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2. Stuttgarter MiFID-Kongress erfolgreich


Beitrag zur Erhöhung der Transparenz bei Wertpapiergeschäften: MiFID hat bereits in den ersten Monaten seit ihrem Inkrafttreten in Europa für Anleger und Finanzdienstleistungsunternehmen enorme Marktkräfte freigesetzt
MiFID-Ziele sind Harmonisierung der europäischen Finanzmärkte, Stärkung des Wettbewerbs sowie mehr Transparenz und Anlegerschutz im Wertpapierhandel


(11.07.08) - Die Börse Stuttgart hat am 9. Juli 2008 den 2. Stuttgarter MiFID-Kongress erfolgreich durchgeführt. Nachdem am 1. Dezember 2007 die EU-Richtlinie über Märkte für Finanzinstrumente - kurz MiFID - ins deutsche Recht umgesetzt wurde, galt es ein erstes Resümee zu ziehen und sich über mögliche Optimierungen auszutauschen.

Die Börse Stuttgart hat mit dieser Veranstaltung nach eigener Überzeugung erneut im Sinne von Kunden und Anlegern einen wichtigen Beitrag zur Erhöhung der Transparenz bei Wertpapiergeschäften geleistet. Die Veranstaltung war mit rund 80 Teilnehmern ausgebucht. Ziele der MiFID sind die Harmonisierung der europäischen Finanzmärkte, die Stärkung des Wettbewerbs sowie mehr Transparenz und Anlegerschutz im Wertpapierhandel.

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Für die Keynote-Speech konnte die Börse Stuttgart mit Maria Velentza, Leiterin des Referats Wertpapiermärkte in der Generaldirektion Binnenmarkt und Dienstleistungen der Europäischen Kommission, eine der renommiertesten Kenner der Finanzmarktrichtlinie gewinnen. In ihren Ausführungen gab Velentza einen Ausblick über die weitere Integration des Wertpapierhandels in Europa nach dem Inkrafttreten der MiFID.

Dabei sagte die Vertreterin der EU-Kommission: "Die MiFID hat bereits in den ersten Monaten seit ihrem Inkrafttreten in Europa für Anleger und Finanzdienstleistungsunternehmen enorme Marktkräfte freigesetzt. Es wird jedoch noch einige Zeit dauern, bis der ganze Nutzen der Richtlinie bewertet werden kann." Hier werde die EU-Kommission die Umsetzung der Richtlinie im Sinne der Anleger konsequent begleiten, so Velentza.

"Die Börse Stuttgart hat mit dem 2. MiFID-Kongress erneut Experten und Anwender von Banken, Beratung und Wissenschaft eine wichtige Plattform zum Informations- und Erfahrungsaustausch geboten. Dank zahlreicher Innovationen waren wir schon weit vor der Einführung der MiFID die führende Privatanlegerbörse Europas und erfüllen alle geforderten Kriterien seit langem", sagte Dr. Rolf Deml, Geschäftsführer der Baden-Württembergischen Wertpapierbörse.

Das Referentenfeld vervollständigten Dr. Günter Birnbaum, Abteilungspräsident Bereich Wertpapieraufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, Professor Dr. Dirk Schiereck von der European Business School in Oestrich-Winkel, Wolfgang Schlaffer, Senior Manager der ZEB Managementberatung und Lutz Soor, Leiter Zentralbereich Compliance, Direktor, BHF Bank sowie Michael Kieß, Senior Project Manager der Börse Stuttgart. (Börse Stuttgart: ra)

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Meldungen: Markt-Nachrichten

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    Seit drei Jahren ermittelt das Bundeskriminalamt im Auftrag der Staatsanwaltschaft München I wegen des Verdachts der Geldwäsche gegen insgesamt drei Beschuldigte. Ab 18.02.2019 erfolgte die gleichzeitige Beschlagnahme von vier Immobilien in Schwalbach am Taunus, Nürnberg, Regensburg und Mühldorf am Inn im Gesamtwert von rund 40 Millionen Euro. Daneben wurde ein Konto bei einer Bank in Lettland mit einem erwarteten Guthaben in Höhe von ca. 1,2 Millionen Euro beschlagnahmt, welches aus der Veräußerung einer weiteren Immobilie in Chemnitz herrührt. Zusätzlich wurde die vorläufige Sicherung von Kontoguthaben bei diversen Banken in Deutschland auf der Grundlage von Vermögensarresten in Höhe von ca. 6,7 Millionen Euro bei zwei beteiligten Immobiliengesellschaften in Deutschland veranlasst.

