Sie sind hier: Home » Recht » EU & Europa » Europäische Kommission

Nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel


Fusionskontrolle: Kommission genehmigt Übernahme des belgischen Pharmaunternehmens Omega Pharma durch die Beteiligungsgesellschaft Waterland und die belgische Holding Alychlo
Übernahme wird den wirksamen Wettbewerb weder im gesamten Europäischen Wirtschaftsraum noch in einem wesentlichen Teil desselben erheblich behindern


(09.01.12) - Die Europäische Kommission hat die geplante Übernahme von Omega Pharma NV, einem belgischen Anbieter von OTC-Arznei- und Gesundheitsmitteln, durch die belgische Holdinggesellschaft Alychlo NV und einen von Waterland Private Equity Investment B.V. kontrollierten Fonds nach der EU-Fusionskontrollverordnung genehmigt (OTC = over the counter = nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel).

Die Kommission kam zu dem Ergebnis, dass das zusammengeschlossene Unternehmen nicht nur auf den Märkten für OTC-Arzneimittel und andere Gesundheitsprodukte, sondern auch auf den entsprechenden nachgelagerten Vertriebsmärkten weiterhin wirksamem Wettbewerb ausgesetzt sein wird.

Omega Pharma bietet sowohl eigene OTC-Arzneimittel und Gesundheits- und Körperpflegeprodukte als auch Produkte von Dritten an. Da einer der von Waterland verwalteten Fonds das Unternehmen Arseus NV kontrolliert, das in geringerem Umfang ebenfalls eigene und Drittanbieterprodukte verkauft, führt der Zusammenschluss zu horizontalen und vertikalen Effekten in Belgien und den Niederlanden.

Diese Effekte sind allerdings unerheblich, weil die Marktanteile des zusammengeschlossenen Unternehmens durch Arseus kaum steigen, das Unternehmen auf den nachgelagerten Märkten kaum vertreten ist und es starke Wettbewerber gibt. Die Übernahme wird somit den wirksamen Wettbewerb weder im gesamten Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) noch in einem wesentlichen Teil desselben erheblich behindern.

Das Vorhaben wurde am 9. November 2011 bei der Kommission angemeldet.

Fusionskontrollvorschriften und -verfahren
Die Kommission ist verpflichtet, Fusionen und Übernahmen von Unternehmen zu prüfen, deren Umsatz bestimmte Schwellenwerte übersteigt (vgl. Artikel 1 der Fusionskontrollverordnung), und Zusammenschlüsse zu untersagen, die den wirksamen Wettbewerb im gesamten Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) oder in einem wesentlichen Teil desselben erheblich behindern würden.

Der weitaus größte Teil der Zusammenschlüsse ist wettbewerbsrechtlich unbedenklich und wird nach einer Routineprüfung genehmigt. Nach der Anmeldung muss die Kommission in der Regel innerhalb von 25 Arbeitstagen entscheiden, ob sie den Zusammenschluss genehmigt (Phase I) oder ein eingehendes Prüfverfahren (Phase II) einleitet. (Europäische Kommission: ra)


Kostenloser Compliance-Newsletter
Ihr Compliance-Magazin.de-Newsletter hier >>>>>>


Meldungen: Europäische Kommission

  • Methanverordnung der EU für Energiesektor

    Gemäß der neuen Methanverordnung der EU für den Energiesektor müssen Öl-, Gas- und Kohleunternehmen entlang der gesamten Lieferkette ihre Methanemissionen gemäß den höchsten Überwachungsstandards ordnungsgemäß messen, überwachen, melden und überprüfen und zu ihrer Verringerung handeln. Insbesondere werden Unternehmen gemäß der Verordnung verpflichtet, die Methanemissionen an der Quelle (z. B. auch die Methanemissionen) für Öl, Gas und Kohle und auf Standortebene für Öl und Gas zu quantifizieren.

  • Neues Regelungsumfeld für Klimaneutralität

    Die EU-Kommission begrüßt die endgültige Annahme der Netto-Null-Industrie-Verordnung (NZIA), mit der die EU auf Kurs gebracht wird, um ihre inländischen Produktionskapazitäten für saubere Schlüsseltechnologien zu stärken.

  • Reformen des Strom- und Gasmarkts

    Die EU-Kommission begrüßt die Verabschiedung zentraler Reformen des Strom- und Gasmarkts sowie des neuen Rechtsrahmens zur Förderung der Entwicklung von Wasserstoff und anderer dekarbonisierter Gase. Die Reformen verdeutlichen die Entschlossenheit Europas, die Energiewende voranzutreiben, die Versorgungssicherheit und den Verbraucherschutz zu verbessern und gleichzeitig auf den Lehren aus der Energiekrise aufzubauen.

  • Russland & Informationsmanipulation

    Die Europäische Kommission begrüßt den Beschluss des Rates, die in der EU stattfindenden oder auf die EU abzielenden Sendetätigkeiten von vier weiteren Medienunternehmen (Voice of Europe, RIA Novosti, Izvestia und Rossiyskaya Gazeta) auszusetzen, da diese den Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine unterstützen und rechtfertigen.

  • Reform der Gestaltung des Strommarkts

    Die Reform der Gestaltung des Strommarkts verringert das Risiko hoher und volatiler Preise für den europäischen Elektrizitätssektor, die sich auf Haushalte, Unternehmen und die Industrie auswirken, indem Maßnahmen zur Förderung von Vereinbarungen über die gemeinsame Energienutzung, Strombezugsverträgen und zweiseitigen Differenzverträgen eingeführt werden.

Wir verwenden Cookies um unsere Website zu optimieren und Ihnen das bestmögliche Online-Erlebnis zu bieten. Mit dem Klick auf "Alle akzeptieren" erklären Sie sich damit einverstanden. Erweiterte Einstellungen