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Sich transparent und ethisch verhalten


EU muss treibende Kraft im Kampf gegen Geldwäsche und Finanzkriminalität sein
Europäische Spitzenkandidaten verpflichten sich zu mehr Transparenz und Integrität im EU-Parlament

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Transparency International hat die Europäischen Spitzenkandidatinnen und -kandidaten aufgefordert, sich in einer Selbstverpflichtungserklärung zu mehr Integrität und Transparenz in der Europäischen Union zu verpflichten. Folgende Kandidatinnen und Kandidaten haben diesen Pledge bereits unterschrieben:
>> Manfred Weber, European People's Party
>> Frans Timmermans, Party of European Socialists
>> Margrethe Vestager, Violeta Bulc, Guy Verhofstadt, Emma Bonino, Nicola Beer, Katalin Cseh und Luis Garicano, Alliance of Liberals and Democrats for Europe Party
>> Ska Keller und Bas Eickhout, European Green Party
>> Violeta Tomič, The Party of the European Left
>> Oriol Junqueras, European Free Alliance
>> Yanis Varoufakis, DiEM25/European Spring

Damit wollen sie sich als Parlamentarierin bzw. Parlamentarier transparent und ethisch verhalten, die Verwendung ihrer Vergütung offenlegen, politische Treffen nur mit registrierten Lobbyisten akzeptieren und darüber Rechenschaft ablegen. Zum anderen werden sie eine Karenzzeit nach Verlassen des EU-Parlaments akzeptieren und keine Lobbyarbeit übernehmen, so lange noch Übergangsgelder ausgezahlt werden. Schließlich haben sie sich dafür ausgesprochen, die Einrichtung einer unabhängigen Stelle zu unterstützen, die für die Einhaltung ethischer Standards bei individuellen Interessenkonflikten, bei Wechseln zwischen Politik und Interessenvertretung und bei der Lobbyarbeit sorgt.

Dazu Hartmut Bäumer, Stellvertretender Vorsitzender von Transparency Deutschland: "Es ist ein wichtiges Zeichen, dass sich die europäischen Spitzenkandidatinnen und -kandidaten zu unseren Forderungen für Integrität und Transparenz im EU-Parlament verpflichtet haben. Aber auch der Europäische Rat ist gefordert, durch mehr Nachvollziehbarkeit Vertrauen zurückzugewinnen. Dazu braucht es insbesondere Transparenz über das Abstimmungsverhalten der Nationalstaaten im Europäischen Rat."

Rechtsstaatliche Institutionen stärken – Engagierte Menschen schützen
In den letzten Jahren sind auf europäischer Ebene eine Reihe positiver Impulse zur Stärkung rechtsstaatlicher und bürgerrechtlicher Positionen auf den Weg gebracht worden – etwa die EU-Whistleblower-Richtlinie. Das neugewählte Parlament muss diese Arbeit fortsetzen und sich für die rechtsstaatlichen Institutionen in den Mitgliedsstaaten stark machen. "Für uns ist klar: Das Europaparlament muss sich verstärkt für den Schutz von Menschen einsetzen, die sich gegen Korruption, für die Einhaltung der Menschenrechte und für Transparenz in Politik und Wirtschaft engagieren. Das gilt insbesondere für Journalisten, Hinweisgeber und zivilgesellschaftlich Engagierte", so Hartmut Bäumer.

Mit der 2018 in Kraft getretenen 5. Antigeldwäsche-Richtlinie hat die Europäische Union einen wichtigen Schritt getan – durch verstärkte Sorgfaltspflichten für Verdachtsmeldepflichtige und mehr Transparenz in Bezug auf wirtschaftliche Eigentümer. Darauf muss konsequent aufgebaut werden. "Die Europäische Union muss eine treibende Kraft im Kampf gegen Korruption und Machtmissbrauch sein", betont Hartmut Bäumer. "Transparenz ist eine entscheidende Waffe gegen Geldwäsche und Finanzkriminalität. Um die wahren Eigentümer von Unternehmen nachvollziehen zu können, brauchen wir endlich ein Transparenzregister, das seinen Namen verdient. Wichtig wäre auch eine öffentliche länderspezifische Berichterstattung der Gewinne und Steuerzahlungen global operierender Konzerne." (Transparency: ra)

eingetragen: 16.04.19
Newsletterlauf: 22.05.19

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Meldungen: Markt / Unternehmen

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    Mit dem Cybersecurity Act tritt ein EU-weites Regelwerk für Zertifizierungen der IT-Sicherheit in Kraft. Durch die Verordnung können Hersteller ihre IT-Produkte, Dienstleistungen und Prozesse freiwillig zertifizieren lassen, um deren IT-Sicherheit transparent zu machen. Bitkom begrüßt die neuen IT-Sicherheitsregeln, fordert aber gleichzeitig eine bessere Abstimmung mit den kommenden nationalen und europäischen Regulierungen. "Der Cybersecurity Act ist ein wichtiger Schritt hin zu mehr Sicherheit in der EU. Die Verordnung führt zum einen zu mehr Klarheit für Verbraucher und schafft zum anderen mehr Einheitlichkeit für europaweit tätige Unternehmen", sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. Nach Vorgabe des Cybersecurity Act können Unternehmen das jeweils zu gewährleistende Sicherheitsniveau ihrer Produkte in den Vertrauenswürdigkeitsstufen "niedrig" "mittel" oder "hoch" zertifizieren lassen. Hersteller sollen dann über eine Art Beipackzettel Auskunft über die gewährleistete IT-Sicherheit geben.

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