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    Das Bundeskriminalamt (BKA) hat 2017 einen Rückgang der Korruptionsstraftaten registriert. Wie aus dem veröffentlichten Bundeslagebild Korruption hervorgeht, nahm die Zahl dieser Straftaten im Vergleich zum Vorjahr um 25 Prozent auf 4.894 ab. Damit wurde 2017 die niedrigste Anzahl von Korruptionsstraftaten seit fünf Jahren gemeldet. Das BKA führt diese Entwicklung unter anderem auf etablierte Compliance-Strukturen in Unternehmen und Behörden sowie auf die damit verbundene Sensibilisierung der Mitarbeiter zurück. Einen Grund zur Entwarnung liefern die Zahlen indes nicht: Nur ein Teil aller begangenen Korruptionsstraftaten wird polizeilich bekannt. Das Dunkelfeld wird weiterhin als sehr groß eingeschätzt.

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    "Die Organisierte Kriminalität hat viele Gesichter und Betätigungsfelder. Damit ist und bleibt das Bedrohungs- und Schadenspotential, das von Organisierter Kriminalität ausgeht, unverändert hoch", so BKA-Präsident Holger Münch bei der heutigen Pressekonferenz im BKA-Wiesbaden zur Vorstellung des Lagebildes Organisierte Kriminalität 2017. Die Gesamtzahl der Ermittlungsverfahren gegen Gruppierungen der Organisierten Kriminalität liegt auf unverändert hohem Niveau: 2017 wurden 572 OK-Verfahren registriert (2016: 563). Rund 1/3 der OK-Gruppierungen ist im Bereich der Rauschgiftkriminalität (36,2 Prozent) aktiv. Damit ist und bleibt Drogenhandel das Hauptbetätigungsfeld von OK-Gruppierungen, gefolgt von Eigentumskriminalität (16,4 Prozent). An dritter Stelle findet sich Wirtschaftskriminalität (11,0 Prozent). Der polizeilich erfasste Schaden lag 2017 bei rund 210 Millionen Euro (2016: rund 1 Mrd. Euro).

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    Der FIU-Jahresbericht für das Jahr 2016 verzeichnet mit rund 40 Prozent die höchste Steigerungsrate an Geldwäscheverdachtsmeldungen innerhalb der letzten 15 Jahre. Insgesamt 40.690 (2015: 29.108) Verdachtsmeldungen nach dem Geldwäschegesetz wurden an die FIU übermittelt, der Großteil davon von den Kreditinstituten. Mit 38 Prozent (2015: 32 Prozent) sind die meisten Bezüge zum Deliktsbereich Betrug festgestellt worden. Darunter fallen zum Beispiel auch der Warenbetrug über das Internet und der CEO-Fraud. Durch die Erkenntnisse, die direkt aus den Verdachtsmeldungen gewonnen werden konnten und den anschließenden verfahrensunabhängigen Finanzermittlungen stellten die Ermittlungsbehörden insgesamt Vermögenswerte von rund 69, 8 Millionen Euro sicher. Das sind 10 Prozent mehr als im Vorjahr.

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    Die Wettbewerbszentrale hat in 10 Fällen bei großen Onlinehändlern Verstöße gegen die SEPA-Verordnung beanstandet. Die betreffenden Anbieter hatten Verbrauchern u. a. eine Bezahlung per Lastschrift angeboten, allerdings gleichzeitig den Lastschrifteinzug von Konten im EU-Ausland ausgeschlossen oder eingeschränkt. Erste Beschwerden bereits Ende 2016: Bereits im Dezember 2016 hatte die Wettbewerbszentrale Beschwerden darüber erhalten, dass eine private Krankenversicherung und ein Telekommunikationsunternehmen es gegenüber Kunden ablehnten, fällige Zahlungen im Wege der Lastschrift von einem Konto im europäischen Ausland einzuziehen. Im Fall der Krankenversicherung lag der Wettbewerbszentrale ein konkretes Schreiben vor, wonach es die Versicherung ablehnte, die Versicherungsbeiträge des Versicherungsnehmers von seinem Konto in Österreich abzubuchen (vgl. News vom 22.12.2016). Im Fall des Telekommunikationsanbieters verlangte dieser in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen für die Durchführung des Lastschriftverfahrens die Angabe einer "gültigen deutschen Bankverbindung".

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