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Mehr Macht über Daten


Deutsche Verbraucher wollen Firmen abstrafen, die ihre Daten schlecht schützen
Studie: Kundenvertrauen erodiert, weil Verbraucher glauben, dass Unternehmen nicht wissen, wie sie deren Daten schützen sollen

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Die Ergebnisse der globalen Forschungsstudie von Veritas Technologies legen offen, dass deutsche Verbraucher Organisationen immer weniger zutrauen, ihre persönlichen Daten zu schützen. Mit jedem neuen Datenleck und erfolgreichen Hackerangriff wächst ihr Misstrauen. So glauben 43 Prozent der deutschen Verbraucher (weltweit 38 Prozent), dass die meisten Unternehmen nicht wissen, wie sie persönliche Daten schützen sollen.

Die Ergebnisse aus der 2018 „Veritas Global Data Privacy Consumer“-Studie zeigen auch: Verbraucher wollen Firmen, die ihre Daten schlecht schützen, mit Sanktionen bestrafen. Unternehmen hingegen, die einen großen Wert auf den Datenschutz legen, sollen belohnt werden.

Die meisten Unternehmen weltweit benötigen Daten, um Verbrauchern passende Waren und Dienstleistungen anzubieten. Neue, strenge Compliance-Regeln wie die EU-DSGVO geben Menschen mehr Macht über ihre Daten. Viele Verbraucher werden Firmen in dieser Frage intensiv auf den Prüfstand stellen und stärker einfordern, dass persönliche Daten besser geschützt sind.

Die neue Norm
Die Studie, von Veritas in Auftrag gegeben und von 3GEM durchgeführt, befragte 12.500 Erwachsene in 14 Ländern. In Deutschland wurden 1000 Verbraucher interviewt. Fast zwei Drittel (61 Prozent) der deutschen Auskunftgeber sagen, dass sie aufhören würden, bei einem Unternehmen zu kaufen, das ihre Daten nicht adäquat schützt. Nahezu jeder Zweite (44 Prozent) würde seine Treue zu einer bestimmten Marke aufgeben und zu einem direkten Konkurrenten wechseln.

Acht von zehn (81 Prozent) deutschen Verbrauchern würden Freunde und Familienmitglieder dazu anspornen, das betreffende Unternehmen zu boykottieren. Zwei Drittel (66 Prozent) behaupten sogar, sie würden das Geschäft den Regulierungsbehörden melden. Nahezu genauso viele Verbraucher (64 Prozent) sagen, sie würden negative Kommentare über die Firma posten.

Die Untersuchung zeigt allerdings auch, dass sich guter Datenschutz auszahlt. So wollen Verbraucher Unternehmen belohnen, die ihre Daten gut schützen. Mehr als die Hälfte der Befragten (51 Prozent) geben an, dass sie mehr Geld bei Unternehmen ausgeben würden, denen sie vertrauen. Mehr als ein Viertel (28 Prozent) der Verbraucher ist bereit, bis zu 25 Prozent mehr bei Unternehmen auszugeben, die den Datenschutz ernst nehmen.

"Das Vertrauen bei Verbrauchern wurde durch viele Datenlecks und globale Skandale ausgehöhlt, weil Unternehmen ein mangelndes Verständnis für den Schutz privater Daten offenbarten", kommentiert Tamzin Evershed, Senior Director und globale Datenschutzbeauftragte bei Veritas. "Verbraucher fordern von Unternehmen mehr Transparenz und verlangen Rechenschaft von ihnen. Unter dieser neuen Norm werden Verbraucher jene Organisationen belohnen, die Daten sorgsam verwalten, während sie jene bestrafen, die es nicht tun. Unternehmen müssen sich als zuverlässige Datenmanager beweisen, um das Vertrauen ihrer Kunden zu behalten."

