- Anzeigen -

Kennzahlen und Unternehmensstrategie


Umfrage: Kennzahlen von Unternehmen nur bedingt aussagekräftig
Nachholbedarf bei automatisierten Kennzahlensystemen


Anzeige

(22.11.10) - Deutsche Unternehmen haben Nachholbedarf bei der automatisierten Erhebung ihrer Kennzahlen. Das ergab eine aktuelle Umfrage der Plaut Beratungsgruppe unter Controllern und Buchhaltern mittelständischer und großer Unternehmen.

Der Umfrage zu Folge erstellt lediglich die Hälfte der befragten Unternehmen ihre Kennzahlen mit Hilfe eines automatisierten Systems. Die mangelnde IT-Unterstützung führen die Umfrage-Teilnehmer unter anderem auf nicht verknüpfte IT-Vorsysteme, fehlende Software oder die aufwändige Nachpflege in Programmen zur Tabellenkalkulation zurück.

Fast die Hälfte der befragten Experten ist außerdem der Meinung, dass die vorhandenen Kennzahlen nicht maßgeblich zur richtigen Umsetzung der Unternehmensstrategie beitragen. Aus Sicht der Befragten haben die Kennzahlen oft keinen Bezug zur Unternehmensstrategie, erlauben eine nur kurzfristige Betrachtung und ihnen fehlt der Bezug zu den Prozessen.

"Kennzahlen und Schlüsselkennzahlen sind keine lästige Pflicht, sondern ein essentieller Bestandteil einer erfolgreichen Unternehmensführung", so Oliver Schrott, Consultant für IT-Applications bei Plaut. "Es kann deshalb nicht die Aufgabe von Controllern sein, Kennzahleninformationen mühsam zusammenzutragen, zumal diese Aufgabe problemlos von integrierten IT-Systemen übernommen werden kann."

Auch mit der Darstellung der Kennzahlen hadern die verantwortlichen Personen. 50 Prozent gaben an, dass die selbst erhobenen Daten nicht eindeutig verständlich und interpretierbar sind. Befragt nach den zehn Schlüsselkennzahlen, die regelmäßig ermittelt werden, geben sie an erster Stelle das EBIT, das ord. Betriebsergebnis sowie den operativen Cashflow an.

Insgesamt befinden sich unter den genannten Top 10 Kennzahlen acht aus dem Finanzbereich; mit der Produktivität sowie der Reklamationsrate werden lediglich zwei operative Prozesskennzahlen erhoben. Die Indikatoren Preiselastizität der Nachfrage sowie Angebotserfolgsquote werden von den Unternehmen hingegen fast vollständig vernachlässigt.

Im Gegensatz zu den genannten Kritikpunkten steht hingegen die Aussage von zwei Dritteln der Befragten, dass sie mit der momentanen Erhebung der Kennzahlen zufrieden sind. Plaut-Berater Oliver Schrott, sagte: "Natürlich sind viele Unternehmen auch mit ihrem bestehenden Kennzahlensystem erfolgreich. Dennoch haben die Experten in den Unternehmen zu Recht den Eindruck, dass man das Vorgehen wesentlich verbessern kann, vor allem wenn es darum geht, gewünschte Indikatoren regelmäßiger und vor allem automatisierter zu erheben."

An der Ad-hoc-Befragung von Plaut haben 60 Controller und Buchhalter mittelständischer und großer Unternehmen teilgenommen. Das Management- und IT-Beratungsunternehmen führt alle zwei Monate Umfragen zu betriebswirtschaftlichen Themen durch. (Plaut: ra)

Plaut: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.

