Geheimhaltungspflichten (Vertragliche Vereinbarungen und Schulungen) (45)
8. Gewährleistung der Durchsetzbarkeit sämtlicher Vereinbarungen (Vertragsstrafen) (29)
(Drooms: ra)

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Meldungen: Studien

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  • Datenmanagement und Compliance-Reporting

    Regularien und gesetzliche Vorgaben setzen Finanzinstitute gehörig unter Zugzwang. Das ergab eine von Delphix durchgeführte Studie unter 90 Banken aus Europa, dem Nahen Osten und Afrika. Darunter befanden sich 30 der wichtigsten Banken in Deutschland. Die größte Herausforderung sehen die Unternehmen bei folgenden Regularien: die Anti-Geldwäsche-Richtlinie (AML, Anti-Money Laundering Directive), die EU-US-Richtlinie über den Schutz der Privatsphäre (Privacy Shield) und den Marktmissbrauch (MAD, Market Abuse Directive I und II) sowie die damit verbundenen Vorschriften (MAR, Market Abuse Regulation).

  • IT-gestützte Compliance

    Eine große Mehrheit der deutschen Finanzinstitute setzt im Bereich Compliance auf IT-Unterstützung. Hinsichtlich des Automatisierungsgrads und der IT-gestützten Risikobewertung besteht laut Bankenvertretern jedoch noch Handlungsbedarf. Insbesondere Medienbrüche und manuelle Prozesse werden von Geldwäschebeauftragten kritisch gesehen. Dies geht aus einer aktuellen Studie des Quadriga-Instituts für Regulation und Management (QIRM) unter ausgewählten Branchenvertretern hervor. Die Untersuchung zum Thema Geldwäscheprävention durch das QIRM ist Teil des von Retarus gemeinsam mit weiteren Partnern unterstützten Bitkom Projekts "IT-gestützte Compliance im Finanzsektor". Ziel des Projektes ist es, ein Referenz Compliance-Modell zu entwickeln.

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    Absolventen wechseln heutzutage öfter den Job, als vorherige Generationen. Man geht davon aus, dass die heutigen Millennials bis sie das 32. Lebensjahr erreicht haben, bereits vier Mal den Job gewechselt haben. Mit diesem Trend zum Job-Hopping wächst die Anzahl an Bewerberdaten, die von der Personalabteilung verwahrt, sicher gelagert und innerhalb der gesetzlichen Frist vollständig vernichtet werden muss. Eine aktuelle Studie von Iron Mountain legt nahe, dass viele Personalabteilungen diesem Trend nicht gewachsen sind. Die Umfrage zeigt, dass 50 Prozent der mittelständischen Unternehmen in Europa einen veralteten Prozess haben, um ihre Human Ressources (HR)-Daten zu verwalten, was personenbezogene Daten - einschließlich dem "Recht auf Vergessen" - einem Risiko aussetzt.

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