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Elektronische Betriebsprüfung im Unternehmen


Außenprüfung der Betriebsprüfer: Prüfungsunterlagen müssen gemäß der neuen GDPdU-Bestimmungen in elektronischer Form vorliegen
Vor- aber auch Nachteile der digitalen Außenprüfung - Die Digitale Signatur ist ein Thema von aktueller Relevanz


(12.08.08) - Auf Grund der großen Nachfrage veranstaltet die IHK Lüneburg gemeinsam mit dem Softwareunternehmen Avendata GmbH eine Vorlesung zum Thema der elektronische Rechnungsstellung und digitale Betriebsprüfung. Obwohl dieses Seminar bereits mehrfach in Deutschland von Hamburg bis nach Wiesbaden stattgefunden hat, lässt die Nachfrage nicht nach.

Ein entscheidender Grund dafür ist, dass seit 2001 Unternehmen nach den Bestimmungen des Finanzamtes zu den Grundsätzen zum Datenzugriff und zur Prüfbarkeit digitaler Unterlagen (GDPdU) umrüsten müssen, da im Falle einer Außenprüfung der Betriebsprüfer die Prüfungsunterlagen gemäß dieser neuen Bestimmungen in elektronischer Form einfordern darf. Mit der Analysesoftware IDEA werden bei einer digitalen Prüfung die steuerlich relevanten Daten des zu prüfenden Unternehmens innerhalb kürzester Zeit auf Unregelmäßigkeiten oder andere Auffälligkeiten geprüft.

Damit die nächste Betriebsprüfung schnell und unkompliziert vonstatten geht, informieren viele Handelskammern in Deutschland mit diesem Seminar über die Vor- aber auch Nachteile der digitalen Außenprüfung. In der Zusammenarbeit mit dem Softwareunternehmen Avendata GmbH, die ein Spin-Off einer Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft ist, wird über Grundsätze, Hilfestellungen sowie Lösungsvorschläge für die digitale Betriebsprüfung gesprochen.

Die Schwerpunkte sind:
>> Erläuterung der Datenzugriffsrechte und der Dokumentationspflichten
>> Betriebsprüfung mit IDEA-Simulation anhand praktischer Beispiele
>> Problematik der Verfahrensdokumentation

Der zweite Themenschwerpunkt der Schulung wird das Verfahren elektronische Rechnungsstellung sein. Die Digitale Signatur ist ein Thema von aktueller Relevanz. Seit Juli 2004 besteht die Pflicht, alle Rechnungen, die per Computerfax oder E-Mail übersandt werden, mit einer qualifizierten elektronischen Signatur zu versehen. Als qualifizierte Signatur wird nach Gesetzesdefinition eine Signatur bezeichnet, die auf einem zum Zeitpunkt ihrer Erzeugung gültigen digitalen Zertifikat beruht und mit einer sicheren Signaturerstellungseinheit erzeugt wurde. Dieses so genannte e-Billing ist zudem eine Methode, effektiv Kosten im Unternehmen einzusparen. Das können bis zu 90 Prozent der Kosten sein, die üblicherweise beim Rechnungsverkehr anfallen.

Den Teilnehmern der kommenden Veranstaltung in Lüneburg wird viel Raum für Fragen zu diesem Thema gegeben. Selbstverständlich werden alle Fragestellungen vom Referenten, Herrn Böminghaus, Geschäftsführer der Avendata GmbH, ausführlich erörtert werden.

Die IHK und die Avendata GmbH freuen sich auf die anstehende Veranstaltung am 25.09.2008 um 9:00 Uhr in Celle. Näheres zu Teilnahme erfahren Sie bei der IHK Lüneburg (www.ihk24-lueneburg.de).
(Avendata: ra)

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Meldungen: Markt-Nachrichten

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    Seit drei Jahren ermittelt das Bundeskriminalamt im Auftrag der Staatsanwaltschaft München I wegen des Verdachts der Geldwäsche gegen insgesamt drei Beschuldigte. Ab 18.02.2019 erfolgte die gleichzeitige Beschlagnahme von vier Immobilien in Schwalbach am Taunus, Nürnberg, Regensburg und Mühldorf am Inn im Gesamtwert von rund 40 Millionen Euro. Daneben wurde ein Konto bei einer Bank in Lettland mit einem erwarteten Guthaben in Höhe von ca. 1,2 Millionen Euro beschlagnahmt, welches aus der Veräußerung einer weiteren Immobilie in Chemnitz herrührt. Zusätzlich wurde die vorläufige Sicherung von Kontoguthaben bei diversen Banken in Deutschland auf der Grundlage von Vermögensarresten in Höhe von ca. 6,7 Millionen Euro bei zwei beteiligten Immobiliengesellschaften in Deutschland veranlasst.

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  • Finanzermittlungen der Ermittlungsbehörden

    Der FIU-Jahresbericht für das Jahr 2016 verzeichnet mit rund 40 Prozent die höchste Steigerungsrate an Geldwäscheverdachtsmeldungen innerhalb der letzten 15 Jahre. Insgesamt 40.690 (2015: 29.108) Verdachtsmeldungen nach dem Geldwäschegesetz wurden an die FIU übermittelt, der Großteil davon von den Kreditinstituten. Mit 38 Prozent (2015: 32 Prozent) sind die meisten Bezüge zum Deliktsbereich Betrug festgestellt worden. Darunter fallen zum Beispiel auch der Warenbetrug über das Internet und der CEO-Fraud. Durch die Erkenntnisse, die direkt aus den Verdachtsmeldungen gewonnen werden konnten und den anschließenden verfahrensunabhängigen Finanzermittlungen stellten die Ermittlungsbehörden insgesamt Vermögenswerte von rund 69, 8 Millionen Euro sicher. Das sind 10 Prozent mehr als im Vorjahr.

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    Die Wettbewerbszentrale hat in 10 Fällen bei großen Onlinehändlern Verstöße gegen die SEPA-Verordnung beanstandet. Die betreffenden Anbieter hatten Verbrauchern u. a. eine Bezahlung per Lastschrift angeboten, allerdings gleichzeitig den Lastschrifteinzug von Konten im EU-Ausland ausgeschlossen oder eingeschränkt. Erste Beschwerden bereits Ende 2016: Bereits im Dezember 2016 hatte die Wettbewerbszentrale Beschwerden darüber erhalten, dass eine private Krankenversicherung und ein Telekommunikationsunternehmen es gegenüber Kunden ablehnten, fällige Zahlungen im Wege der Lastschrift von einem Konto im europäischen Ausland einzuziehen. Im Fall der Krankenversicherung lag der Wettbewerbszentrale ein konkretes Schreiben vor, wonach es die Versicherung ablehnte, die Versicherungsbeiträge des Versicherungsnehmers von seinem Konto in Österreich abzubuchen (vgl. News vom 22.12.2016). Im Fall des Telekommunikationsanbieters verlangte dieser in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen für die Durchführung des Lastschriftverfahrens die Angabe einer "gültigen deutschen Bankverbindung".