 
Kostenloser Compliance-Newsletter
Ihr Compliance-Magazin.de-Newsletter hier >>>>>>


- Anzeigen -


Meldungen: Studien

Steuerfachangestellte verdient am wenigsten Wer im Finanz- und Rechnungswesen tätig ist, kann überdurchschnittlich viel Geld mit nachhause nehmen. Dennoch sind die Gehälter in den letzten zwei Jahren um bis zu sechs Prozent gesunken, wie eine Umfrage des Bundesverbands der Bilanzbuchhalter und Controller ergeben hat. Deutsche Vollzeit-Arbeitnehmerinnen und -Arbeitnehmer verdienten im letzten Jahr laut Statistischem Bundesamt ohne Sonderzahlungen 3.612 Euro monatlich, also 43.344 Euro pro Jahr. Die Durchschnittsgehälter im Finanz- und Rechnungswesen liegen deutlich darüber, wie eine repräsentative Umfrage des Bundesverbands der Bilanzbuchhalter und Controller (BVBC) unter 1.284 Teilnehmern ergeben hat. Die Erhebung erfolgte Anfang des Jahres mittels eines Online-Fragebogens über einen Zeitraum von 27 Tagen.

Zahl der Verbraucherinsolvenzen sinkt Die Zahlungsmoral in Deutschland befindet sich weiterhin auf einem Rekordhoch. 90 Prozent der Mitglieder des Bundesverbands Deutscher Inkasso-Unternehmen e.V. (BDIU) melden in einer Umfrage: Rechnungen werden jetzt genauso gut oder sogar noch besser bezahlt als vor einem halben Jahr. Die Unternehmensinsolvenzen gehen schon das siebte Jahr in Folge zurück. Bis Ende Dezember erwartet der BDIU nur noch 22.000 Fälle (2015: 23.123). Auch die Zahl der Verbraucherinsolvenzen sinkt auf voraussichtlich zwischen 75.000 bis 76.000 Verfahren (nach 80.347 in 2015). "Der Konjunkturmotor läuft prächtig und versorgt die Firmen mit Liquidität, nicht zuletzt dank der guten Binnennachfrage", so BDIU-Präsidentin Kirsten Pedd. "Es könnte aber auch das verflixte siebte Jahr sein."

Sperren von Internetinhalten Diesen Satz sehen Internetnutzer häufig: "Dieses Video ist in Ihrer Region leider nicht verfügbar." Fast ein Viertel (23 Prozent) der Internetnutzer wollte sich schon mal ein Video im Netz anschauen, das aufgrund von Geoblocking gesperrt war. Das hat eine repräsentative Befragung im Auftrag des Bitkom ergeben. Als Geoblocking bezeichnet man das Sperren von Internetinhalten in bestimmten Regionen oder Ländern. Bei zwei Drittel (66 Prozent) der Betroffenen sind Spielfilme blockiert worden und bei fast der Hälfte (47 Prozent) Musikvideos. 10 Prozent versuchten, Unterhaltungssendungen zu schauen, 8 Prozent Sport und 7 Prozent Serien.

Datenverletzungen und Compliance Laut der neuen EU-Datenschutzgrundverordnung müssen alle Unternehmen, die Daten in Europa speichern, künftig Datenschutzmechanismen in ihre Systeme und Infrastruktur integrieren. Eine europaweite Studie von Delphix kommt jedoch zu dem Ergebnis, dass viele Unternehmen darauf noch nicht vorbereitet sind. In Deutschland sind mehr als zwei Drittel der Daten in Umgebungen außerhalb des Produktionsbetriebs nicht verfremdet.

Mangel an Transparenz und Offenheit Das Thema Compliance ist in der öffentlichen Verwaltung bisher kaum angekommen. Das zeigt eine aktuelle Umfrage der Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt und des Software-Herstellers Recommind unter Mitarbeitern deutscher Behörden. Demnach setzt nicht einmal jede vierte untersuchte Behörde ein Compliance Management System (CMS) ein. Auch das Bewusstsein für die Bedeutung von Compliance ist schwach ausgeprägt, und selbst aufgedeckte Verstöße führen nur selten zu Sanktionen.

Autor / Quelle (abcd) der Beiträge siehe Angaben in Klammern vor Doppelpunkt: (abcd:)