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Das Audit-Kerngeschäft unterliegt starkem Wandel


Kundenbedarf führt zu Portfolioveränderungen bei Wirtschaftsprüfungs-Gesellschaften
Größte Wachstumschancen in Leistungen aus Steuer- und Rechtsberatung - Kerngeschäft darf nicht vernachlässigt werden


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Schon seit geraumer Zeit wird das Portfolio der Wirtschaftsprüfungs-Gesellschaften (WP) durch diverse Marktentwicklungen beeinflusst. Themen wie Business Analytics und Big Data spielen ebenso eine zentrale Rolle wie IT Audit, Legal Tech und Prop Tech. Aber auch Diversifizierungen, interdisziplinäre Ansätze und neue Themenfelder der Mandanten sowie die Weiterentwicklung von Produkten und Leistungen führen zu Veränderungen innerhalb des Leistungsspektrums der WP-Gesellschaften. Das zeigt die neue Lünendonk-Studie „Führende Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungs-Gesellschaften in Deutschland“, die ab sofort erhältlich ist.

Den höchsten Stellenwert innerhalb des Portfolios messen die vom Marktforschungsunternehmen Lünendonk & Hossenfelder, Mindelheim, befragten WP-Gesellschaften weiterhin der Steuerberatung bei (inkl. Steuerdeklaration und Buchhaltung). So sehen 95 Prozent der Studienteilnehmer nicht im Kerngeschäft Audit, sondern in der Steuerberatung die größten zukünftigen Wachstumschancen. Insgesamt entfallen im Jahr 2017 durchschnittlich 44,6 Prozent der Umsätze auf dieses Segment (Vorjahr: 43,3 Prozent). Erst auf Position zwei folgt mit 34,9 Prozent die Wirtschaftsprüfung inklusive wirtschaftsprüfungsnaher Beratung (Vorjahr: 35,9 Prozent). Auch wenn der Anteil an Audit-Leistungen weiterhin abnimmt, befindet sich dieses Segment immer noch auf einem hohen Niveau. Im Hinblick auf das aktuelle Geschäftsjahr 2018 soll der Anteil der Wirtschaftsprüfung am Leistungsspektrum sogar erstmals seit langem wieder leicht ansteigen.

Medien fordern: Kerngeschäft darf nicht vernachlässigt werden
Stärker denn je verschwimmen die Grenzen zwischen einzelnen Professional-Services-Märkten. Inzwischen werden auch partiell Leistungen von Content-Management- und Digital-Agenturen angeboten. Sowohl das Handelsblatt als auch die Frankfurter Allgemeine Zeitung haben in diesem Jahr bereits den Zeigefinger erhoben, dass sich die WP-Gesellschaften nicht allzu sehr von ihrer originären Aufgabe entfernen sollten: der Abschlussprüfung! Denn sonst schwindet der vermeintliche Positionierungsvorteil einer mit hoheitlichen und somit vertraulichen Aufgaben betrauten „Institution“.

Dennoch wird die obligatorische externe Rotation das Business mit Dienstleistungen außerhalb des Kerngeschäfts weiter vorantreiben. In wenigen Jahren fallen wichtige, zum Teil langjährige Prüfungsmandate weg. Gerade mit Beratungsleistungen versuchen die WP-Gesellschaften, den Verlust der Prüfungsmandate zu kompensieren.

Die Zukunft des WP-Marktes
Insgesamt zeigte sich der WP-Markt im Geschäftsjahr 2017 äußerst dynamisch. So wuchsen die großen WP-Gesellschaften überproportional, allen voran die Big Four (durchschnittlicher Umsatzanstieg: 15,8 Prozent). Verbunden mit der Digitalisierung sowie dem steigenden Beratungsbedarf der Mandanten ist kein Ende des Wachstums in Sichtweite. Vielmehr wird es für mittelgroße und kleinere WP-Gesellschaften zur großen Herausforderung werden, den Anschluss an die Spitzengruppe zu halten oder eine Nische in besonderen Prüfungs- und Beratungsfeldern oder Kundengruppen zu finden. (Lünendonk & Hossenfelder: ra)

eingetragen: 10.10.18
Newsletterlauf: 14.11.18

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