Max-Weber-Preis für Wirtschaftsethik
Dissertation ausgezeichnet: "Risiko-Governance: Die Wahrnehmung und Steuerung moralökonomischer Risiken"
Max-Weber-Preis für Wirtschaftsethik 2006 geht an Michael Fürst
(20.11.06) Im Rahmen einer Festveranstaltung wurde im Beisein des Bundesministers für Arbeit und Soziales, Franz Müntefering, in Berlin der siebte Max-Weber-Preis für Wirtschaftsethik des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) verliehen. Die mit 5.000 Euro dotierte Auszeichnung ging diesmal an den Konstanzer Betriebswirt Dr. Michael Fürst für seine Dissertation "Risiko-Governance: Die Wahrnehmung und Steuerung moralökonomischer Risiken".
Ausschlaggebend für die Entscheidung des Kuratoriums war die praktische Umsetzbarkeit der innovativen und theoretisch fundierten Vorschläge von Dr. Fürst zum Umgang mit moralischen Risiken in Unternehmen. Einen wichtigen Beitrag zu einer besseren ethischen Ausbildung künftiger Manager leisten die Träger des im Rahmen des Festaktes ebenfalls verliehenen Schul- und Lehrbuchpreises (2.500 Euro), Prof. Andrew Crane und Prof. Dirk Matten. In ihrem Lehrbuch "Business Ethics: A European Perspective" loten sie anhand praktischer Fallbeispiele die Untiefen zwischen Gewinn und Gewissen aus und bieten Lösungsvorschläge.
Mit dem vom Wuppertaler Unternehmer Klaus Tesch gestifteten Max-Weber-Preis werden seit 1992 Arbeiten von Nachwuchswissenschaftlern prämiert, die maßgeblich zur Verbesserung des Dialogs zwischen Ethik und Wirtschaft beitragen.
Michael Fürst ist Absolvent der Hochschule Konstanz. Nach seinem Studium der Betriebswirtschaftslehre war er zwischen 2000 und 2005 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Konstanz Institut für WerteManagement (KiEm). Seit 2005 ist Michael Fürst tätig als Corporate Citizenship & Compliance Coordinator bei Novartis International AG in Basel.
(Institut der deutschen Wirtschaft: ra)
|
|