Wachsende Bedenken beim Datensammeln
Das Interesse der Verbraucher darüber, wie personenbezogene Daten von der Industrie genutzt und weitergegeben werden, wächst. Die Studie zeigt, dass Verbraucher inzwischen nicht mehr bereit sind, folgende Arten personenbezogener Daten zu teilen:

>> Details über persönliche Finanzen einschließlich Einkommen, Hypothek (65 Prozent)
>> Details zu Gesundheit und Krankenakten (48 Prozent)
>> Sexuelle Orientierung (44 Prozent)
>> Standort (41 Prozent)
>> Online-Gewohnheiten (40 Prozent)
>> Religiöse Präferenzen (38 Prozent)

Darüber hinaus wachsen die Zweifel der Verbraucher darüber, wie ihre Daten mit Unternehmen und Dritten geteilt werden. Neun von zehn Befragten (90 Prozent) gaben an, dass sie sich über den Schutz ihrer persönlichen Daten Sorgen machen. Fast die Hälfte der Befragten (44 Prozent) sagen, dass sie keinen Einblick habe, wie Unternehmen ihre Daten nutzen oder weitergeben. Immerhin 15 Prozent fürchten, dass ihre persönlichen Daten gestohlen werden.

"Angetrieben durch die jüngsten Vorfälle und neuen Gesetze fordern Verbraucher Klarheit darüber, welche personenbezogenen Daten Unternehmen von ihnen sammeln und wie sie diese weitergeben", sagt Mathias Wenig, Senior Manager TS und Digital Transformation Specialist bei Veritas. "Dies wird sich insbesondere auf Geschäftsmodelle auswirken, die Verbraucherdaten auswerten, um die Kunden mit intelligenten und maßgeschneiderten Angeboten anzusprechen - beispielsweise auf Apps, die die Lokation der Nutzer verwerten. Wenn Unternehmen aber beweisen können, dass sie die Daten ihrer Kunden auf kluge Weise verwalten und schützen, werden sie von Kunden dafür belohnt."

Veritas hilft Unternehmen auf der ganzen Welt, ihre Daten zu verwalten, zu schützen und wertvolle Erkenntnisse zu gewinnen, unabhängig davon, wo die Daten gespeichert sind. Das Lösungsportfolio 360 Data Management for GDPR liefert umfassende Beratungsdienste und integrierte Software, mit denen Unternehmen unter anderem ihre Daten schützen, überwachen und ihren genauen Speicherort lokalisieren können. Dies wird Unternehmen helfen, die Compliance von Daten langfristig zu gewährleisten.

Methodik
Die Interviews im Rahmen der „2018 Veritas Global Data Privacy Consumer Study“ wurden von 3GEM Research and Insights durchgeführt. Das Unternehmen gem.com mit Hauptsitz in 5-10 Corbridge crescent, London E2 9DS, hat auch die Statistiken ermittelt. Insgesamt wurden 12.500 Erwachsene aus den USA, Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Schweiz, den VAE, Kanada, Mexiko, Brasilien, Australien, Singapur, China, Japan und der Republik Korea im Zeitraum von März bis April befragt.
(Veritas Technologies: ra)

eingetragen: 09.07.18
Newsletterlauf: 14.08.18

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    Netwrix gab die Veröffentlichung ihres "Data Risk & Security Report 2020" bekannt, der Erkenntnisse von 1.045 Befragten weltweit liefert. Ziel der Studie war es herauszufinden, wie Unternehmen ihre sensiblen und regulierten Daten in den einzelnen Lebenszyklusphasen behandeln, um potenzielle Sicherheitslücken zu identifizieren. Dem Bericht zufolge erwies sich die Datenspeicherung als die schwierigste Phase für die Gewährleistung des Datenschutzes. Die Mehrheit der Befragten (91 Prozent) war zwar überzeugt, dass ihre sensiblen Daten sicher gespeichert sind, jedes vierte Unternehmen hat sie in den letzten zwölf Monaten jedoch tatsächlich außerhalb der vorgesehenen sicheren Standorte entdeckt. Die Daten waren tagelang (43 Prozent) bzw. wochenlang (23 Prozent) extrem gefährdet, bevor der Vorfall entdeckt wurde. Diese Ereignisse traten im Rahmen anderer untersuchter Lebenszyklusstadien am häufigsten auf und wiesen die längsten Erkennungszeiten auf.

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